Wenn jemand explizit im Umfeld Schule nicht mehr arbeiten kann, und hierzu gibt es durchaus nachvollziehbare Gründe, kann dennoch eine Tätigkeit im außerschulischen Bereich, ggf. in Kombination mit einer Weiterbildung, möglich sein. Das ist aber ein Punkt, ab dem ein Arzt besser qualifiziert ist, um zu diagnostizieren, was dem Patienten geistig/körperlich zuzumuten ist und was nicht.
Beiträge von Gymshark
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Älter zu werden, ist erst einmal etwas Positives, da man so mehr Zeit hat, sich zu entfalten. Für das Gesundheitssystem wäre es problematisch, wenn einfach nur der Zeitraum, in dem verstärkt medizinische Unterstützung benötigt wird, verlängert werden würde. Was jedoch vielmehr das Ziel sein sollte, ist, diesen Zeitraum möglichst weit nach hinten zu verschieben, sprich so lange wie möglich gesund zu leben. Und dafür ist es wichtig, früh und konsequent Präventation zu betreiben. Es ist anstrengend für den Körper, sich 80, 90 oder 100 Jahre lang am Laufen zu halten. Man kann dem Körper dabei helfen, indem man mögliche Verschleißfaktoren eliminiert, zumindest stark reduziert oder durch gesundheitsfördernde Maßen regelmäßig kompensiert. Im Leben gibt es auf nichts eine Garantie, aber wer das ganze Programm früh anfängt und konsequent durchführt, reduziert das Eintrittsrisiko von gesundheitsbedingten Einschränkungen massivst. Es ist unglaublich, wie viele Menschen der Fehlvorstellung unterliegen, dass ihr körperlicher Zustand "halt so ist wie er ist" und dabei gleichzeitig unterschätzen, wie hoch der Einfluss ihrer tagtäglichen Entscheidungen hierauf eigentlich ist.
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Ilse2 : Es gibt Menschen, die von Geburt an oder durch fremdes Einwirken gesundheitlich eingeschränkt sind. Dass diese Menschen vermehrt ärztliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen müssen, ist verständlich und dass muss unser System auch leisten können.
Gleichzeitig wird unser Gesundheitssystem durch vermeidbare Erkrankungen und Verletzungen unnötig belastet. Ich habe es schon einmal in Bezug auf Pflegebedürftigkeit hier im Forum geschrieben: Gäbe es mehr Aufklärung bzgl. Prävention und würden mehr Menschen bereits in jungen Jahren konsequent einen gesunden Lebensstil pflegen (das heißt: Ernährung, körperliche Aktivität, geistige Stimulanz, Erholung) , würde die Wahrscheinlichkeit auf Pflegebedürftigkeit im Alter deutlich (!) sinken und wenn, dann würde sie zumindest später einsetzen.
Es geht nicht darum, dass keiner mehr krank oder verletzt sein darf, aber viele medizinische Behandlungen wären schlicht nicht nötig, wenn wir als Gesellschaft uns mehr am Riemen reißen würden.
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Ich bin selbst als Privatpatient von folgenden Praxen abgelehnt worden: Zahnarzt vor Ort, Frauenarzt in der Nähe, Kinderarzt in der Nähe. Letztere beiden gibt/ gab es vor Ort nicht.
Hier im Ort beschweren sich übrigens sehr viele Menschen über die Hausarztpraxis, zu lange Wartezeiten, schlecht erreichbar und so weiter. Allerdings nimmt diese Praxis bislang noch alle Patienten auf, sucht dringend Personal und stellt inzwischen ohne Pause die Versorgung von vielen 1000 Menschen sicher.
Vielleicht ist auch eines der Probleme, dass die Deutschen insgesamt zu viel und zu oft zum Arzt gehen. Gab es nicht eine Studie, dass die Deutsche derzeit deutlich öfter ärztliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen als früher? Vielleicht würden die Ärzte besser mit der Patientenversorgung vorankommen, wenn jeder Einzelne für sich schon einmal schaut, dass er (m/w/d) durch einen gesunden Lebensstil bereits möglichst wenig medizinische Unterstützung benötigt.
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Mal ganz hart formuliert: Wer auf dem Gymnasium nicht selbst auf die Idee kommt, woran nicht ausreichende Leistungen liegen könnten und hierfür extra einen Förderplan benötigt, ist womöglich an der falschen Schulform.
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Ich finde, es wurde genug am Vorhaben der Threaderstellerin kritisiert. Ich verstehe, dass man sich als "klassisch" ausgebildete Lehrkraft komisch vorkommt, wenn jemand ohne pädagogische Vorbildung vorschlägt, den Beruf genauso kompetent durchführen zu können, würde aber gerne die Threaderstellerin insofern schützen, dass die Bildungspolitik hier auch einige Fehler in der Kommunikation in den letzten Jahren machte, sodass die Idee aufkam, dass es nur irgendwie darum geht, irgendwelche humanen Ressourcen, völlig unabhängig ihrer formalen Qualifikation, vor die Klassen zu stellen und dann passt schon alles. Und mit dem Hintergrund ist es nur allzu verständlich, wenn der Eine oder Andere sich dann denkt "Hey, aktuell werden Lehrer gesucht und die Eintrittsvoraussetzungen sind aktuell niedrig. Könnte der Job auch etwas für mich sein?".
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Russland schaut gerade, wie weit es mit dieser Taktik gehen kann. Europa reagiert währenddessen damit, den Zeigefinger zu wedeln und zu rufen "Na, na, na, du böser Schlingel, du!" - was vermutlich auf Russland nicht gerade eine abschreckende Wirkung hat.
