Beiträge von Gymshark

    Wir hatten zuletzt irre viele Bestehensprüfungen. Mit 2 oder 3 kam man nicht aus.

    Ehrlicherweise sind das doch oft Kandidaten (m/w/d), die die 2 Jahre vorher schon eher leistungsschwach waren. In solchen Fällen würde ich mir wünschen, dass sie sich selbst gegenüber ehrlich machen und sich eingestehen, dass die allgemeine Hochschulreife vielleicht doch nicht der richtige Abschluss für sie ist.

    Zumal das generelle Studium da auch gerne mal Grenzen setzt. Mein Geschichtsdidaktikprof durfte damals in seinem Seminar keine reine Schuldidaktik machen, weil ja auch Nichtlehrämtler das machen mußten. Hat ihn jedesmal wieder aufgeregt, gerade an einer Uni, die vor allem Lehrer ausbildet, aber da waren ihm halt die Hände gebunden.

    Da ist wohl etwas organisatorisch schiefgegangen. Im schlechtesten Fall wollte man auf dem Weg Personal einsparen, aber aus einem optimistischeren Blickwinkel heraus betrachtet, könnte es auch so gewesen sein, dass die Zielgruppe für das Seminar bewusst so gewählt wurde, um mehrere Perspektiven zu einem Thema aufzeigen zu können, was in bestimmten Konstellationen durchaus bereichernd sein kann. Anhand deiner Beschreibung (= Veranstaltung, die vom Fachbereich Geschichtsdidaktik organisiert wurde, aber auch für Nichtlehrämtler (m/w/d) zugangsberechtigt war) könnte ich mir das z.B. bei dem Thema "Museumspädaogik" vorstellen, von dessen zentralen Konzepten sowohl angehende Historiker (m/w/d) als auch angehende Geschichtslehrkräfte profitieren können - aber klar, dann muss die Lehrveranstaltungsleitung bereit sein, diesen Mehrwert der Interdisziplinarität für die spätere Arbeit der Kursteilnehmer (m/w/d) bewusst aufzuzeigen, was, so lese ich das hier heraus, scheinbar nicht passiert ist.

    Studieren wir dafür nicht fünf Jahre?

    Ein Hochschulstudium muss zudem auch nicht zwangsläufig ausschließlich theoretische Kompetenzen vermitteln, sondern kann auch praktische Elemente einbinden (hier: Vermittlung von Unterrichtsinhalten) - man denke an Sprachkurse, praktische Kurse in Sport oder Kunst, Laborpraktika/Präparierkurse in den Naturwissenschaften/Medizin, etc.

    Ergänzend zu chilipaprikas Ausführungen: Grundlage der Bewertung sind die Kompetenzerwartungen innerhalb der Curricula. Dort steht oft: "Die Schüler (m/w/d) können...". Wenn du nur auf Basis der Vorstellung der Hausaufgabe feststellen kannst, dass die jeweiligen Schüler (m/w/d) tatsächlich über diese Kompetenzen verfügen, kannst du die Leistung mit Note 4 oder besser bewerten. Sonst ist dies im Zweifelsfall keine geeignete Form für die Erhebung des Lernstandes und damit Grundlage für eine Leistungsbewertung.

    Die polyvalente Studienvariante gibt es an einigen Standorten bereits länger und hat ihre Schwachstellen, nämlich, dass einige Kombinationen außerhalb des Schuldienstes kaum arbeitsmarkttechnisch verwertbar sind. Außer, man definiert die vorgeschlagene Idee mit dem Studium Generale so um, dass es auch gar keine Schwerpunktfestlegung von Anfang an gibt, sondern die Studieneingangsphase, analog zu einem rechtswissenschaftlichen oder humanmedizinischen Studium, für alle gleich ist und die Schwerpunktsetzung (also z.B. Elektrotechnik, Französisch, Primarstufe, etc.) erst später im Studium erfolgt, nachdem man im ersten Teil des Studiums ein fächerübergreifendes Grundwissen aufgebaut hat.

    Ich hatte meine Kurse mit GymGes, das war vielfach auf Sek I ausgelegt, also ja, genau das meine ich.

    Zur Verteidigung der Hochschulen muss man sagen, dass das Zusammenlegen von Schulformen im Rahmen von Lehrveranstaltungen auch damit zu tun hat, dass so Ressourcen gespart werden. Die Alternative wäre, für jede angebotene Schulform-Fächer-Kombination (zumindest teilweise) schulformspezifische Veranstaltungen anzubieten, was bei kleinen Schulform-Fächer-Kombinationen schnell zu Kleinstgruppenunterricht führt. Es gibt ja auch sowas wie Lehramt berufliche Schulen mit Fach Französisch, was vermutlich pro Semester von weniger als fünf Studierenden gewählt wird. Was ich persönlich sinnvoll fände: Bei großen Fächern (z.B. Deutsch oder Mathematik) sollte es auf jeden Fall im Studienverlauf mindestens eine schulformspezifische Veranstaltung geben. Da können sich Hochschulen nicht damit herausreden, dass sie sagen "Sie können das soeben Gelernte ja im Transfer auf Ihre Schulform übertragen.". Bei kleinen Kombination, wie in meinem Beispiel berufliche Schulen/Französisch, sollte es zumindest möglich sein, dass in Einführungsveranstaltungen schulformspezifische Bedürfnisse aufgezeigt werden - auch das kann erwartet werden und ja, das heißt dann auch, dass, wenn eine gemeinsame Veranstaltung für Gymnasien, Gesamtschulen und berufliche Schulen stattfinden, die Dozenten (m/w/d) sich im Vorfeld darüber informieren, in welcher Form Französisch im Bereich der beruflichen Schulen unterrichtet wird bzw. welche didaktischen Möglichkeiten sich in diesen Schulformen bieten.

