Beiträge von Gymshark

    Bei uns müssen sie so stattfinden, dass Eltern außerhalb ihrer(!) Arbeitszeit teilnehmen können.

    Gut, dass Mitarbeiter von Gastronomie, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Taxigeschäften, Feuerwehr und Polizei, Energieunternehmen etc. abends nicht arbeiten müssen. Das ist tatsächlich ein Punkt, den ich nie verstehen habe: Es gibt keinen Zeitpunkt, an dem kein Elternteil arbeitet. Und was ist mit den Lehrkräften? Sind oftmals selbst Eltern - wenn diese aufgrund einer späten Konferenz arbeiten müssen, müssen diese Kinder ja auch wieder betreut werden.

    Das ist doch Unsinn. Man lernt da eben 3 Jahren, was in 3 Jahren gelernt wird.

    Chilipaprika kann da vielleicht mehr dazu sagen, aber laut zugrunde liegendem Curriculum stimmt das so nicht. Es sei denn, du möchtest darauf hinaus, dass Curriculum und schulische Realität 2 Paar Schuhe sind, aber dann liegt der Hund an ganz anderer Stelle begraben.

    Das bezweifle ich.

    Laut Curriculum NRW (neu einsetzende Fremdsprache Französisch):

    Am Ende der Qualifikationsphase erreichen die Schülerinnen und Schüler im Grund-
    kurs die Niveaustufe B1 mit Anteilen von B2 des GER.

    Im Vergleich dazu aus demselben Curriculum (fortgeführte Fremdsprache Französisch):

    Am Ende der Qualifikationsphase erreichen die Schülerinnen und Schüler im Grund-
    kurs die Niveaustufe B2 des GER.

    OK, das ist ein minimaler Abstand (B1-B2 vs. B2), gebe ich dir. Es bleibt dennoch sportlich, innerhalb von drei Jahren die wichtigsten Grammatikformen (Zu meiner Überraschung wird sogar der subjonctif présent erwähnt.) durchzuarbeiten, um dann in der Kursstufe über französische Literatur und Kultur zu sprechen und zu schreiben.

    Das Schuljahr in NRW geht jetzt bereits 2 Monate. Selbst wenn ein später Einstieg noch möglich sein sollte, müsstest du den Stoff von 2 Monaten "mal eben" nachholen. Kannst du eine 2. Fremdsprache (Französisch?) aus der Mittelstufe vorweisen? Wenn nein, müsstest du einen Kurs neu beginnende 2. Fremdsprache besuchen. In diesen Kursen ist das Lerntempo ziemlich hoch, da du in 3 Jahren das lernst, wofür andere Schüler (m/w/d) sonst 6-7 Jahre haben.

    Ich würde eher das (Berufs-)Schuljahr zu Ende machen, schauen, was du beruflich später machen möchtest, überlegen, ob du dafür wirklich das Abitur benötigst, und wenn ja, frisch zum nächsten Schuljahr wechseln.

    Ich kann nicht für alle Kollegen (m/w/d) deutschlandweit sprechen, aber gerade im Leistungsfach sehen die Curricula nicht nur vor, dass mehr (Teil-)Themen behandelt werden, sondern auch tiefgehender. Daher wäre es nicht unmöglich, aber es würde mich überraschen, wenn der Kollege oder die Kollegin eine Klausur über ein Thema schreiben lässt, das im Unterricht nicht ausreichend behandelt wurde.


    Zu der Sache mit den mehreren Pronomen: Das klingt eher nach "genderfluid" statt nicht-binär. Das ist noch einmal eine deutlich kleinere Personengruppe.


    Vielleicht lohnt es sich an der Stelle, bei der Tochter nachzufragen, ob du dir ihre Aufzeichnungen aus der Unterrichtseinheit anschauen könntest. Da scheint es irgendwo zwischendrin ein Missverständnis zu geben.

    was nur zu Frust bei uns an der Schule führt, weil über 50% der empfohlenen (egal ob von Schule oder Kita oder Schularzt) Rückstellungen nicht durchgeführt werden von den Eltern und die Kinder absolut nicht Schulreif sind.

    Meine persönliche Meinung dazu: Die meisten Eltern heutzutage sind unfähig, qualifizierte Bildungsentscheidungen zu treffen. Es war ein Fehler seitens der Länder, ihnen diese Autonomie rechtlich zuzugestehen. Ich kann nur hoffen, dass die Länder irgendwann ein Einsehen haben und dieses Recht wieder an das pädagogische Fachpersonal rückgeführt wird.

