Beiträge von mjisw

    Grundsätzlich darf ein 14 Jähriger, wenn er die nötige Reife hat, aber auch Geschlechtsverkehr mit einem 50 Jährigen haben. Deutschland ist da sehr liberal.

    Okay, die Frage ist nur, wie schwer es für den 14-Jährigen wohl sein dürfte, diese Reife nachzuweisen, wenn die Eltern vehement dagegen sind und der Sexualpartner 50-Jahre alt ist, bzw. wie schwer es für den 50-Jährigem sein dürfte, glaubhaft zu machen, dass er den Entwicklungsstand der 14-jährigen Person nicht ausnutzt.

    Das ist eine rechtliche Grauzone in meinen Augen, die auch schwer nach hinten losgehen kann.

    Naja, es geht drum, dass die meisten Kinder/Jugendlichen an Geschlechtsreife Bock auf Geschlechtsverkehr haben, dieser aber gesellschaftlich nicht erwünscht ist bzw die Folgen davon. Also wird es gesellschaftlich geächtet. Ok.

    Ein Verbot von Kinderehen ist sinnvoll, weil diese idR mit einem deutlichen Missverhältnis an Macht einhergehen - der männliche Partner ist oft deutlich älter und neigt alleine schon deshalb dazu, den anderen zu unterdrücken. Auch werden diese Ehen (in den Kulturkreise, wo sie üblich sind) meist gegen den Willen der Ehepartner arrangiert. Außerdem würde sich eine rechtlich weitgehend unmündige Personen in eine rechtliche Lage mit hoher Verbindlichkeit begeben müssen - auch das wäre ein Konfliktpunkt.

    14-Jährige können mit dem Einverständnis der Eltern legal Geschlechtsverkehr haben (sofern der Partner eine bestimmte Altersgrenze nicht überschreitet), ab 16 Jahren entfällt diese Grenze sogar ganz und auch das Einverständnis der Eltern. Aber das ist je nach Land unterschiedlich geregelt.

    Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass Minderjährige (aufgrund ihrer Reife und ihrer Lebenssituation) keine Kinder kriegen sollten. Dies passiert trotzdem hin und wieder bei Jugendlichen.

    Eine Schwangerschaft in sehr jungem Alter kann auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.

    Aber die Ehe alleine ist ja nicht die Voraussetzung, um Kinder zu kriegen. Minderjährige könnten auch verheiratet sein, ohne Kinder zu kriegen - man kann die Problematik nicht nur auf das Kinder-Kriegen reduzieren, finde ich.

    Und Geschlecht (in zwei Ausprägungen) ist evolutionär einfach dazu da, um Nachwuchs zeugen und die eigene Spezies erhalten zu können. Deshalb braucht man auch nicht mehr als zwei Geschlechter, und ich kann den Wert einer weitreichenderen Kategorisierung nicht nachvollziehen.

    Dann auch Ehe ab Geschlechtsreife, um der Biologie zu entsprechen?

    Die Ehe an sich ist schon ein gesellschaftliches Konstrukt. Dass man keine Kinderehen zulässt, dient dem Schutz Heranwachsender.

    Ich finde, das kann man nicht wirklich vergleichen mit so etwas Banalem (sorry, meine Meinung) wie Gendern. Ich kann mir schwer vorstellen, dass Gendern starken physischen und psychischen Schaden von Personen abwendet. Somit finde ich den Vergleich mit Kinderehen doch ziemlich unangemessen.

    Leider finde ich die Doku, die ich vor einigen Jahren gesehen habe, nicht wieder. Es ging darum, daß ein afrikanischer Restaurantbesitzer ein Portrait von sich aufgehängt und damit geworben hatte. Er wurde verklagt, weil es eine Diskriminierung wäre mit einem Schwarz-Afrikaner zu werben. :sterne:

    Ich schätze, du meinst dieses Restaurant, oder?

    http://zum-mohrenkopf.de/


    Mittlerweile sind wir ja schon da angekommen, wo sich Weiße mit Dreadlocks rechtfertigen müssen.

    Da könnte man jetzt auch anderswo sich von der simplen Biologie lösen ...

    Genau, diese simple Biologie, die nur maßgeblich unser Denken und Empfinden beeinflusst und gewiss komplexer ist als jede Gendertheorie. Aber ja, davon sollte sich die menschliche Rasse in einem Anflug von Größenwahn unbedingt lösen.

