Stichwort "kleine Leute": Es war bereits bei Friday for Future so, und setzt sich auch bei den Klimaklebern fort, dass vor allem junge Frauen aus gutem Hause, sei es eine Greta Thunberg oder eine Luisa Neubauer, die treibenden Kräfte sind. Mag sein, dass sie ihre Aktionen als gerechtfertigt empfinden angesichts der drohenden Probleme. Bei Leuten, die aus einfachen Verhältnissen kommen und einfach schauen, dass sie mit ihren 1,5 Gehältern sich und die 2 Kinder, vielleicht noch irgendwelche Schwiegereltern im Hintergrund, durch den Tag kriegen, kommt dabei einfach an: "Diesen Schnöselkindern ist mal wieder langweilig, also gehen sie uns normalen Leuten mal wieder auf die Nerven.". Die Aktivisten führen ja ihre Aktionen durch, um einerseits Aufmerksamkeit für die Sache zu generieren und andererseits Leute zu motivieren, sich ihnen anzuschließen. Das klappt mit der momentan gewählten Methode jedoch nicht wirklich. Der Witz ist, dass die Klimakleber ja ihren Protest vor allem Richtung Politik, gegen "die da oben" senden, während die Kleber sich durch ihre Handlungen ebenfalls zu einer Art "die da oben" machen. Das ist ihnen in ihrer Bubble vielleicht gar nicht mal so bewusst, aber nicht jeder hat Akademikereltern, wohnt im Speckgürtel im Einfamilienhaus und hat als einzige Sorge im Leben, wie die Klimaerwärmung um ein halbes Grad reduziert werden kann. Das heißt nicht, dass das Thema den Menschen im Brennpunkt oder auf dem Dorf egal ist, aber sie haben einfach noch 1.000 andere Probleme - und da wäre es bereits ein Fortschritt, dass eine Frau Neubauer realisiert, wie privilegiert sie ist und dass sie nicht erwarten kann, dass jeder so viel Arbeit und Mühe hierfür aufwenden kann wie sie.
Beiträge von Gymshark
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Was würdest du dir in solchen Fällen für die Zukunft wünschen? Da weder Täter noch Opfer den allermeisten Usern hier persönlich bekannt sein dürften, würde es entweder auf eine reine Beileidsbekundung hinauslaufen, oder - und da habe ich das Gefühl, dass dir das misfällt - die Diskussion um politisch-gesellschaftliche Motive, die eine Rolle bei der Tatbegehung gespielt haben könnten.
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OT: Wie kann es eigentlich sein, dass scheinbar unser gesamtes Land kaputtgespart ist, obwohl wir eins der reichsten Länder der Welt sind und die höchsten Steuern bezahlen ... Wo geht das alles hin?
Ein Großteil geht für Sozialausgaben drauf. Mit Abstand folgen an Stelle zwei Gesundheitsausgaben, gefolgt von Finanzen (Quelle).
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Diese ganzen Amokläufe in den USA werden doch alle oder fast alle von weißen Jugendlichen verübt...
Und vor allem junge Männer. Frauen sind unter den Tätern doch sehr stark unterrepräsentiert.
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Der Sohn von (deutschen - ohne Migrationshintergrund) Bekannten meines Lebensgefährten heißt auch Sinan. Weil die Eltern den Namen so schön fanden. Und nu'?!
Es gibt sehr wenige deutsche bzw. westeuropäische Menschen mit Namen aus dem türkisch-arabischen Sprachraum. Im Gegenzug haben fast alle hier wohnhaften Menschen mit türkisch-arabischem Migrationshintergrund einen Vornamen aus diesem Sprachraum. Bei Kindern mit einem deutschen und einem arabischen Elternteil überwiegen zwar meiner Erfahrung nach auch die Namen aus dem türkisch-arabischem Sprachraum, aber mit mehr Ausnahmen bzw. besteht gelegentlich der Wunsch auf Repräsentation beider kultureller Hintergründe in Form von Doppelnamen (z.B. erster Name arabisch-muslimisch, zweiter Name westlich-christlich --- Der Fußballspieler Sinan Kurt mit deutscher Mutter und türkischem Vater heißt mit Zweitnamen Georg.). Grundsätzlich ist bei den Eltern bei der Namenswahl des Nachwuchses viel Freiraum geboten - von ganz abstrusen Auswüchsen mal abgesehen.
