Beiträge von wieder_da

    Wieso falsch? In unseren Sek 1 Klassen gibt es auch immer wieder SuS, die Einzelunterstützung benötigen.

    Sie schrieb, ihre Schüler seien lieb, bräuchten „aber eigentlich permanent Einzelunterstützung. Und dann weiter unten, an ihrer Schule hätten sie „fast nur solche Schüler.“

    An mancher Hauptschule mag das so sein. Realschule: Weiß ich nicht. Aber an einer Schule, an der das Abitur erworben kann, ist es mit Sicherheit nicht der Fall.

    Kannst du sie nicht dafür nutzen, dass sie dafür sorgt, dass Kevin-Horst nicht alle 30 Sekunden sich wegbeamt und in der Gegend rumstarrt und aus dem Fenster guckt? Oder dass Chantal-Joy versteht, wie die Aufgaben gehen und dass sie bitte a + b machen soll, wie du vorher 3x gesagt hast? Oder dass Maria und Agatha nicht ständig mit anderen Dingen beschäftigt sind und/oder quatschen?

    Oder dass sie die Fragen von A, B und C beantwortet, während du gerade D, E und F hilfst?

    Bei sechs „sehr selbständigen“ und „super lieben“ Kindern?

    Irre.

    Bei uns ist die ehemalige Reinigungskraft jetzt Erzieherin in einer der Ganztagsklassen (ich weiß nicht, ob sie davor mal eine Ausbildung gemacht oder Berufserfahrung in der Richtung gesammelt hatte). Irgendwie musste die Stelle besetzt werden.

    In den Klassen, die nicht Ganztag sind, gibt es zwischen null und sechs Stunden Doppelbesetzung. In der Woche.

    Vielleicht hilft das ja, das Rumgesitze etwas entspannter zu nehmen 🤷‍♂️

    😅 Ich höre das manchmal von einer Kollegin. Eine I-Helferin, eine Erzieherin - selten sogar zwei -, gelegentlich noch eine Sonderpädagogin und ebenso selten dann nochmal eine Praktikantin … sie weiß die Unterstützung zu schätzen, genießt es aber auch, mal alleine in ihrer Klasse zu sein.

    Das klingt jetzt so, als wären wir mit Personalstunden gesegnet, das sind wir aber nicht. In meiner Klasse gibt es keine Minute lang eine Doppelbesetzung. Ich würde an deiner Stelle die Schulleitung mit ins Boot holen, das ganz offen thematisieren und zusammen gucken, ob die Erzieherin nicht an anderer Stelle besser unterstützen kann. Zwei Tage bei dir, drei Tage in einer anderen Klasse oder so. Oder sitzt in allen euren Klassen mehr Personal als ihr brauchen könnt?

    Nein, es reicht, wenn du ein Unterrichtsfach hast und einen Master (oder gleichwertigen Abschluss) in diesem Fach. Nicht ganz sicher bin ich wegen der TH … Die Formulierung in der Entgeltordnung lautet „eine wissenschaftliche Hochschulbildung“. Ich weiß nicht, was genau damit gemeint ist bzw. ob ein TH-Master das erfüllt.

    Es tut mir Leid, dass du die Darstellung juristischer Tatsachen so empfindest.

    Du könntest dem vorbeugen, indem du solche Ausführungen mit eben diesem Hinweis - „nicht gleichwertig im juristischen Sinne“ - kennzeichnest. Sonst entsteht der Eindruck, du würdest Seiteneinsteigern pauschal schlechtere Arbeit unterstellen.

    Dass es Teamabsprachen etc. pp. gibt, finde ich super. Ich kenne Kollegen, die keinerlei Unterstützung in dieser Art erhalten.

    Das ist allerdings nichts, das jetzt extra für mich gemacht würde. Alle vier Jahrgangsteams planen gemeinsam. Das wird in allen Grundschulen so gemacht, die ich kenne. Ich weiß jetzt nicht, wie es an vier-, fünf- oder sechszügigen Grundschulen aussieht, da würde der Aufwand an Absprachen wahrscheinlich bald alle Vorteile überwiegen.

    Für eine gleichartige Arbeit ja, aber keine es bleibt keine gleichwertige Arbeit.

    In den Hauptfächern bereiten wir gemeinsam vor, führen neue Themen einer so ein wie der andere, lassen im Kern die gleichen Materialien bearbeiten, stellen die gleichen Arbeiten, korrigieren entlang gemeinsamer Absprachen etc.

    In den Nebenfächern ist die Situation individueller. In Musik zum Beispiel ist hier sonst niemand auch nur fachlich in der Lage, einen ansprechenden Unterricht gemäß der Lehrpläne durchzuführen. In Englisch haben wir jetzt erstmals eine Kollegin, die didaktisch viel mitbringt. Bisher haben wir alle das Lehrerhandbuch unseres Lehrwerks Unit für Unit durchgearbeitet, wobei einige Kolleginnen keine Sprachkenntnisse über B1, vielleicht B2 hinaus haben.

