Bei uns in der Umgebung (örtlich wie sozial) kenne ich kaum ein Kind, welches durchgehend eine Klassenlehrerin hat (durchgehend = von Anfang bis Ende eines Schuljahres). Bedingt durch Langzeiterkrankung, Schwangerschaft und Elternzeit sowie Lehrerinnenmangel gibt es in der Regel zahlreiche Klassenleitungswechsel, auch in der 3. Klasse und/ oder 4. Klasse.
Zudem werden die Klassen immer größer und heterogener. Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass eine Primarstufenlehrkraft im Regelbetrieb die richtige Entscheidung trifft, das möchte ich wirklich nicht in Frage stellen, aber in manchen Schlulen - zumindest hier- kann man nicht mehr von Regelbetrieb sprechen ...
Ich versuche es nochmal anders zu erklären ....
Ich habe mal eine Klasse 6 Ende November übernehmen müssen. Ab März standen die Erprobungsstufenkonferenzen an. Ich habe 3 Fächer in der Klasse unterrichtet und war dann auch Klassenleitung.
Niemals, wirklich niemals hätte ich mir angemaßt, eine Schülerin als nicht geeignet einzuordnen. Weder auf der Basis meiner Noten und Beobachtungen, noch auf den Noten der vorherigen Kolleginnen.
Also: solange kein stabiles System gegeben ist, bin ich nach wie vor absolut gegen eine verbindliche Empfehlung (die Empfehlungen in der Erprobungsstufe sind im übrigen auch nicht verbindlich in NRW).