    Wie soll die Umsetzung vollzogen werden, wenn es an den finanziellen Mitteln fehlt? Ich würde behaupten, dass die Gründe, warum eine Sanierung nicht umgesetzt wird, in den seltensten Fällen technischer Natur sind.

    Klar, werden Vorschriften eingehalten, solange sie gelten. Bei zunehmendem Bürokratismus müssen jedoch Vorschriften in alle Richtungen gehend, und vor allem im öffentlichen Dienst, stärker danach geprüft werden, ob sie wirklich unbedingt sein müssen, oder ob nicht Schulen im Zweifelsfall eigenständig entscheiden dürfen. Für jedes einzelne Gesetz, jede einzelne Regel und jede einzelne Vorschrift gab es mal einen guten Grund und auch weiterhin Verfechter (m/w/d), die deren Fortbestand befürworten. Wenn hier jedoch nicht gekürzt wird, legen wir das ganze Land lahm und die Klassenzimmer sind am Ende leer, weil alles verboten ist. Deswegen schrieb Maylin85 auch letztens sinngemäß, dass der hiesige Bürokratismus und die konstante Furcht um Rechtssicherheit den Spaß am Lehrkräfteberuf nehmen. Hier muss dringend angesetzt werden.

    Edit: auch bei der Leichtathletik... Solange nach Listen und cm benotet wird, was will man da groß entwickeln in einer Unterrichtseinheit?

    Ich komme nicht vom Sport, aber sowas wie Sprunghöhe oder Wurfweite lässt sich mithilfe bestimmter Techniken verbessern und um deren Vermittlung und Einübung geht es doch im Unterricht, oder? Und am Ende der Unterrichtseinheit erfolgt die Leistungsüberprüfung auf Basis fachlicher Kriterien. Klar, die Bewertung nimmt dann, wie von dir angesprochen, Bezug auf die körperlichen Voraussetzungen der Schüler (m/w/d), was in anderen Fächern nicht der Fall ist. Es klang jetzt für mich so als würde Sport von der Grundidee des Unterrichtsfachs komplett vom Rest des Fächerkanons abweichen und dafür sehe ich dann doch zu viele Parallelen zu anderen Fächern.

    Das sind Fälle, die angeführt werden, wenn es um die negative Entwicklung von Bürokratie in Deutschland geht. Brandschutz hat seine Berechtigung, aber er muss am Ende auch mit realen Lebens- und Arbeitsbedingungen (und nicht nur im theoretischen Konstrukt) umsetzbar sein, wo man eindeutig hier an seine Grenzen kommt.

    Dass du noch in der Ausbildung und direkt konfrontiert mit einer herausfordenden Lerngruppe konfrontiert bist und nicht auf Anhieb die Klasse die ganze Zeit über unter Kontrolle hast, spricht erst einmal nicht gegen dich. Du schreibst ja selbst, dass Kollegen (m/w/d) ähnliche Probleme haben und warum soll es bei dir als Anfänger/in besser klappen?

    Ich verstehe vollkommen, dass ein konstanter Lärmpegel und Schüler (m/w/d), die sich nicht an die vereinbarten Regeln halten, auf Dauer sehr anstrengend sind. Du hast ein Recht auf angemessene Arbeitsbedingungen nicht nur für lernwillige Schüler (m/w/d), sondern auch für dich und du wirst da auch langfristig hinkommen, auch wenn dieser Zustand jetzt noch nicht erreicht ist.

    Es ist gut, dass scheinbar die Klassenleitung hinter dir steht und du diverse Maßnahmen durchsetzen kannst, denn nichts ist schlimmer als wenn du als Lehrkraft im Vorbereitung Methoden des Classroom Managements umsetzen möchtest, hierbei aber von Mentoren oder Schulleitungen (m/w/d) konstant behindert wirst. Gerade in herausfordernden Lerngruppen kann Classroom Management nur funktionieren, wenn die Schüler (m/w/d) den Eindruck bekommen, dass du Regeln nicht nur ankündigst, sondern auch umsetzt.

    Keine Lehrkraft ergreift den Job, weil sie Spaß daran hat, den ganzen Tag nur abweichendes Verhalten zu rügen, aber die Etablierung von Regeln und ihre Durchsetzung ist wiederum die Voraussetzung, um überhaupt erst gehaltvollen Unterricht, der die Schüler (m/w/d) auch zum Lernen anregt, durchführen zu können.

