Beiträge von Klinger

    Informatik und Wirtschaft. Einfache Programmieraufgaben in Java kriegt der aktuelle chatbot einigermaßen hin, wenn auch keinesfalls für Einsteiger geeignet. Aber sobald es etwas schwieriger wird, zu.B. beim Tannenbaum, steigen alle mir bekannten bots aus oder ich bin um Größenordnungen schneller.

    Und Wirtschaft: Hier müssen Fakten stimmen. Beschränktes Angebotsmonopol hat er mit einer sehr schlüssig scheinenden Begründung falsch erklärt. Das ist nur ein Beispiel von vielen, die ich persönlich erlebt habe.

    Natürlich kann ich durch immer feineres Prompten die kortekte Lösung aus ihm rauskitzeln, aber das kostet sehr viel mehr Zeit als es gleich selbst zu machen.

    Und das Risiko von Halluzinationen steigt mit der Detailiertheit des Promptes.

    Was auch immer Ihr mit den Chatbots macht: Vergesst nie, dass Faktentreue nicht Bestandteil des Modells ist.

    Jeder Chatbot, auch wenn er von Medien und Anwendern KI genannt wird, ist nichts weiter als ein Sprachmodell, eine Datenbank, die auf eine Anfrage (prompt) eine Wortreihe liefert, bei der jedes Wort danach ausgewählt wurde, wie wahrscheinlich Du es hören möchtest. Und als zweite Zutat ist Zufall in jedem dieser Sprachmodell immanent. Deswegen kriegt Ihr niemals auf dieselbe Frage dieselbe Antwort. Deswegen ist jeder Versuch, Leistungen durch einen chatbot bewerten zu lassen, brandgefährlich.

    Ich habe noch keinen Weg gefunden, einen Chatbot so für den Unterricht einzusetzen, dass ich dadurch Zeit spare. Denn: jeder dieser bots fängt früher oder später an, zu halluzinieren. Er lügt. Erfindet Dinge, die in Schüleraugen und auch in Lehrer Augen gut aussehen, faktisch aber falsch sind. Das habe ich selbst dutzendfach erlebt. Ich muss also jedes Wort kontrollieren. Und noch schlimmer wird es, wenn ich S direkt mit dem bot kommunizieren lassen möchte. Dann habe ich keine Möglichkeit mehr, zu kontrollieren, was der bot ihnen erzählt.

    Es gibt einen Test, wie gut eine KI ist, bzw. ob eine KI wirklich eine KI ist. Das ist der Turingtest. Den hat noch keine KI bestanden.

    Ich bin Informatiker. Ich bin also diesen Dingen gegenüber nicht grundsätzlich abgeneigt. Aber das, was in diesem Zusammenhang KI genannt wird, ist nichts weiter als ML, eine Unterdisziplin von Data Science. Gibt es schon sehr lange.

    Gute Frage. Bestehen in diesem Fall ALLE Schüler? Eine Verlängerung der Ausbildungszeit kommt nicht infrage? Klingt seltsam.

    Wenn sie die Abschlussprüfung nicht bestehen, können Sie ein halbes Jahr verlängern.

    Aber während der Ausbildung gibt es kein "Klasse Wiederholen", außer es sind sich wirklich alle Beteiligten einig.

    Wenn ihre Schulnoten zu schlecht sind, bekommen sie von der Schule kein Abschlusszeugnis sondern ein Abgangszeugnis.

    Das ist aber (zumindest technisch gesehen) unabhängig vom Prüfungszeugnis. Letzteres wird von der jeweiligen Kammer ausgestellt.

    Praktisch gesehen gibt es natürlich einen Zusammenhang der Schulnoten mit dem Abschlusszeugnis.

    Ab A14 würde ich mich direkt auf ausgeschriebene Stellen bewerben.

