Beiträge von Gymshark

    Magellan : Bei allem Respekt für Kassierer oder Reinigungskräfte, aber das sind Tätigkeiten, die jemand mit Lehramtshintergrund im Rahmen beruflicher Neuorientierung in den seltensten Fällen anstrebt.

    Kranken- und Altenpflege hingegen sind in den letzten Jahren beliebte Einsatzbereiche für Menschen, die sich beruflich neuorientieren wollen, und inzwischen verdient man hier auch ziemlich gut. Mit Spezialisierung und Schichtzuschlägen durchaus vergleichbar mit der Besoldung im Lehramt.

    DennisMueller : Deutschland ist am Ende doch sehr abschlussfixiert, als Quereinsteiger hat man es meist schwer, bei potentiellen Arbeitgebern zu punkten und oft entscheiden sie sich dann doch eher für den Kandidaten, der im gewünschten Bereich einen Abschluss oder schon Berufserfahrung gesammelt hat. 42 ist ja in der heutigen Zeit nicht mehr kurz vor Greis - könntest du dir noch einmal eine Ausbildung vorstellen? Wenn du nicht mehr mit Jugendlichen arbeiten möchtest, könnte eine Stelle Richtung Labor ja etwas sein - PhyTA oder so.

    Nihilist spricht denke ich von der Art von Eltern, die ihre Kinder regelrecht mit Konsumgütern zuballern - als (vermeintliches) Zeichen ihrer elterlichen Liebe oder weil sie befürchten, dass ihr Kind sonst etwas (im Vergleich zu Gleichaltrigen) verpassen würde.

    So wie du, Anna Lisa, es beschreibst, klingt das völlig normal und alles andere als verschwenderisch.

    Wenn der Dienstherr wie aktuell die Besoldung gestaltet, dass der Beruf vor allem für Menschen mit vielen Kindern oder Kinderwünschen attraktiv ist, schadet er sich am Ende selbst.

    Muss immer dieser negative Unterton gegenüber kinderreichen Familien sein? Gerade wir sollten eher froh sein, dass sie sich der demographischen Entwicklung entgegensetzen und uns ermöglichen, unseren Job auch in Zukunft weiterhin ausüben zu dürfen.

    chilipaprika : Ich kenne auch Frauen, die bewusst in Teilzeit bleiben, obwohl die Kinder nicht mehr klein sind - auch aus den von dir genannten Gründen (auch mal Zeit für sich haben o.ä.).

    Bei einer guten Freundin (öffentlicher Dienst, angestellt) sind die Kinder jetzt aus dem Haus und sie entschied sich, Stunden zu reduzieren, weil ihr der berufliche Stress neben ihren Hobbys/Ehrenämtern auf Dauer zu viel wurde.

    Frauen heiraten generell eher nach oben als nach unten. Männern ist das relativ egal.
    Gibt es soziologische Forschung zu.

    Da ist wenig mit Lehrerbubble.

    Hierzu gibt es auch gegenteilige Studien, z.B. HIER.

    Da besagte Angebote alle voll sind, scheint es gar nicht so wenige von diesen Menschen (Frauen) zu geben.

    Wenn ich in den letzten paar Jahren an "normalen" Schultagen aus den unterschiedlichsten Gründen doch mal nicht zur Schule musste, ist mir stets aufgefallen, dass zur Mittagszeit herum durchaus einiges auf den Straßen los ist, auch im Fitnessstudios, in Cafés, diversen Läden. Die Anzahl an Schicht- und Teilzeitkräften, die ihren Mittag nicht mit Arbeit verbringen, ist durchaus groß. Hinzu kommen natürlich noch die Rentner (m/w/d) und Menschen, die an jenen Tagen Urlaub haben und infolgedessen nicht arbeiten müssen.

    Wenn denn im Haushalt auch wirklich gerecht aufgeteilt wird. Soll ja z.B. durchaus vorkommen, dass Frau in Klasse 5 eine hohe Steuerlast hat und Mann in Klasse 3 von der Steuerersparnis ein Motorrad kauft.

    Ehepartner sollten in der Lage sein, ihre Finanzen so zu organisieren, dass es für Beide passt. Vielleicht wird das Motorrad von Beiden genutzt. Oder von ihr...

    Zauberwald : Käme für dich eine Tätigkeit als Rektorin infrage? Gäbe selbst in BW (zukünftig) je nach Schulgröße A13+ oder A14 (https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/reda…r_Besoldung.pdf).

