Beiträge von RosaLaune

    Na ja, er hat seinen Schwerpunkt in den Gesellschaftswissenschaften. Neben Sport sind seine Lieblingsfächer Politik, Erdkunde und Geschichte. Da die Gesellschaftswissenschaften nicht den gleichen Stellenwert haben, wie die Naturwissenschaften, wird das wohl nichts mit "echtem" Schwerpunkt.

    Und wenn man schon dabei ist, könnte man gerne mal den Bereich der Gesellschaftswissenschaften aufräumen. Psychologie jedenfalls ist keine, der Psychologieunterricht ist auch nicht besonders gesellschaftswissenschaftlich im Lehrplan verankert. Und Erdkunde würde ich jedenfalls nicht eindeutig bei den Gesellschaftswissenschaften sehen, da kenne ich mich aber nicht gut genug mit aus.

    Man darf in NRW 3 Stunden pro Monat zusätzlich verplant werden. Wer mehr macht, sollte das verweigern bzw auf Anordnung von Mehrarbeit bestehen. Teilzeitkräfte dürfen genau null Stunden mehr machen. Es gibt einfach zu viele Sl, die das einfach machen und zu viele KuK, die ihre Rechte nicht kennen.

    Teilzeitkräfte dürfen auch Mehrarbeit leisten, wenn sie denn angeordnet ist. Keine Mehrarbeit dürfen befristet Beschäftigte leisten.

    Ansonsten stimme ich dir vollumfänglich zu.

    Weiss ich nicht, ob ich Gorbatschow als Person als Diktator bezeichnen würde. Die Sowjetunion war halt eine Parteiendiktatur. Hatte Gorbatschow als einzelne Person genau so viel Macht wie Putin?

    Nein, hatte er nicht. Aber das macht ihn ja nicht weniger zum Diktator. Die wenigsten seiner Vorgänger haben einen Personenkult betrieben, trotzdem würde ich jeden Sowjet-Führer als Diktator bezeichnen. Ich bezweifle im Übrigen nicht, dass unter seiner Politik Gutes passiert ist. Diktatur ist eine Herrschaftsform, die genauso wie andere Herrschaftsformen mehr oder weniger gute Ergebnisse liefern kann. Und trotzdem lehne ich sie kategorisch ab.

    Wobei das Kasperltheater und der Versuch der Machtübernahme der AfD dadurch vermutlich nicht zu Ende ist. Die Entscheidung (und der Antrag) richten sich gegen Treutler als Alterspräsident.
    Interessant ist der verfassungsrechtlich kommentierte Ablauf der tumultartigen Sitzung vom 27.9. im Verfassungsblog:
    https://verfassungsblog.de/daemmert-es-jetzt/

    Dämmert's, was die AfD im Schilde führt?

    Wir werden es ja gleich sehen. Zum Selbstorganisationsrecht gehört es aber auch, dass das Parlament eine andere vorläufige Sitzungsleitung bestimmen kann. Und ich meine auch, dass das nötigenfalls auch rabiat passieren kann. Dafür muss man nicht den Alterspräsidenten vom Stuhl schubsen, aber man kann sich neben ihn setzen, die Räumlichkeit wechseln oder die Sitzung vom eigenen Platz aus leiten. Nichts davon entspricht den Gepflogenheiten des Hohen Hauses, aber Parlamente wurden auch schon in stürmischeren Zeiten geführt und da musste man dann auch einige nicht ganz so schicke Sachen abziehen.

    Diese Aussage impliziert, das ein Beamter sich selber Mehrarbeit für Vorbereitung o Ä. anordnen kann.

    Brauchen wir hoffentlich nicht drüber zu debattieren, dass das so nicht ist.

    Das stimmt. Das geht auch bei Beamten nicht. Nur tangiert es dort eben nicht den nicht existierenden Arbeitsvertrag.

    Zumal es hier ja auch um eine Werkstudententätigkeit gehen könnte. Kriegt da die Krankenversicherung mit, dass mehr als 20 Stunden gearbeitet wird, wird man plötzlich sozialversicherungspflichtig. Es geht hier um sehr viel mehr und wichtigeres als einen auf Dauer krank machenden Berufsethos

    Eine Mitstudentin, Muttersprachlerin aus Afrika, ist in der Ausspracheprüfung mehrfach durchgefallen, weil sie das r gerollt hat, dabei sprach sie ein reineres Französisch als wir (die NICHT mal die Prüfung antreten brauchten).

    Das finde ich krass. Dabei ist das gerollte R ja im Französischen wie im Deutschen eine vollkommen unproblematische Aussprachevariante.

    Und das ist in Thüringen in welcher Rechtsgrundlage festgehalten?

