Ich sehe die Argumente. Aber es muss doch auch zugestanden sein, dass man mit Kindern nicht zurecht kommt. Sich in ihre Gedankenwelt nicht hinein versetzen kann, gar zurück schreckt, wenn sie wieder mit unberechenbaren Ideen kommen. Zumal, wenn sie die Arbeitsanweisungen nicht verstehen.
Deshalb bin ich ja ans BK und später ans WBK gegangen. Da konnte ich die Abiturvorgaben in der ersten Stunde zeigen, die angedachte Planung ebenso und diese dann abarbeiten. Widerspruch gab es nicht, denn die Studierenden einte zumindest am Abend der Wunsch, einen höherwertigen Schulabschluss zu erlangen. Oder sie sind gegangen oder wurden nicht versetzt. Oder entlassen.
Mit den IK Klassen ist es anders. Da ist kaum intrinsische Motivation und ich halte mich nicht für so kreativ und authentisch, mit denen irgendwelche Lernspiele zu machen oder Lieder zu singen. Das konnte ich im Ref schon nur mit größter Mühe und die Fachleiter hielten mir mal vor, ich sei zwar sympathisch, aber es fehle an Empathie. Folge: BK und WBK, wo das nicht so eine große Rolle spielt. Am liebsten Uni, aber das lohnt sich finanziell nicht.
Deshalb glaube ich, dass das Land sich mit solchen Abordnungen eher schadet. Grade wenn dafür KuK ausgewählt werden, die aus unterschiedlichen Gründen der SL lästig erscheinen (ob sie nun ständig Entscheidungen in Frage stellen, organisatorische Fehler begehen, oft krank sind, sich Beschwerden über sie häufen etc.).
Eigentlich bräuchte man für solche Klassen besonders psychisch stabile, kreative Lehrkräfte, die idealerweise freiwillig mit Interesse und ggf nach Fortbildung in die IK Klassen gehen.
Denn was wird passieren, wenn man die abgeordneten Lehrkräfte überfordert in den IK Klassen „verheizt“? Die werden krank. Geld kommt bis fast an den Sankt Nimmerleinstag. Dann stehen sie weder für den Regelunterricht noch für die IK Klassen zur Verfügung und die IKs bekommen in Vertretung Arbeitsblatt für Arbeitsblatt hingelegt. Ist das besser? Da wäre auch die Fürsorgepflicht des Landes wichtig.