    Die Kommentare unter dem Artikel klingen allesamt eher ablehnend gegenüber dem Vorhaben.

    Mal schauen, wie lang es dauern wird bis die höheren Löhne (zunächst die Mindestlöhne, aber es wird nicht lange dauern bis formal höher Qualifizierte zwecks Abstand höhere Löhne und Gehälter fordern werden) auch zu höheren Preisen führen werden, Stichwort Lohn-Preis-Spirale.

    SwinginPhone : Ist ein "anderer Schreibstil" per se problematisch? Der Eine schreibt etwas formaler, die Andere etwas umgangssprachlicher, aber solange kein Mitglied ein anderes beleidigt, bewusst provoziert oder die Nachrichten komplett unleserlich sind, sollte das Forum für unterschiedliche Schreibstile Raum bieten. Im Zweifelsfall kann man ja nach einer zusätzlichen Erklärung fragen, wenn eine Aussage unklar sein sollte.

    Nö. Eine trans Person ständig mit dem falschen Geschlechtsmarker anzusprechen, ist ein Angriff auf deren Menschenwürde. Du kannst ja denken, dass der trans Mann eine Frau ist, du wirst das auch allgemein äußern dürfen, ihm gegenüber wirst du bei Verwendung weiblicher Pronomen aber sehr schnell Probleme bekommen, siehe auch den Eilbeschluss vom LG Frankfurt (18.07.2024, Az. 2-03 O 275/24). Dieser wurde zwar am Ende wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben, die Begründung an sich steht aber.

    Noch ergänzend dazu: Jeder darf ein bestimmtes Gesetz doof finden (und das auch offen kommunizieren!) und kein bestehendes Gesetz ist in Stein gemeißelt. Man darf alle in einer Demokratie vorhandenen Mittel nutzen, um anzustoßen, dass ein Gesetz abgeändert oder abgeschafft wird. Solange das Gesetz jedoch gilt, muss es befolgt werden, da sonst bei Rechtsbruch eine Strafe droht.

    Zu dem Fall mit den Kochshows noch: Es ging einmal um das Perfekte Dinner (wurde wohl sogar gewonnen) und einmal um die Küchenschlacht.


    Hier noch eine Einschätzung einer Arbeitsrechtlerin zu dem Fall:

    Fachanwältin Nicole Mutschke stellte in der "Bild"-Zeitung klar: "Wer krankgeschrieben ist, muss nicht zwingend dauerhaft das Bett hüten. [...] Grundsätzlich ist alles erlaubt, was die Genesung nicht beeinträchtigt. Was konkret erlaubt ist, hängt daher auch von der Erkrankung ab. [...] Ob das Mitwirken an Kochshows erlaubt sei, müsse "im Zweifel ein Gericht entscheiden".

    (Quelle)

    LegoHeld : Auch in der Wirtschaft spielt Sympathie eine mal mehr, mal weniger große Rolle. Wer die Sympathie einer Führungskraft hat, kann sich Patzer erlauben, ohne groß Konsequenzen spüren zu müssen. Hier greift das bekannte Vitamin B. Wer wiederum die Antipathie der Führungskraft, ist irgendwann ob der fehlenden Wertschätzung der Arbeit frustriert oder (wenn noch für den Arbeitsmarkt attraktiv) sucht sich früher oder später eine andere Stelle.

    Kris24 : Ah OK, den Vergleich mit Florida kann ich nachvollziehen. Ich hatte mal vor Jahren mitbekommen, dass Ostsachsen bei Rentnern beliebt sei - aber eher, weil die Lebenshaltungskosten dort recht günstig seien.


    Plattenspieler : Vielleicht war er verunsichert, weil sein KI-Einsatz hier im Forum nicht gut ankam. Ich hatte anfangs den Eindruck, dass er es damit gut gemeint hat und dann nicht so ganz damit zurechtkam, dass die Rückmeldung von den Mitgliedern hierzu eher negativ ausfiel.

