Antimon hat ja schon mehrfach erwähnt, dass die Abiturientenquote in der Schweiz niedriger ist als in Deutschland. Würde man den Anspruch u.a. im Fach Mathematik ein Stück hochschrauben, würde sicherlich der Anteil an Abiturienten am Gesamtanteil sinken, aber man könnte eher sagen, dass diejenigen, die tatsächlich das Abitur bestehen, auch wirklich über Hochschulreife verfügen und das nicht nur auf Papier so steht.
Ich sehe die vielen Anwendungsaufgaben auch kritisch. Oft sind sie so kompliziert sprachlich formuliert, dass der mathematische Bezug in den Hintergrund gerät. Anwendungsbezug ist nicht unwichtig, gerade beim Umgang mit Größen sogar essentiell, aber es ist wichtig, dass zuerst die mathematische Theorie komplett verstanden wird und dann kann man über Anwendungsbezüge nachdenken. Der schönste Anwendungsbezug bringt aber am Ende nichts, wenn es am Dreisatz scheitert.