    Ich weiß (vermute), dass du darauf anspielst, dass ich kein 2. Staatsexamen für die Primarstufe habe. Da ich aber mit Kolleginnen zusammen arbeite, die genau sechs (!) Semester studiert haben - und auch keineswegs alle so wie heute Mathe und Deutsch und ein weiteres Fach -, ist es vor dem Hintergrund meiner Ausbildung wie auch meiner täglichen Arbeit einfach nicht zutreffend, meine Arbeit als nicht gleichwertig zu bezeichnen. Anders war das, das gestehe ich gerne ein, während meiner ersten 18 bis 24 Monate an der Grundschule, weil da eben vieles neu für mich war.

    Kurz zusammengefasst ändert sich für Seiteneinsteiger bis 2026….nichts. Das ist doch ein Scherz!

    Doch: Meine Arbeitshaltung wird sich ab November ändern. Nicht bzgl. des Unterrichts selbst, aber mit einigem an Unterstützung und Zuarbeiten für meine Kolleginnen - das ich nicht machen müsste, aber bisher gemacht habe - ist es dann vorbei. Damit treffe ich natürlich nicht die Verantwortlichen, aber es hat auch was mit Würde und Selbstachtung zu tun, bei einer dann vierstelligen Differenz, Monat für Monat, für die gleiche Arbeit, nicht einfach so weiterzumachen, als wäre nichts.

    Wenn es für Lehrer auf E13 hochgeht und wie Du selbst schreibst für nicht—Erfüller eine Gehaltsstufe tiefer, wäre es E12. Sonst wären es, je nach Stufe bis zu 800 Euro weniger…. Angestellte kriegen jetzt E11, PEler E10. Wenn Angestellte Lehrer 2 Stufen springen, werden auch PEler

    Aus der Entgeltordnung:

    Die Lehrkraft, die

    a) eine Hochschulbildung oder

    b) ein Studium an einer Hochschule für Kunst oder Musik oder an einer vergleichbaren Einrichtung mit einem Bachelorgrad oder mit einem vergleichbaren Abschluss abgeschlossen hat, und die aufgrund ihres Studiums die fachlichen Voraussetzungen zum Unterrichten in mindestens einem Schulfach hat, …

    Für diese PEler gilt A13 —> E11.

    Und:

    Die Lehrkraft, die

    a) eine wissenschaftliche Hochschulbildung oder

    b) ein Studium an einer Hochschule für Kunst oder Musik oder an einer vergleichbaren Einrichtung mit einem Mastergrad oder mit einem vergleichbaren Abschluss abgeschlossen hat, und die aufgrund ihres Studiums die fachlichen Voraussetzungen zum Unterrichten in mindestens einem Schulfach hat, ..

    Für diese PEler gilt A13 —> E12.

    Die 800 € Differenz sind da kein Argument. Ich habe auch jetzt rund 600 € netto weniger als meine Kolleginnen mit gleichem Dienstalter bzw. rund 800 € weniger als meine Kolleginnen mit gleichem Lebensalter. Und zwar, nachdem diese ihre PKV bezahlt haben. Wenn meine Kolleginnen dann im Jahr 2026 A13 bekommen und ich E11, vergrößert sich diese Differenz noch einmal um 100 €. In den kommenden vier Jahren ist die Differenz noch größer, weil meine Kolleginnen ja eine Zulage bekommen und ich und meine eine angestellte Kollegin - unsere Schulleitung übrigens - nicht.

    Ab August 2026 sollen die PEler an der Grundschule mit Master in E12 eingruppiert. Sonst E11.

    Kannst du mir sagen, ob du das so irgendwo mit Bezug auf die PEler an Grundschulen formuliert gesehen hast? Oder folgerst du das aus bestehenden Regelungen?

    Bei mir werden da einzelne Formulierungen eine große Rolle spielen, denn wie gesagt: Höchster Studienabschluss Magister, Zugang zur PE aber durch einen im Anschluss erworbenen Bachelor.

    Ich frage mich dann nur, ob wir die Stufenweise Erhöhung auch bekommen oder ob wir bis August 26 warten müssen.

    Mein Kenntnisstand ist: Die Eingruppierung der Angestellten folgt der Eingruppierung der Beamten. Sobald alle Beamten A13 bekommen, bekommen alle Angestellten (mit 2. Staatsexamen) E12. Ab November werden aber vier Jahre lang nur Zulagen an die Beamten gezahlt. Daraus folgen aber weder Zulagen für die Angestellten noch eine Höhergruppierung der Angestellten.

    Diese Frage wurde schon beantwortet.


    Ab August 2026 sollen die PEler an der Grundschule mit Master in E12 eingruppiert. Sonst E11.

    Woher hast du das?

    Ich habe einen Magister als höchsten Studienabschluss. Der Zugang zum Seiteneinstieg (PE, Grundschule) war bei mir aber durch den unabhängig davon, in einem Zweitstudium erworbenen Bachelor möglich. Ich nehme an, das bedeutet für mich E11 ab 2026?

