Der entscheidende Vorteil ist natürlich, dass Blockflöten recht günstig und handlich sind. So kann jeder Schüler (m/w/d) wie es in vielen Curricula gefordert ist, ein Instrument spielen, was bei großen und teuren Instrumenten wie Klavier eher schwierig ist. Ich bin mir auch unsicher, inwieweit über längere Zeit eine qualitative Steigerung der technischen Fertigkeiten bei sowas wie Orff-Instrumenten möglich ist, auch wenn diese für den Anfangsunterricht sicher super sind, um in die musikalische Praxis (vor allem, wenn man nicht aus einem musikalischen Haushalt kommt) reinzukommen.
Wenn ich an meine eigene Schulzeit denke, kenne ich kein Solosingen. Wenn wir sangen, dann eher gemeinsam irgendwelche Volkslieder. Wenn ich in die Curricula schaue, erkenne ich durchaus einiges an Stimmtraining und Singtechniken. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Singen in der Klasse für viele junge Leute (gerade Richtung Pubertät) eine Überwindung darstellt. Vielleicht helfen hier Synergien aus dem Fremdunterricht, bei dem gerade in den ersten zwei Lehrjahren möglichst viel gesprochen werden soll, um Schüler (m/w/d) an das Singen als prozessorientierte Kompetenz zu gewöhnen und dabei Hemmungen abzubauen.