Beiträge von Gymshark

    Dann fändest du OK? Und der Zeitraum, in dem der Verein existiert hat, ist das einzige Kriterum? Um welche Inhalte es geht, wäre egal?

    Es geht um gesellschaftliche Relevanz. Wäre Astrologie das bestimmende Thema unserer Kultur, fände ich es legitim, die Disziplin zu unterrichten. Da das nicht gegeben ist (Gibt es überhaupt eine Ausbildung oder Studium in dem Bereich?), stellt sich die Frage für mich nicht. Und das sagt jemand, der sich nicht die Karten legen lässt, Sternenbilder deutet oder mehr in Horoskope interpretiert als "Ah, gut zu wissen, dann lese ich mal die nächste Seite!".

    Es gibt keine sportlichen Feiertage, der FC Bayern München hat begrenzten Einfluss auf Architektur, Kunst und Gesetzgebung und generell gibt es keine jahrtausende alten Traditionen, die auf den FC zurückgehen, oder? Wenn der FC in 500 Jahren noch gesellschaftlich relevant sein sollte, können unsere Nachfahren ja diskutieren, ob der Fußball ein eigenes Fach bekommt, dessen Lehrplan vom jeweiligen Bundesligameister abgesegnet wird.

    Das ist der Punkt: es ist eine "normale" Schule, vollständig vom Staat bezahlt, aber die Konfessionszugehörigkeit spielt eine Rolle bei der Einstellung von Lehrkräften (!!) oder Aufnahme von Schüler*innen (!!!).

    Da bin ich mir im Falle der marxloher Schule unsicher. Laut der Übersicht des Teams gibt es Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter mit Namen aus dem arabischen Sprachraum. Es wird zudem türkischer herkunftssprachlicher Unterricht erteilt. Es gibt zudem einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit türkisch-arabischem Migrationshintergrund im Einzugsgebiet. Zumindest bei dieser Schule scheint es keinen Ausschluss von andersgläubigem/n Lehrpersonal oder Schülern zugeben. An der Schule wird regulär katholischer Religionsunterricht erteilt. Hier wäre noch interessant zu wissen, ob die nicht-christlichen Schüler hieran auch teilnehmen, was an einer katholischen Grundschule nicht allzu verwunderlich wäre.

    In Duisburg-Marxloh, einem Stadtteil, wo bekanntlich christliche Schüler eher eine Minderheit darstellen (wobei sich das durch den Zuzug von Kindern aus Bulgarien und Rumänien in den letzten Jahren noch einmal geändert haben könnte.), gibt es eine eine Städtisch-katholische Grundschule. Außer, dass die Schule mit dem katholischen Bildungswerk Duisburg kooperiert, konnte ich jetzt keine großen Unterschiede auf der Homempage zu anderen Grundschulen ohne den christlichen Bezug im Namen erkennen.

    Wenn man diesen Glauben braucht um sich gut zu fühlen, super. alles weitere ist halt Unsinn

    Das Ärgerliche an der Unterhaltung hier ist, dass es noch keinem der Kritiker hier gelungen ist, einfach einen Satz wie den ersten im Zitat zu schreiben, ohne dass einer wie der zweite sich anschließt. Besteht wirklich bei euch das Bedürfnis, so eine Verachtung gegenüber Glauben zu zeigen? Zeigt ihr das derart offen auch gegenüber euren (gläubigen) Schülern?

    Die Idee "Handy: private Kontakte, Festnetz: förmliche Kontakte" ist an sich schon sinnvoll. Im Kontext der zuvor genannten Aspekte wird das dann vermutlich auf Zweit- bzw. Dritthandy hinauslaufen, die jeweils verschiedene Funktionen erfüllen. Zumindest solange sich nichts Grundlegendes ändert (Preise, gesellschaftliche Einstellung gegenüber Mobiltelefonen, rechtliche Rahmenbedingungen, etc.).

