Beiträge von Gymshark

    So viel wie über Madonna medial hergezogen wurde, im Grunde macht sie es genau richtig. Sie zieht sich stets so an wie sie es mag und nicht wie Andere es von jemandem ihres Alters erwartet. Wenn man also mit 60 gerne Hoodys oder pinke Haare trägt, warum sollte man das auf einmal nicht mehr dürfen?

    Natürlich kann man in einer Gesellschaft nicht immer maximal Egokurs fahren, aber gerade was die Themen Alter und Altern angeht, sollten viel mehr Menschen verstehen, dass zwar das kalendarische Alter ein nicht beeinflussbarer Faktor ist, dass unser optisches, geistiges und körperliches Alter maßgeblich von unseren tagtäglichen, persönlichen Entscheidungen abhängt. Man macht sich in dem Moment frei, wenn man sich selbst bewusst macht, dass man als Frau nicht mit Erreichen des vierzigsten Lebensjahres dazu verdammt ist, einen "frechen Kurzhaarschnitt" bis zum Rest des Lebens zu tragen - außer natürlich, man mag diese Frisur, dann natürlich auf jeden Fall. Wer mit 50, 60 oder 70 gerne eine Wallemähne wie Shakira tragen möchte - warum nicht?

    Theoretisch kann man schon mit Ende 30 oder Anfang 40 Oma sein. Da hat manch ein Erstklässler durchaus Lehrer, die älter als ihre Oma sind.

    Gedanken solltest du dir dann machen, wenn du älter als ihre Uroma bist ^^ .

    Aber ja, die (Klischee-)Oma von früher ist nicht mehr mit der heutigen Oma zu vergleichen.

    Ganz allgemein gesprochen: Verändern sich die Schülerzahlen, die Deputatsstunden von Lehrkräften oder die Stundenzahl der Schüler stark und plötzlich, erzeugt dies kurzfristig einen reduzierten oder erhöhten Lehrkräftebedarf.

    Dies kann auch dazu führen, dass ein zuvor wenig gefragtes Fach zum Mangelfach werden kann.

    Beispiel: Würde ein Bundesland die Anzahl der Unterrichtsstunden pro Jahrgang im Fach Geschichte zum nächsten Schuljahr verdreifachen, gäbe es sogar in diesem Fach (vorübergehend) einen Mangel, obwohl das Fach oft als wenig gefragt gilt.

    Die Wahrheit ist aber auch: Sind die Bedingungen absehbar stabil, wird es immer mehr Interessenten für ein Lehramt in den Fächern Deutsch oder Gesellschaftswissenschaften als in künstlerischen oder MINT-Fächern geben.

    Bedeutet: "Es herrscht Mangel an Deutschlehrkräften." impliziert in der Regel "Es herrscht ein noch viel größerer Mangel an Physiklehrern.", aber aus einem Mangel an Physiklehrern lässt sich nicht zwangsläufig ein Mangel an Deutschlehrern ableiten.

    Warum haben die Schüler das früher nicht gemacht? Nicht etwa, weil sie dazu körperlich nicht fähig gewesen wären oder weil ihnen das Vokabular dazu gefehlt hätte, sondern weil sie einerseits dahingehend erzogen wurden, dass man mit Konflikten anders umgeht, und sie wussten, dass, sollten sie es doch wagen, ihnen sehr unangenehme Konsrquenzen drohen würden.

    Hätte jemand von euch selbst zur Hochzeit der Pubertät zur Lehrerin "Geh kacken!" gesagt? Ich denke nicht.

    So unangenehm es ist, aber ein solcher Spruch muss ein derart hartes Echo, im Zweifelsfall lieber zu hart als zu nachgiebig, erfahren, dass nicht nur der Schüler (m/w/d) es nicht wagt, das noch einmal zu machen, sondern auch alle Mitschüler, die sich durch ein solches Verhalten beeindruckt fühlen könnten.

    Als Kleinpartei musst du erst einmal schauen "Gibt es bei den vielen bereits bestehenden Parteien überhaupt Bedarf an einer weiteren Partei?". Sind sich Parteien zu ähnlich, wählen Bürger entweder direkt das Original oder die Stimmen kannibalisieren sich.