    Hast du dafür eine Quelle? Die zugehörige Umfrage würde ich nämlich sehr gerne einmal im Original lesen.

    Die offizielle Zusammenfassung der Studie hatte ich hier schon zweimal verlinkt.

    Falls du auch am methodischen Teil interessiert bist, gibt es die Studie gewiss auch komplett - ich weiß aber nicht, ob diese dann noch kostenlos ist.

    Suche einfach mal: "Allensbach Meinungsfreiheit"

    mjisw: Die korrekte Antwort lautet:

    Das hast du nicht zu sagen. Du bist hier nicht in deiner Schule und ich bin nicht dein Schüler.

    Das Gesetz wird (wenn man sich die politischen Mehrheitsverhältnisse und die Ausrichtungen der abstimmenden Parteien anschaut) mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kommen. Statt zweimal im Jahr (wie ich glaubte), kann man dann einmal im Jahr sein Geschlecht und seinen Namen wechseln.

    Für diesen äußerst schlimmen Irrtum entschuldige ich mich gerne bei der Allgemeinheit, aber ganz sicher nicht bei dir, wenn du es einforderst.

    Tom123

    Genau, man kann es nicht sagen, ob die eigentliche Krankheit oder Corona, trotzdem gehen sie in die gleiche Gesamtstatistik ein, oder nicht?

    X Personen sind mit oder an Corona gestorben.

    Eine mediale Differenzierung finde idR nicht statt.


    Im Endeffekt ist es zum jetzigen Pandemiezeitpunkt aber doch m.E. ohnehin die falsche Debatte. Es gibt Impfstoffe (wenn auch nicht besonders gut wirksame - aber sie können zumindest den Verlauf mildern) und Masken. Wer sich schützen will, kann das tun. Außerdem ist die Virusvariante schwächer.

    Fast alle anderen Ländern lockern massiv, nur wir drehen immer noch am Rad.

    Eine wirklich relevante Größe ist die Auslastung der Intensivstation. Diese waren aber noch nie überregional überlastet und davon ist auch in Zukunft nicht auszugehen.


    So, ich bin jetzt hier dann auch raus, den Wahnsinn und das Gebashe tue ich mir nicht an, damit meine ich nicht dich Tom. :), sondern generell, wie die Leute hier miteinander umgehen.

    Quelle?

    Z.B. zwei Beiträge über deinem. Es wird bald einmal pro Jahr möglich sein, ohne psychologisches Gutachten oder ärztliches Attest ein anderes Geschlecht eintragen zu lassen (also ganz einfach und unbürokratisch). Dass Horst, wenn er ne Frau ist, nicht mehr Horst heißt, das habe ich jetzt einfach mal vorausgesetzt.


    Aber wir verlieren uns hier in OT.

    Dir ist scheinbar noch nicht aufgefallen, dass O. Meier überhaupt nicht gendert, sondern durchgehend die weibliche Form benutzt.

    Okay, das ist dann scheinbar seine/ihre Form von Satire. Das kann ich akzeptieren. Nur die weibliche Form ist immer noch besser als der andere Quatsch - damit könnte ich mich noch anfreunden.

    Quasi das generische Femininum oder so. :D


    Herr Rau

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpo…gesetz-101.html

    Kein Gutachten mehr nötig.

    https://www.focus.de/politik/deutsc…_108187660.html

    Okay, dann halt einmal pro Jahr - das macht natürlich einem riesigen Unterschied... nicht!

    Wenn du gesundheitlich fit bist, Corona bekommst und dann wider Erwarten einen schweren Verlauf hast und ihn nicht überlebst, bist du AN Corona gestorben.

    Wenn du gesundheitlich angeschlagen bist, aber damit (noch Monate oder Jahre) leben kannst, Corona bekommst und dann als vorerkrankte Person vielleicht nicht ganz so überraschend stirbst, bist du MIT Corona gestorben.

    Was aber in beiden Fällen gleich ist: ohne die Corona-Infektion würdest du noch leben. Daher ist diese Querdenken-Argumentation "Er ist ja nur MIT Corona gestorben" ziemlich unsachlich. Sorry.

    Und wenn du Corona hast und von einem LKW überfahren wirst, stirbst du auch mit Corona.

