Vielleicht solltest du auch dein eigenes, ich nenn es jetzt mal Auftreten, überdenken.
Mmhh, ich weiß immer nicht, ob solche Ratschläge (Betonung auf "schläge"?) wirklich des Pudels Kern treffen.
Aus dem Threadverlauf war mir zumindest klar, dass die TE, laut ihrer Beschreibung, sich in einem psychisch toxischen Umfeld befindet/befand.
Und ja, solche Schulen/Kollegien gibt es. Hatte selbst vor einigen Jahrzehnten, direkt nach dem Referendariat den Vorhof der Hölle erlebt. Und ja, ich war fast am Boden...
Zu Deinem Ratschlag "Auftreten": Das hängt zu einem großen Teil vom Umfeld ab. In einem toxischen Umfeld kann Deine Persönlichkeit/Auftreten schnell gebrochen werden. Du befindest Dich in einem Loch und siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...
Die o.g Hölle habe ich nach ca. einem halben Jahr hingeklatscht, ohne eine andere Stelle in der Hand zu haben. Hatte mich schon damit abgefunden als philosophierender Taxifahrer oder Bierzapfer zu enden. Die Stellenaussichten waren vor ein paar Jahrzehnten mehr als rar.
Und dann die Wende: Nach einem dreiviertel Jahr Arbeitslosigkeit doch wider Erwarten erfolgreiche Bewerbung an einer Realschule. Seit der ersten Sekunde an Sympathie und Wertschätzung erfahren, eine tolle Schulleitung, ein humorvolles Kollegium, meist umgängliche Schüler...Und ja, mein Auftreten hatte deshalb sehr bald eine Wandlung erfahren. Erst mit großen Selbstzweifeln angefangen. Dann nach ca. einem halben Jahr, ohne besondere Hilfe, hatte ich eine so kerzengrade bis nach hinten gebeugte Körperhaltung bekommen, dass ich nach hinten gefallen wäre, wenn ich auf einer Bananenschale ausgerutscht wäre. An dieser Schule bin ich alt geworden!
Befremdlich finde ich hier, dass man der TE in der Weise Ratschläge gibt, dass sie im Prinzip selbst Schuld für dieses und jenes sei, aber die Rahmenbedingungen, in der sie sich, laut ihrer Beschreibung, befindet, gar nicht angeprangert werden. Oder habe ich da was übersehen?