Beiträge von RosaLaune

    RosaLaune: Was passiert nun eigentlich mit den glorreichen Sieben? Wenn es hier schon geschrieben wurde, entschuldige bitte meine Frage, ich habe bissel den Überblick verloren.

    Ich habe das mit unserer Abteilungsleitung besprochen. Die wollte sich dann alle Klassenarbeiten der Blasenschwachen anschauen und leider sind die dann verloren gegangen, sodass die sieben am Freitag in der 9./10. Stunde nachschreiben müssen.

    Guten Morgen,

    am Freitag hatte ich ein unschönes Erlebnis während einer Klassenarbeit in der Ausbildungsvorbereitung. Die Arbeit war für 45 Minuten ausgelegt. Nach etwa 25 Minuten haben sich sieben (!) Schüler mehr oder weniger gleichzeitig gemeldet, weil sie ganz dringend auf Toilette mussten. Ich habe sie gebeten, bitte nacheinander zu gehen, aber die Schüler bestanden darauf, dass es ihr Recht ist, auf Toilette zu gehen. In dem Moment war ich überfragt, ob dies auch während Leistungsüberprüfungen so einfach geht. Ich habe dann die sieben Schüler gehen lassen und den Bearbeitungsstand dokumentiert. Danach haben sie weitergearbeitet.

    Ich unterstelle mal, dass die Schüler sich während des Toilettengangs besprochen haben. Die Lösungen ähneln sich (allerdings gehen sie auch alle in eine richtige Richtung). Ich nehme auch an, dass dies eine abgesprochene Aktion war und halte es nicht für unwahrscheinlich, dass sich dies in Zukunft wiederholen wird.

    Ich will mit dem Problem heute zur Fachleitung gehen. Zuvor würde ich aber gerne in Erfahrung bringen, wie ihr Toilettengänge während Klassenarbeiten und anderen Formen der Leistungsüberprüfung handhabt und wie die rechtliche Situation aussieht. Wie ich das überblicke, gibt es viel Theorie, aber keine Rechtsprechung zum Thema.

    Einen schönen Start in die Woche!

    Von mir kann das auch nicht geleistet werden. Ich bin darin nicht ausgebildet und habe auch keine Zeit mich damit zu beschäftigen (und Lust schon gar nicht). Wie soll das denn gehen?

    Sprachbildung und sprachsensibler Fachunterricht ist Aufgabe von allen Lehrkräften. Als Deutsch-Lehrkraft kann ich nicht den Fachwortschatz der Elektrotechnik, der Ingenieurswissenschaften oder der Kunst vermitteln, das sind klare Fachinhalte.

    Hinzu kommt, dass SuS, die sprachlich schwächer sind, nicht auch noch in nicht-sprachlichen Fächern mit ihren Schwächen konfrontiert werden sollten.

    Sprachförderung ist auch keine Konfrontation mit Schwächen. Es ist genau das Gegenteil: wer sprachlich scheitert wird auch im Fach immer wieder mit seinen Defiziten konfrontiert.

    ... langsam wird es selbst mir zu blöd. Lies den Artikel. Es besteht kein Zweifel daran, dass hier sex "female" und das gender "nonbinary" ist (als ob die Eltern ihren Sohn die Jahre über wie ein Mädchen benennen und nicht das dann Thema des Artikels sei, sondern das coming out des Sohnes als non-binär). Ich schrieb gerade schon über Ehrlichkeit... wenn man die Realität schon so verbiegen / negieren muss, ist das keine Grundlage.

    Keine Sorge, ich bin ziemlich ehrlich. Ich verbiege auch nichts, noch negiere ich etwas. Ich lasse mich einfach nur auf die Erzählung von Rosen ein, während du gleich wieder deine Dichotomie von Sex und Gender auspacken musst.

    "[...] A nonbinary individual would most likely use they/them pronouns instead of he/him or she/her. I use they/them. [...] My deadname represents the box that I've been stuffed in since the moment I've been born—female. [...] Soon after I came out to my parents as nonbinary, I changed it. [...]"

    Die erste Hervorhebung leitet doch in die Irre. Da steht doch im Grunde "Ich bin nicht weiblich", du machst daraus dann sie.

    Habe heute Nachmittag die Nachricht gelesen, das Jan von Gewitter im Kopf tot ist. Ich habe auf dem Kanal damals während meiner Bachelorarbeit in Psychologie und der nahtlos anschließenden Bachelorarbeit im Lehramt viel Zeit verbracht, gut gelacht und so die stressige Zeit gut rumkriegen können. Danach habe ich Jan und Tim nicht mehr verfolgt, irgendwann was von einem Absturz mitbekommen und trotzdem fühle ich mich gerade echt betroffen. Mit 27 dahinzugehen ist Scheiße.