    Gibt es Bedarf, muss man erst einmal auch von den Wählern wahrgenommen werden. Direkt auf Bundesebene zu gehen, ist gewagt. Statt auf Bundesebene am Ende auf 1-2% zu kommen, würde ich mich eher auf ein Bundesland konzentrieren und schauen, dass ich dort 5% erreiche, um in den Landtag zu kommen. Dort muss die jeweilige Partei auffallen, sodass über sie berichtet wird. Die Berichterstattung wird dann auch über die Landesgrenzen wahrgenommen und so könnte dann eine Partei über Jahre hinweg vom Image einer Kleinstpartei wegkommen.

    Ich habe ihn jetzt auf YouTube gefunden.

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    🙈

    Irgendwie hört es sich unvollständig an. Der "Yum Yum the Sandwich Rap"-Teil erinnert etwas an den Wellerman Song und dann denke ich bei jedem Mal, bei dem die Zeile gesungen wird, dass die Melodie weitergeht, aber sie tut es natürlich nicht.

    So meine ich das nicht. Es muss ja gar nicht erst zu einem Vorfall kommen, nach dem die gesellschaftliche Empörung die Runde macht, wenn die Strukturen einfach ein frühzeitiges Eingreifen ermöglichen würden. Und gerade weil dann schnell das Fingergezeige auf uns Lehrkräfte losgeht, wollte ich vorweggreifen, dass keine Lehrkraft etwas dafür kann, wenn sie nur im Rahmen der Möglichkeiten innerhalb dieser Strukturen handeln kann.

    Man kann keinem Kollegen an der Basis hieraus einen Strick drehen. Am Ende versucht jeder aus den begrenzten Ressourcen, die das System zur Verfügung stellt, noch das Beste hersuszuholen.

    Sollte es aber irgendwann wieder eine Gewalttat geben und es wäre von Richtung Schule aus keine Information Richtung Polizei oder Jugendamt gegangen, bin ich mir sicher, dass es wieder einen medialen Aufschrei geben würde.

    Ich sehe zwei ganz grundsätzliche Unterschiede zwischen der Arbeit als Lehrkraft und der Arbeit in einem Bürojob:

    1. Im Bürosetting kommt es auch mal zu zwischenmenschlichen Differenzen - was sich nicht vermeiden lässt, wenn man beruflich in irgendeiner Art und Weise mit Menschen (seien es Kollegen, Kunden oder Vorgesetzte) zu tun hat - aber du bist in der Regel umgeben von Erwachsenen, die wissen, wie man sich gegenüber und in Anwesenheit von Menschen zu verhalten hat. Kinder und Jugendliche sind, je nach Entwicklungsstand und bisheriger Sozialisierung, oft noch nicht so weit und müssen dies erst noch lernen. Um eine angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre zu ermöglichen, kommt man als Lehrkraft um ein auf die Bedürfnisse der Lerngruppe angepasstes Classroom Management nicht herum. Womöglich erwischst du auch mal eine Chaostruppe, bei der du die Aufgabe hättest, sie am Ende soweit zu kriegen, dass du sie auf die Menschheit loslassen kannst. Um durchgängig Herr der Lage zu bleiben, musst du sehr aufmerksam sein und bei jedem Fehlverhalten zeitnah, angemessen und nachhaltig eingreifen, um zu vermeiden, dass binnen Sekunden ein nicht mehr kontrollierbares Lauffeuer entsteht. Das muss man können und aber auch wollen.

    2. Im Bürosetting kann man auch einfach mal berieseln lassen. Man kommt unvorbereitet hin und schaut, was der Tag so an Aufgaben mit sich bringt und man geht dann mit dem Fluss. Wenn du nicht gerade ein Improvisationstalent bist, wird es nur wenige Augenblicke im Lehreralltag geben, bei denen du wirklich total unvorbereitet in die Klasse kommst und wartest, dass die Impulse von außen schon kommen. Du bist konsequent in der aktiven Position: Du musst jede Unterrichtsstunde vorbereiten und bist dann auch in der Stunde selbst derjenige, der alles lenkt. Ich habe es an anderer Stelle mal damit verglichen, dass man als Lehrer Entertainer ist und praktisch jeden Tag ein Bühnenprogramm für seine Show entwerfen muss. Auch das muss man können und wollen.

    Alles Andere kann man lernen, aber bei den zwei Punkten solltest du dich selbst fragen, ob du der Typ Mensch bist, dem beides nichts ausmacht oder sogar entgegen kommt, weil es zu deiner Persönlichkeit passt.

    Die durchschnittliche Klassenarbeit/Klausur fällt irgendwie vom Schnitt her im befriedigenden Bereich aus, Stichwort Gaußsche Normalverteilung. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die Schüler das Vorwissen, die Leistungsbereitschaft und auch -fähigkeit mitbringen, um theoretisch überhaupt erst in der Lage zu sein, den zu vermittelnden Stoff erfassen zu können. Daran scheitert es bereits oft schon, siehe Plattyplus' Ausführungen aus dem berufsbildenden Bereich.

