Beiträge von Mantik

    Korrekturen fallen dank digitaler Tools zur Leistungsfeststellung nahezu ganz weg. Muss ich doch mal was Korrigieren, geht das zügig. 16 Mathe-Klausuren (90 Min Bearbeitungszeit) laufen im unter zwei Zeitstunden.

    Es gibt zahlreiche Wege im Lehrberuf Zeit zu sparen. Die Tatsache dass ich effektiv 10 Stunden weniger für meine Arbeit brauche (bei gleicher Leistung), darf mir doch nicht zum Nachteil gereichen.

    Das ist ein offensichtlicher Vorteil des Faches. Wenn ich die frei geschriebenen Texte meiner SuS korrigiere, dann brauche ich pro einzelner Klausurarbeit im Schnitt etwa 20 Minuten (Klassensatz also etwa 8 Stunden). Ein Erörterungsaufsatz beispielsweise lässt sich unmöglich schneller korrigieren.

    Immerhin habe ich meiner Schulleitung schonmal mitgeteilt, dass ich in der Zeugnisschreib-Zeit mit Sicherheit keine Konzepte für das neue Schulprogramm schreiben werde, weil das in meiner Arbeitszeit nicht zu schaffen ist.

    Das habe ich auch schon mal probiert, worauf mir meine Abteilungsleitung erwiderte, dass solle ich mal dem Direktor sagen, der würde mir da aber (sinngemäß) "etwas husten". In den Jahren, in denen ich Klassenleitung bin, überschreite ich die wöchentliche Arbeitszeit immer um mindestens 5 Stunden. Aber es heißt: Jemand muss ja schließlich die Klassenleitung übernehmen. Meine Kolleg:innen in Vollzeit haben oft 2-3 Klassenleitungen. Ich hätte gedacht, es hülfe, wenn mehr Lehrkräfte eingestellt werden würden, aber angeblich wären wir genügend Leute und bekämen keine weiteren Zuteilungen. Könnte das evtl. daran liegen, dass die Hälfte der Kolleg:innen in Teilzeit arbeitet?

    Bei uns wurde in der Gesamtkonferenz beschlossen, dass jede/r mindestens einmal pro Wochentag (Mo-Fr) seine dienstlichen E-Mails checkt. Dies halte ich auch als Teilzeitbeschäftigte so, denn es erscheint mir als sinnvoll zu erfahren, was anliegt. Unser einziger offizieller Kanal ist dabei die Dienst-Email, und das ist gut so. (Die privaten Telefonnummern besitzt nur die Schulleitung für sehr dringende Angelegenheiten.) Nur, weil man auch mit z.B. Teams arbeitet, muss man nicht darüber Nachrichten versenden. Die KuK und die SuS schreiben also grundsätzlich E-Mails über nur einen Kanal. Außerdem wurde in der Gesamtkonferenz beschlossen, dass wir die E-Mails so abrufen, dass wir bis 15 Uhr versendete Nachrichten noch am selben Tag lesen. So können beide Seiten davon ausgehen, dass alles bis zu dieser Zeit Versendete die Empfänger:innen noch erreicht.

    wossen

    ja stimmt, nach § 44 TVl haben sich die Gewerkschaften leider ü er den Tisch ziehen lassen und vereinbart, dass die beamtenrechtliche Regelung gilt. Aber was bedeutet dies ? Für NRW kann ich die Frage beantworten. Nach §60 Landesbeamtengesetz bedeutet dies eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41 Stunden. Das ganze teilt sich auf in einen durch den Arbeitgeber festgelegten Bereich (zu erteilender Unterricht, Aufsichten, Konferenzen...) und in einen frei disponierbaren Bereich (Unterrichtsvorbereitung, Zusatzaufgaben...). Desto kleiner mein Spielraum im disponablen Bereich wird, desto weniger Arbeitszeit kann ich folgerichtig in diesen Bereich stecken. Wenn ich jetzt KuKs empfehle, drauf zu achten, dass diese 41 h eingehalten werden, vermag ich nicht, eine arbeitsrechtliche Pflichtverletzung zu erkennen. Oder meintest Du, dass es nicht erlaubt ist auf die 39,irgendwas der sonstigen Tarifbeschäftigten abzustellen? Das ist leider richtig, umso genauer sollte man daher (zumindest als Tarifbeschäftigter) darauf achten, keine zeitliche Mehrarbeit zu leisten.