    Nicht "für [m]ich" - gerne ein x-tes Mal (ohne dass ich eine Antwort bekomme); es geht nicht darum, ob man geschlechtsneutrale Pronomen nutzen kann (egal ob aus "Respekt" oder warim auch immer), sondern muss:

    • Inwiefern soll "Respekt vor dem Gegenüber" (was auch immer das dir persönlich konkret sein soll) eine fachlich-sachliche, notwendige Kategorie zur Wahl von Pronomen in deskriptiv-analytischen Texten sein?
    • Wie ich dir bereits ausgängl. schrieb: "Respekt ist per definitionem 'auf Anerkennung, Bewunderung beruhende Achtung'" - inwiefern soll Respekt ggü. idiosynkratischen gender identities zu artikulieren irgendeine Notwendigkeit darstellen? Woher meinst du, dies in den Curricula u./o. den allg. Erziehungs- und Bildungszielen von Schule zu finden?
    • Inwiefern wäre zudem Respekt ggü. fiktionalen Charakteren sinnvoll (haben die etwa 'ne dignitas virtualis)?
    • Wenn in einem Text über einen (mglw. gar selbsternannten, ggf. fiktionalen) König durchgängig 'His Majesty' verwendet wird, müssen unsere Schüler dann in den comprehension- u./o. analysis-Aufgaben auch aus "Respekt" die noun phrase 'His Majesty' verwenden?

    Wenn meine Schüler im DaZ-Unterricht einen Verkaufsdialog verfassen oder ein Bewerbungsgespräch simulieren, dann würde ich natürlich auch das Nutzen des Du anstelle des Sie als Fehler markieren, da hier einfach nicht die richtige Höflichkeitsebene getroffen wird. Da geht es auch ganz klar um Respekt. Sicherlich ist dieser Vergleich nicht perfekt, da es in meinen Beispielen um die Anrede, im hier ursprünglich diskutierten Falle um das Über-jemanden-Reden geht. Mehr lässt sich aber auch nicht wirklich dazu sagen, da wir weder die Aufgabenstellung noch den zuvor erfolgten Unterricht kennen. Ich kann mir jedenfalls ein Setting vorstellen, wo he vollkommen richtig ist als auch ein Setting, wo they vollkommen richtig ist. Und auch, wo beides möglich ist. Wir wissen hier einfach zu wenig, um da qualifiziert zu antworten.

    Ein akademisches Studium halte ich für wichtig. Das soll so bleiben. Aber einmal im Schuldienst leisten wir alle auf verschiedene Arten die gleiche Arbeit (das meiste ist ja eh pädagogisch / organisatorisch). Deswegen sollte das Studium bei Bezahlung etc. keine Rolle spielen.

    Wenn du mit Doktortitel in Agrarwissenschaften in der Bäckerei Brötchen verkaufst, bekommst du trotzdem keinen höheren Stundenlohn.

    Ich will mal kurz darauf hinweisen, dass dies für Angestellte im Öffentlichen Dienst außerhalb der Schule auch der Fall ist: da entscheidet die Tätigkeit über die Entgeltgruppe, nicht die Qualifikation.

    Du stellst meine Kommentare damit auf eine Stufe mit den Unsachlichkeiten, die mir hier entgegnet wurden, die du aber in Abrede stellst Bsp. gefälligt? Gerne:

    [...]

    Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass ich meinen Beitrag für sehr sachlich halte, deine Antwort darauf für nichtssagend. Im Hinblick auf den weiteren Gesprächsfaden sehe ich mich im Übrigen auch bestätigt in meiner sachlichen Einschätzung.

    Also im Gros nur Linguistik und Literaturwissenschaft?

    Wissenschaftspropädeutisch fehlte/n dann aber Landeskunde / cultural studies. Und Literaturwissenschaft funktioniert nicht ohne "Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde" etc., ja ein Gros der Linguistik ja auch nicht (Stichwort: Sprachwandel), mal ungeachtet dessen, dass man damit die Schülerschaft wahrscheinl. tatsächlich quasi komplett verlieren würde.

    Wann immer es um Linguistik geht, habe ich das Gefühl, dass die Schüler aufhorchen und sich doch sehr dafür interessieren. Da verliere ich eher jemanden in der Literatur.

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