Bei uns sind es im Schnitt 2 Ethik, 2x evangelisch, 1-2x katholisch. Islamische Religionslehre wird bei uns nicht angeboten.
Beiträge von Gymshark
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Wer bei uns nicht am Religionsunterricht teilnimmt/teilnehmen will, der macht praktische Philosophie.
Wir bieten übrigens zur Zeit evangelischen, katholischen und islamischen Religionsunterricht bei uns in der Schule, zusätzlich haben wir regelmäßig Schüler:innen schulübergreifend im syrisch-orthodoxen Unterricht. Diejenigen Schüler:innen, die dort teilnehmen, nehmen bei uns dann auch entweder am Reliunterricht oder an PP teil, bekommen dort aber keine Note.
Ich würde hier einen konfessionsübergreifenden Religionsunterricht bevorzugen, der an den richtigen Stellen auf die Feinheiten dieser einzelnen Konfessionen eingeht. Ist aus meinen Augen sinnvoller als sehr viele kleine Lerngruppen zu haben.
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Ich glaube, ihr verwechselt gerade etwas.
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Nicht falsch verstehen: Ich bin prinzipiell dafür, dass jeder Gymnasiast Latein lernen sollte (und am besten auch Griechisch), aber Latein pauschal als sinnvolleres Fach für sprachlich schwächere SuS zu empfehlen, halte ich für einen Fehlschluss.
Es kommt auf den Einzelfall an, klar. Im aktuellen Systemen müssen halt alle Gymnasiasten zwei Fremdsprachen wählen - eben auch diejenigen, die mit Deutsch und Englisch bereits auf Kriegsfuß stehen.
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chilipaprika: Habt ihr viele schwache Sprachler, die Französisch wählen? Bei uns wählen diejenigen, die schon mit Deutsch und Englisch zu kämpfen haben, in der Regel eher Latein. Bzw. wir versuchen, sie eher in diese Richtung zu beraten, was manche Schüler auch letztlich beherzigen. In manchen Fällen ist das zwar trotzdem der endgültige Sargnagel, einige stellen aber fest, dass ihnen gerade der analytischere Aspekt von Latein durchaus liegt.
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Ich habe es als Schüler selbst immer genau andersherum gemacht. Meine Stärken liefen so nebenher, daher volle Aufmerksamkeit auf meine Schwachstellen. Ob die eine Vorgehensweise besser ist als die Andere, weiß ich nicht...
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chilipaprika : Ist das wirklich so, dass der schlechte Ruf von Französisch auch daher kommt, dass es ein Hauptfach ist? Das ist wohl NRW-spezifisch, weil in anderen Bundesländern auch in Nebenfächern Klausuren geschrieben werden. Zudem hätte ich gesagt, dass Hauptfächer vor allem von schwachen Schülern etwas ernster genommen werden.
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chilipaprika : Am Ende läuft fast jede Kritik am Leistungsniveau der Schüler, unabhängig vom Unterrichtsfach, meiner Meinung auf eine zu gute Notengebung und zu viel Augenzudrücken hinaus. Ich kann es verstehen, dass man nicht der Buhmann für die Schüler sein möchte, auch weil manche Schüler nicht selbstkritisch genug sind, um ihre eigenen Defizite zu erkennen und es "nur an Herrn oder Frau soundso liegt, dass ich jetzt sitzen bleibe". Dennoch ist halt keinem geholfen, wenn man einem Zehntklässler die 4 gibt, wenn er gerade so in der Lage ist, ein Croissant zu bestellen. Das ist Siebtklassstoff - in der 10 muss mehr kommen. Gerade in der Einführungsphase sind die Leistungen bei einigen Schülern so schwach... Manche denken sich halt auch "In den nächsten zwei Schuljahren gebe ich Gas. Jetzt zählt es ja noch nicht." oder "Französisch wähle ich ja eh ab.". Trotzdessen wird zu oft die Gnadenvier gegeben und die schwachen Schüler schlängeln sich irgendwie durch, obwohl das nicht Sinn des Schulsystems ist und uns langfristig, wenn es um den Übergang in das Berufsleben/den berufsbildenden Bereich geht, noch eher gesamtgesellschaftlich schadet, da Schüler und potentielle Arbeitgeber schlichtweg von falschen Tatsachen ausgehen.
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Ich fände ebenfalls Französisch/Latein/Spanisch als 1. und Englisch als 2. Fremdsprache aus den genannten Gründen sinnvoll. Ist halt dann die Frage, wie man das in den Schulformen macht, in denen es nur eine 1. Fremdsprache gibt (und die Schüler oft auch damit noch genug zu kämpfen haben)...
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Du hast den Aspekt angesprochen, ich würde gerne wissen, was du damit genau meinst. Welche Relevanz das für den Thread hat solltest du doch wissen, nachdem du das Thema angeschnitten hattest..
Ich hätte diesen Aspekt auch weglassen können, da für die Kernaussage unerheblich. Es war eine Nebenaussage, in Klammern gesetzt.
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Inwiefern ist deine Nachfrage für den Threadverlauf von Relevanz? Es ging um die Sinnhaftigkeit von Religionsunterricht und nicht den Anteil an rechtlichen Themen über alle Unterrichtsfächer hinweg.
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Vielleicht eine Bundeslandfrage, vielleicht aber auch zu wenig Fachkenntnis deinerseits , um das beurteilen zu können. Was sagen denn deine KuK in GK/Wirtschaft zu deiner Einschätzung? Teilen Sie diese und wenn ja, mit welcher Begründung?
