Wir haben folgende Erfahrung: über zwei Jahre lang regelmäßig nächtliche Anrufe zwischen 1 und 3… auch wochentags! Alter nach Stimme ca 15, Hintergrund Großraumdisko. Irgendwann haben die vergessen ihre Rufnummer zu unterdrücken. Da wirklich unsere Nerven blank lagen, bin ich damit zur Polizei. Angeblich könnten sie nichts machen. Habe dann dem örtlichen Polizeibeamten die Nummer gegeben und wie durch Magie gab es nie wieder Anrufe… seit dem geht keine Nummer mehr raus.
Beiträge von Ichbindannmalweg
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Für viele meiner älteren Kollegen war es völlig selbstverständlich, ihre privaten Telefonnummer (mobil und Festnetz) rauszugeben, da sie noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht hatten. Ich wurde sehr schief angeschaut als ich selbst beim Wandertag den Schülern nicht meine Handynummer geben wollte. Was sei denn wenn was passiert usw. Dann wissen die Kinder wo ich zu finden bin (zentrales Kaffee im Zoo). Und solange ich kein Diensthandy bekomme, bleibt das so. Die Kollegen glaubten ernsthaft, die Schüler würden die Nummern nach dem Wandertag löschen 🤣 Monate später wunderten sie sich dann über die Anrufe von Eltern auf ihrem Handy. Bei uns hat sogar das Sekretariat meine private Nummer den Eltern gegeben. Einmal, war denen überhaupt klar, dass man das nicht wollen könne. Ich habe da ein bisschen ungehalten drauf reagiert… Darauf hin wurde das thematisiert und genau beachtet wie die Kollegen das haben wollen. Die Hemmschwelle bei Lehrern privat anzurufen ist offenbar stark gesunken.
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Ich persönlich (ja, anekdotische Evidenz), kenne auch vorwiegend privilegierte Beamte, die sich krank zur Schule schleppen, weil in irgend einer Klasse immer eine Arbeit ansteht/ der Unterricht nicht ausfallen darf/ die Eltern Druck ausüben bei Ausfall usw. Viele sind noch stolz drauf, dass sie trotzdem da sind. Wenn man das über Jahre macht, dann ist es gar nicht unüblich, dass man mehrere Monate krank geschrieben werden muss ( und nicht: sich krank schreiben lässt. Das ist am Arzt und Patient eine Unterstellung!).
Hier schließen übrigens Supermärkte und Ähnliches öfter für halbe Tage wegen Personalmangel und aus Krankheitsgründen. In den kleinen, inhabergeführten Läden herrscht Maskenpflicht - denn wenn der Chef ausfällt, ist der Laden dicht. Da gibt es auch keine Diskussion.
Es gibt Leute, die sollten besser nicht Chef sein - egal ob Schule oder Supermarkt. In der Schule sind der Druck vielleicht etwas subtiler, außerdem kommt er von mehreren Seiten.
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Also wenn ich ein junger Mann wäre, hätte ich auch ohne jeden religiösen Hintergrund ein Problem damit, ein Mädchen an den Armen zu greifen und von einer Bank zu schieben. Was wäre, wenn die Dame rumzappelt, der Mann aus Versehen woanders hingreift oder dieses hinterher auch nur behauptet wird?
Mir selbst als Schülerin wäre es vermutlich höchst unangenehm gewesen, völlig egal mit wem. Ich mag es einfach nicht, von irgend jemandem angefasst zu werden.
Über die Verweigerung einer Gruppenarbeit ohne Körperkontakt denke ich natürlich anders. Dazu ist alles geschrieben, was man schreiben darf 🙊
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Heute im Supermarkt: ein Mitarbeiter schwitzt stark und wird vom Kollegen gefragt, was los sei. Antwort: bin krank, habe seit Tagen Fieber. Geht und arbeitet weiter. Ohne Maske. Ich (mit Maske, aber auch mit Kleinkind ohne Maske), habe so schnell es geht das Weite gesucht und mich gefragt: muss das sein??? Egal ob Corona oder sonstwas…
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Das gilt aber auch für die Beihilfe. Da die bei den Kindern 80% übernimmt, würde eine rein kosmetische Zahnregulierung auch bei den PKV-PatientInnen reinhauen.
