Beiträge von RosaLaune

    Whoa! Nein, in unserem Fall war es "nur" die Entlassung und Zeugnisübergabe, da gibt's keine Bewirtung und keinen Eintritt.

    Für den anschließenden Abiball (von den SuS organisiert, andere Location) muss man natürlich Karten kaufen, IIRC waren die Lehrer da aber auch eingeladen.

    Dann würde ich das auch als Dienstgeschäft ansehen. Es kann natürlich sein, dass man zu der Zeit ein anderes Dienstgeschäft wahrnehmen musste oder aus anderen Gründen ferngeblieben ist. Es ist ja auch nicht gerade die ruhigste Zeit im Jahr.

    Zum Beispiel, dass man sich einig ist, dass homosexuelle Menschen nicht aufgrund ihrer Homosexualität im Gefängnis landen sollen oder dass Menschen mit deutschem Pass nicht abgeschoben werden sollen oder dass Behinderte oder Mädchen kein minderwertiges Leben sind. So allgemeine Dinge, die in vielen Teilen der Welt ganz anders gesehen werden.

    Was daran widerlich sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

    Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn es einen gewissen Grundkonsens gibt.

    Ich habe ja gesagt, wenn dieser Grundkonsens sich mit meinen Werten deckt, dann ist das okay. Aber wer garantiert mir, dass das immer so sein wird? Ich bin schwul, ich habe einen türkischen Migrationshintergrund und ich weiß, dass es Teile unserer deutschen Gesellschaft gibt, die sich sehr stark für einen solchen Grundkonsens einsetzen, der Homosexualität aus der Öffentlichkeit verbieten will und der eine radikalislamische Werteerziehung durchsetzen will. Ich lehne einen solchen Grundkonsens ab, die meisten hier werden das ähnlich sehen. Meine Schlussfolgerung daraus ist aber eben, dass ich dieses ganze Konzept ablehne. Denn wer sagt mir, dass sowas nicht irgendwann missbraucht wird?

    Weißt du, was ein Grundkonsens ist? Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, damit sehr unterschiedliche Menschen trotzdem noch friedlich koexistieren können. Was ist daran bitte widerlich? Der Grundkonsens ist absolut notwendig. Mit Gleichmacherei oder autoritärem Gehabe hat er nichts zu tun. Im Gegenteil. Genau davor soll er schützen.

    Okay. Was ist denn dieser Grundkonsens, den du möchtest?

    Ähm .... es geht hier um Donald Trump. Der, der vor 4 Jahren seine Anhänger aufgehetzt hat, weil ja die Wahl gefälscht war. Der, der ... naja ... an der Stimmung vorm Capitol 2021 nicht unbeteiligt war.


    Und wenn ich solche Aussagen zu Trump lese, muss ich auch ein wenig an das Wählen der afd denken. Im Sinne von "Ja, die afd ist scheiße, aber ich (also: nicht ich im Sinne von kl. gr. frosch) wähle sie trotzdem, weil ....

    Finde ich (sorry) bedenklich. Also solch eine Einstellung. Just my 2 Cents.

    Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Man kann Trump Lügen vorwerfen, man kann ihm Wahnvorstellungen vorwerfen. Ihm aber beides gleichzeitig vorzuwerfen, das scheint mir nicht richtig. Entweder leider er unter Wahnvorstellungen und kann die Realität von seinem Wahn nicht unterscheiden und redet deshalb Unsinn, oder aber er ist in der Lage zu unterscheiden und entscheidet sich zur Lüge.

    Zum zweiten Punkt und warum das mit dem Wählen der AfD nicht vergleichbar ist: Biden ist ein so schlechter Kandidat, dass er womöglich nicht einmal die demokratische Stammwählerschaft zur Wahl motivieren kann. Das heißt nicht, dass diese plötzlich Trump wählen, aber es ist aufgrund des Wahlsystems auch egal. Die können Trump wählen oder die grüne Präsidentschaftskandidatin Jill Stein oder den Unabhängigen Robert Kennedy oder der Wahl fernbleiben: Bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem der Sieger alle Wahlleutestimmen erhält, kann es vollkommen egal sein, an wen Biden verliert. Wenn er ein paar Stimmen verliert, dann siegt Trump.

    Bei allem Respekt, du scheinst dich mit dem Fach nicht wirklich auszukennen. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, aber dann würde ich mir von dir wünschen, dass du dich damit beschäftigst, bevor du mein Argument derartig falsch und entstellt wiedergibst.

