Dieses Jahr war das höchste, was ich eingetragen habe, 604 Fehlstunden. Fehltage erfassen wir nicht. Ist aber ein Abgangszeugnis, steht also eh nicht drauf. Aus irgendeinem Grund hat der Schüler aber in Politik eine vier...
Beiträge von RosaLaune
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Die Änderung scheint ja eher kosmetisch zu sein. Jetzt muss nach dem 3. Tag die AU vorliegen, der AG kann sie aber auch ab dem ersten Tag verlangen. Künftig ist es andersrum, da muss sie nach dem 1. Tag vorliegen, der AG kann aber darauf verzichten. Und womöglich kommt diese Reform auch gar nicht, weil sie einfach nur dumm ist.
Wenn sie aber kommt, dann sollten die Dienstherrn die Regel auch für ihre Beamten anwenden. Das sonst entstehende Ungerechtigkeitsgefühl in Betrieben mit beiden Statusgruppen wäre nämlich alles andere als gut in dem aktuellen Klima.
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Völlig absurdes Beispiel, in Schulen gibt es Amokkonzepte und keines davon setzt auf Privathandy und externe Messengerdienste.
Die Amokkonzepte an allen Schulen, an denen ich bisher war, scheitern aber schon daran, dass sie nur für die Unterrichtszeit vorgesehen ist. Pause? Keine Ahnung was zu tun ist. Zeit vor dem Unterricht? Auch keine Ahnung.
Feueralarm und Amokalarm sind aber der Grund, weshalb ich immer mein Handy mit in den Unterricht nehme. Das würde ich mir auch von einer Dienstanweisung oder einem Konferenzbeschluss (wir haben ein paar Kollegen, die gern das Handyverbot für alle Schulpersonen hätten) nicht untersagen lassen.
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Hier ist das gar nicht anders möglich. Nur ein Teil des Kollegiums hat überhaupt irgendwelche Dienstgeräte (Notebook oder Tablet), aber das Klassenbuch ist digital und auch die sonstige Organisation und Kommunikation läuft über eine Handvoll verschiedener Online-Tools.
Das sind doch die besten Bedingungen um Dienstgeräte zu bekommen. Klassenbuch ist anders nicht zu führen.
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Das sind Klassen für Schüler, die es in 9/10 Jahren nicht geschafft haben, einen Schulabschluss zu erwerben. An der Sekundar- oder Gesamtschule hast du davon eine Handvoll pro Klasse, in der Ausbildungsvorbereitung ist es aber die gesamte Klasse mit all den dafür ursächlichen Problemen: Lernschwierigkeiten, Sozialverhalten, kaskadierte Bildungsdefizite, ... Natürlich haben auch diese Schüler ein Recht auf Bildung und ich unterrichte da auch gerne – aber nicht mit vier Fünfteln meines Deputats und drei Klassenleitungen.
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Für mich in der Klasse hilft am meisten
- Klare Sitzordnung (kein Churermodell, keine Gruppentische, stattdessen U oder frontal, Einzeltische für Kinder mit Aufmerksamkeitsschwierigkeiten oder "Unruheherde")
- Klangsignal (1x bimmeln = zu laut, 2x bimmeln = Arme verbrezeln und zu mir schauen)
- klare Lehrersprache (Du setzt dich jetzt hin. Du schaust nach vorne. Wir besprechen die HA erst, wenn jedes Kind zu mir schaut...) und Vorbereitung (ich habe alles, was ich brauche für den Tag, auf meinem Pult nach Stunden sortiert liegen (zumindest meistens)
- Konsequenz (zum Beispiel: Aufstellen zum Sport: "Du stehst jetzt leise auf. Schiebe deinen Stuhl ran und stelle dich leise im Gang auf." (Wer den Stuhl nicht ranschiebt oder rennt, muss zurückgehen. / Wer mehrfach auf dem Flur redet oder sogar schreit, geht in eine andere Klasse statt zum Sport.)
Unterschreibe ich alles (außer Klangsignal, aber da bin ich auch an der falschen Schulform). Gerade der Punkt mit der Sitzordnung ist wichtig. Eine offene Sitzordnung ist schön, aber benachteiligt schwache Schüler sehr stark. Klare Sitzordnung hilft, Struktur in die Klasse zu bringen, Verbindlichkeit zu schaffen und auf Einzelfälle einzugehen.