    Maylin85 : Das modulare Lernen geht halt eher in Richtung Individulisierung und setzt natürlich automatisch seinen Schwerpunkt auf dem fachlichen Lernen. Dabei haben ganz viele Jugendliche große Probleme beim sozialen Lernen, brauchen eher mehr Gemeinschaft - was sich vermutlich eher schwierig mit modularem Lernen vereinbaren lässt, da hier die Bezugspersonen nach jedem abgeschlossenen Modul andere sind, oder?

    Das alles scheint mir schwer aufzuhalten,

    Ich glaube nicht einmal, dass es viele Befürworter gibt. Die Befürworter könnten sogar in der starken Minderheit sein. Es macht halt keiner etwas dagegen, weil jeder denkt "lässt sich eh nicht ändern". Sogar die Superreichen warnen jetzt vor den Folgen von KI. Das weiß eigentlich auch jeder, aber der politische Wille zur Begrenzung des Einsatzes ist derzeit noch nicht vorhanden.

    Migration ist nie konstant, sonst gäbe es diese zeitweisen Schübe nicht. Hier spielen auch politische Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Gesamtsituation und internationales Ansehen eines Landes eine Rolle. Das kann sich nach jeder Wahl ändern und ist somit alles Andere, nur nicht in Stein gemeißelt. Man kann auch nicht sagen, dass durch Migration die Geburtenrate zwangsläufig steigt - das sind zwei für sich unabhängige Themen.

    Die Geburtenrate steigt doch bereits. Was willst du mir noch mehr Menschen in Deutschland?

    Ja und nein. Sie liegt derzeit bei 1,58 in Deutschland - damit ein halber Mensch zu wenig. Denke dir mal die Migration weg, dann hättest du eine Reduktion von Generation zu Generation, also nicht mehr, sondern weniger Menschen.

    Die meisten jungen Frauen zwischen 25 und 30 in meinem Umfeld sind tatsächlich in einer festen Beziehung, wären also durchaus in einer Situation, in der es ihnen möglich wäre, mit der Familienplanung anzufangen. Ich vermute, dass in den meisten Fällen die Priorität erst einmal ist, die Zweisamkeit zu genießen, ehe man den nächsten Schritt geht. Womöglich wartet man auch noch auf "den perfekten Zeitpunkt", wann auch immer der ist.

    Im Religionsunterricht geht es ja nicht darum, zu sagen "Entweder ihr glaubt jetzt alle an Leben nach dem Tod oder ihr bekommt alle eine 6!". Von den Religionslehrern hier im Forum (Die meisten scheinen da aus dem Primarbereich zu kommen.) wird das keiner so machen. Mag sein, dass es vereinzelt Kollegen gibt, die das Fach dogmatisch betrachten, aber das kann nicht zur Konsequenz haben, die Sinnhaftigkeit des Faches infrage zu stellen.

    Es kann nicht 100% wissenschaftlich geprüft werden, ob es Gott gibt oder nicht. Das ist vielleicht der Unterschied zu einer "harten" und eindeutigen Naturwissenschaft wie Chemie. Das ist allerdings auch bei den Kerninhalten von Werte und Normen so - und das Fach stellt hier wohl keiner infrage.

    Die meisten Leute schaffen es, mit diesem Thema sensibel umzugehen. Es gibt immer auch Ausnahmefälle, bei denen "übergriffig" reagiert wird und Grenzen nicht akzeptiert werden. Je nachdem, in welchem Verhältnis ich zu diesen Personen stehe, würde ich entweder auf Distanz zu diesen Personen gehen oder zumindest mich nur auf unverfängliche Gesprächsthemen einlassen.

    Gedacht wird sowas eh, also das Thema ist in der Regel so oder so bereits vorhanden. Darüber sprechen kann aber auch helfen, Fehlvorstellungen in den Köpfen der Mitmenschen zu korrigieren. Trotzdem sollten persönliche Tabus respektiert werden und am Ende muss sich natürlich keiner auf den Präsentierteller begeben.

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