    Das darfst du dir gerne wünschen. Ich denke aber, dass meine Aussage, so wie ich sie getroffen habe, schon ganz passend ist. Ich finde jedenfalls die Vorstellung eines ethischen Grundkonsens ziemlich widerlich. Klar, wenn dieser sich mit meinen Werten verträgt, dann wäre das ganz nett. Aber wenn nicht? Nein, da verzichte ich lieber. Kommt mir sehr autoritär vor. Aber Ahnung habe ich keine.

    Ich möchte lieber den Begriff Ethik verwenden statt Moral, denn Ethik bezeichnet die aktive Reflexion und Bewertung der eigenen Handlungen. Wer gedankenlos und unreflektiert wählt, handelt unethisch. Man muss dabei nicht einmal etwas Böses beabsichtigen. Die Gedankenlosigkeit reicht schon aus.

    Was soll uns Ethik bringen? Wenn Recht ohne Gerechtigkeit operiert, führt das zunächst einmal zu sehr viel Leid. Trump interessiert sich nicht für dieses Leid. Er denkt zutiefst egoistisch. Um das zu erkennen, braucht man kein Psychologiestudium. Die Ethik hilft dabei, diese Gefahren aufzudecken und hoffentlich zu verhindern. Mich wundert es eher, dass du zwischen Politik, Wahlen und ethischen Problemen keinen Zusammenhang zu sehen scheinst. Ohne Ethik sind zentrale Momente der politischen Geschichte nicht zu verstehen, z.B. die gesamte Geschichte der BRD, aber auch die Geschichte der USA, um die es hier ja geht.

    Gerade hast du noch von moralischer Verantwortung des Wählers gesprochen, jetzt geht es darum, dass Trump ein unethischer Mensch sein könnte. Da ich aber Trump nicht kenne, kann ich darüber keine Aussage machen. Ich habe bereits gesagt, dass Trump mir zuwider ist. Trotzdem kann er Menschen für sich gewinnen und ich bezweifle, dass die alle unethisch handeln.

    Aber selbst wenn, was bringt diese Erkenntnis? Das ist keine rhetorische Frage, ich frage mich das wirklich.

    Und eine andere Frage: was kann ich ohne Ethik in der Geschichte der Bundesrepublik nicht verstehen? Ich wage zu behaupten, dass man alles auch ohne Ethik verstehen kann.

    Was soll ich darauf antworten? Du relativierst die gesamte Moralbegründung mit den Worten "irrelevant" und "alles und nichts". Gibt es dann überhaupt noch eine Diskussionsbasis? Ich sehe sie nicht.

    Na, du sagst, dass meine Aussagen alles sagen. Ich frage, was denn darunter fällt. Alles ist ja schon ziemlich viel. Ich erwarte gar nicht, dass du mir in seiner Gänze aufführst, was darunter fällt. Aber ein oder zwei Punkte von diesem Alles, das würde mich schon interessieren.

    Ich sage auch nicht, dass Moral nicht wichtig ist. Sie ist aber bei Wahlentscheidungen irrelevant, weil ohnehin die meisten moralisch wählen. Niemand wählt die Grünen oder die FDP, um böse zu sein und aus einer Wahlentscheidung kann man das auch nicht ablesen. Ich verstehe überhaupt nicht, was uns Moral hier bringen soll.

    RosaLaune : Du hast deinen Post geändert, du hast zuerst geschrieben:

    Wenn die Demokraten an Biden festhalten, dann ist es nur richtig, dass Trump gewinnt.

    Du findest es also "richtig" das Trump gewinnt?

    In der Dynamik eines Wahlkampfs halte ich es für richtig, wenn der bessere Kandidat gewinnt. Eine Wahl ist aber kein Moralwettbewerb. Es geht darum, Wähler zu überzeugen, die andere Seite schwach aussehen zu lassen und insgesamt als der insgesamt geeignetere Kandidat zu erscheinen. Ich würde sagen, dass Trump das besser macht. In der Folge ist es auch richtig, dass er dann gewinnt. Und diesmal womöglich auch die meisten Stimmen in der Wählerschaft, nicht nur im Wahlmännerkollegium.

    Wünschenswert ist das aus meiner Sicht nicht, da ich aber nicht zum Wahlvolk gehöre, spielt es ohnehin keine Rolle, was ich denke. Ich halte Trump aber auch nicht für die große Gefahr als die er in Deutschland so oft dargestellt wird. Er ist unangenehm, unsympathisch und inhaltlich weit weg von mir. Aber die USA werden das schon überstehen, auch wenn er am System schraubt.

    Der eine Kandidat strahlt aus, dass er weiß, wovon er redet. Ob das zutrifft, kann ihm ja egal sein, die Wähler gewinnt er damit jedenfalls. Der andere Kandidat kriegt kaum einen Satz beendet. Biden ist offenbar zum Wahlkampf nicht fähig. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er der bessere Präsident wäre, aber die Präsidentschaft muss man eben gewinne. Biden kann das Stand jetzt nicht. Wahrscheinlich ermöglicht Biden die erste republikanische Stimmmehrheit seit 2004.