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Es gibt Bildungspläne für die AV, aber zumindest hier an der Schule interessiert sich ziemlich niemand für die AV. Du kannst im Unterricht machen, was du willst und das musst du auch teilweise. Ich habe viel Alphabetisierung gemacht (das sind keine Klassen für Neuzugewanderte und der Migrationsanteil ist unter 50 %, die können aber eben einfach nicht lesen und schreiben), weil an die eigentlichen Themen nicht zu denken war. Ich mache das auch gerne, aber nicht allein. Schon, wenn noch ein anderer Kollege in der AV Deutsch macht, hast du eine Person um dich auszutauschen, um über Frust zu sprechen und um klarzumachen, dass es nicht an dir liegt.
In einer unserer AVs haben 3 von 24 Schüler dieses Schuljahr den Ersten Schulabschluss geschafft, in der anderen 6 von 28. In einer aber auch niemand. Das ist schwierig, aber es ist an sich auch eine erfüllende Arbeit. Nur nicht, wenn du nichts anderes mehr hast.
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Ausbildungsvorbereitung. Ein Bildungsgang für Schüler, die keinen Abschluss haben, keine Ausbildung machen und noch schulpflichtig sind. Der schwächste Bildungsgang am Berufskolleg.
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Ich hatte darauf getippt, dass du ja Erfahrung mitbringst und sie denken, dass du es gerne machst.
Geteiltes Leid ist halbes Leid ... man kann da sicher Kompromisse finden.
Ich unterrichte auch gerne in der AV. Aber nicht 20 Stunden in der Woche. Ich brauche auch mal einen Tag ohne AV. Zumal jede Stunde mit sehr viel außerunterrichtlichen Aufwand einhergeht, weil die so viele Probleme mit sich bringen.
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Was hält dich an dieser Schule RosaLaune? Du schreibst immer wieder über derart unglückliche Entscheidungen und Rahmenbedingungen, dass ich längst das Weite gesucht hätte.
Ich bleibe leider auch weiterhin in der AV, aber mehr als 3 Stunden würde ich dort beim besten Willen nicht aushalten.
Vieles ist eben auch sehr gut. Kein Konferenzgescheiße, keine Nachmittagstermine, viel Laissez-faire (was nicht für eine gut geführte Schule sorgt, aber immerhin hat man seine Ruhe). Aber die Leitungskultur ist dann, wenn wirklich Leitungsentscheidungen getroffen werden, einfach miserabel.
Ich habe gerade mit der Abteilungsleitung gesprochen. Es gibt nicht genug Kollegen, die in der AV unterrichten wollen, aber ich sei ja bisher immer zufrieden gewesen, deshalb wurde ich so eingeplant. 8 Stunden sind für mich okay, aber keine 20. "Das ist kein Wunschkonzert." – ja, nur dass es für andere offenbar doch ein Wunschkonzert ist...
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Vom stundeneinsatz mal abgesehen (der ist auch echter Wahnsinn!) Aber 3x AV Klassenleitung?? Wir sind mit 2 Leuten da drin und jedes Team hat maximal eine AV. Was haben die sich denn dabei gedacht?
In Bezug auf den anderen thread: bei der Einsatzplanung lässt sich viel eher Kollegen schikanieren. Dabei ist es fast egal, wann die Stunden liegen.Wir haben drei AV-Teilzeitklassen und zwei in Vollzeit. Die Teilzeitklassen hatten in den letzten Schuljahren immer denselben Klassenlehrer, da die ganze Organisation so in einer Hand lag. Der Kollege ist nächstes Jahr nicht mehr da und ich beerbe ihn offensichtlich. Das erfährt man dann über einen Ausdruck des Stundenplans, der in meinem Fach liegt.
Ich spreche das gleich bei der Abteilungsleitung und ggf. Schulleitung an.
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Ich habe heute meine Einsatzplanung erfahren. 20 Stunden Ausbildungsvorbereitung, Deutsch und Wirtschaft und Politik (die beiden letzten fachfremd) in allen 5 AV-Klassen. Dazu dann auch 3 davon als Klassenleitung. 4 Stunden Spanisch in der GO, 2 Stunden Psychologie in der GO. Wenn jemand glaubt, dass ich 20 Stunden Ausbildungsvorbereitung mache, sollte er sich schon mal um 25,5 Lehrerstunden umsehen.
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Was habt ihr denn ständig mit der Meinungsfreiheit? Auch wenn eine Person mit dieser Lehrkraft abrechnen will, dann kann sie doch einen Artikel schreiben, dass alles blöd war. Klarname drunter, Meinungsfreiheit wurde gewahrt. Hier findet aber etwas anderes statt.
