Für mich hat sich die Frage GKV/PKV gar nicht gestellt, da NRW bei Beamten die GKV nicht bezuschusst. Ich musste mich da also gar nicht groß mit auseinandersetzen.
Meines Wissens nutzen aber nur wenige Beamte in den jeweiligen Bundesländern die Möglichkeit, in der GKV zu bleiben.
Ein Risikozuschlag kann nur fortwährend veranschlagt werden, wenn das Risiko auch weiter besteht. Je nach Krankheit ist das nicht immer der Fall. Hier würde ich bei der PKV anfragen, unter welchen Umständen dieser wegfallen kann. Sonst kann man sich ja auch regelmäßig begutachten lassen ("positive Prognose") und nach einigen Jahren probieren zu klagen, wenn die PKV nicht von ihrer Position abrückt. Das könnte evtl. zu einem Kompromiss führen. Das ist aber nur Spekulation meinerseits.
Bei chronischen Erkrankungen wird das natürlich nichts.
Sollte es beim Amtsarzt unerwartet Probleme geben (ich spreche für NRW): Erst mit der Bezirksregierung sprechen. Ich kenne Fälle, in denen die Bezirksregierung nach einem Gespräch das Urteil des Amtsarztes ignoriert und trotzdem verbeamtet hat. Sonst bleibt noch der Klageweg, der gerade bei einer positiven Prognose i.d.R. zum Erfolg führt. Viele Amtsärzte ignorieren die geltende Rechtsprechung.
Deine Rechnung finde ich ein wenig "trügerisch": Du schriebst doch selbst, dass die GKV sich ebenfalls entsprechend verteuert. Und, dass die Preise durch die Inflation sowieso steigen, versteht sich von selbst.
Die Gehälter im öffentl. Dienst steigen schon lange nicht mehr, so wie sie sollen - insbesondere dank schlechter Verhandlungen von verdi und (zumind. meistens) der anschl. Übernahme der Ergebnisse in den Besoldungsrunden - aber das ändert letztendlich auch nichts.
Die Leistungen der PKV sind i.d.R. besser und der Beihilfeergänzungstarif wiegt (idealerweise) Kürzungen der Beihilfe auf. Termine bei Fachärzten kriegst du leichter als Privatversicherter, was ich auch als großen Vorteil sehe.