Valerianus spricht sehr richtig die gemeinsamen Wurzeln und Inhalte des Christentums und des Islam an. Mohammed hatte bei der Niederschrift des Koran an vielen Stellen den Bezug zum jüdischen Glauben eingeflochten - selbst Jesus und Maria tauchen auf.
Ich denke, dass es höchste Zeit ist, sich mehr auf die Gemeinsamkeiten zu besinnen, als über die unterschiedlichen Riten das Trennende zu betonen. Nächstes Jahr wird das Ritual des Fastens zeitlich wieder divergieren. Der Kern des monotheistischen Glaubens und die gemeinsame historische Basis bleibt als Möglichkeit einer Ökumene, die sich nicht in irgendwann von irgendwem ideologisch formulierter Trennung fixiert.
Just My2Cents.
Aber allein das ist doch schon nicht gültig, jedenfalls aus islamischer Sicht. Das Gottesbild ist fundamental verschieden. Aus islamischer Sicht ist der Glaube, dass Gott Mensch wird, indem er sein eigener Sohn wird, ein unvereinbarer Fehlglaube. Der Prophet Mohammed wird (aus rein weltlicher Sicht) aus jüdischen und christlichen Quellen inspiriert worden sein, daher auch ubter anderem die Bezüge zu Maria und Jesus, aber das Christentum, das seinerzeit auf der arabischen Halbinsel anzutreffen war, hat so gut wie nichts mit dem heute vorherrschenden Christentum zu tun.