    Oder ist das eine der Gepflogenheiten, die jetzt nach Nasenlänge zugestanden werden sollen?

    Das Diskontinuitätsprinzip ist ein wesentliches Prinzip der Demokratie. Endet die Legislaturperiode, dann sind alle bisherigen Geschäfte erledigt. Gesetzgebungsprozesse verfallen, es gibt neue Personen und neue Untergliederungen.

    Ich vermute mal, dass das auch in der GO des Thüringer Landtags festgeschrieben ist, jedenfalls ist es Teil der GO des Bundestages.

    Achso... will die AfD die Geschäftordnung ändern isses nicht recht, will sie das nicht isses auch nicht recht...

    Wer sagt denn sowas? Die AfD wollte die GO ändern und dies wurde mehrheitlich durch das Parlament abgelehnt. Ich vermute, dass du in der Lage bist, den Unterschied zu Thüringen zu erkennen, wo das Parlament die GO ändern wollte und ein einzelner Alterspräsident sich dem verweigert hat.

    Da wäre ich mir beim BSW nicht so sicher... und AfD + BSW haben zusammen in Thüringen die Mehrheit. Schnittmengen haben diese beiden Parteien auch nicht gerade wenige.

    Ich halte nichts von Sahra Wagenknecht und vielen anderen führenden Köpfen im BSW. Gestern hat das BSW aber zumindest in der Frage bewiesen, ein ordentliches Demokratieverständnis zu haben. Vielleicht auch gerade, weil Wagenknecht nicht dabei war.

    Nein sehr viel, so dass ich mich wundere, mit welcher Selbstverständlichkeit Studenten glauben, mal eben alles unterrichten und nebenher studieren zu können. Die 14 Stunden im Ref. sind für Anfänger ein Fulltimejob. Aber klar, mit weniger Qualität, die du empfiehlst, geht das schon.

    Der Referendar hat eine Stelle mit 41 Wochenarbeitsstunden. Eine Vertretungskraft mit vollem Deputat hat die gleiche Wochenarbeitszeit. Und ja, die Folge daraus ist natürlich, dass die Qualität des Produkts geringer ausfallen wird. Das ist vollkommen richtig und angemessen. Nicht angemessen wäre es, weniger Stunden vertraglich zu vereinbaren, die Wochenarbeitszeit aber dann deutlich höher ausfallen zu lassen um etwaige Defizite oder fehlende Erfahrung so zu kompensieren.

    RosaLaube:

    a) Es gibt einen Unterschied zwischen "Unterricht eines Studenten hat nicht die Qualität, weil ihm die Ausbildung fehlt" und "Unterricht eines Studenten muss nicht so qualifiziert sein, weil er weniger Geld pro Stunde bekommt.)

    Er bekommt wegen der geringeren Qualifizierung weniger Geld. Das halte ich für angemessen. Daraus resultiert aber meines Erachtens auch (und so wurde mir das damals in meinen UBs als Vertretungskraft von Seiten der Schulleitung mitgeteilt), dass die befriedigende Stunde, die ein A13/E13er hält, eben eine gute oder sehr gute Stunde eines E11er sein kann. Und ja, das halte ich auch für angemessen und vom System so erdacht.

    b) "Haltet ihr von der Ausbildung echt so wenig" ... hattest du nicht oben sogar geschrieben, das man im Job lernt, nicht im Referendariat?

    Ja, man lernt das wesentliche im Job. Im Referendariat wird viel Zeit darauf verwendet, zu lernen Schaustunden zu halten. Und auch wenn daran nicht alles verkehrt ist, ist vieles eben für den Berufsalltag weder wichtig noch zielführend. D. h. aber nicht, dass ich der Ausbildung insgesamt keine Bedeutung zurechne. Ich wundere mich nur, dass hier einige noch weniger von ihr halten als ich.

    c) "Mühe und Arbeit sollten sich nicht der vereinbarten Arbeitszeit richten" ... ein Vertretungslehrer hat pro Stunde die gleiche Vor-/Nachbereitungs-Arbeitszeit wie ein ausgebildeter Lehrer. Also sollte er auch die gleiche "Mühe und Arbeit" einbringen. Oder? Was unterschiedlich ist, ist das Gehalt. Aber die Arbeitszeit dann eigenmächtig zu reduzieren und an das geringere Gehalt anzupassen, ist ... naja ... nicht passend.

    Wenn du Mühe und Arbeit mit Zeit gleichsetzt: ja!

    Im Übrigen bitte ich, mir nicht irgendwelche Behauptungen zu unterstellen. Nirgendwo habe ich empfohlen, die eigene Arbeitszeit zu reduzieren.

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