Beiträge von RosaLaune

    Ganz so chancenlos ist die Diakonie nicht.

    "Ein Tendenzbetrieb ist nach 118 Abs. 1 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), ein Betrieb, der in erster Linie politischen, karitativen oder konfessionellen Zwecken dient.

    Zu den typischen christlichen Tendenzbetrieben zählen beispielsweise Kindergärten und Krankenhäuser, die von der Katholischen Kirche betrieben werden. Die Mitarbeiter christlicher Tendenzbetriebe können sich nur bedingt auf die allgemeinen Arbeitnehmerrechte berufen.

    Für sie gelten Ausnahmen im Bereich des Kündigungsschutzes und des Gleichbehandlungsgesetzes. Sie müssen sich an die „Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse“ halten und beispielsweise die „Grundsätze der katholischen Glaubens- und Sittenlehre“ achten. Das gilt sowohl für das Berufs- als auch für das Privatleben der Arbeitnehmer.

    Der katholische Arbeitgeber darf bei Verstößen gegen diese Vorschriften die Kündigung aussprechen. Der gekündigte Arbeitnehmer kann sich in diesem Fall nicht auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz berufen."
    https://www.arbeitsrechtsiegen.de/artikel/faq-it…tendenzbetrieb/

    Ist vollkommen irrelevant, da die Wahl so geschützt ist, dass dafür niemand entlassen werden kann, da gar nicht festzustellen ist, wen man gewählt hat. Das Wahlgeheimnis ist nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht.

    Wenn ich aber aus welchen Gründen auch immer bereit bin auf Anweisung der Schulleitung / des Landes trotzdem aus reiner Nettigkeit mein Privatkonto zu verwenden, ist das nicht kriminell.

    Wenn dich jemand zu einer Straftat anstiftet und du die begehst, dann hast du eine Straftat begangen.

    Das ist sprachhistorisch sicherlich korrekt. Es widerspricht aber dem Sprachgebrauch in meinem Umfeld. In der Generation meiner Eltern (zwischen 1930 und 1940 geboren) gab es eine Altenpflegerin, eine Schneiderin, eine Köchin, eine Buchbinderin. Keine von diesen Frauen hätte sich selbst als Altenpfleger, Schneider, Koch oder Buchbinder bezeichnet.

    Vor kurzem hörte ich eine Frau (auch in dem Alter), die sagte, sie hätte Schneider gelernt, wäre jetzt aber Rentner. Das klang für mich sehr falsch, weil ich es eben aus meinem persönlichen Umfeld und auch aus den Medien so kenne, dass eine männliche Person mit {-er} und eine weibliche mit {-in} bezeichnet wird.

    Und eine Gruppe weiblicher Lehrpersonen ist mit „die Lehrerinnen“ eindeutig bezeichnet, „die Lehrer“ können rein männlich oder gemischt sein. Es fehlt also hier eine Bezeichnung - je nach Sichtweise eine männliche oder eine generische. (Und da halte ich die *_:-Innen-Form nicht für eine gute Lösung.)

    Ich kann natürlich nicht über dein Umfeld reden, denn das kenne ich nicht. Ich habe auch nie gesagt, dass Menschen die Ableitungen auf {-in} nicht verwenden sollen oder können. Ich werde zur Beschreibung auch das movierte Wort verwenden, wenn ich eine konkrete Person vor mir habe. Generische Formen sind auch gar nicht dafür da, einzelne Menschen zu bezeichnen (was zum Beispiel die AfD bei Reden im Bundestag nicht rafft, wenn sie die amtierenden Präsidentinnen als "Sehr geehrte Frau Präsident" begrüßen).

    Ich habe auch gestern erst einen Podcast gehört, wo eine Strafgefangene von ihrem Leben im Gefängnis berichtete. Da hat sie ausschließlich generische Formen verwendet, wobei immer klar war, dass nur Frauen gemeint sein können, da der Strafvollzug ja nach Geschlechtern getrennt organisiert ist. Ich kann kein echtes Zitat bringen, aber ich meine, dass sie zum Beispiel davon sprach, auch im Gefängnis "gute Freunde" finden zu können.

    Dass man männliche Personengruppen nicht gut benennen kann, ist sicher eine Schwäche der deutschen Sprache. Man kann sie schon explizit benennen, zum Beispiel durch ein Adjektiv. Aber ein Morphem dafür gibt es nicht. Ich glaube aber, dass hier die Lösung liegen könnte. Indem man ein Morphem für männliche Personen einführt, würde man das generische Maskulinum von diesem Druck befreien, sowohl Männer als auch Menschen zu bezeichnen. Ohne viel Sprachingenierskunst hätte man dann schnell eine geschlechtergerechte Form.

    Wie kam es dann dazu, dass die generischen Formen den männlichen Artikel bekommen haben? Weil es den sächlichen noch nicht gab?

    Ich fühl mich grad so bezeichnungslos ... :traenen:

    Maskuline Substantive werden vom maskulinen Artikel begleitet, weil sie maskulin sind. Das Morphem {-er} markiert maskuline Substantive, sowie {-lein} neutrale Substantive markiert oder {-in} feminine.

    Natürlich gibt es eine gewisse Verbindung von Genus und Sexus. Die ist aber nicht fehlerfrei. Ich – als Mann – kann von Substantiven erfasst werden, die maskulin (der Mensch), feminin (die Person), oder neutral (das Wesen) sind. Ich werde aber nicht von Morphemen umfasst, die auf das biologische Geschlecht referieren. Ich wäre also keine Feuerwehrfrau, keine Ballkönigin und auch keine Braut.