    Vorausgesetzt, deine Verletzungen sind nicht so schwer, dass du an der Unfallstelle verstirbst. Wenn du in das Krankenhaus kommst, ein Corona-Test bei dir gemacht wird, dieser positiv ausfällt und du dann infolge deines Unfalls stirbst, bist du statistisch auch mit Corona gestorben.

    Auch in weniger klaren Fällen ist es medizinisch oft kaum bis nicht möglich, einzuschätzen, ob Corona überhaupt irgendwie relevant zum Versterben beigetragen hat. Ansonsten könntest du auch schlechter Ernährung oder zu wenig Sport etliche Todesfälle anhängen.

    Corona muss klar einen wesentlichen, entscheidenden Einfluss auf das Verstreben gehabt haben - und das ist eben nicht immer der Fall bei Personen, die "mit Corona" versterben. Somit gibt es in diesem Punkt schon eine gewisse statistische Undurchsichtigkeit.


    Deine Argumentation hier finde ich deshalb ziemlich schwach. Vor allem, wenn du anderen dann noch Unsachlichkeit und "Querdenken-Argumentation" vorwirfst.

    Joker13

    Ich wollte damit eher auf die Beliebigkeit der ganzen Sache hinweisen - bitte nicht zu sehr auf das konkrete Beispiel versteifen. Meinem Kenntnisstand nach, ist es mittlerweile in Deutschland möglich, zweimal pro Jahr amtlich das Geschlecht und den Vornamen zu wechseln.

    Jemand, der nun Interesse daran hat, als Mann Damentoiletten aufzusuchen (es muss ja nicht sofort zum Übergriff kommen - dieser kann sich auch erst irgendwann daraus ergeben), hat somit eine leichte Möglichkeit, dies ganz legal tun zu können.

    Dass ca. 99% der Sexualstraftäter männlich (im biologischen Sinne) sind und von diesen der überwiegende Teil auf Frauen fixiert ist, sollte man dabei nicht außer Acht lassen. Andere Varianten bzw. Whataboutism tun dabei deshalb wenig zur Sache.


    Wenn Annette natürlich schon seit Jahren als Frau lebt, muss sie auch das Recht haben, Damentoiletten aufzusuchen. Was mich stört, ist nur diese Flüchtigkeit und Beliebigkeit der Thematik in der heutigen Zeit. Ich will jetzt auch nicht noch weiter in OT vom OT abgleiten.

    Das Schüli - die Schülis.

    Bevor ich so spreche, wander ich lieber aus oder erschieße mich gleich...


    Es mag sein, dass sich bei dieser Form Männer nicht angesprochen fühlen, warum das aber ein Argument gegen diese Form ist, wenn man gleichzeitig behauptet, Frauen und andere seien beim generischen Maskulinum gleichwertig mit angesprochen, ist mir ein großes Rätsel.

    Weil man damit genau das angebliche Problem, das man lösen wollte, selbst wieder erzeugt und das Ganze dabei auch noch verkompliziert. Was soll daran dann ein Fortschritt sein?


    Vielleicht gibt es in den Augen vieler gar keine Genderproblematik...

    Sagen die Statistiken zumindest.


    Ja, natürlich. Nicht jede nimmt jedes Problem wahr. Deshalb lohnt es sich ja, gelegentlich mal auf eines hinzuweisen.

    Wenn du ständiges Nerven und Bevormunden als Hinweis auffasst, nun gut...

    Die "Problematik" dürfte mittlerweile fast jedem bekannt sein, und fast jeder dürfte sich schon einmal Gedanken darüber gemacht haben und entsprechend eine Entscheidung getroffen haben, die man auch einfach mal akzeptieren sollte. Irgendwann muss auch mal gut sein.


    PS: Was heißt hier überhaupt "nicht jede"? War das jetzt Absicht? Hast du das r vergessen? Bekommst du es vielleicht selbst nicht hin, konsequent zu gendern, weil es vielleicht komplett unpraktikabel ist im Alltag und in Diskussionen? Hmm...

    Die Generation unserer Schüler legt meinem Eindruck nach z.B. deutlich mehr Wert aufs Gendern als meine Generation oder gar die meiner Großeltern. Insofern gehe ich davon aus, dass es in den nächsten Jahren ganz sicher zu einem Sprachwandel kommen wird und man irgendwann überlegen werden muss, ob man ewig gestrig bleibt oder mitzieht.

