Beiträge von RosaLaune

    Ich unterstütze alles was chilipaprika gesagt hat, insbesondere und nachdrücklich den Punkt mit dem Drittfach. Das ist einfach ein immenser Vorteil. Außerdem kommt von mir der Hinweis auf das Berufskolleg. Geschichte ist da zwar als Fach nicht möglich, Sozialwissenschaften aber schon. Deutsch ist derzeit am BK sogar ein sehr gefragtes Fach.

    Ich würde dir aber nicht empfehlen, auf BK zu studieren, sondern mit dem GymGe-Lehramt eine Stelle am Berufskolleg zu suchen (oder jedenfalls dafür offen zu sein).

    Bei einer regulären Klausur könnten die Aufgaben dann beispielsweise eine Redeanalyse und das Schreiben eines Kommentars umfassen. Für die Nachschreibeklausur würde ich dann Aufgaben zur Charakterisierung und zur schriftlichen Diskussion auswählen.


    Einige meiner Schülerinnen und Schüler haben sich jedoch beschwert, dass die Aufgaben in der Nachschreibeklausur von denen in der regulären Klausur abweichen. Sie argumentieren, dass sie sich so auf einen anderen Aufgabentyp hätten vorbereiten müssen. Wie handhabt ihr das in eurem Unterricht? Seht ihr Vorteile darin, die Aufgaben in Original- und Nachschreibeklausur zu variieren? Oder ist es eurer Meinung nach fairer, ähnliche Aufgaben zu stellen?

    Das heißt, die SuS wissen, es kommen zwei von den Aufgabenformaten Redeanalyse, Kommentar, Charakterisierung und schriftliche Diskussion vor, sie wissen aber nicht welche genau vorkommen, in der Nachschreibklausur kommen dann aber genau die beiden Formate, die in der Erstterminklausur nicht vorkamen? Das halte ich dann, was die Vorbereitung angeht, tatsächlich für ungerecht, aber nicht unzulässig. Ich kenne aber auch die rechtlichen Vorgaben ehrlich gesagt gar nicht. Ich verstehe aber dann die Beschwerde der SuS nicht, denn wenn sie sich für den Ersttermin auf vier Formate vorbereiten müssen, beim Zweittermin aber nur auf zwei (wenn sie schlau sind), dann ist das doch ein Vorteil. Natürlich kann es vorkommen, dass einem ein Format weniger liegt – und als Vorwand taugt das wahrscheinlich immer – aber dann sind Beschwerden ja ohnehin nicht zu vermeiden.

    Meine Aufgabenformate sind in Erst- und Zweitklausur immer gleich, die Textgrundlage ändert sich aber. Ich sage den SuS aber auch immer genau, welche Formate vorkommen, da wir eine Woche vor Klausur den Erwartungshorizont besprechen (bzw. diesen gemeinsam erarbeiten, wenn es sich um Klassen handelt, die wissen, was ein Erwartungshorizont eigentlich ist). Ich habe allerdings auch keine Lust, viel Arbeit in eine Zweitklausur zu stecken. Oft ergibt sich bei der Konstruktion ja schon, dass ich mich zwischen zwei, drei Texten entscheiden muss, dann kommen die anderen eben in die Zweitklausur. Drittklausur musste ich bisher nicht stellen.

    Bei mir sind's genau 6 Euro mehr... Dolle Sache!

    Für Tarifbeschäftigte fällt die steuer- und sozialbeitragsfreie Inflationspauschale weg, dafür kommt die Tariferhöhung, auf die Steuern und Sozialbeiträge anfallen, sodass das Nettogehalt niedriger ausfällt. Bei Beamten kommt auch die Erhöhung, die versteuert wird, aber da kommen keine Sozialbeiträge drauf, sodass hier sogar Netto mehr rauskommen kann.

    ... Trump faked (schreibt man das so?) ...

    Leider nein. Nach der amtlichen Rechtschreibung konjugiert faken mit dem Stamm fak-, also fakt, gefakt, fakte, ... Gefaked ist auch zulässig, aber nur prädikativ (er hat gefaked, nicht aber die gefakeden News).

    Edit: ich schreibe allerdings regelmäßig faket und gefaket. Dies begründe ich auch mit dem Regelwerk, nachdem der Stammerhalt schließlich ein wichtiges Schreibprinzip des Deutschen ist und ich nicht sehe, wieso dies für ein stummes Zeichen nicht gelten sollte, wenn doch auch das Substantiv Fake existiert.

