Beiträge von Gymshark

    Um die Machbarkeit der szenischen Darstellung ging es mir weniger, sondern um die Frage, ob sie die impressionsreiche Perspektive des Ausgangstextes ausreichend inhaltlich erfassen können, um wiederum in die Lage versetzt werden zu können, eine auf den Ereignissen der Geschichte aufbauende Situation szenisch darstellen zu können.


    Wenn du Angst hast, dass die Schüler (m/w/d) Sachthemen und Gefühle verwechseln könnten, macht es Sinn, ggf. vorher mit ihnen den Unterschied (an Beispielen) zu besprechen und danach den Begriff "Sachthemen" in der Aufgabenstellung zu nennen.

    1. Welche Sachthemen besprechen X und Y am Telefon?

    2. Welche Gefühle zeigen sie dabei?


    Auch wichtig: Aufgabe 3 deutet schon darauf hin, dass Gefühle oft implizit gezeigt werden. Selten spricht man explizit aus, wie man sich fühlt, und wenn, dann kann das, was man aussagt, dem tatsächlichen Gefühlszustand widersprechen - z.B. "Ich bin nicht wütend." und das mit deutlich verzogener Mine und geballten Fäusten ausgedrückt. Können das deine Schüler (m/w/d) wirklich so erkennen oder könntest du ihnen dabei helfen, um Hilfen anzubieten, wie sie erkennen können, ob ein Protagonist glücklich/traurig/etc. ist?

    Verstehe. Zu viel (ungenutzte) Zeit sorgt schnell dafür, dass man auf dumme Gedanken kommt - das natürlich auch bei überfürsorglichen Eltern. Da du ja in einer eher teueren Wohngegend wohnst, werden die allermeisten Schülereltern einen (gutbezahlten?) Job haben, aber ich vermute, der Eine oder die Andere könnte von einem zusätzlichen Hobby oder sozialem Engagement profitieren, um den Kindern nicht den ganzen Tag am Rockzipfel zu hängen.

    Vorab: Ich schreibe als Fachfremder. Deutsch ist nicht Teil meiner Fächerkombination.

    Ich habe mir die Kurzgeschichte durchgelesen und auch die Arbeitsaufträge. In der Kurzgeschichte passiert sehr viel innerhalb kurzer Zeit und auch in den Arbeitsaufträgen geht es um verschiedene Perspektiven/Perspektivwechsel. Das zu verarbeiten, ist durchaus kognitiv fordernd. Mein erster Eindruck war erst einmal "erschlagen". Und jetzt überlege ich im nächsten Schritt, wie Hauptschüler (m/w/d) die Informationen aufnehmen und verarbeiten würden. Ich würde an der Stelle entweder noch kleinschrittiger vorgehen oder sogar Visualisierung einsetzen, um sicher zu gehen, dass die Schüler (m/w/d) wirklich in der Lage sind, den inhaltlichen Verlauf der Kurzgeschichte erfassen zu können, um darauf aufbauend in die szenische Darstellung gehen zu können.

    Das von dir formulierten Stundenziel klingt sehr nach Anforderungsbereich III. Entspricht das so auch den curricularen Vorgaben für deine Lerngruppe?

    Ich gebe dir absolut recht. Nur erlebe ich immer wieder, dass manche Eltern es nicht schaffen und trotz Handyverbot in der Schule mehrmals am Tag ihr Kind anrufen.

    Sind das dann dieselben Eltern, die sich, so früh es nur irgendwie geht, um Ganztagsbetreuung ihrer Kinder kümmern, da sie beruflich doch so eingespannt seien?

    In großen Industrieunternehmen wird der Geschäftsführer (m/w/d) auch in großer Not keine operativen Aufgaben übernehmen. Das wird dann ggf. eher noch von den Team- und Abteilungsleitern (m/w/d) in einer solchen Situation erwartet.

