Beiträge von BaldPension

    Oder meinst du mit "insbesondere Westeuropa", dass er kein Interesse an den Niederlanden hat und man ihn deshalb gewähren lassen sollte?

    Man muss Putin-Russland eine ganze Menge entgegensetzen, damit es mit seinem gewalttätigen und kriegsverbrecherischen Imperialismus nicht durchkommt!

    Selbst auf die Gefahr eines Shitstorms werfe ich dazu mal ein paar Fragen/Gedanken in den Raum:

    Was setzen wir militärisch entgegen, wenn die USA die NATO in ein paar Jahren verlassen wird? Die USA sich weiter Russland annähern wird?

    Wie sieht es mit der Einigkeit der EU und Europa-NATO in der Realität aus? Was ist, wenn Westeuropa sich immer weiter in Richtung Rechtspopulismus entwickeln wird? Können wir mit Ungarn, Tschechien und Slowakei an einem Strang ziehen? Wie verlässlich ist der NATO-Partner Türkei?

    Was ist, wenn Deutschland und Westeuropa sich mit der militärischen Unterstützung der Ukraine finanziell verheben und der Rückhalt in der Bevölkerung schwinden wird?

    Falls Putin-Russland die RestNATO angreifen würde: Hat unsere Bevölkerung das richtige mentale Mindset für die Verteidigung? Hält unsere Bevölkerung geschlossen zusammen? Ein paar Steuergroschen mehr für die Bundeswehr auszugeben und dann unseren Soldaten "So, es ist Krieg! Macht mal! Euer Job!" zuzurufen, würde nicht genügen...

    Ich fürchte, in der Epoche und im Klammergriff der mächtigen Autokraten und Diktatoren (China nicht vergessen!) ist es momentan nicht wirklich unsere Zeit...

    Aber nicht, dass Ihr jetzt denkt, ich würde pessimistisch denken! Aber, was sagen wir Putin, wenn wir ihm gegenüberstehen? "Sehr geehrter Herr Putin! Das freie Europa hat einstimmig beschlossen, Sie nicht gewähren zu lassen. Und nach Den Haag müssen Sie ja auch noch!"?8)

    Mhh,...lese zur Zeit R.D. Precht...Da kommt so ein Satz vor, dass es nicht bewiesen sei, dass Russland sich weitere Länder, insbesondere Westeuropa, vorknöpfen würde, wenn es Putin gelänge, die Ukraine einzunehmen.- Wenn ich es richtig verstanden habe.

    Wie seht Ihr das?8)

    Immer schön drauf auf jemanden, der eh schon mental am Boden liegt!

    Dass jemand in so einer Situation den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, scheint hier den Ratschlaggebenden nicht sonderlich zu interessieren.

    Ich bin darüber erschrocken, mit welchem oberlehrerhaften und vorwurfsvollen Unterton der TE begegnet wird.8)

    Ich bin halt ein schüchterner Mensch. Wenn ich nur unter Kindern bin ist das kein Problem, sobald ein Erwachsener aber da sitzt und mich beobachtet und bewertet schaltet sich bei mir irgendwie der Kopf aus.

    Hallo Maddie64,

    wäre auch unnormal, wenn es nicht so wäre!

    Ich denke, dass Deine natürlichen Voraussetzungen ganz gut sind. Du scheinst ein empathischer Typ zu sein, der auch bestimmt gut zuhören kann Das Letztere können nur wenige wirklich gut, meine Erfahrung jedenfalls.

    Schüchternheit? Das legt sich, wenn man genügend Distanz zu mental toxischen Einflüssen hält. Im Referendariat nicht wirklich einfach.

    Die selbstdarstellerischen Blender und Typen wie "Sie haben Probleme mit der Klasse Y? Bei mir arbeiten immer alle (!) Schüler gut mit!" braucht heutzutage niemand mehr.

    Nach jahrzehntelanger Erfahrung bin ich der Meinung, dass wir Lehrerinnen und Lehrer brauchen, die Ruhe ausstrahlen und diese den Schülern auch vermitteln.

    Diese Hektik und Aufgeregtheit muss endlich mal ein Ende haben, auch in der Schulstube. Geschrei und Aufregung haben wir in der gegenwärtigen Welt eh schon genug.8)

    Ich finde diese ganze Diskussion hier sehr interessant und vielfältig beleuchtet.

    Der Rechtspopulismus scheint auf dem Vormarsch zu sein. Selbst Westeuropa hat sich dahingehend verändert. Oder zeigt die letzte Wahl in den Niederlanden, dass es beim Vormarsch doch Grenzen gibt?

    Ist Trump repräsentativ für den Rechtspopulismus oder ein spezieller Typ für sich?

    Ich denke, die Stimmungs- und Gemengelage ist viel komplizierter als sie zu sein scheint. Wie sieht es mit der Magabewegung aus? Inwieweit treffen im Politikfeld überhaupt noch die klassischen Einordnungen von Links bis Rechts zu?