    Die Antwort ist relativ einfach. Vor Dienstbeginn kann man von dir keine Vorbereitung verlangen, da du ja noch in keinem Arbeitsverhältnis bist. Das kommt alles in den ersten Wochen. Der Start kann dann etwas holpriger sein, aber so ist das eben bis man Schule, Kollegen, Schüler, Lernpläne, Hausordnung, Hauskultur und – ganz wichtig Hausmeister und Sekretäre! – kennt.

    Die Besonderheit für befristet Beschäftigte ist meiner Ansicht nach nicht rechtlich begründet sondern finanziell. Die Bezirksregierungen weisen immer darauf hin, dass befristet Beschäftigte keine Mehrarbeit leisten dürfen. Faktisch können befristet Beschäftigte damit doch an Klassenfahrten nicht teilnehmen. Oder wie seht ihr das?

    Zumindest kannst du dich dann relativ einfach entfristen lassen, da mit der Klassenfahrt ein neuer Arbeitsvertrag, noch dazu mit vollem Deputat, zustande kommt. Für eine Befristung braucht es aber zwingend der Schriftform, da die nicht vorliegt, ist es eben unbefristet.

    Wie würdest du es "gendern" ?

    Ich würde es so lassen. Das Maskulinum ist im Deutschen strukturell das Genus für unbekannte Geschlechtszuweisungen, deswegen sind unter anderem Indefinitpronomina maskulin. Es betrifft aber auch Fragewörter ("Wer hat seine Schuhe draußen stehen gelassen?").

    Mittlerweile lässt sich da zwar auch die Nutzung weiblicher Formen beobachten, das ist allerdings noch deutlich seltener.

    Das halte ich mal für echten Bullshit. Wenn man Männer und Frauen meint, muss man das auch so formulieren. Das kann man dann Gendern nennen oder einfach sprachliche Korrektheit. Einen Verstoß gegen das Überwältigungsverbot kann ich hier echt nicht sehen.

    Die große Frage ist ja, ob die Verwendung des generischen Maskulinums Männer, Frauen und alle anderen abdeckt oder ob es eben kein generisches Maskulinum gibt, sondern nur ein spezifisches Maskulinum (was ich als unhaltbar betrachte).

    Das sehe ich genauso. Aber meine Hauptseminarleiterin vor 36 Jahren war trotzdem sauer, als ich sie darauf hingewiesen habe, dass es tatsächlich 6 Schüler und 0 Schülerinnen in meiner ESE-Klasse gab. Mein Einwand hat unsere Beziehung nicht gerade verbessert :(

    War in meinen nur kurze Zeit zurückreichendem Referendariat auch so. Deutsch in der Lateinerklasse, wo es eben nur 15 Jungs gab. Die Anmerkung war: geschlechtsgerechte Formulierungen verwenden.

    Du hast als Lehrperson schon auch einen pädagogischen Auftrag und nicht nur einen fachdidaktischen. Es liest sich bei dir so, als würde auf jeder Klassenfahrt jemand ins Gebüsch kotzen oder halb sterben. Wenn das bei eurer Schülerklientel tatsächlich so ist, würde ich mit dem gesamten Kollegium und der Schulleitung mal über die grundsätzliche Sinnhaftigkeit von solchen Fahrten sprechen. Ich glaube aber eher, dass das etwas übertrieben ist. Wenn ich es schaffe die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass aus jedem Laborpraktikum alle einigermassen heil wieder rauskommen, schaffst du das in einem weitaus unspektakulärerem Setting sicher auch. Es macht nicht immer alles Spass in diesem Beruf, mei, da hat jeder halt so seine Befindlichkeiten. Ein Argument sind die aber auch nicht.

    Wenn meine SuS ins Gebüsch kotzen, dann sage ich nichts dagegen. Ein Hotelzimmer zu ruinieren ist aber durchaus was anderes. Es war aber eben auch meine erste und bisher einzige Form mit unserer Gymnasialen Oberstufe. Die nächste kommt jetzt bald, ich kann ja berichten, wie gut und schlecht es da gelaufen sein wird.

    Es ist ja nicht so, dass ich nicht glaube, dass die alle die Fahrt überleben. Das ist schon sehr wahrscheinlich und wenn es nicht so ist, dann ja auch eher nicht wegen meiner mangelnden Aufsicht. Aber es stresst mich ungemein. Das ist bestimmt auch in meiner Person begründet, ich wäre wirklich nicht als Nomade zu gebrauchen und kann außerhalb meines eigenen Bettes so ziemlich gar nicht schlafen (weshalb ich sehr ungern in den Urlaub fahre und nie zur Entspannung). Und ja, ich bin dann eben 7 Tage unter Dauerstress. Das gehört zum Job dazu, ich wäre aber froh, wenn es das irgendwann nicht mehr täte.

Werbung