Beiträge von German

    Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien haben bei uns komplett die Klassenlehrer die Klasse. Da gibt es Frühstück, Jahresrückblick, Besinnlichkeit und schließlich noch eine gemeinsame Weihnachtsfeier.

    Eine pädagogische Hinführen zu den Weihnachtsferien. Wer das verpasst, verpasst was. Auch wir als berufliche Schule sehen uns als pädagogische Einrichtung und nicht als Lernfabrik.

    Ich persönlich lasse auch vor den Faschingsferien Büttenreden schreiben und vortragen. Vor den Osterferien gibt es Texte zu Ostern etc.

    Das ist Unterricht aber eben in Hinblick auf die Ferien.

    Das ändert nichts an der Fragestellung: geschwänzt oder krank.

    Und wenn Eltern als krank entschuldigen, ist der Schüler als krank einzutragen.

    Eine Attestpflicht für diese Randtage gibt es bei uns nicht.

    Am ersten Tag nach den Ferien ist es bei uns unüblich eine Klassenarbeit zu schreiben, das ist aber ein anderes Thema.

    Die Frage ist für mich noch nicht geklärt, ob erwiesen ist, dass der Schüler am letzten Tag vor den Ferien nicht krank war.

    Dann darf die Schule natürlich reagieren.

    Einfach zu vermuten, dass alle Schüler, die kurz vor Ferienbeginn fehlen, eigenmächtig Feien verlängern, geht natürlich nicht, ist sogar unverschämt denen gegenüber, die krank im Bett liegen.

    Meinst du die Unterlagen für deine Arbeit als Abteilungsleiter? Die befinden sich auch bei dir zuhause? Hast du denn kein Büro in der Schule, wo du die unterbringen kannst?! Auch das ist bei den Abteilungsleiter*innen an meiner Schule anders; die haben ja den großen Vorteil eines eigenen Büros in der Schule und erledigen dort den Großteil ihrer (Abteilungsleiter*innen-)Arbeit.

    Ich habe ein eigenes Büro, nehme aber so viel wie möglich mit nach Hause.

    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war mir immer wichtig, das habe ich sogar beim Bewerbungsgespräch betont.

    Das war für mich die Grundvoraussetzung für die Übernahme der Abteilungsleitung.

    Und seit Corona habe ich von zuhause auch Zugriff auf die komplette Schulverwaltung, da muss ich noch weniger Zeit in der Schule verbringen. Und leiste trotzdem meine Arbeit!

    Weil eben nicht nur die Zeit in der Schule Arbeitszeit ist.

    Och, bei 5 einzelnen Tagen (also nicht zusammenhängend) ist man da bei uns schon an der Grenze zur Attestpflicht. Habe gerade als Klassenlehrer da auch etwas Theater. Einer meiner Schüler, noch nicht volljährig, hat bei zwei Klassenarbeiten gefehlt und dann noch die Ferien um einen Tag verlängert. An allen drei Tagen haben die Eltern jeweils eine weiche Entschuldigung geschrieben. Es sind also nicht zusammenhängende Tage sondern wirklich drei einzelne Tage. Seine Mutter ist Grundschullehrerin und versteht nicht, daß er jetzt Attestpflicht hat und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren läuft, weil die Schulferien eigenmächtig verlängert wurden.

    Mein Sohn war am letzten Tag vor den Weihnachtsferien krank. Über ein Ordnungswidrigkeitsverfahren würde ich mich wundern bzw. dagegen angehen.

    Oder wurde der Schüler am Flughafen angetroffen. Das verändert natürlich die Sachlage.

    Und mehr als 5 einzelne Tage kommt auch häufiger vor. Ein Lehrerkollege fehlt alle 2 Wochen einen Tag wegen Migräne, der hat mehr Fehlzeiten (kann aber natürlich nichts dazu)

    Ich meinte die aktuell zu korrigierenden Klassenarbeiten.

    Den Klassenlehrerordner mit Entschuldigungen etc. "schleppe" ich aber nicht nach Hause, sondern bringe ihn an meinen Arbeitsplatz, der sich im häuslichen Arbeitszimmer befindet. Das ist ja genau das Problem das wir Lehrer haben, dass manche denken, wir arbeiten nur halbtags.

    Die meisten Unterlagen und die meiste Arbeit habe ich zuhause und das ist gut so, weil ich Familie und Beruf so besser vereinbaren kann.

    Ich bin derzeit nur im Notfall Klassenlehrer weil ich noch Abteilungsleiter bin, aber auch die Unterlagen für diese Arbeit befinden sich natürlich meist an meinem heimischen Arbeitsplatz.

    Und nach den 5 Tagen im ersten Schuljahr bekommt dein Sohn/deine Tochter für den Rest der Schulzeit eine Attestpflicht auferlegt, weil wir davon ausgehen müssen, daß das Kind gar nicht so häufig krank sein kann. Tolle Wurst.

    So schnell bekommt man nun wirklich keine Attestpflicht.

    Bei einer Grippe fehlen die Schüler ja oft schon 10 Tage. Und das ist ja nicht das einzige, was man im Halbjahr haben darf.