    Jede Klasse ist anders und gerade in schwierigen Lerngruppen wird es Schüler (m/w/d) geben, bei denen du das ganze Maßnahmenrepertoire durchspielen musst, eben auch bis zum Verweis. Immer daran denken: Die Schüler (m/w/d) sind dem Ganzen nicht hilflos ausgeliefert. Im Gegenteil - sie entscheiden aktiv jedes Mal auf's Neue, ob sie sich an die Regeln halten wollen oder nicht. Das würde ich auch so im Einzelgespräch kommunizieren: "Du entscheidest. Du kannst dich entweder an die Regeln halten und mit uns gemeinsam lernen. Oder du möchtest lieber stören und bekommst dafür von mir eine Konsequenz. Wie entscheidest du dich?". Vielleicht hast du die Möglichkeit, Konsequenzen zu visualisieren, sodass die Schüler (m/w/d) wissen, was passiert, wenn sie gegen eine Klassenregel verstoßen und was passiert, wenn sie sich weigern, die Konsequenz anzunehmen. Das musst du natürlich im Vorfeld überlegen und auch sichergehen, dass du diese Konsequenzen durchsetzen darfst und sie nicht im Nachhinein von Mentor/in oder Schulleitung kassiert werden.

    Du machst ihnen ein attraktives Unterrichtsangebot und wenn sie lieber die Konsequenz wollen, dann ist das so. Dann hast du nichts falsch gemacht, es war ihre bewusste Entscheidung. Und auch dabei gilt, dass die Konsequenz zwar durchgesetzt werden muss, dass die Schüler (m/w/d) aber nicht auf alle Zeit gebrandmarkt sind, sondern du ihnen jede Stunde auf's Neue die Chance gibst, sich an die Regeln zu halten und mit den Mitschülern (m/w/d) gemeinsam zu lernen - wenn sie wollen. Und wenn sie sich dafür entscheiden, lobst du sie natürlich. Wenn sie sich hingegen dagegen entscheiden und wieder stören (und dabei die nächste Konsequenz in Kauf nehmen) wollen, dann musst du auch diese Entscheidung respektieren und dann wird das Maßnahmenrepertoire durchgearbeitet.

    Das hängt von der Definition von "Hymne" ab. Dazu wären die Kollegen (m/w/d) mit Fach Musik gefragt. Schade, dass BaldPension nicht mehr da ist. Er könnte hier sicher mit seinem Hintergrundwissen helfen.

    Abseits der Verbeamtung: Hast du neben dem Studium gearbeitet oder warst an anderer Stelle in irgendeiner Form von Beschäftigungsverhältnis? Wenn ja, hast du für dich festgestellt, dass es bestimmte Situationen gab, in denen du für dich festgestellt hast, dass sie für dich mental und/oder körperlich anspruchsvoller sind als für deine Kollegen (m/w/d)?


    Ich weiß nicht, inwieweit deine Transidentität optisch erkennbar ist, aber du kannst für dich überlegen, wie offen du mit dem Thema ggü. Schülern (m/w/d) und Kollegen (m/w/d) umgehen möchtest. Nicht, weil das in irgendeiner Art und Weise schlimm wäre, aber weil es passieren kann, dass indiskrete Fragen aufkommen, und manche transidente Menschen nicht möchten, dass sie nur noch hierauf reduziert werden.

    Ich kenne die offizielle Definition von Volksliedern nicht, würde sie jedoch so definieren, dass es Lieder sind, die demographieübergreifend und zeitlich unabhängig als kulturell wertvoll betrachtet werden. Das trifft gut und gerne auch auf 99 Luftballons, Alles nur geklaut oder Haus am See zu.

    Aber das ist auch der Grund, warum zusammen geführte Bundesländer keine Hymne haben. Im 19. Jahrhundert gab es weder Baden-Württemberg noch Nordrhein-Westfalen noch ...

    Das eine schließt doch das andere nicht aus. Auf geographische Räume bezugnehmende Hymnen fußen entweder auf politischen Entscheidungen oder kultureller Wertigkeit und sind nicht auf zeitliche Zeiträume beschränkt. Vom Grundsatz her könnte eine im Jahr 2026 entstandene Komposition zu einer offiziellen Hymne werden. Zusätzlich hat eine Hymne auch keinen Ewigkeitscharakter und lässt sich durch eine andere ersetzen. So schlug z.B. erst letztes Jahr der Linken-Politiker Ramelow vor, die derzeit genutzte Nationalhymne durch die Kinderhymne aus der Feder Bertholt Brechts zu ersetzen.

    Vielleicht einfach die Hobbyarztbesucher zur Kasse bitten. Eine nennenswerte Praxisgebühr würde helfen.

    Eine Praxisgebühr würde tendenziell eher chronisch Kranke und ältere Bürger (m/w/d) treffen. So wäre das auch der Fall, wenn man z.B. sagen würde "Die ersten 5 Arztbesuche pro Jahr sind für die Bürger (m/w/d) kostenfrei.".

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