Sogar noch mehr reinhauen, denn man zahlt ja den Satz für Privatversicherte und nicht den Kassensatz, oder?
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Ich musste mich für das klare Nein auch rechtfertigen - da habe ich allerdings schon Übung seit ich 16 bin. Rotwein im Gulasch ist okay, aber das würde dann ja bedeuten ich esse Alkohol😅
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Auf jeden Fall solltest du dich an den für deine Schulform zuständigen Personalrat wenden. Der ist aktuell zwar nicht für dich zuständig, wenn du im Ersatzschuldienst bist, wird aber sicher weiterhelfen können. Auch die Gewerkschaften kennen sich aus.
Leider kenne ich niemanden, der mit einer Beförderung gewechselt ist. Bisherige Erfahrung: Erst Freigabe nötig, dann bewerben wie alle anderen auch, Amtsarzt erneut, Zeiten an der Ersatzschule werden anerkannt für Lebenszeitverbeamtung/ Besoldung usw.
Unbedingt klären (Es kann sein dass sich inzwischen etwas geändert hat): laufen die 5 Jahre für den Anspruch auf Mindestpension erneut? Das ist eine lange Zeit in der viel passieren kann.
Eventuell ist es hilfreich, schon im Vorfeld Kontakt zu Schulen aufzunehmen, bei Interesse an deiner Person mag mehr gehen als wenn man das ganze ohne vorherige Absprachen macht. Es kann auch eine Verhandlungssache sein…
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Und mit dem moralischen Zeigefinger einer anderen Hand werden sie dazu gedrängt weiter zu arbeiten, auch wenn sie ihr ungeborenes was auch immer (Bitte beliebig einsetzen) gefährden. Der Wunsch weiter zu arbeiten ist doch auch nicht angeboren …
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Und ich kann nicht verstehen, wie man mit der Darlegung von Positionen und mit Sachinformationen eine Frau entmündigten kann. Als mündige Person Fälle ich doch meine Entscheidung eben aufgrund aller mir zur Verfügung stehenden Informationen.
Interessant ist auch, dass die Interessen des Kindes hier von vielen generell dem Interesse der Frau untergeordnet werden. Und nein, ich bin sogar für ein Recht auf Abtreibung. Aber vielleicht bin ich einfach zu sehr utilitaristisch angehaucht für eine solche Position. Für mich wäre die Abwägung der Interessen von Mutter und Kind deutlich komplexer.
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Ich habe von mehreren Erzieherinnen genau das gleiche gehört. Die sollten es doch eigentlich am besten wissen. Genauso gut könnte man ja jedem Lehrer, der sich kritisch gegenüber den Bedingungen in der Schule äußert, unterstellen seiner Arbeit nicht richtig zu machen. Also ich kenne kein Lehrer, der Schule für einen idealen Ort zum Lernen hält…
Aktuell ist die Situation in Kitas wohl echt verschärft. Aber auch schon vor einigen Jahren hat mir ein Kollege von Praktikumsbesuchen in Kindergärten einer Großstadt gruselige Sachen erzählt.
Ich denke, dass sich alle, die ihre Kinder sicher aus guten Gründen früh in die Betreuung geben, sich nicht dafür rechtfertigen müssen sollten. Was gute Gründe sind, muss halt jeder für sich entscheiden. Für mich wäre es die Sicherung des Familieneinkommens und die Rente, aber eventuell auch der Wunsch unter Menschen zu kommen und etwas für sich zu tun. Weniger wichtig fände ich ein teures Auto, Urlaub oder irgend ein Hobby. Mit der aktuellen Teuerung wird sich die Situation noch drastisch verschärfen!
Ich selbst finde den Alltag mit einem zweijährigen Kind ungeheuer anstrengend und denke inzwischen, dass so mancher Arbeitstag einfacher war 🙈 Und wenn dann noch der Haushalt dazu kommt und eventuell noch der arbeitende Mann, der meint, man hätte ja den ganzen Tag Freizeit, dann kann ich gut verstehen, dass Frau diese Rolle nicht haben möchte.