    Anna Lisa : Meine bisherige Erfahrung sagt mir, dass sich viele Deutsche beim Thema "Wohnen" nur sehr ungerne einschränken. Wenn es nur irgendwie geht, und sei es sehr eng auf Kante genäht, wird, wenn die Auswahl (um dein Beispiel aufzugreifen) zwischen dem 400.000€-Reihenhaus in mäßiger Lage und dem 600.000€+-Haus im angenehmeren Stadtteil besteht, sich eher für das zweitere entschieden und dafür an anderer Stelle gespart. Dadurch fehlen in den mäßigen Lagen erst Recht die klassischen Mittelstandsfamilien, was die soziale Schere nur umso mehr auseinanderklaffen lässt. Würdest du das auch so unterschreiben oder kennst du eher den Fall, dass Menschen in deinem Umfeld beim Thema "Wohnen" Abstriche machen, um sich stattdessen lieber andere Dinge zu leisten (öfter Essen gehen, Urlaub/Ausflüge machen, teures Hobby o.ä.)?

    Interessantes Phänomen, das ich so bislang gar nicht auf dem Schirm hatte. Gibt es das schon länger oder hat sich das erst in den letzten Jahren dahingehend entwickelt?

    Die Rentner (m/w), die ich kenne, sind zumeist emotional mit der seit Jahrzehnten bewohnten eigenen Immobilie verbunden und haben, zumindest insoweit ich das beurteilen kann, einen bescheidenen Lebensstil (wobei ich nicht weiß, ob das daran liegt, dass die finanziellen Mittel begrenzt sind, oder ob an anderer Stelle noch die Kinder und Enkelkinder finanziell unterstützt werden).

    Wie schon zuvor beschrieben, gehe ich davon aus, dass das Thema zuvor umfassend im Unterricht behandelt wurde, inklusive der Darstellung von Gegenströmungen, JK Rowling/Roisin Murphy, LGBT Konservatismus, etc.

    Hinzu kommt, und das muss man ehrlicherweise auch dazu sagen, dass in der Sek II zunehmend weniger die eigene Meinung zählt, sondern es gilt, möglichst sachlich (und fundiert) einen Sachverhalt darzulegen - was bei kontroversen und polarisierenden Themen zugegebenermaßen schwierig ist. Es gibt Wege und Mittel, die eigene Meinung auch zu kontroversen und polarisierenden Themen kundzutun, aber eine Klausur im Leistungsfach ist da womöglich nicht der richtige Rahmen. Wenn es unbedingt sein muss, kann man sich zumindest durch die Wortwahl von etwas distanzieren, z.B. statt "Die Person ist das-und-das." eher "Die Person behauptet, das-und-das zu sein.".

    Ich vermute mal, wenn eine solche Klausur angesetzt wurde, dass das Thema "Gender" bereits im Unterricht behandelt wurde. Per se nichts Ungewöhnliches, da "Individuum und Gesellschaft" ein häufiges Thema des Fremdsprachenunterrichts der Sek II ist.

    Wie wurde denn im Unterricht damit umgegangen?

    Ein früher Renten- oder Pensionsgründen kann natürlich die unterschiedlichsten Gründe haben. Bei einer Verwandten war es durch eine chronische Krankheit bedingt, die jedoch gesundheitlich einschränkend, jedoch nicht lebenszeit verkürzend wirkt. Eine Verallgemeinerung ist daher schwierig.

    Ich denke aber mal, dass zumindest aktuell der gesellschaftliche Trend dahin geht, dass zumindest so lang gearbeitet werden soll, wie es die geistige, psychische und körperliche Gesundheit guten Gewissens möglich macht. Waren unter den dir bekannten Lehrkräften zwischen 80 und 90, Zauberwald , auch welche, die von ihrer gesundheitlichen Verfassung ausgehend durchaus länger hätten arbeiten können, aber gerne die Option des frühen abschlagfreien Austritts aus dem aktiven Dienst nutzten (bzw. die Abschläge bewusst zugunsten eines früheren Ausscheidens in Kauf nahmen)?

    Der hohe Anteil an Frühpensionierungen im Lehrberuf ist alarmierend. Man versuchte schon, das Ganze durch Altersermäßigung zu reduzieren (die jetzt auch wieder teilweise zurückgefahren wird), wobei man auch da wieder nur an den Symptomen ansetzt statt an den Ursachen.

    Klar, mit 60+ ist man körperlich wie geistig in einer anderen Verfassung als mit 20 oder 40.

    Dennoch wären sicher einige Kollegen (m/w/d) bereit, bis zum Regelpensionsalter zu arbeiten, wenn die Arbeitsbedingungen anders wären. Dann müsste sich jedoch die Bildungspolitik ehrlich machen und einige ihrer Entscheidungen der letzten 20 Jahre, die die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften maßgeblich beeinflussten, kritisch hinterfragen oder gar zurücknehmen. Ob da der eine oder die andere PolitikerIn bereit wäre, über den eigenen Schatten zu springen?

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