    Danke für die ausführliche Erläuterung. In den Jahren, in denen ich eine Klasse leite, (also fast jedes Jahr), ist es mir unmöglich, meine (unter Berücksichtigung der Ferien) errechnete Arbeitszeit nicht stark zu überschreiten. Ich bin in Teilzeit (weniger als eine halbe Stelle) in Hessen angestellt. Meine genaue Arbeitszeit dokumentiere ich detailliert und habe mich mit der Problematik an die Schulleitung gewandt, welche erwartungsgemäß "not amused" war. Sie versuchte sich herauszuwinden, indem sie auf Belastungsspitzen (nicht vorhanden laut meiner Doku) verwies und empfiehlt, einfach weniger Zeit in die Unterrichtsvorbereitung (Korrektur- u. Prüfungsfach) zu investieren, was nicht möglich ist, da schon stark reduziert. Also bleibt bei uneinsichtiger Schulleitung mal wieder nur der beschwerliche Weg über Personalrat.

    In höheren Klassen (Berufliche Schulen) frage ich, ob ich siezen soll, was grundsätzlich verneint wird. Im Gegenzug biete ich an, dass ich ebenfalls mit Vornamen geduzt werden darf. Einige SuS nehmen das an, einige siezen weiterhin. Das wird nicht mehr thematisiert und ich fühle mich gleichermaßen durch "du" und "Sie" angesprochen. Distanzlos erscheint mir bei diesem Vorgehen nichts. Ich sehe mich sowieso als gleichwertig zu den SuS (nur mit einem gewissen Wissensvorsprung auf einigen Gebieten.) In jüngeren Klassen glaube ich allerdings, dass die SuS von meinem Angebot überfordert wären, deshalb unterlasse ich es in diesen Klassenstufen (noch).

    Tja, da mache ich nicht mit. Entweder ich bekomme eine Krankschreibung (immerhin habe ich ja auch Erkältungssymptome, wobei ich das für Heuschnupfen halte) oder ich bleibe zur Betreuung des 7jährigen Kindes bei ausgesetzter Präsenzpflicht zuhause.

    Ein siebenjähriges Kind muss doch betreut werden, also ist es doch klar, dass du (ein Erwachsener) zu Hause bleibt.

    Da ist (siehe oben) doch die Gefahr deutlich größer, dass ein Kind aufgrund von Verwahrlosung und Vernachlässigung langfristig Leid tragen muss als durch eine fehlende Coronaimpfung. Ist das egal?

    Das hat niemand behauptet. Das eine resultiert aus dem anderen und beides schadet den Kindern, die ihren Eltern (bzw. deren Entscheidungen) ausgeliefert sind.

    Dann war die Freitestung des betroffenen Schülers vielleicht ungenau odeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeer man weiß nix Genaues ;)

    Jetzt ist die beste Freundin des kleinen Kindes positiv, heute, und gestern haben sie noch maskenlos - klar, Kiga - stundenlang miteinander gespielt.

    Dann war morgens die Heizung kaputt und gestern die Waschmaschine und heute meine WarnApp rot und ich erkältet und arbeitsunfähig.

    Musste mal raus, jetzt geht´s besser!

    Oh nein, das klingt nach einem furchtbaren Tag. Gute Besserung!

    Auf eure Tipps hin habe ich mir die QueensAirBreeze-Masken gekauft und bin absolut begeistert. Naja-bis auf den Preis. Nun muss ich mir einen neuen "Schwung" bestellen und habe gesehen, dass es auch AirCool gibt. Hat damit schon jemand von euch Erfahrung? Auf der Homepage 100x AirCool Breeze (FFP2) – AirQueen FFP2 Maske Shop (ffp2-maske-airqueen.de) steht Folgendes, aber eure Meinung würde mich trotzdem interessieren:

    "Unterschied AirCool und AirQueen

    Die Air Cool Green Mask ist im Prinzip identisch mit der Air Queen Breeze. Der Hersteller hat lange geforscht und unzählige Prototypen hergestellt, um unterschiedliche Materialien für den inneren und den äußeren Layer zu testen. Ziel war es, das ohnehin konkurrenzlos niedrige Gewicht der Air Queen Breeze noch etwas zu reduzieren und bei gleichbleibender Filterleistung den Atemwiderstand weiter zu senken. Diese Entwicklung hat 12 Monate in Anspruch genommen. Die Air Cool Green Mask wird im gleichen Konzern wie die Air Queen Breeze hergestellt, allerdings in einer autonomen Fabrik, die sich auf die Herstellung von Produkten im Bereich persönlicher Schutzausrüstung spezialisiert hat.