    Wie sehen die Schüler und Eltern das eigentlich heutzutage wirklich?8)

    Ich würde heutzutage nicht mehr Lehrer werden, wenn ich mir unsere Gesellschaft in ihrer gegenwärtigen Verfasstheit so betrachte.

    Denjenigen jungen Menschen, die sich trotz dessen für den Lehrerberuf entscheiden, gilt mein allergrößter Respekt!8)

    Erstmal großen Respekt vor Deiner großen Lebensleistung, werte Milli85 !

    Ich würde versuchen, aus dieser ganzen Schulblase komplett auszusteigen und mir andere beruflichliche Horizonte erschließen.

    Heutzutage hat man dafür mehr Möglichkeiten als zu unserer Baby-Boomer-Zeit. Da war der Konkurrenzdruck, egal in welcher Branche, wesentlich größer.

    Das System Schule scheint es noch nicht mitbekommen zu haben, dass es sich immer mehr als guter Arbeitgeber beweisen muss, um überhaupt noch Arbeitskräfte zu bekommen. So nüchtern kann man das heute betrachten.

    Ich habe in den letzten Jahren nicht schlecht gestaunt, als ich wahrgenommen habe, dass einige jüngere Kolleginnen und Kollegen sich vom Lehrerberuf komplett verabschiedet haben und jetzt (Erfolgreich!) etwas anderes machen.

    Die Zeiten haben sich grundlegend geändert. Als Arbeitnehmer, auch im Schulbereich, ist man nicht mehr der Bittsteller wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Stichwort Arbeitskräftemangel!

    Auf die Schulminsterien kommt jetzt eine ganze Tüte voll Arbeit zu, den Arbeitsplatz Schule für die Lehrer endlich attraktiv genug zu gestalten. Dabei geht es nicht nur ums Geld.8)

    Waldorfschulen und Waldorfschüler ticken anders. Das ganze Waldorfumfeld ist eine eigene Welt für sich. Ist nicht wertend gemeint. Ich denke, wenn man an der Waldorfschule arbeitet, sollte man sich mit der Anthroposophie auseinandersetzen wollen. Unterricht muss anders gedacht werden als an einer Staatschule.

    Man sollte sich entscheiden, ob man das will.8)

    Guten Abend zusammen, ich möchte mal eure Meinung hören zu dem, was mir zur Zeit in meiner Schule passiert. Ich bin 63 Jahre alt, hatte letztes Jahr eine Krebserkrankung und bin jetzt seit einem halben Jahr wieder voll im Dienst.Ich habe ein erstes Schuljahr und gebe noch einige Fachstunden.Unser Kollegium hat sich im letzten Jahr sehr verjüngt. Wir haben eine neue Schulleitung unter 40, eine neue Kollegin unter 30, eine Referendarin 25 und eine Referendarin ab Ende Februar auch gut 25. Ich bin also die Älteste inzwischen. Der nächst jüngere Kollege ist 56.

    Im letzten Jahr habe ich doch vermehrt mit Mobbing zu kämpfen, was mich inzwischen sehr belastet. Unsere Schulleitung ( kenne ich schon sehr lange) nennt meine Altersermäßigungsstunden Mumienstunden…wenn ich Kritik übe an Projekten, oder an Abläufen..wird auch zu Eltern gesagt, dass ich halt nicht mehr die Jüngste bin und nicht mehr so ganz den Durchblick habe….so geht das fast täglich. Es wird ein gemeinsames Essen mit Kollegen geplant, vorher wird eine gemeinsame Wanderung gemacht….wenn ich dann bemerke, dass ich das nicht kann, wird gelächelt und gesagt, naja das war ja klar…fand ich nicht nett. Nach dem gemeinsamen Essen wurde noch Bowling gespielt…ganz toll, kann ich auch nicht mitmachen nach meiner Brust OP. Kommentar: Naja, kannst Dich ja zu uns setzen und zugucken. Bin ich zu empfindlich? Kann ich nicht erwarten, dass das Kollegium ein wenig Rücksicht nimmt auf meinen Zustand? Eigentlich wollte ich noch bis mindestens 2024 arbeiten. Dann wäre meine Klasse mit dem 2. Schuljahr fertig. Aber wie sich das jetzt entwickelt, überlege ich baldmöglichst aufzuhören. Schade, diese Entwicklung hätte ich mir vor gut drei Jahren noch nicht träumen lassen.

    So ein Kollegium braucht niemand! Ich würde in Pension gehen und kackfrech den Stinkefinger zeigen. Schule ist nicht das (!) Leben.8_o_)

    ... seit Elternschreck pensioniert ist.

    Noch ca. 80 Tage netto, werter Plattenspieler!

    Ein super Gefühl! Kann jetzt schon so richtig die Klappe aufreißen, wie ich will und das Schönste ist, dass die Schulleitung beginnt, mich zu hofieren, meine wertvolle Expertise in meiner Pensionszeit weiterhin zur Verfügung zu stellen.

    Aber unter 100€/Unterrichtsstunde werde ich nicht daran denken, meinen Pöter morgens aus dem Haus zu bewegen.8_o_)

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