1.) Ich habe Tonnen von Telefonaten mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe geführt und immer versicherte man mir, dass ein Rückzug der Bewerbung, sofern ich dies noch VOR der Vereidigung am 10.01.22 tue, keinerlei negative Konsequenzen für mich oder für zukünftige Bewerbungen hätte. Nun hab ich aber Gerüchte von einigen KommilionInnen gehört, die felsenfest von anderen Seminarstandorten gehört haben wollen, dass ein Rückzug der Bewerbung so wie ich es gemacht habe, bereits als Abbruch des REFS bzw. als nicht erfolgreich abgelegtes REF gewertet würde und ich somit quasi jetzt nur noch 1 weiteren Versuch hätte. Dies deckt sich aber definitiv nicht mit den Infos, die ich vom Regierungspräsidium KA telefonisch erhalten habe.
Frage: ist es nun problematisch, dass ich meine Bewerbung noch lange VOR dem Tag der Vereidigung (10.01.) zurückgezogen habe? Oder kann ich den Infos von KA trauen?
2.) Ich werde im Mai 32. Von KommilitonInnen, die bereits im REF sind, kriege ich immer wieder zu hören, ich sollte ja nicht zu lange warten mit dem Angehen des REFs, denn ich müsse bedenken, dass in BaWü die Höchstgrenze für eine Verbeamtung bei 42 liegt und von dieser Zahl müsste ich erstmal 1,5 Jahre REF abziehen und dann mindestens nochmal 3 Jahre, denn es sei ja längst nicht gesagt, dass ich direkt im Anschluss an das REF eine Stelle mit Aussicht auf Verbeamtung bekäme. Bei meinen nicht-gefragten Allerweltsfächern (Englisch/Deutsch) müsste ich mich ohnehin erstmal je nach Abschlussnote auf Vertretungsunterricht einstellen. Somit wären wir also schon bei knapp 5 Jahren, die man von den 42 abziehen müsste. Wären wir also bei 37 Jahren Höchstalter und auch das sei sportlich, denn dann müsste alles direkt reibungslos ohne Probleme flutschen und direkt nach dem REF eine Stelle mit Verbeamtung winken.
Da ich jetzt erstmal mindestens 1 oder auch 2 Jahre in dem Sozialpädagogischen Beruf arbeiten will/werde, werde ich das REF also sicherlich nicht vor 34 oder 35 Jahren angehen. Eventuell auch erst später. Ich gelange also schon gefährlich nahe an die Grenze von 35-37 Jahren REF-Einstieg, wo dann aber wirklich alles ohne Verzögerung flutschen müsste, um dann noch bis 42 eine Verbeamtung sicher zu haben.
Wie seht ihr das? Stimmt es, was mir hier gesagt wurde, oder ist das alles zu hysterisch? Wie wahrscheinlich ist es, nach Ende des REFs direkt eine Stelle für eine Verbeamtung zu bekommen und diese dauert ja dann auch nochmal mindestens 3 Jahre, oder?
3.) Man hat zwischen Beendigung der UNI und Beginn des REFS 4 Jahre Zeit. Lässt man mehr als 4 Jahre verstreichen, muss man anscheinend erst nochmal eine zusätzliche Prüfung ablegen, um zu beweisen, dass man die Inhalte seiner studierten Fächer noch drauf hat. Weiß da einer was zu so einer Prüfung? Ist das eher nur ne Formsache, oder ist die eher mit einer Staatsexamen-Abschlussprüfung zu vergleichen, auf die man sich ordentlich und viel vorbereiten muss?
So langsam kommen mir Zweifel, dass die REF-Geschichte überhaupt noch ordentlich hinhauen wird bei mir. Ich weiß nur, ich kann jetzt direkt nach der Uni einfach noch NICHT ins Ref. Ich brauch jetzt erstmal Abstand und muss was anderes machen. Ich würde jetzt nicht durchs Ref kommen. Auch psychisch/gesundheitlich nicht.
4.) Wenn es mit der Verbeamtung nicht mehr hinhauen würde zeitlich - gäbe es eine Möglichkeit, in einem Bundesland, das keine Altersgrenze hat, das REF zu machen, dort dann verbeamtet zu werden und danach dann wieder nach BAWÜ zu wechseln, oder hängt man in dem Bundesland, wo man REF und Verbeamtung hat, erstmal fest?
Dies wären mal so die wichtigsten Fragen...
Vielen Dank