    Was aber durchaus zumutbar ist und möglich sein sollte, ist, wenn im Fall einer akuten Krankheitswelle die Hälfte der Belegschaft ausfällt, dass der Standortleiter (m/w/d) eines Elektrofachmarktes sich auch mal an die Kasse setzt, der Restaurantbesitzer (m/w/d) Biere zapft oder der Taxiunternehmer (m/w/d) Fahrten selbst durchführt.

    chilipaprika :Es tut mir leid, dass ihr schon so oft das Problem mit einer scheinbar inkompetenten Bezirksregierung hattet. Ich vermute mal, die bei euch überversorgten Fächer sind solche, die auch überregional nicht gerade zu den Mangelfächern schlechthin zählen, oder?

    Die Lösung in meinen Augen wäre, dass Lehramtsstudierende (m/w/d) mit wenig gefragten Fächerkombinationen besser ob des tatsächlichen Bedarfs aufgeklärt werden. Es kommen ja immer mal wieder Anfragen auch hier im Forum und dann kommt oft die Rechtfertigung "Ich brenne für diese Fächer, bin auch räumlich flexibel und offen für andere Schulformen (möchte aber trotzdem für das gymnasiale Lehramt studieren).". Ja, schön und gut, aber wenn andere Leute auch so denken, bleiben diese Fächer auf alle Zeit überversorgt.

    Ich habe auch schon überlegt, ob es Sinn machen würde, wenn die Fachkollegen (m/w/d) von Mangelfächern in den Sek II-Kursen ihrer Fächer bewusst einfach mal diejenigen Schüler (m/w/d), die bisher durch gute Leistungen und/oder fachliches Interesse hierin auffiellen, ansprechen, ob die sich ein Lehramtsstudium mit diesen (oder inhaltlich verwandten) Fächern vorstellen könnten.

    Wenn die Welt perfekt wäre, gäbe es bei Lehrkräften eine 110%-Versorgung, um Ausfälle die meiste Zeit über auffangen zu können, und Überstunden würden selbstverständlich ab der ersten Stunde bezahlt werden, statt dass man sagt, Lehrkräfte haben bis zu 3 Stunden Vertretung unentgeltlich zu leisten. Naja, vielleicht irgendwann mal...

    In der freien Wirtschaft führt die Betriebs- oder Standortleitung in der Regel auch kaum noch operative Tätigkeiten aus, daher finde ich es nicht so ungewöhnlich, wenn eine Schulleitung vor allem strategische Aufgaben, Führung und Repräsentation nach außen übernimmt und wenig bis gar nicht mehr unterrichtet.

    Gleichzeitig finde ich aber wichtig, dass eine Führungskraft weiterhin den Kontakt zur Basis hält, die Erfahrungen aus der Arbeit an der Basis mit in die Arbeit auf strategischer und Führungsebene einfließen lässt und, im Fall der Schulleitung, wenn es Knall auf Fall kommt, weiterhin in der Lage ist, eine Klasse unterrichten zu können.

    Vor allem steht im Zitat "verantwortlich für für die Einhaltung [...] der für die Notengebung allgemein geltenden Grundsätze".

    Bedeutet: Wenn die Schulleitung mitbekommt, dass eine Lehrkraft Noten auswürfelt oder eine weder fachlich noch pädagogisch begründete Gefälligkeitsnote vergibt, kann sie um Erläuterung des Zustandekommens der Noten auf Basis dieser allgemein geltenden Grundsätze bitten. Bestätigt sich der Verdacht, kann die Schulleitung wiederum verlangen, dass die Noten korrigiert werden, und zwar nicht nach der Gefälligkeit der Schulleitung, sondern nach den zuvor genannten Grundsätzen, sprich allgemeine Gütekriterien der Leistungsbewertung in Kombination mit ihren zugrundeliegenden schulrechtlichen Vorgaben.

    Hätten wir einen absoluten Akademikermangel (m/w/d), könnte man die Daseinsberechtigung dieser Form des Erwerbs der Fachhochschulreife als gestufte Möglichkeit zur Zugangsberechtigung zu einer Hochschule noch irgendwie rechtfertigen. So - auch mit dem, was Maylin85 korrekterweise schrieb - finde ich sie nicht mehr zeitgemäß und würde empfehlen, sie auslaufen zu lassen.