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Ähm, das war ja nicht meine Ansicht, sondern bloß eine Deutung/ Herleitung der Aufzählung im Post zuvor. Eben um zu zeigen, dass es sich dabei eben nicht um eine Gleichsetzung handelt, allerdings schon um Beispiele, die alle einen gemeinsamen Nenner haben. Oder die Schnittmenge: alles was einem Kind schaden kann (mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit). Entspricht in kleinster Weise meiner Meinung, auch wenn ich für mich schon gute Gründe bräuchte, um mein Kind mit einem Jahr in die Kita zu geben. Die gibt es sicherlich. Von mehreren Erzieherinnen habe ich übrigens gehört, dass keine von ihnen ihr Kind vor drei in die Kita geben würde, aufgrund der Zustände dort und aus entwicklungspsychologischen Gründen. Mir wurde durchgehend davon abgeraten, wenn es denn möglich wäre zu warten. Und ja, ich hätte auch gerne einfach mal Zeit für mich oder auch nur für den Haushalt… bin leider nicht die Supermami die das alles mit links und Kind macht.
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Das eigentliche Problem ist doch, dass der Dienstherr keine entsprechende Reserve für Krankheit, Schwangerschaft oder was auch immer bereit hält. Das führt dann halt dazu, dass der Ausfall vom anwesenden Personal getragen werden muss - was natürlich zu Spannungen führt. Ich kenne selbst dieses fiese Gefühl, wenn man sich selbst in den Weihnachtsferien krank durch drei Stapel gequält hat und nach den Ferien noch den Stapel des Kollegen bekommt, der in den Ferien krank war und die Klausuren nicht vor den Konferenzen schafft… Und ja, ich habe ihm die Krankheit nicht abgenommen, ich habe geweint vor Verzweiflung, weil ich selbst nicht mehr konnte. Heute würde ich es besser machen: selbst krank sein (war ich definitiv!) und nach mir die Sintflut. Traurig. Aber eine andere Lösung sehe ich nicht. Aber es ist verlorene Kraft, sich über Kollegen zu ärgern die eigentlich mit ihr gutes Recht wahrnehmen. Die anderen müssen sich halt besser gegen zusätzliche Arbeit wehren… ( innerhalb des Rechts versteht sich).
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Ganz überspitzt formuliert: Ich vermute, dass Besserverdiener deswegen ein höheres Elterngeld bekommen, damit sie sich für (weitere) Kinder entscheiden. Da Bildung (und damit Einkommen) der Eltern immer noch einen großen Einfluss auf die Bildung der Kinder hat, möchte man halt auch, dass die gebildete Klientel der Gemeinschaft Kinder als Arbeitskräfte zur Verfügung stellt. Die Kinder der Akademiker von heute sind schließlich auch die Akademiker von morgen.
Und es ist doch völlig klar, dass die Frau schnellstmöglich wieder in den Arbeitsprozess einbezogen werden muss: wir haben Fachkräftemangel und Frauen sind so gebildet wie noch nie. Oft gebildeter als die Männer. Zumindest ist der Anteil weiblicher Abiturienten inzwischen höher.
Das Elterngeld niedriger Lohngruppen (oder ohne Erwerbstätigkeit) muss nicht erhöht werden, weil diese sowieso mehr Kinder bekommen.
Dies ist nicht meine persönliche Meinung, sondern eine nüchterne Betrachtungsweise der Fakten.
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Angestellte Schwangere im Beschäftigungsverbot rutschen nicht ins Krankengeld, genau so wenig wie Beamtinnen. Genaueres findet man schnell, will das jetzt nicht abtippen.
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Ich verstehe, wie es zu dieser Aufzählung (nicht Gleichsetzung) kommt. Alles hat den Zweck, das Kind ruhig bzw. aus dem Weg zu haben, um dann anderen Tätigkeiten nachgehen zu können. Wer also so mit seinem Kind umgeht, der braucht auch in der Schwangerschaft keine übertriebene Rücksicht auf das Kind nehmen, denn später macht er dies auch nicht. Auch seitens der Politik, die eine frühe Verwahrung von Kindern fördert, da die Arbeitskraft der Mütter gewinnbringend eingesetzt werden soll.
laleona Es freut mich sehr für euch, dass ihr trotz all des Leids zwei Kinder habt. Dein Schicksal zeigt, dass man nicht aufgeben sollte. Ich hätte nicht soviel Kraft gehabt, da ist dein Name wohl Programm…
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Nachtrag: ich bin außerdem der Ansicht, dass der Vater/ zweite Mutter/… auch mit entscheiden sollte!