    Ah, Lehrer müssen sich also nicht nur vornehm artikulieren und mindestens Hemd tragen und Maske freiwillig bis ins Ultimo tragen, sondern auch noch andächtig die katholischen Feiertage feiern, weil "es sich so gehört".

    Hä?

    Genau das habe ich ja nicht vorgeschlagen.

    Sondern, dass nur diejenigen die Möglichkeit bekommen, die einen Feiertag auch begehen, bzw. feiern.

    Schade, dass es keinen Lehrerforenstammtisch gibt (auch digital).

    Dich würde ich gerne kennenlernen. Und das ist nicht ironisch oder böse gemeint.

    Hm, Sinn der Feiertage ist nicht, irgendwo anders einkaufen zu gehen oder zu verzweifeln, dass die Schule schon wieder ausfällt.

    Sinn der Feiertage ist, diese zu feiern.

    Ich habe den Eindruck, dass immer weniger Menschen wissen, warum eigentlich Feiertag ist. Diese Feiertage kann man abschaffen.

    Beim Buss und Bettag (ich finde das scharfe s nicht) gibt es in Baden-Württemberg die Regelung dass es kein Feiertag mehr ist, der Tag bleibt aber gesetzlich geschützt.

    Man kann sich frei nehmen. Das nutzen einige Schüler und Lehrer, aber eben nur diejenigen, die den Feiertag auch begehen.

    Wir sind keine Karnevalshochburg und eine Berufliche Schule.

    Am Donnerstag und Freitag vor Rosenmontag (noch keine Faschingsferien) macht da aber fast kein Lehrer normalen Unterricht. Und Donnerstag sind viele verkleidet.

    Wir gehen bei den schwächeren Klassen gerade wieder zu Einzelstunden zurück.

    Weiteres Problem bei Dreifachstunden wäre für mich das Problem, wenn dieser Lehrer dann krank ist. Dann fallen gleich drei reguläre Stunden weg, die ausfallen oder irgendwie vertreten werden.

    Ja, klar, in der Realität macht das aber kaum einer. Ich würde nie auf die Idee kommen, wegen etwas Halsschmerzen zuhause zu bleiben. Wenn es mich einschränkt, klar, aber wenn ich mich sonst fit fühle, gehe ich natürlich zur Arbeit.

    Schade, genau das hoffte ich, dass nach Corona keiner mehr erkältet in die Schule geht und die anderen ansteckt.

    Gehst du dann mit Maske zur Arbeit?

    Ich weiß, manche haben häufiger Infekte, da wäre es dann gut, mit Maske zu komme.

    Und auf keinen Fall mit Fieber. Manche gefährden ihre Gesundheit und wollen noch als Helden gefeiert werden.

    Zum Glück kann es mir keiner mehr vorschreiben.

    Personen, wie du, die ständig wiederholen wie wichtig und richtig es doch sei. Ich halt es da ähnlich wie mit Veganern. Es darf jeder machen was er möchte, aber ich möchte nicht damit belästigt werden. (Wobei ich die Argumente der Maskenfans noch eher einsehe ;))

    Höflichkeit, Benehmen, Respekt usw. kann man auch nicht vorschreiben.

    Aber erwarten kann man das. Zumindest wurde ich so erzogen und erziehe mein Kind so.

    Und was möchtest du jetzt?

    Maskenpflicht bis ans Ende unsere Tage?

    Maskenpflicht (bis auf weiteres) wenn Menschen aus vielen verschiedenen Familien aufeinandertreffen fände ich gut.

    Aber da finden wir ja nicht zusammen.

    Aber was nochmal hättest du dagegen, dass man krank nicht in die Schule kommt oder zumindest, wenn man sichtbar krank ist, in dieser Zeit eine Maske verpflichtend tragen muss um Ansteckungen zu vermeiden oder zu reduzieren?

    Du hast es bestimmt schonmal geschrieben, will aber jetzt nicht jeden Beitrag nachlesen.

    Am "schmutzigen Donnerstag" kommen bei uns die närrischen Lehrer verkleidet und machen einen kleinen Umzug durch das Schulgebäude (inklusive Süßigkeiten verteilen)

    Freitags werden die Unterrichtsinhalte angepasst. In Deutsch lasse ich Büttenreden schreiben, in Geschichte geht es um Bedeutung und Geschichte von Fastnacht. Der Samstagunterricht fällt aus und wird nachgeholt, da die Schüler oft noch im Halbrausch dasaßen.

    Montag und Dienstag (und der Rest der Woche) sind Faschingsferien, die ich in Köln verbringe:) (zum ersten Mal seit Corona/Threadbezug)

    Na ja, gerade bei Corona SOLL man die Kollegen ja informieren, damit sie überlegen können, welchen Kontakt sie zur erkrankten Person hatten.

    Dann können sie sich selbst testen, wenn sie abends zu ihrer vorerkrankten Mutter gehen (als Beispiel).

    Das bedeutet, mit Corona leben. Keine Panik, aber Informationen, die zum Schutz beitragen.

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