Ich habe in meiner Zeit vor der Schule auch mal erheblich zu lang [...]
Wenn das "auch mal" passiert, sagt ja auch keiner etwas. In der Summe verrechnet sich das eh. Anders sieht es aus, wenn man regelmäßig deutlich länger benötigt, ich nehme da mal das Beispiel mit States Kollegin, die an einer einzelnen Klausur 6 Stunden herumdoktert. Wenn sie im Fall einer Zeiterfassung die Überstunden ausbezahlt haben möchte, wird sie sehr schnell mit der Frage konfrontiert werden, wie diese Überstunden zustande kommen und ob ihre aktuelle Arbeitsweise ökonomisch sinnvoll ist.
Und selbst wenn sie keine Überstunden geltend machen möchte, hätten wir einen ähnlichen Fall wie die Kollegen (m/w/d), die mit privaten Mitteln Lehrmittel finanzieren. Mag sein, dass es ihr größtes Hobby ist, bei Korrekturen stets Herzchen als i-Punkte zu bemalen und am Ende noch ein mehrseitiges, wertschätzendes und individuell auf die jeweiligen Schülerbedürfnisse abgestimmtes Feedback zu erstellen. Das Problem entsteht dann, wenn hieraus sich die Erwartungshaltung ableitet, dass andere Kollegen (m/w/d) dies auch zu machen haben. Und aus den Diskussionen, die dann entstehen, wenn man sich diesem Trend nicht anschließt, kommt man oft nur schwer wieder raus.