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Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind. Ich seine habe in der späteren Schwangerschaft die Maske kaum ertragen können und war jedes Mal sehr froh, aus der Arztpraxis raus die Maske abnehmen zu können. Ich hatte das Gefühl zu ersticken.
Im übrigen glaube ich nicht, dass der Dienstherr ausschließlich im Interesse der Schwangeren ein Verbot von Präsenzunterricht erlassen hat. Hier geht es sicherlich auch um rechtliche Konsequenzen und Verantwortung für den Fall, dass etwas eben nicht gut ausgeht. Dann ist der Dienstherr nämlich aus dem Schneider wenn er sagen kann: ich habe doch gesagt du musst/ darfst nicht.
Die Aussage: „muss jede Frau für sich entscheiden“ ist meines Erachtens falsch, es müsste heißen „muss jede Frau für sich und das Kind entscheiden“. Bitte betrachtet das ganze mal aus der Sicht eines Kindes, welches als Frühgeburt schwere Behinderungen haben könnte und weiß, dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit daran liegt, dass die Mutter nicht auf den Unterricht verzichten konnte.
Im übrigen ist zu Beginn von Corona durch die Presse gegangen, dass es signifikant weniger Frühgeburten gibt seit Corona… Vermutung war damals, dass die Mütter alle zuhause blieben. Weniger Infektionen, nicht nur Corona. Es ist völlig klar: jede Infektion ist ein Risiko. Nicht nur Corona. Wenn man 25 ist, dann ist eine Fehlgeburt oder Frühgeburt vielleicht schlimm, aber meistens besteht noch eine gute Chance auf weitere Kinder. Lehrerinnen werden meist über 30 das erste mal schwanger, in unserem Kollegium war die jüngste 35, die älteste 44! Wer in dem Alter ein Kind verliert, bleibt eventuell ohne Kinder. Die Folgen davon sind für alle Beteiligten sicher schlimmer als Arbeit im Home Office.
Selbstverständlich würde ich erwarten, dass die Mütter sich auch privat vor Infektionen schützen… wer dazu nicht bereit ist, darf dann bitte auch in Präsenz unterrichten… und muss die Verantwortung tragen.
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Ein Forum ist dazu da Meinungen auszutauschen - wenn man diese nicht äussern darf - sogar klar als persönliche Ansicht gekennzeichnet! - dann führt es den Sinn eines Forums ad absurdum.
Es gibt halt Dinge, die kann man nur verstehen, wenn man bestimmte Erfahrungen gemacht hat. Und ich habe Erfahrungen gemacht, die mich davon abhalten würden, ein ungeborenes Kind dem Risiko in der Schule auszusetzen… zumal arbeiten ja möglich ist, nur halt nicht in Präsenz. Da sollte jede Frau ( und gerne auch jeder Mann) dankbar für sein, den der Schutz ist ein Privileg, den viele nicht haben.
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Es ist inzwischen nachgewiesen, dass Corona das Ungeborene gefährdet, ebenso wie Mutter selbst. Das Recht auf Leben für das Ungeborene sowie das Recht darauf eine Mutter zu haben wiegt für mich deutlich schwerer als der Wunsch a) der Mutter zu arbeiten,b) der Kollegen die das auffangen sollen oder c) die Wünsche anderer Eltern
Das Argument, dass es ja meistens gut geht, gibt halt nur meistens. Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum eine Mutter ihr Kind ohne Zwang diesem Risiko aussetzen will. Und ja, andere Mütter werden dadurch unter Druck gesetzt. Diese Masche zieht bei Lehrern, die in der Regel eine hohe Motivation haben ihren Job gut zu machen, in vielen Situationen ganz gut …
Alles Gute für die Schwangerschaft 💐
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