    Ich gehe tatsächlich nicht davon aus, dass es in den nächsten Jahren zu einem deutlichen Sprachwandel kommen wird.

    Wenn du dir mal die Studie anschaust, die ich bereits auf der vorherigen Seite verlinkt hatte

    https://www.ifd-allensbach.de/…2021_Meinungsfreiheit.pdf

    dann siehst du, dass selbst 65% der 16-29-Jährigen es demzufolge übertrieben finden, konsequent zu gendern.

    Ich denke, es ist zu kurz gegriffen, von der Schülerschaft eines Gymnasiums in einem bestimmten Einzugsgebiet auf generelle Tendenzen in der Jugend zu schließen.

    Dieser Fehler wurde auch schon medial bei FFF gemacht. Statistische Untersuchungen hingegen haben gezeigt, dass der Großteil der Jugend gar nicht so öko ist, wie man es oft gerne glauben machen möchte.

    Niemand wird mit der von dir zitierten Form als „Kolleg“ angesprochen.

    Doch, absolut!

    Das "en" hängt fest an "innen", also steht das "Kolleg" alleine ohne "innen".

    Konsequent wäre Kolleg:inn:en. Dass sich das dann sprachlich noch bekloppter anhört, ist offenkundig, aber es wäre zumindest syntaktisch nachvollziehbar.


    Als gespieltes Missverständnis könnte man dann auch deuten, wenn man meint, das generische Maskulinum schließe einen nicht ein.

    Dieses Vorbringen ist doch nur der Versuch, die gegenderte Form absichtlich misszuverstehen.

    Dass man sich als Kolleg als Mann nicht angesprochen fühlt, kannst du aber nachvollziehen?


    Momentan funktioniert es für mich noch so, ob das auch zukünftig reichen wird, wrd sich halt zeigen.

    Laut Duden ist das generische Maskulinum (natürlich) erlaubt - ich kann mir schwer vorstellen, dass sich das ändern wird.

    Ich finde es auch entsprechend übergriffig, wenn Unternehmen oder Institutionen ihren Mitarbeiten einen davon abweichenden Sprachgebrauch vorschreiben (nochmals: Gegen den Willen von über 70% der Bevölkerung).

    Erwartest du, dass man dir in Zukunft den Kopf abreißen wird, wenn du nicht konsequent genderst, oder wie war das mit "reichen wird" gemeint?

    Es geht darum, ob Leute gendern dürfen und welches Klo Transmenschen benutzen sollen; beides für mich leicht lösbare Probleme

    Von mir aus kann jeder gendern, wie er möchte - ich muss das schließlich nicht schön finden.

    Aber wenn m.E. einfach versucht wird, es anderen aufzudrücken, dann kann ich das nicht gut heißen.


    Die Frage mit der Toilette würde ich dann doch als etwas schwieriger bewerten. Sollte man z.B. einem vorbestraften Sexualstraftäter, der sich jetzt Annette nennt, gestatten, öffentliche Damen-Toiletten zu betreten? Ich denke, eher nicht.


    Und was ich ganz oben mit stereotypen Rollenbildern meinte, ist, dass man doch eine sehr stereotype Vorstellung davon haben muss, was ein Mann oder eine Frau ist, um sich - trotz eindeutiger biologischer Merkmale - nicht damit anfreunden zu können, dies zu sein. Das finde ich eher rückschrittlich und antiquiert. Ein Mann muss nicht Bier trinken und Fußball gucken - er kann auch ein Kleid anziehen und sich Schminken, wenn er Bock darauf hat, und kann dabei trotzdem ein Mann sein/bleiben.

    Ich habe diese Obsession dafür, unbedingt dem einen oder anderen Geschlecht oder gar keinem davon angehören zu wollen, nie verstanden. Und wer biologisch nicht (z.B. durch zwei der drei genannten Unterscheidungskriterien) zugeordnet werden kann oder dies nicht will, der kann sich doch einfach entscheiden, ob der Mann oder Frau sein will. Letztendlich ist es doch völlig wumpe - ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man dem so viel Wert beimessen kann. Es setzt doch alleine schon völlig stereotype Rollenbilder voraus, wenn man sich so mit aller Macht von solch einer Zuschreibung lösen möchte.