    Durch die Komposition der Materialien und die UV-resistente Verpackung kann die Air Cool Green Mask statt der üblichen 3 Jahre bei anderen Masken mindestens 6 Jahre ab Herstellung gelagert werden und dies ohne die geringsten Qualitätseinbußen. Das garantieren wir."

    Fast 60 Chatnachrichten sind viel zu viel, auch 10 würden schon das normale Maß übersteigen. Bitte sprich noch einmal mit der Klasse darüber, dass das so nicht geht. Wahrscheinlich könnten sich die Kinder viele Fragen durch Überlegen selbst beantworten.

    Vielleicht kannst du auch mit ihnen vereinbaren, dass Fragen immer erst im Klassenchat gestellt werden, sodass sich die Schüler:innen gegenseitig helfen. Falls es nicht zu viel Aufwand für dich ist, könntest du eventuell den Klassenchat immer mal "überfliegen" und den Kindern sagen, dass zielführende Hilfen bei der Notengebung in den Kopfnoten (soziales Verhalten) berücksichtigt werden. Ein weiterer Vorteil wäre für dich, dass du so bemerkst, wenn bei einem Thema die ganze Klasse "auf dem Schlauch steht".

    Das ist natürlich nur eine Idee aus der Ferne, welche in meinen Klassen eventuell funktionieren würde.

    In Bayern gilt Distanzunterricht als verpflichtend. Wenn sie nun in Quarantäne sind, sind sie ja eigentlich verpflichtet am DU teilzunehmen, egal in welcher Form der nun angeboten wird, aber angeboten werden muss er. Mir persönlich ist es auch wichtig, die Quarantäne-Kinder etwas "gesondert" zu behandeln, weil sie ja bis dato oft 2 Wochen lang weg waren, was einfach etwas anderes ist, als wenn sie sich wegen Bauchweh vom Unterricht befreien lassen und am (über)nächsten Tag wieder da sind. Da können sie sich wirklich selbst kümmern.

    Und wie wird der verpflichtende Distanzunterricht der Lehrpersonen in Bayern honoriert? Gibt es Deputat oder Sonstiges?

    Ich habe das auch vereinheitlicht, weil ich ja nicht nur eine Klasse habe und langsam den Überblick verliere, wer "normal" krank ist / Corona hat a) mit Symptomen b) ohne Symptome / beurlaubt ist wegen was-weiß-ich, daher lade ich alles auf Teams (oder zukünftig auf Mebis, der bayr. Lernplattform) hoch, was sie benötigen, um den Stoff nachzuarbeiten. Das mach ich teilweise sogar schon während der Vorbereitung bzw. während der Stunde: Ich habe nur ein paar Stichpunkte (entspr. der U-Planung) in einem Dokument und passe das kurz an, entweder sogar während des Unterrichts oder kurz danach, z.B. noch Lösungen reinkopiere oder etwas wieder rausnehme, was wir nicht geschafft haben und lade es hoch mitsamt möglichen Arbeitsblättern oder was auch immer (die Hördateien haben sie z.B. selbst in ihren Arbeitsheften). Den Eltern habe ich es genauso geschrieben, dass theoretisch nun alle SuS die Möglichkeit haben, den Stoff nachzuarbeiten (parallel streame ich noch, sofern Kinder in Quarantäne sind). So ist eigentlich allen geholfen und mich kostet es nur wenige Minuten am Tag. Hinterher kann keiner mehr sagen: Ich hab das nicht gehabt/gewusst. Wann sie es nun nacharbeiten, entscheiden sie eben selbst je nach Krankheitszustand, wie sonst auch...

    Das klingt super effizient. Toll!:rose:

    Plattenspieler

    Quarantäne ist keine Krankheit, sondern Abwesenheit vom Unterricht in der Schule. Das kommt immer mal aus verschiedenen Gründen vor, z.B. Krankheit, Arztbesuch, Beerdigung... In diesen Fällen wird der Unterrichtsstoff über Mitschüler:innen beschafft. Weshalb gilt dieses Vorgehen nicht auch bei Quarantäne?

    Also mein Sohn hat - als er in Quarantäne war - nichts extra bekommen, musste alles von einem Klassenkameraden erfragen... Ich finde es aus Lehrersicht auch okay so, denn wann soll der Lehrer es machen? Aber es ist wirklich happig - mein Kind war mit 12 Jahren definitiv NICHT in der Lage, anhand von ein paar Hefteinträgen den Unterricht am Gymnasium in zwei Wochen alleine zu erarbeiten...

    Das sehe ich genauso wie du-da müssten die Eltern wieder "ran".

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