    Zitat

    Da weiß fast keine um die hohen Kinderzuschläge ab dem dritten Kind, auch hier in BaWü.

    Vielleicht würden sich bei höherer Bekanntheit der Kinderzuschläge mehr Kolleginnen für das dritte Kind entscheiden. Aus demographischer Sicht wäre das natürlich super.

    Eine kleine Nische?

    In Großstädten haben Singlehaushalte einen Anteil von um die 50%.

    Ich habe nicht geschrieben, dass es wenige Singles gibt, sondern dass der Immobilienmarkt (noch?) nicht auf sie ausgelegt ist, sprich der Istbestand an Wohnungen passt nicht zu der demographischen Zusammensetzung der Bevölkerung.

    s3g4 : Theoretisch kannst du dir als Single mit dem nötigen Kleingeld sogar ein ganzes Schloss kaufen. Praktisch ist der Immobilienmarkt nicht auf Singles ausgelegt - sie stellen als Zielgruppe nur eine kleine Nische dar. Es gibt Studien, die besagen, dass der häufigste Wohnungstyp die 80m^2 Dreiraumwohnung ist. Auch eine solche kannst du dir als Single anmieten. Praktisch richten sie sich meist an Paare, die dann wiederum oft mehr als ein Gehalt mitbringen.

    Noch ein kleiner schulformunabhängiger Tipp: In der Regel haben Schulleitungen ein Interesse daran, dass ihre Lehrkräfte ihren Job gerne machen und sind daher für Kompromisse offen. Wenn Bedarf an Sport besteht, du aber damit ein großes Problem hättest, könntest du dich bereit erklären, stattdessen ein anderes Mangelfach fachfremd zu übernehmen. Oder die Kommunikation mit den Kindergärten. Oder was halt bei euch so anfällt und worum sich nicht gerade alle kloppen. Wenn du sehr viele Extrawünsche hast, wirst du vermutlich enttäuscht werden, aber überschaubare Wünsche können in der Regel erfüllt werden und wenn die Schulleitung wirklich gar nicht bereit ist, wenigstens einen kleinen Schritt auf dich zuzugehen, weißt du auch, woran du dran bist und kannst entsprechend deine (nicht allzu lange?) Zukunft an der Schule planen.

    In normalen Berufen wird auch nicht alimentiert. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass Beamte im Durchschnitt gerade nicht mehr Kinder haben als Angestellte. Oder liegen dir da andere Informationen vor?

    Interessanterweise gab es auf diese Frage vor auf den Tag genau zwei Jahren eine Anfrage der AfD an die Bundesregierung, die jedoch vom damaligen Parlamentarischen Staatssekretär Johann Saathoff (SPD) nicht beantwortet werden konnte.

    Die Datenlage ist dünn. Es gab nur vor 7 Jahren mal eine Studie, nach der Lehrerinnen seltener kinderlos bleiben als vergleichbar ausgebildete Geistes- oder Naturwissenschaftlerinnen. Die Anzahl der Kinder wurde in diesem Rahmen nicht erhoben. Es gab zwei Studien (2012 und 2018) gemäß denen Reinigungskräfte die höchste Kinderanzahl unter allen Frauen, die berufstätig sind, haben.

    Wie von Moebius bereits geschrieben, ging es mir nicht um den Aufwand hinter der Erstellung eines etwaigen Textzeugnisses, sondern eher, ob die Schüler (m/w/d) an besagter Schule durch Minderleistungen ein Nicht-Vorrücken zu befürchten haben, dessen Vermeidung wiederum ein extrinsischer Motivationsfaktor (und damit ein Regulationsinstrument durch die Lehrkraft) darstellen kann.

    Verstehe - keine Noten (außer vielleicht ein Ankreuz-/Textzeugnis) und so gut wie kein Wiederholen schulseitig durchsetzbar.

    Das ganze Konzept setzt dann auf Einsicht der Eltern und Schüler, dass es nicht dazu kommt, dass die Kinder und Jugendlichen im Zweifelsfall so weit im Stoff zurückfallen, dass sie die Stofflücken nicht mehr realistisch auffangen können.

    Dann läuft es aus meiner Sicht auf zwei Dinge heraus: Entweder wirklich engmaschige Feedbackkultur an Eltern und Schüler (Gibt es etwas Ähnliches bereits an der Schule?) oder, was ja schon oft vorgeschlagen wurde, eine neue Schule suchen.

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