    Aber das generische Maskulinum schließt doch ohnehin alle ein. Laut Statistiken stört es selbst den deutlich überwiegenden Teil der Frauen nicht; dass es sie stören sollte, wurde ihnen aber schon lange mit großer Ausdauer versucht einzureden.

    Ich sehe in allem außer dem generischen Maskulinum erhebliche praktische sprachliche Probleme:

    Auch Formen wie SuS können sprachliche Probleme erzeugen. Was ist z.B., wenn sich in einer Klasse nur Schülerinnen befinden? Dann ist die Nennung oder Anrede einfach falsch aufgrund ihrer systematischen Differenzierung, welche Uneindeutigkeit erzeugt.

    Und bei Genderformen wie Kolleg:innen werden die Männer einfach gar nicht angesprochen. Ein männlicher Lehrer ist kein "Kolleg", er arbeitet aber vielleicht am Berufs-Kolleg.

    Bei anderen Wörtern ist es noch nicht mal möglich, eine sinnhafte Form zu bilden, wenn man noch eine Trennung einfügt (wie z.B. Kolleg:inn:en). Das ist z.B. bei Auswander:innen der Fall.

    Letztendlich verfällt man hier in genau die Problematik, die man eigentlich beseitigen wollte - nur noch viel schlimmer.


    Also nochmals, von mir aus kann jeder gerne gendern, solange er damit andere nicht penetriert (ich weiß, lustiges Wort in diesem Zusammenhang) - so sollte es sich auch bei der Religion verhalten.

    >Es gibt in der Biologie nur zwei Geschlechter
    Muss man nicht so sehen, aber kann man. Je nach Detail-Definiton schließe ich mich dem an.

    Auch da gibt es sicherlich Abweichler, aber der Konsens ist m.W. (ohne selbst Biologe zu sein) schon dieser. Kriterien der Unterscheidung sind z.B. Produktion von Sperma- oder Eizellen; XY- oder XX-Chromosom; Vorhandensein männlicher oder weiblicher Geschlechtsteile.

    Normalerweise kann man selbst anhand einer Hautschuppe feststellen, ob es sich um eine männliche oder weibliche Person gehandelt hat. Bestimmte Medikationen können sogar für das jeweils andere Geschlecht gefährlich sein. Jemand, der sich selbst als Frau sieht, aber biologisch ein Mann ist, muss in bestimmten Fällen auch die entsprechende Medikation eines biologischen Mannes erhalten.

    Mir ist bewusst, dass es in der Biologie Zwischenformen geben kann. Diese sind aber biologisch gesehen (bitte nicht falsch verstehen) nicht "normal". Diesen Personen steht es selbstverständlich frei, sich dem einen oder anderen Geschlecht zuzuordnen (wobei ich persönlich sowieso nie verstanden habe, warum es jemandem so wichtig ist, Mann oder Frau oder nichts davon zu sein - die sexuelle Orientierung und die Persönlichkeit sind schließlich nicht durch die eigene geschlechtliche Zugehörigkeit beschränkt).


    >Alles andere sind soziale Konstruktionen
    Das halte ich für irreführend. Geschlechter können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, das ändert zwar nichts an der Zahl der biologischen Geschlechter (welche auch immer man nimmt), ist aber nicht nur lediglich eine soziale Konstruktion.

    Du hast recht, das war zu einseitig von mir. Unter der sozialen Identität eines Menschen versteht man die Identität, die ihm von anderen in sozialen Interaktionen oder infolge zurückliegender sozialer Interaktionen zugeschrieben wird. Dem gegenüber stehend bzw. diese ergänzende gibt es die personale Identität, unter welcher dann auch das biologische Geschlecht zu fassen wäre (es gibt soziologisch betrachtet noch weitere Zwischenformen von Identitätsebenen, aber das würde hier zu weit führen - und da müsste ich mich auch erst noch mal einlesen :D).

    In sozialen (besonders erstmaligen) Interaktionen entscheidet die Ausprägung von Geschlechtsmerkmalen wesentlich darüber, als welchem Geschlecht zugehörig wir den Interaktionspartner wahrnehmen. Dies kann sich später als Irrtum herausstellen - z.B. bei einem Transvestiten.