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Ich bin da ganz bei dir, aber dann hätte es vermutlich gereicht, zu sagen, dass der Täter soundso heißt und ein arabischer Migrationshintergrund besteht, der tatrelevant sein könnte. Die deutsche Übersetzung des Namens hingegen ist jetzt eher weniger relevant, da, wie schon zuvor erwähnt, die Eltern für die Namensgebung zuständig sind und eher nicht davon ausgegangen werden kann, dass eine Verbindung zwischen Namensbedeutung und Tat besteht.
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Naja, man kann durchaus zur Diskussion anregen, inwieweit der Migrationshintergrund ein relevantes Kriterium im Rahmen der Tat darstellt oder auch nicht. Was die Namensbedeutung wiederum angeht, so muss man den jungen Herrn B. in Schutz nehmen, da er im Gegensatz zu seinen Eltern zum Zeitpunkt seiner Namensgebung sicher ganz andere Probleme hatte.
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Als IT-Lehrer am BK habe ich das Glück, überwiegend vernünftige Schüler zu haben. Unabhängig ob mit oder ohne Migrationshintergrund und habe die Gefahr bei mir noch nicht gesehen.
Ich glaube, dass man auch nach außen hin vernünftigen Schülern nicht in den Kopf schauen kann. Es gibt leider immer wieder Individuen (In der Regel eher Männer, da hätten die Hauswirtschaftskollegen bei euch womöglich noch einmal ein geringes Risiko als ihr in der IT.), die nach außen hin vermeintlich normal wirken und innerlich doch Gewaltvorstellungen haben, die sie nur bis zu einem bestimmten Punkt im Zaum halten können. Ich gebe zu, dass insbesondere Menschen, die mit Menschen in schwierigen Lebenslagen zusammen arbeiten, ein stärkeres Risiko laufen, Opfer eines solchen Attentats zu werden, aber theoretisch könnte auch ein Abiturient durchdrehen, wenn er "nur" wegen dem/der "bösen" Herr/Frau Soundso nicht den gewünschten Studiengang studieren kann... oder der Workaholic, der 30 Jahre lang seinen Hintern für die Arbeit aufriss und trotzdem gekündigt/nicht befördert wird... oder der Mann, der von seinem Partner (m/w/d) verlassen hat und diesen Verlust nicht verkraftet.
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Unendlich traurig! Ich wünsche allen Angehörigen viel Kraft für die nächste Zeit und dass der Täter eine angemessene Strafe erhält.
Wir als Menschen müssen lernen, mit Niederschlägen im Leben zurechtzukommen. Einem Großteil der Bevölkerung gelingt dies früher oder später. Ein kleiner Teil der Bevölkerung kompensiert Frust mit Gewalt gegen sich selbst, ein anderer Teil mit Gewalt gegen Andere. Als Lehrer treffen wir viele schöne Entscheidungen. Wir müssen aber auch Schülern die Arbeit mit der Note 5 zurückgeben, ihnen die Versetzung verwehren. Womöglich kriegen sie "wegen uns" (auch wenn es eigentlich an ihren Leistungen liegt) aufgrund schlechter Noten zuhause Ärger, müssen die Schulform wechseln, können nicht die Wunschausbildung beginnen. Das führt zu Frust und Wut. Je nach Schulform ist Konfliktbewältigung mal mehr, mal weniger Teil des Lehrplans.
Fälle wie diesen hier lassen sich nicht gänzlich reduzieren. Wir müssen leider als Gesellschaft damit leben, dass ein ganz kleiner Teil unserer Mitmenschen dieses Gewaltpotential hat und irgendwann durchdreht. Dadurch, dass wir in der Schule mit so vielen Menschen zu tun haben, ist die Wahrscheinlichleit größer, dass eine etwaige Tat in der Schule passiert. Theoretisch könnte fast jeder private und öffentliche Raum potentieller Tatort werden - und vermutlich war es in der Vergangenheit bereits so.
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Das mit dem Kindergeld wurde erst ab diesem Jahr geändert. Vorher war der Sprung zum 3. Kind größer, da hat qchn schon Recht.
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Ich denke, bei solchen Diskussionen läuft es immer auf eine Abwägung, ob man eher auf Einwanderung oder eher auf Erhöhung der Geburtenrate setzen sollte, um demographische Probleme zu lösen, hinaus.
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Dann dürfte in Zukunft zumindest in Düsseldorf kein Lehrer (m/w/d) mehr darüber meckern, dass er gerne Kinder hätte, am liebsten 3, sich diese aber nicht leisten kann.