    Das hattest Du schon einmal geschrieben. Es gibt also eine generische Form, die alle meint und eine weibliche, die nur Frauen meint? „Der Lehrer“ kann also männlich, weiblich oder divers sein und „die Lehrerin“ nur weiblich? Das klingt für mich ziemlich absurd.

    Genau so funktionieren generische Formen. {-er} leitet aus einer Tätigkeit die Person her, die diese Tätigkeit ausführt. {-in} macht daraus explizit eine weibliche Person. Es gibt kein Morphem, das einem Substantiv explizit dem männlichem Sexus zuweist.

    Viele Kinder erleben Gendern als äußerst normal, nicht zuletzt auch, weil sie das in den sozialen Medien meist sehr viel häufiger hören, als wir Erwachsene das vielleicht vermuten würden. Das generische Maskulinum stirbt meiner Wahrnehmung nach ganz ohne mein Zutun als Lehrperson zunehmend aus, weil die nachkommende Generation sich darin schlicht nicht mehr wiederzufinden vermag. Mädchen geben sich heutzutage sehr viel seltener damit zufrieden lediglich mitgemeint zu sein. Von dieser Entwicklung profitieren auch nicht- binäre Menschen. Ich gehe nicht davon aus, dass die von manchen Menschen gewünschte sprachliche Rolle rückwärts in diesem Bereich sich noch aufoktroyieren lassen wird. Aber natürlich dürft ihr, die ihr euch das wünschen würdet weiter träumen.

    Wenn ich das generische Maskulinum verwende, dann meine ich Frauen auch nicht mit. Ich meine auch nicht-binäre Menschen nicht mit. Das generische Maskulinum meint alle, ohne das Geschlecht explizit nennen zu müssen, da wird niemand einfach mitgezogen. Das ist ja gerade der große Vorteil. Im Wort Lehrer gibt es keinen Bestandteil, der ausschließlich Männer meint.

    Ist halt für Teilzeitkräfte schwierig, die alles, was nicht Unterricht ist zu 100 % erfüllen müssen, obwohl sie nur 50 % bezahlt werden. Wo soll man denn da einsparen? Meine Unterrichtsvorbereitung nimmt mittlerweile vielleicht 5 % meiner gesamten Arbeitszeit ein. Mehr geht da nicht.

    Dann besucht man eben nur jede zweite Fortbildung.

    Ich verteidige nicht die Dusche (ja, meinetwegen ist die scheiße, dann nimmt mal halt eine Blume oder irgendwas anderes), sondern stelle lediglich nochmal dar, dass ich mit meinem Beitrag nur eine Hilfestellung leisten wollte und keine rechten Hintergedanken hatte. Eigentlich sollten hier alle User*innen wissen, dass ich die letzte bin, die mit der AfD o. ä. sympathisiert. Von daher lasse ich mich nicht von irgendwem in die rechte Ecke drängen und mich mit einem Björn Höcke auf eine Stufe stellen.

    Nein, ich will dich auch überhaupt nicht in die Nähe der AfD rücken. Ich finde es auch nicht verwunderlich, eine Dusche vorzuschlagen. Nur wenn man dann drüber nachdenkt oder darauf hingewiesen wird, dass das eben auch auf die Gaskammern referieren kann und man das dann einfach wegwischt, wie das hier von einigen getan wurde, dann ist das schon... krass.

    Krass. Da wird ein Hinrichtungsinstrument durch eine Dusche ersetzt, auf die Problematik wird hingewiesen und die Dusche wird noch verteidigt?

    Und ich glaube, Morse' liegt da schon ganz richtig. Wäre das von Höcke oder einem anderen Neofaschisten gekommen, dann hätte niemand diese Dusche verteidigt. Völlig zu Recht.

    Ich habe nichts gegen das Galgenmännchen. Wer es ersetzen will und dafür die Dusche wählt (statt zum Beispiel eine Blume), der kann das jedenfalls nicht mit einer Distanzierung vor Hinrichtungsinstrumenten authentisch rechtfertigen.

    Also bei uns in den Räumen finden sich nur so banale Dinge wie Kartenständer. An was für Schulen bist du denn unterwegs, dass dort Hinrichtungen dargestellt werden? Falls du auf Kruzifixe anspielst: Die hängen nicht in „vielen“ Klassenzimmern, schließlich ist Bayern nur ein Bundesland von 16 in Deutschland und auch dort hängen die inzwischen längst nicht mehr überall (zum Glück! Ich würde mit so einem Ding im Raum nicht arbeiten wollen, obgleich ich selbst Christin bin.).

    Ich habe auch keine Kruzifixe in meinen Klassenräumen, mein Freund, der an einer Grundschule unterrichtet, aber schon. Viele staatliche Grundschulen in NRW sind Bekenntnisschulen und da hängen die Hinrichtungsinstrumente im Darstellungsmodus "Hinrichtung fortlaufend" an den Wänden. Aber es sind ja nur Grundschüler, da passt das schon.

    Dann erklärt doch bitte, was euch an Männern stört. Ist es der Penisneid?

    Ich bin mit meinem Penis ganz zufrieden. Ich mag aber auch andere.

    Ich stelle fest: Menschen mit Antipathien gegen Männer mobben behinderten weißen Mann aus einem öffentlichen Forum. Das ist sehr unerfreulich.

    Du bist äußerst unangenehm. Niemand muss dich ertragen und wahrscheinlich ist dieses Forum ein besserer Ort ohne dich.

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