Ach, ich hoffe einfach, dass mein Kind sich mal nicht so feige verhält.
Meinungsfreiheit braucht keine Klarnamen.
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Auf diese Weise würde ich nicht leben wollen. JedeR hat ein Recht auf Respekt.
SuS bekommen von mir genau den Respekt, den sie mir entgegenbringen.
Das heißt, ein Schüler, der dir keinen Respekt entgegenbringt, kriegt auch von dir keinen Respekt? Merkst du selbst?
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Und wie sieht es mit einem Recht auf Respekt aus?
Gibt's nicht.
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Ich glaube euch ehrlich gesagt nicht, dass ihr das so wegstecken würdet. Da gibt es ein beklopptes Ranking aber eben nicht "wer hat den knackigsten Hintern" sondern sachliche Kriterien, die niemand überprüfen kann (Pünktlichkeit) und globale Bewertungen (taugt als Lehrer). Und ein Kollege, stelle dir vor, es wärst du, bekommt in allen Kategorien die schlechteste "Wertung". Ja, klar, Kindergarten. Sie sind zwar volljährig und wollen studieren aber gut, sie müssen sich abreagieren nach 12 Jahren Martyrium.
Ich finde diese Weinerlichkeit sehr seltsam. Da muss man einfach ein bisschen mehr wegstecken können. Leute dürfen eine Meinung haben und diese raushauen. Und ein Recht auf Freundlichkeit gibt's auch nicht.
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Sag es mir ins Gesicht, schreib es als Kommentar auf Reddit, mach ein Tiktok, dass ich besser nicht als Lehrer arbeiten sollte. Mir doch egal. Ich trete dafür ein, dass Schüler sowas sagen können. Meinungsfreiheit ist so ein wichtiges Gut und gerade um die da Oben zu kritisieren unerlässlich. Und für die Schüler sind wir nun mal die da oben.
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Als Ulk kann man das dulden, aber Schülern steht es nicht zu die Arbeit ihrer Lehrer öffentlich zu bewerten.
WTF.
Also, meine Schüler dürfen alle meine Arbeit kritisieren.
"Herr Moebius ist unpünktlich und unfähig, er labert nur rum und sollte besser nicht als Lehrer arbeiten" würdest du als Kritik bezeichnen?
Unpünktlichkeit kann man ja einfach feststellen, Unfähigkeit und wie viel man labert statt zu unterrichten ist schwieriger festzustellen. Aber ja, zu sagen, jemand sollte besser nicht als Lehrer arbeitet ist doch vollkommen okay?
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In Diktaturen und autoritären Staaten ist der Waffenbesitz für Zivilisten meist stark eingeschränkt oder verboten. Der Grund ist ziemlich direkt: Regime wollen das Gewaltmonopol des Staates sichern und potenzielle Aufstände erschweren. Historisch und politisch gilt daher oft die Faustregel: Je autoritärer ein Staat, desto restriktiver das Waffenrecht für Privatpersonen.
Wenn ich mir mal die beiden Karten hier anschaue, dann sehe ich nicht, wie man Waffengesetze an Autoritarität festmachen kann. Am ehesten Sticht für mich Urbanisierung heraus. Und ja, in der sibirischen Landschaft oder auf Spitzbergen würde ich auch nur bewaffnet rumlaufen, bis der letzte Eisbär gestorben ist.
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und nicht dagegen vorgehen, bringt noch weniger. Mal davon abgesehen, stimmen ja plattyplus Zahlen wieder einmal nicht.
Ja, Dumme gibt es immer, also Abschaffung der Geschwindigkeitsregeln, weil dann einige aus Trotz noch schneller fahren oder? Oder Abschaffung der Steuern, weil einige dann erst recht meinen, Steuern hinterziehen zu müssen.
Ich erwarte vom Staat, dass er Regeln setzt und sie rechtzeitig bekannt gibt. Es ist erst recht unredlich, jetzt Gasheizungen zuzulassen und in ein paar Jahren ist das Netzentgelt dank immer weniger Gasheizungsbesitzer unbezahlbar.
Deswegen sage ich ja auch, Verbot von Gasheizungen für die Neuanschaffung. Aber du musst am Ende schon eine Politik machen, die die Menschen mittragen. Den chinesischen Weg können wir ohne Systemwechsel nicht gehen.
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