Müsste ich mal bei Gelegenheit in Erfahrung bringen. Das, was ich bislang mitbekam, ist, dass der Unterricht sehr auf sozialwissenschaftliche, politische und volkswirtschaftliche Themen ausgelegt ist.
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CDL: Christliche Grundbildung = grobe Kenntnis über Kirche als Gebäude, Kirche als Institution (+ Papst, ggf. auch CDU/CSU), Bibel als heilige Schrift, Leben Jesus, Gottesbild und wichtige christliche Symbole (z.B. Kreuz), 10 Gebote, grober Hintergrund wichtigste christliche Feiertage.
Ich finde, das ist Allgemeinwissen, das jeder Deutsche und jeder dauerhaft in Deutschland lebende Migrant (m/w/d) haben sollte, unabhängig davon, ob er selbst Mitglied des Christentums, Mitglied einer anderen Glaubensrichtung ist oder atheistisch lebt.
Das Ziel ist keine detaillierte Bibelexegese oder ähnliches, sondern gesellschaftlich-kulturelles Grundwissen, wie es auch Wissen über das deutsche politische System, die wichtigsten Ereignisse der deutschen Geschichte ab dem 20. Jhd., sicheres Beherrschen der deutschen Rechtschreibung und Grammatik, sowie Grundpfeiler des deutschen Rechts (leider im allgemeinbildenden Sekundarstufenbereich stark unterrepräsentiert!) und des deutschen Wirtschaftssystems sind.
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Gymshark NRW, demnächst 3 * 20 Minuten Lesen, aber nicht mit "On-Top"-Stunden.
Wenn dann 3 * 45 Stunden in 3 und 4 Wegfallen, hat man dafür dann mehr als genug Zeit.
In NRW wird Englisch in der Grundschule dreistündig unterrichtet? Ich kenne es nur zweistündig. Das ist dann natürlich noch einmal ein anderer zeitlicher Rahmen.
Was aber wiederum bedeutet, dass man in 2 Schuljahren mit drei Unterrichtsstunden pro Woche theoretisch in der Lage wäre, bereits ein respektables Sprachniveau aufzupassen. Es kommt aber natürlich darauf an, wie diese Zeit genau genutzt wird.
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Die Grundlagen des Lesens werden doch in Klasse 1 und 2 gelegt. Klar wird auch darüber hinaus bis weit in die Sek I die Lesekompetenz erweitert, aber inwieweit würde hier der Entfall eines Nebenfaches in Klasse 3 und 4 den großen Unterschied liefern?
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Ich habe mich auch noch nicht mit der Herstellung von Horkruxen beschäftigt.
Kein Harry Potter-Fan?
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An die Ethikbefürworter: Was erwartet ihr von einem Ethikunterricht? Geht es euch hier vor allem um den Erwerb bestimmter fachlicher Kenntnisse oder eher soziale Kompetenzen? Würdet ihr dann die christliche Grundbildung in den Ethikunterricht miteinbinden oder über alle geisteswissenschaftlichen Fächer verteilen?
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Ich verstand das Argument, das ja durchaus ein paar Mal kam, aus der inhaltlichen Sicht. Liegt wohl daran, dass ich FDP und AfD eher als Inhalte des Politikunterrichts statt als politische Institutionen wahrnahm. Die Parteien selbst sollten keine Curricula im Alleingang verabschieden, analog dann natürlich auch keine Sportvereine oder Religionsverbände. Deren Meinung sollte jedoch in einem Fachgremium, bestehend aus gewählten Bildungspolitikern, Fachdidaktikern und Fachwissenschaftlern, berücksichtigt werden.
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Würdest du das auch so sehen, wenn es an der Schule parallel zum Angebot eines neutralen Politikunterrichts auch noch ein Angebot für Politikunterricht beeinflusst durch die FDP gäbe? Oder durch die AfD?
Da ist doch jede Diskussion überflüssig, weil ja niemand daran teilnehmen MÜSSTE, er könnte ja auch in den neutralen Politikunterricht gehen.
Guter Ansatz, aber nicht ganz zu Ende gedacht. Im Deutschunterricht liegt der Schwerpunkt auf Literatur, die aus Deutschland stammt, sowie in Deutschland gängige Grammatik und Rechtschreibung. Wird auch mal die schweizer Heidi gelesen? Natürlich, aber eben nicht schwerpunktmäßig. Analog verhält es sich mit der deutschen Politik im Politikunterricht und der deutschen Geschichte im Geschichtsunterricht. Auch hier gibt es Vergleiche, gerade wenn große Ereignisse im Ausland anstehen, aber doch liegt der Schwerpunkt auf der deutschen Politik und der deutschen Geschichte. Das Christentum ist die dominante Religion in Deutschland. Es macht Sinn, folglich das Christentum zum Schwerpunkt des Religionsunterrichts zu machen und an den richtigen Stellen Exkurse zu ethischen und andersgläubigen Fragestellungen aufzuzeigen. Zauberwald hat bereits beschrieben, dass Islam und Judentum in der Grundschule große Unterrichtseinheiten im Religionsunterricht darstellen - und das ist auch richtig so.
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Der Punkt wurde jetzt aber auch von O. Meier mehrfach angesprochen. Religion, Politik, Literatur sind per se keine Wissenschaften. Der wissenschaftliche Diskurs über diese Inhalte macht die zu Wissenschaften.
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