    Die Schüler sind sich irgendwie bewusst, dass es nicht so läuft wie es eigentlich laufen sollte, finden aber von selbst keinen Weg, ihre Situation zu ändern, was einerseits an einem gestörten Selbstbild und anderersits einer schulischen Konstellation, in der Lerntempo und -inhalte von außen vorgegeben werden und daher von ihnen nicht aktiv gesteuert werden können (außer sie entscheiden sich, die Schulform zu wechseln, was wiederum voraussetzen würde, ihr Selbstbild würde ihnen diese Erkenntnis erlauben), liegt.

    Wir haben nun einmal den staatlichen Auftrag, so zu tun, als ob bestimmtes Vorwissen vorhanden wäre, und die Inhalte und die Kompetenzen zu vermitteln und zu bewerten, die die Curricula vorsehen. Dass keiner so sadistisch veranlagt ist, gerne reihenweise 5en und 6en zu vergeben, ist klar, aber wir können nur die Leistung bewerten, die die Schüler auch zu zeigen bereit sind, und wenn wir behaupten können, dass der vorangegangene Unterricht didaktisch sinnvoll aufbereitet war und die Prüfung die gängigen Testkriterien erfüllt, gibt es keinen Grund, bei der Vergabe einer schlechten Note ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Wenn jemand explizit im Umfeld Schule nicht mehr arbeiten kann, und hierzu gibt es durchaus nachvollziehbare Gründe, kann dennoch eine Tätigkeit im außerschulischen Bereich, ggf. in Kombination mit einer Weiterbildung, möglich sein. Das ist aber ein Punkt, ab dem ein Arzt besser qualifiziert ist, um zu diagnostizieren, was dem Patienten geistig/körperlich zuzumuten ist und was nicht.

    Älter zu werden, ist erst einmal etwas Positives, da man so mehr Zeit hat, sich zu entfalten. Für das Gesundheitssystem wäre es problematisch, wenn einfach nur der Zeitraum, in dem verstärkt medizinische Unterstützung benötigt wird, verlängert werden würde. Was jedoch vielmehr das Ziel sein sollte, ist, diesen Zeitraum möglichst weit nach hinten zu verschieben, sprich so lange wie möglich gesund zu leben. Und dafür ist es wichtig, früh und konsequent Präventation zu betreiben. Es ist anstrengend für den Körper, sich 80, 90 oder 100 Jahre lang am Laufen zu halten. Man kann dem Körper dabei helfen, indem man mögliche Verschleißfaktoren eliminiert, zumindest stark reduziert oder durch gesundheitsfördernde Maßen regelmäßig kompensiert. Im Leben gibt es auf nichts eine Garantie, aber wer das ganze Programm früh anfängt und konsequent durchführt, reduziert das Eintrittsrisiko von gesundheitsbedingten Einschränkungen massivst. Es ist unglaublich, wie viele Menschen der Fehlvorstellung unterliegen, dass ihr körperlicher Zustand "halt so ist wie er ist" und dabei gleichzeitig unterschätzen, wie hoch der Einfluss ihrer tagtäglichen Entscheidungen hierauf eigentlich ist.

    Ilse2 : Es gibt Menschen, die von Geburt an oder durch fremdes Einwirken gesundheitlich eingeschränkt sind. Dass diese Menschen vermehrt ärztliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen müssen, ist verständlich und dass muss unser System auch leisten können.

    Gleichzeitig wird unser Gesundheitssystem durch vermeidbare Erkrankungen und Verletzungen unnötig belastet. Ich habe es schon einmal in Bezug auf Pflegebedürftigkeit hier im Forum geschrieben: Gäbe es mehr Aufklärung bzgl. Prävention und würden mehr Menschen bereits in jungen Jahren konsequent einen gesunden Lebensstil pflegen (das heißt: Ernährung, körperliche Aktivität, geistige Stimulanz, Erholung) , würde die Wahrscheinlichkeit auf Pflegebedürftigkeit im Alter deutlich (!) sinken und wenn, dann würde sie zumindest später einsetzen.

    Es geht nicht darum, dass keiner mehr krank oder verletzt sein darf, aber viele medizinische Behandlungen wären schlicht nicht nötig, wenn wir als Gesellschaft uns mehr am Riemen reißen würden.

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