China schließt doch auch immer sehr erfolgreich in Bildungsstudien ab und da kann mir keiner weismachen, dass die Chinesen besonders inklusiv sind. Da müssen andere Faktoren eine Rolle spielen, z.B. sowas wie Leistungsdruck/Erwartungshaltung der Elternhäuser.
Davon mal abgesehen, heißt es nicht, dass andere Länder etwas zwangsläufig besser machen, nur weil sie es anders machen. Man könnte das Ganze mal positiv formulieren: Während andere Länder behinderte Kinder einfach "nur" mitlaufen lassen, gibt (gab?) sich Deutschland extra die Mühe, sich zwecks individueller Förderung eigene Schulen, in denen Kinder mit besonderem Förderbedarf gezielt in Bezug auf ihre kognitiven, körperlichen und/oder psychischen Bedürfnisse beschult werden, mit eigens hierfür ausgebildeten Lehrern, niedrigerem Klassenteiler, zusätzlichem Personal (~ geistige Entwicklung, körperlich-motorische Entwicklung) und finanziellen Ressourcen, zu leisten.
Analog das Ausbildungssystem, das es in dem Ausmaß in anderen Ländern so auch nicht gibt. Nur weil in anderen Ländern mehr Leute studieren, spricht das ja nicht gegen unser Bildungssystem, in dem anteilig mehr Leute sich für eine (qualitativ hochwertige) Ausbildung entscheiden.