    Zudem, da Hochschulen für angewandte Wissenschaften die gleichen Abschlüsse wie Universitäten (mit Ausnahme der Staatsexamina) vergeben und, Stand April 2025, in 12 Bundesländern das Promotionsrecht haben, ist eh fraglich, warum reduzierte formale Qualifikationen zur Zugangsberechtigung gelten sollen - als seien das Hochschulen 2. Klasse.

    Die Kündigung ist die richtige Entscheidung. Auf eine solche Schulleitung kann man guten Gewissens verzichten. Wer weiß, wie sie in dieses Amt gekommen ist.

    Ich würde das Schuljahr noch zu Ende machen, aber Minimalaufwand betreiben. Du bereitest deinen Unterricht auf Basis der curricularen Vorgaben vor, aber ohne didaktisches Feuerwehr, und am besten nicht mehr als eine Woche voraus, falls zwischendurch doch noch einmal der Stundenplan neu ausgewürfelt werden muss. Zur Schulentwicklung würde ich an der Stelle gar nichts mehr machen bzw. wenn, dann nur das absolute Minimum.

    RosaLaune : Du hast indirekt schon beantwortet, was meine Sichtweise hierbei ist, nämlich, dass Substantive im Singular wie im Plural verwendet werden sollen, sprich entweder der Lehrende/die Lehrenden oder der Lehrer/die Lehrer. Eine Mischung aus Lehrenden und Lehrern fände ich morphologisch fragwürdig und semantisch müsste schon sehr gut und stichhaltig begründet werden, warum eine Abweichung zwischen dem Stamm im Singular und im Plural erfolgen sollte.

    In einer Zeit, in der bereits zu viele junge Menschen zu studieren (und zugleich Hochschulen über mangelnde Kompetenzen der Studienanfänger (m/w/d) klagen), würde ich sogar die Frage stellen, ob es die Fachhochschulreife überhaupt braucht oder es nicht zeitgemäßer ist, den Hochschulzugang auf Absolventen (m/w/d) der allgemeinen Hochschulreife zu beschränken, sowohl für den Besuch der Hochschulen der angewandten Wissenschaften, vormals Fachhochschulen, als auch der Universitäten.

    Die USA haben das System auch nur bedingt erfolgreich umsetzen können, da es dort ein inzwischen recht fest verankertes Privatschulsystem gibt, das insbesondere von sozioökonomisch bessergestellten Eltern genutzt wird. Soziale Durchmischung lässt sich leider nicht erzwingen.

    Hinzu kommt, dass es in den USA weiterhin große ethnische Segregration gibt - in manchen Bezirken gibt es sowohl "black schools" als auch "white schools". Durch die freie Schulwahl in Deutschlands müssen wir eher darauf achten, dass wir uns nicht auch dahingehend entwickeln - nur mit weniger Fokus auf Hautfarbe, was historisch bedingt in den USA eine größere Rolle spielt als in Deutschland, sondern kulturellem Hintergrund.

    Ich habe nicht geschrieben, dass es nicht möglich ist. Wie gesagt, wenn es das System verlangt, macht man irgendwie das Beste aus den Rahmenbedingungen. Wenn man allerdings wirklich das Extrembeispiel annimmt, Kinder mit Förderbedarf geistige Entwicklung und gleichzeitig Kinder mit Hochbegabung, dazu womöglich noch Kinder mit geringen Sprachkenntnissen und solche mit Verhaltensauffälligkeiten: alle in einer Klasse. Dann kriegt man zwar immer irgendwie den Tag herum, aber nicht so, dass alle Beteiligten wirklich das Gefühl hatten, dass ihre Bedürfnisse die ganze Zeit über angemessen berücksichtigt wurden.

    Du kannst gerne schreiben, dass du damit kein Problem hast und vielleicht ist das in deinem Fall sogar so. Großflächlig hingegen sind für mich die Ergebnisse der Leistungsstudien auch ein Indikator, dass Heterogenität innerhalb der leistungsbezogenen Voraussetzungen der Schülerschaft, vor allem in der Primarstufe, nicht automatisch immer eine Bereicherung darstellt, sondern bisweilen auch eine Belastung, und dass es vor allem Primarstufenlehrkräfte nicht zu schlechteren Lehrkräften macht, wenn sie diese Position vertreten.

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