Vermutlich hätten Gehörlose in der Regelschule nicht mehr Probleme als alle anderen, bis darauf, dass die Verständigung nicht so einfach ist.
OT:
Ich bin zwar nur hochgradig schwerhörig und nicht vollständig ertaubt, möchte aber auf die Schwierigkeiten in der Verständigung hinweisen.
Für mich ist das "Hören" hochgradig anstrengend. Es erfordert meine vollste Konzentration, da ich das bisschen, was ich höre, das aktuelle Gesprächsthema und das Lippenbild im Kopf zu einer sinnvollen Aussage verarbeiten muss. Das dauert eine Sekunde länger als bei Normalhörenden, so dass ich immer ein wenig "hinterherhinke". Außerdem kann ich nicht wahrnehmen aus welcher Richtung gesprochen wird und sobald 2 Personen gleichzeitig reden verstehe ich gar nichts mehr.
Dies führt zu einer Unfähigkeit an sozialen Interaktionen teilzunehmen, bei der außer mir mehr als 1 Personen anwesend ist, so dass ich gelegentlich für asozial oder autistisch gehalten werde.
Es ist eine Behinderung, bei der man auf die Rücksichtnahme der Mitmenschen angewiesen ist. Diese kann man leider nicht durch technische Hilfsmittel erreichen.