    Und:

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    Kann ich gerne machen. Die beiden Kolleginnen A und B sind allerdings nur erfundene Beispiele, um meine Fragestellung anschaulich zu machen.

    Ich glaube, dass man sich im Kreis dreht, wenn man jetzt noch die Notendefinitionen in den Blick nimmt. Dort ist jeweils von „den Anforderungen“ die Rede. Meine Fragestellung ist ja gerade, was denn überhaupt die Anforderungen - mit Blick auf den jeweiligen Anteil der Anforderungsbereiche 1, 2 und 3 - sind.

    Unser Notenschlüssel:

    Ab 95% sehr gut,

    ab 85% gut,

    ab 68% befriedigend,

    ab 50% ausreichend.

    Nicht beurteilen kann ich leider, wie das bei euch in der Grundschule gesteuert wird, da hier vermutlich noch nicht so stark operationalisiert gearbeitet wird. Dennoch lässt sich vermutlich einschätzen, welche Teilaufgaben lediglich Reproduktion unmittelbar bearbeiteter Sachverhalte erfordern, bei welchen es um das Anwenden erlernter Verfahren geht und wann Transfer auf neue Situationen erforderlich ist.

    Ja, das ist weniger das Problem. Für meinen Jahrgang gilt zum Beispiel:

    32-13=__ ist AFB1,

    32-__=19 ist AFB2.

    „Die Zahl ist kleiner als 10. Sie gehört zu vier Einmaleins-Reihen.“ ist AFB3.

    Mein Punkt ist ja ein anderer, siehe #1 und #8.

    (…) Die Noten sind doch fest definiert (z.B. : "ausreichend :wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen* noch entspricht."). Die Anforderungen an die Schüler umfassen doch aber gerade solche aus allen Anforderungsbereichen. (…)

    Diese Sätze, für sich betrachtet, hatte ich so verstanden.

    Mir ist, glaube ich, klar, wie du das mit dem Notenschlüssel meinst. Je niedriger die Anforderungen, desto strenger der Notenschlüssel und umgekehrt. Aber solange man das so vage formuliert, ist das Problem m. E. nur verschoben. Wann sind die Anforderungen „niedrig“, welcher Notenschlüssel ist „streng“ etc.

    Zudem ist es z. B. an unserer Schule so, dass wir einen einheitlichen Notenschlüssel verwenden. Diese Stellschraube fällt also weg.

    Ich sehe da keinen Widerspruch. Die Noten sind doch fest definiert (z.B. : "ausreichend :wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen* noch entspricht."). Die Anforderungen an die Schüler umfassen doch aber gerade solche aus allen Anforderungsbereichen. Die bloße Reproduktion von erlernten Inhalten entspricht aber gerade nicht noch den Anforderungen im Ganzen. Analog für "sehr gut:

    wenn die Leistung den Anforderungen* in besonderem Maße entspricht." Das erfordert doch gerade die Leistung in allen Anforderungsbereichen und nicht nur in ausgewählten.

    Das ist soweit richtig, außer dass ein Kind mit Sicherheit keine Leistungen im AFB 3 erbringen muss, um die Note ausreichend zu erreichen. Das kommt bei dir jetzt so rüber.

    Auf keinen Fall ist es damit aber getan, wenn Noten klassenübergreifend oder schulübergreifend vergleichbar sein sollen:

    Kollegin A stellt zu 60% Aufgaben aus dem AFB 1, 30% aus dem AFB 2 und 10% aus dem AFB 3. Max erreicht die volle Punktzahl im AFB 1, die halbe Punktzahl im AFB 2 und null Punkte im AFB 3. Sagen wir, er hat 7,5 von 10 Punkten erreicht. Note bei uns: befriedigend.

    Kollegin B stellt zu 40% Aufgaben aus dem AFB 1, 30% aus dem AFB 2 und 30% aus dem AFB 3. Max erreicht wieder die volle Punktzahl im AFB 1, die halbe Punktzahl im AFB 2 und null Punkte im AFB 3. Diesmal er damit aber nur 5,5 von 10 Punkten erreicht. Note bei uns: ausreichend.

    Schon verrückt. Das ist ja schon eine grundlegende Sache: Je nachdem, in welchem Verhältnis ich Aufgaben aus den AFB 1, 2 und 3 auswähle, kann ich schon ganz gut steuern, ob dasselbe Kind sich bei einer Klassenarbeit eher im 2er- bis 3er oder eher im 4er-Bereich bewegen wird. Das jede Schule da einen Spielraum hat, mag sinnvoll sein. Aber so ganz ohne eine Richtlinie von oben, die das ganze ein wenig vereinheitlicht? Bei uns kommt dazu, dass anscheinend bisher jede Kollegin bzw. jedes Jahrgangsteam diese Frage für sich beantwortet hat. Und das wird nicht nur bei uns so sein.

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