    Edit: Bisher ist es Biden ja immer gelungen, so krasse Aussetzer wie bei der Debatte noch abzuwenden. Auch gerade bei der Rede in North Carolina wirkt er ganz anders. Ich weiß nicht, ob er dafür was nimmt oder ob er es einfacher hat, wenn er eine gelernte Rede durchspielen kann oder ob er einfach erholter ist, als er es gestern war.

    Du verstehst nicht, was ich meine. Ich meine weder sein "Aussehen" noch seine "Stimme". Es ist seine Mimik, sein Gehabe beim Sprechen, seine Drohgebärden, seine dumpfbackige Arroganz etc., mit diesem ätzenden optischen und akkustischen "Gesamtbild" äußert er seine Wut und seinen Hass auf alles, was nicht in seinen Kopf geht.

    Ach.

    Das ist also seine "Handlungsfähigkeit". Und genau deshalb sollte man ihn nicht wählen.

    Nein, du drückst nicht aus, was du meinst. Mit meinem Verstehen hat das nichts zu tun. Wenn du von Akustik schreibst, dann aber Drohgebärden, Arroganz und Gehabe beim Sprechen meinst, ja, was soll ich da machen? Raten was du meinst?

    Ich würde ihn auch nicht wählen. Trump ist mir auch zuwider. Aber er ist eben der bessere Kandidat, das hat die letzte Nacht gezeigt. Und wenn er gewählt wird, dann kann er den Demokraten für das Aufstellen von Biden danken.

    :uebel:

    Ich behaupte, dass Trump alles andere als klar im Kopf wirkt. Optisch wie akkustisch und "inhaltlich" wäre er für mich unwählbar. Sein Irrsinn besteht aus Lüge, Hass und Wahnvorstellungen. Da muss man Angst vor seiner "Handlungsfähigkeit" haben.

    Natürlich wirkt Biden nicht überzeugend, aber ich würde ihn schon aus "Mitleid" (sorry!) eher wählen als das dämliche Trumpeltier. Und anschließend hoffen, dass die Demokraten zeitnah einen kompetenten Ersatz finden.

    Ja, und ich finde, er wirkt klar im Kopf. Er weiß was er tut. Ich finde es auch komisch, jemanden des Aussehens oder der Stimme wegen nicht zu wählen. Komisch ist es auch, jemandem Lügen und Wahnvorstellungen vorzuwerfen.

    Wenn die Demokraten an Biden festhalten, dann ist es nur richtig, dass Trump gewinnt. Dass Trump von seinen Inhalten und seinem Auftreten her ein widerlicher Schuft ist, würde ich sofort unterschreiben. Aber im Vergleich zu Biden wirkte er immerhin handlungsfähig und klar im Kopf.

    Wenn die Demokraten wirklich davon ausgehen, dass Trump eine Gefahr für die Vereinigten Staaten und ihre Institutionen ist, dann müssen sie ihm jetzt klar machen, dass er seine Kandidatur zurückziehen muss. Egal durch wen, durch Jill Biden, durch Obama, durch den Papst. Wenn sie das nicht tun, dann sorgen die Demokraten eben dafür, dass Trump Präsident wird. Und diesmal wäre er auf die Präsidentschaft auch vorbereitet.

    Das ist im Prinzip richtig, es hätre aber auch ein (augenzwinckender) Hinweis gereicht. Um wen/was es hier geht und das das nicht unser Bundespräsident ist, ist offensichtlich.

    Wenn man nicht den Bundespräsidenten meint, dann sollte man sich ehen klar ausdrücken.

    Ansonsten habe ich ja darauf hingewiesen, dass es hier einen systembedingten Unterschied zwischen präsidialen und parlamentarischen Demokratien gibt. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass keine parlamentarische Demokratie auf diesem Planeten eine Amtszeitbegrenzung kennt (oder eine Direktwahl des Regierungschefs, auch wenn das kurzzeitig in Israel möglich war und jetzt für Italien diskutiert wird).

    es wird sich geändert haben, denn es war bei mir in NRW auch vor Jahren genauso (zu 90%, ich habe die Verträge wohl nicht mehr digitalisiert, aber ich wusste den Namen der Personen, die ich vertreten habe, oder den Grund. Drei verschiedene Schulen, 4-6 Verträge). Scheint aber wohl nicht mehr der Fall zu sein.

    Ich vertrete aber auch niemanden, sondern habe eine Stelle, die aus einem befristeten Topf finanziert wird.

Werbung