Das Gespräch zwischen Klassenlehrer, Stufenleitung und mir hat letzte Woche noch stattgefunden. Vom Lehrerrat war auch ein Kollege anwesend.
Laut Klassenlehrer waren Eltern an ihn herangetreten, (offenbar die Eltern eines Kindes; wer genau es war, wollte er nicht sagen), die ihm von körperlichen Übergriffen nach Unterrichtsende durch mich erzählt hätten. Er hätte sich 1,5 Stunden mit ihnen unterhalten, alles protokolliert und im Klassenraum die Situation nachgestellt. Er hätte danach versucht mit mir zu sprechen, wäre bei mir aber nicht weitergekommen. Außerdem hätte er verschiedene andere Schüler aus der Klasse getrennt voneinander dazu befragt, die alle übereinstimmend die Geschichte bestätigt und das gleiche gesagt hätten.
Sehr kurios. Was gibt's denn da 90 Minuten lang zu besprechen? Es ist an der Stelle auch von Suggestivfragen auszugehen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die SuS unzutreffende Aussagen machen. Hinzu kommt, dass er dann noch alleine die Antworten interpretiert.
Ich würde eine Dienstaufsichtsbeschwerde in Betracht ziehen gegen den Kollegen mit umfassender Schilderung der Vorgänge.
Ebenfalls würde ich die SL bitten, ihn anzuweisen, dass er sich zu den Vorwürfen nicht mehr äußern darf (ggü. Eltern, Schülern und Kollegen). Andernfalls bleibt noch die einstweilige Verfügung mittels Rechtsanwalt. Die Situation ist viel zu ernst, als dass der offensichtlich befangene Kollege da noch mitmischen darf. Die Kommunikation sollte vollständig die Schulleitung übernehmen - auch kein Stufenleiter o.Ä.
Der SL sollte man wohl ebenfalls ggü. erwähnen, dass es sich um Rufschädigung handelt und es nicht nur ggü. Eltern und Schüler, sondern evtl. auch aufgrund des Verhaltens des Kollegen zu Forderungen gg. den Dienstherrn/Arbeitgeber kommen kann.
Gespräche mit vertrauten Kollegen zu diesen "Zuständen" scheinen ebenfalls eine gute Idee. So beugt man Gerüchten vor und verhindert, dass am Ende die Falschen die anderen im Kollegium über die vermeintlichen Vorgänge "informieren".