Ach ja, wenn wir gerade schon bei Geldprämien für's Kinderkriegen sind: Für das siebte Kind gibt es einmalig 500€ vom Staat. Bei Mehrlingsgeburten ab der Zahl 3 in NRW sogar 1.000€.
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Vorab: Ich habe die Regelung so nicht gemacht. Wenn ich aber der irgendwie dieser Regelung eine Sinnhaftigkeit entnommen sollte, dann vermutlich, dass finanzielle Gründe häufig über die Anzahl der Kinder einer Familie entscheiden und wenn dieses Hindernis entfällt, fühlt sich möglicherweise eine Familie mit zwei Kindern eher bereit, noch ein drittes zu bekommen.
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Wie stehen denn die Chancen mit Gym Mathe ans BK zu kommen, wenn das Zweitfach an einem solchen nicht existent ist? Man wird also quasi immer nur ein Fach unterrichten.
Daher ja die Frage, inwieweit man mit Biologie auch in den beruflichen Fächern (medizinisch-pflegerische, naturwissenschaftliche, landwirtschaftliche Lehrgänge) eingesetzt werden darf.
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Sehr spannende Einblicke, auch durch die verlinkten Schülerbeispiele. Es ist halt eine ganz andere Welt als Mathematikunterricht am Gymnasium, auch weil man natürlich viel näher an den vorhandenen Fähigkeiten der Schüler orientiert arbeitet und nicht pauschal nach 4 Wochen sagt "So, die binomischen Formeln sind abgehakt, jetzt machen wir Strahlensätze.".
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Naja, Geometrie in der Förderschule geistige Entwicklung und Gymnasium 5. Klasse sind noch einmal zwei paar Schuhe
. Ist hier jemand, der schon einmal im Bereich geistige Entwicklung unterrichtet hat? Ich könnte jetzt aus irgendwelchen Bildungsstandards Zitate herauskopieren, aber vlt. kann da jemand aus tatsächlicher Erfahrung heraus berichten. Ich schätze mal, dass es bei Geometrie vor allem darum geht, Flächen und Körper im Alltag zu entdecken und unterscheiden, benennen, zeichnen und legen/bauen zu können. -
Es ging ja die ganze Zeit darum, inwieweit das Problem die Schüler oder eher der Unterricht sind. Ich hatte das Gefühl, es ging sehr oft darum, inwieweit die Schüler eine "Zumutung" seien und wollte daher mal die Perspektive auf den Unterricht selbst lenken.
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Sicher wäre ein Gymnasialkollege irgendwie in der Lage, statt sagen wir mal linearen Gleichungssystemen und Satz des Pythagoras, Grundrechenarten und Elementargeometrie zu unterrichten! Die Betonung liegt auf "irgendwie", denn, wenn man womöglich jahrelang ein ganz anderes Anforderungsniveau gewohnt ist, ist es extrem schwer, den Unterrichtsstoff so aufzubereiten, dass Schüler mit großen kognitiven Defiziten ihn verstehen können. Bei Schülern mit Förderbedarf geistige Entwicklung muss man ja wirklich viel Energie in ganzheitliches Lernen investieren, dass überhaupt ein Lernerfolg zu verzeichnen ist. Es würde am Anfang viel über "trial and error" hinauslaufen und das wäre nicht gerade im Sinne der Kids, die auch an der Förderschule geistige Entwicklung das Recht auf guten Unterricht haben.
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Ich würde an deiner Stelle vorab abklären, ob Biologie als allgemeinbildendes Fach wirklich ausreicht, um in beruflichen Lernfeldern (sei es für angehende Laboranten oder im medizinisch-pflegerischen Bereich) lehren zu dürfen!
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Was mich allerdings jetzt schockiert hat, ist die Höhe dieser Prämie, die anhand des Wohnortes bestimmt wird. Als ob (evtl ungewollt) Kinderlose nicht auch deutlich mehr Miete zahlen, wenn sie in teuren Gegenden arbeiten und wohnen müssen.
Hierbei spielt u.U. auch die Wohnungsgröße eine Rolle. Lehrer mit Familie benötigen tendenziell eher Drei- oder Vierzimmerwohnungen, die entsprechend teurer sind als Ein- oder Zweizimmerwohnungen. Natürlich können aber auch Kinderlose (bzw. Lehrer, deren Kinder schon auszogen) mehr Zimmer haben, z.B. als Freizeitzimmer, o.ä.
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