Beiträge von German

    Ich würde auch sagen, dass wir fast alles so machen wie vor Corona. Nur wenn es behördliche Einschränkungen gibt, merken wir noch was davon. zB haben wir ca. 10 Tickets für diverse Veranstaltungen am Kühlschrank hängen. Eine davon hat tatsächlich im Dezember mit 5000 Menschen stattgefunden. Hab fast geheult, so toll war das. Da merkt man, dass einem auch solche Veranstaltungen fehlen, wo einfach eine ganze Halle begeistert ist.

    Ansonsten gehen wir ohnehin wenig essen und Partys sind in unserem Alter auch nicht mehr so häufig. Was ich schlimm finde, dass es so einschränkend für meine Kinder ist. Mein Kleiner war noch nie über Nacht mit seiner Klasse unterwegs. Er ist in der 7. Alles ersatzlos gestrichen. Meine Große ist im Studium. Da fehlen Studentenpartys und sorgloses Leben. Sie isoliert sich selbstständig, bevor sie zu uns kommt, weil sie panische Angst hat, einen von uns anzustecken. Natürlich haben wir ihr 1000 Mal gesagt, dass wir uns durch Impfungen gut schützen, aber sie kann es nicht abstellen.

    Ich bin auch langsam aller Maßnahmen überdrüssig. Man sagte uns, mit der Impfung kehrt das Leben zurück. Ok, hab ich gemacht. Ich gehe auch gern alle drei Monate. Kein Thema. Aber hebt die Maßnahmen auf und steckt das "gesparte" Geld für Entschädigungen an Unternehmen ins Gesundheitssystem und stockt Betten und Personal auf. Steckt das Geld in anständige Bezahlung der Leute und Arbeitsbedingungen, dann wollen auch mehr da arbeiten und die sind hochmotiviert. Dann kommen wir auch mit mehr Krankheitsfällen klar.

    So blöd es auch ist. Deine Tochter kann dich anstecken und du kannst einen schweren Verlauf haben. Sie zeigt also Verantwortung.

    Trotzdem schleife ich mein Kind doch nicht bei jedem Bauchweh zum Arzt.

    Der soll dann im Bett bleiben. Er hat natürlich schon manche Klassenarbeit verpasst.

    Und zu Corona Zeiten soll man ja sowieso wenn möglich gerade nicht zum Arzt.

    Gab es da noch nie Beschwrrden?

    Die Verordnung in Baden-Württemberg gibt die Attestpflicht bei Arbeiten nicht her nur bei Abschlussprüfungen.

    Bin Baden-Württemberg, hier gibt es beide Modelle.

    Mein Sohn ist G9 und genießt, dass Zeit für Hobbys bleibt. Manche G8-Vereinskolllegen können nicht ins Training, weil zu der Zeit noch Unterricht ist. Ebenso nimmt er an einer AG teil.

    Beruflich Gymnasien, da arbeite ich, sind ja indirekt G9 und ich merke in Deutsch und Ethik in Klasse 13 oft, dass es gut ist, dass die Schüler ein Jahr älter und reifer sind.

    Ganz abgesehen davon, dass es an den Unis inzwischen Eltrrnabende wegen vieler minderjähriger Schüler gibt, das empfinde ich als schräg.

    Er ist Lehrer und konnte im letzten Schuljahr durchgehend Distanzunterricht machen.

    Jetzt MUSS er in Präsenz in die Schule bei vollen Klassen.

    Ich hätte gewettet, daß es bei diesen Fallzahlen mindestens zum Wechselunterricht kommt, um die Gefahr zumindest zu minimieren.

    So scheint man eine Durchseuchung in Kauf zu nehmen und das empfinde ich persönlich als unethisch. Das ist eben meine persönliche Meinung.

    Eine Attestpflicht darf bei uns nur der Schulleiter verhängen.

    Für normales Fehlen bei einer Klassenarbeit genügt eine Entschuldigung.

    Ich wäre ziemlich perplex, wenn ein Lehrer ein ärztliches Attest verlangt, wenn mein Sohn wegen Kopfweh oder Übelkeit bei einer Klassenarbeit fehlt. Kam auch noch nie vor.

    Als Lehrer hatte ich schon mal einen Schüler mit Atestpflicht, da der Schulleiter annahm, dass das häufige Fehlen bei Klassenarbeiten vorgetäuscht war.

    Das wäre eventuell der nächste Schritt bei diesem Schüler.

    @Antimon

    Ja, aber wir fühlen uns besser. Denn darum geht es doch in fast allen Lebensbereichen nur noch. Das Gefühl, die Befindlichkeiten.

    Wir Deutschen legen eben immer noch einen oben drauf, daher jetzt auch die super Idee 2G PLUS. Die ganze Welt schwimmt mehr oder weniger gleichauf durch die Corona-Wellen, nur wir Deutschen gehen dabei ab und zu in eine Apnoe-Phase oder bauen noch eine formvollendete Esther-Williams-Nummer ein. Da ist da Ziel dann auch nicht mehr so wichtig. Apropos, was ist das Ziel?

    Das frage ich mich auch oft. Ich dachte immer, das Ziel sei, Infektionen zu verhindern, um Krankheit, Ansteckungen und Long covid zu vermeiden. Derzeit scheint das Ziel zu sein, ein überlastetes Gesundheitssystem zu verhindern. Das hilft den Schülern und Kollegen mit Langzeitfolgen aber nicht.

    Wie gehen wir dem Coronavirus entgegen?

    Bericht aus unserer Schule die ersten Tage nach den Ferien.

    Wir treten in das Schulhaus ein, die Desinfektionsschutzspender sind alle leer, weil der Hausmeister krank ist. Hat noch fast keiner gemerkt. Im Kopierraum kopiert ein maskenloser Kollege seine Unterlagen. Das Lehrerzimmer ist rappelvoll die Fenster bleiben wegen der Kälte geschlossen. Gleichzeitig wird gegessen und getrunken.

    Warum schreibe ich das? Weil es vor den Weihnachtsferien sehr anders war. Die Kollegen haben eine mögliche Ansteckung gar nicht mehr auf dem Schirm oder warten auf sie???

    Resigniert man vor der Omikronwand?

    Oder gehen die meisten dem Virus nicht mehr entgegen, weil ein milder Verlauf erwartet wird?

    Seht ihr bei euch auch diese Entwicklung?

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