    Darüber habe ich heute mit meinem ehemaligen SL gesprochen. "Einem Beamten, der eine höherwertige Stelle an einer anderen Schule antreten kann, ist dies zu gestatten. Das kann der SL der abgebenden Schule nicht verhindern." war sinngemäß die Aussage. Meine Ex-Schule hat nämlich gerade genau so einen Fall durch und musste einen Kollegen ersatzlos ziehen lassen, nachdem seine Versetzungsanträge nicht bewilligt worden waren, und zwar weil Mangelfach.

    Aber gilt dieser Grundsatz in allen Bundesländern? Und viel wichtiger: Gilt das auch Bundeslandübergreifend?

    Bist du dir da sicher? Ich würde meinen, dass auch Gymnasiallehrkräfte an allen anderen weiterführenden Schulformen unterrichten dürfen.

    Dem ist nicht so. An meiner und an anderen mir bekannten BBSn unterrichten eine ganze Reihe von Lehrkräften, die das Lehramt Gymnasium studiert und in dem Bereich auch ihr Referendariat gemacht haben, und die bekommen A 13. Zwei Beispiele an meiner Schule: unsere Abteilungsleiterin des BG ist ursprünglich Gymnasiallehrerin für Deutsch und Geschichte; ein vor kurzem in Pension gegangener Kollege war Gymnasiallehrer für Englisch und Politik. Beiden erhielten bei uns an den BBS A 13.

    Ja, das kenne ich auch. Ich glaube, das geht, wenn an der BBS die beiden Fächer unterrichtet werden. Was ja längst nicht bei jeder Fächerkombination der Fall ist.

    Gibt es keine berufsbildenden Schulen in Sachsen?

    Und: Zumindest in Nds ist es so, dass nur Lehrkräfte mit dem Lehramt für berufsbildende Schulen auch an an allen anderen Schulformen unterrichten dürften, wenn sie denn wollten. Andersrum dürfen afaik nur Gymnasial-Lehrkräfte, also die mit dem allgemeinbildenden Gymnasial-Lehramt an die berufsbildenden Schulen, allerdings fehlt da dann die Fachrichtung, so dass sie nicht A13, sondern A12 bekommen.

    Aber Ihr bekommt das mit dem erhöhten Satz vergütet, oder? :grimmig:

    Du vermischst Sozialverhalten mit Leistung. Einer der alles weiß und schlecht gelaunt ist, weiß trotzdem alles. Er muss es halt parat haben, wenn du danach fragst, aber du kannst nicht "mangelhaft" für schlechte Laune geben. Oder gibst du umgekehrt für brave Kinder, die nichts wissen 1en? Wäre wenigstens konsequent.

    Ja, ich weiß dass das übertrieben formuliert ist, genauso wie

    Es ist wichtig, angehenden Lehrkräften in Seminaren Leistungsbewertung beizubringen. Das passiert im Fach- und im Schulrechtsseminar, mit Pädagogik hat das nur entfernt zu tun.

    Unser Seminar hat uns in meinem Durchlauf Null Informationen zum Thema Leistung Bewertungsbogen gegeben. Hier und da geisterte der Begriff "Pädagogische Notengebung" durch die Gegend; erklären wollte man uns das aber nicht.

    Für mein Selbstbild waren mir meine Klausurnoten wichtig, alles andere hat mich als Schüler nicht sonderlich interessiert. Aus Lehrersicht sehe ich es heute auch anders, damals habe ich aber wirklich einfach keine Lust gehabt, mich mündlich zu beteiligen und hab im Unterricht auch oft lieber gelesen oder sowas.

    In den meisten meiner LG (von der BFS über Berufsschule bis zum BG) besteht die Zeugnisnote zu 40% aus der schriftlichen Leistung und zu 60% aus der sonstigen Mitarbeit, die wiederum hauptsächlich aus der mündlichen Mitarbeit gebildet wird. Für jedeN S notiere ich mir nach jeder Stunde eine Mitarbeitsnote.

    5 Punkte oder eine glatte 4, also ausreichend, bekommt, wer nicht stört, pünktlich ist, sich an die Klassenregeln hält und auf Nachfrage halbwegs passend antwortet.

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