    Dennoch definiert sich das Geschlecht im sozialen Raum über Fremd- und Selbstzuschreibung, welche sich immer in einem gewissen Nebel bewegen und auf Konstruktionen angewiesen sind.


    >Sprache wird nicht nur entstellt, sie wird auch verkompliziert,
    Das erste sicher nicht; man kann Sprachen nicht entstellen - Sprachen sind oder sind nicht. Sprache ist eine soziale Konstruktion. Das zweite: halte ich für möglich, ja.

    Naja, also für mich persönlich hat Sprache schon einen ästhetischen Wert. Manche Sprachen hören sich schöner an als andere (das sagt man ja z.B. dem Französischen gerne nach und das könnte man phonetisch wahrscheinlich auch begründen). Auch in einem lyrischen Kontext wählt man doch eher die eine als die andere Formulierung bzw. das eine als das andere Wort. Goethe in Beamtendeutsch wäre bestimmt nicht so der Renner gewesen. Goethe in Gender-Deutsch wäre ebenso der absolute Abturn.


    Wenn man den Dual im Deutschen wieder einführen wollte (von dem es noch Überbleibsel im Bairischen gibt), wäre der Aufschrei vermutlich ähnlich groß. Es gibt nur Singular und Plural, alles andere ist ein soziales Konstrukt; Dual macht die Spracher nur komplizierter und entstellt sie.

    Das klingt ja mal interessant, das muss ich mal nachschlagen. :)


    Anredeformen, auch auf Formularen, waren zum Beispiel Herr, Frau und Fräulein, ebenfalls eine soziale Konstruktion, die sich aber dennoch auf Aspekte der Sprache auswirkt.

    Herr --> biologisches Geschlecht: männlich; Frau --> biologisches Geschlecht: weiblich; Fräulein --> biologisches Geschlecht: weiblich, nicht verheiratet.

    Was der Sinn der Kennzeichnung als unverheiratet ist, darüber kann ich nur spekulieren. Evtl. ist es in bestimmten Kontexten sinnvoll (etwa im Gericht im Hinblick auf die Offenlegung, ob jemand aussagepflichtig ist oder nicht), oder sei es nur, dass man einer Frau den Hof machen kann, ohne gleich von ihrem Gatten erschossen zu werden - da gibt es ja auch bei Trachten Erkennungszeichen (z.B. im Schwarzwald).


    Sprache wandelt sich seit es Sprache gibt, zum Glück, ebenso wie sich auch unsere Gesellschaft wandelt.

    Es besteht aber ein Unterschied dazwischen, ob sich Sprache aus der Breite der Bevölkerung heraus wandelt, oder ob ein kleiner Teil der Bevölkerung versucht, dem Rest diesen Wandel aufzudrängen.

    Man wollte auch mal die Bezeichnung "Antifaschistischer Schutzwall" als Bezeichnung für "die Mauer" in der DDR durchdrücken - funktioniert hat es nicht.

    Gerade Lehrkräfte (in einer weitgehend freiheitlichen Gesellschaftsform) sollten nicht versuchen, gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung etwas einfach durchzudrücken.

    Das erschütternde Ergebnis solcher Identitätspolitik kann man der Allensbach-Studie von Juni 2021 entnehmen:

    https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurz…ngsfreiheit.pdf

    Dieser zufolge halten es selbst 65% der Grünen-Anhänger für übertrieben, konsequent Gender-Sprache anzuwenden.

    Ganz schön rückständig und diskriminierend, dass immer nur von "Frau und Mann" die Rede ist. Was ist mit Intersexuellen, Non-binären etc.?

    Es gibt in der Biologie nur zwei Geschlechter - findet euch damit ab. Alles andere sind soziale Konstruktionen, die stark geprägt sind von stereotypen Rollenbildern von Mann und Frau (es fragt sich also, wer rückständig ist).

    Ich halte es immer noch für absolut nicht nachvollziehbar, dass staatliche Institutionen gegen den Willen der eindeutigen Mehrheit der Bevölkerung derartige Sprachregeln konsequent umsetzen.

    Sprache wird nicht nur entstellt, sie wird auch verkompliziert, was es auch gerade Zugewanderten noch schwerer macht, mit der ohnehin schon schweren deutschen Sprache umzugehen.

    Frankreich macht das schon richtig.

Werbung