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Es kommt immer darauf an, mit welchem Ziel du Differenzierung betreiben möchtest. Leistungsdifferenzierung nach unten wird an Gymnasien nicht stattfinden, da das einfach dem Grundverständnis dieser Schulform widerspricht. Am Anfang der Sek I und dann am Anfang der Sek II werden mit den Schülern Lernmethoden besprochen, die sie verwenden können, vor allem, wenn sie merken, dass ihnen das eine oder andere Thema doch nicht so leicht fällt. Im Gymnasialbereich wird aber in solchen Fällen mehr Selbstinitiative der Schüler erwartet als z.B. im Real-/Mittelschulbereich.
Da das Gymnasium bereits die höchste Schulform im Sekundarbereich ist, differenzieren wir auch nach oben. Hochbegabte Schüler bearbeiten Sternchenaufgaben, erhalten Knobel- oder Känguruwettbewerbsaufgaben. Im Leistungskurs dürfen sich die besonders fitten Schüler auch mal an einer Aufgabe aus einer Anfängervorlesung aus dem Studium versuchen. Die Prüfungen selbst sind für alle Schüler gleich.
Ich habe keinen Muttersprachler im Unterricht, aber hier ist es oft der Fall, dass die schriftlichen den mündlichen Kompetenzen (etwas) hinterherhinken. Hier würde ich, hätte ich einen solchen Schüler (m/w/d), vor allem in den ersten 3 Lernjahren, verstärkt Schreibanlässe anbieten. Und auch hier wären die Klassenarbeiten aber die gleichen.
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Das Leistungsspektrum ist an Gymnasien geringer und ja, im Zentrum steht für alle Schüler die Erreichung der Klassenziele. Differenzierung wird vor allem dann benötigt, wenn Schüler ins Neurodiversitätsspektrum fallen, hochbegabt oder z.B, im Fremdsprachenbereich muttersprachlich vorgeprägt sind. Diese Differenzierung nimmt aber zweifelsfrei nicht den Umfang der Differenzierung an anderen Schulformen, insbesondere Grundschule, ein, da sind wir uns sicher einig.
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Das habe ich nicht, stimmt. Liegt wohl daran, dass ich nicht so ganz die Verbindung deines Anliegens mit Kapas Nachricht erkennen konnte.
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Wir hatten das hier schonmal: Was würdest du machen, wenn dein Haus und Grund, das du evtl besitzt, jetzt auf von Russland kontrolliertem Boden wäre? Würdest du sagen: Pech für mich? Oder was?
Vorab, ich betrachte das Ganze rein aus Putins Sicht.
Welchen Vorteil hätte er davon, wenn er jetzt alle von Kapa dargelegten Aktionen durchführen würde? Er ist ein egoistischer, machtbesessener 70-jähriger Mann, der keine Strafverfolgung zu fürchten hat und von seinem Gefolge bedingungslos beschützt wird.
Das einzige Lose-Szenario (=Gesichtsverlust) wäre es für ihn, seine Leute abziehen zu lassen und die Kinder freizugeben. Dann müsste er indirekt einen Fehler zugeben und als ob sich ein Putin diese Blöße geben würde.
Bei allem Anderen, so wird er es sich zumindest schönreden, hat er am Ende gewonnen, selbst wenn auf "seiner" Seite (Seine körperliche Unversehrtheit ist ihm heilig und die seiner Bürger egal.) die personellen Verluste signifikant waren.
Krass heruntergebrochen: Er ist alt und will in ein paar Jahren mit dem Wissen sterben, dass er ein Nationalheld sei (Konjunktiv!) und ihm sein Land auf ewige Zeiten dankbar sein werde (Konjunktiv!).
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Das ist ein völlig unrealistisches Szenario.
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Ich habe den Eindruck, seit Corona seltener krank zu sein. Kann aber auch einfach eine zufällige Korrelation sein.
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In den Aufgaben ist sehr viel Aufgabenbereich 2 und 3 enthalten. An sich durchaus anspruchsvollere Aufgabenformate, die ein Schüler (m/w/d), der ans Gymnasium übertreten möchte, beherrschen sollte und ich finde gut, dass alle alle mathematischen Inhaltsfelder abgedeckt werden und nicht nur Arithmetik. 45 Minuten halte ich selbst für mathematisch fitte Schüler für diesen Umfang zu knapp. Bei Aufgabe 3 hätte ich nicht gewusst, ob sie sich auf Nummer 2 bezieht oder ob sich die Schüler irgendwelche Zahlen ausdenken dürften. Aufgabe 15 kann man durch Probieren lösen, aber wenn eh schon Zeitdruck herrscht, finde ich eine solche Aufgabe ungeeignet. Das kann man eher im freien Arbeiten einsetzen, um zu prüfen, ob die Schüler von selbst auf eine Art Rechnen mit Variablen kommen.
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pepe : Seine Argumentation rund um das Thema "Arbeit in Werkstätten" hat mir auch gefallen. Hier gibt es tatsächlich Handlungsbedarf.
Alles Andere fand ich leider in Teilen (selbst wenn ich berücksichtige, dass Böhmermann Satiriker ist.) sehr populistisch und stellenweise auch einfach faktisch falsch dargestellt.
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In einem aktuellen Auftritt hetzt Jan Böhmermann gegen Förderschulen:
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Das kommt sicherlich sehr auf das Einzugsgebiet an. Mir sind schon einige Neubauprojekte begegnet, die größtenteils große Wohnungen (mit entsprechenden Preisen) enthielten, bei denen (unfreiwillige) Singles auf Wohnungssuche eher nicht fündig werden, da der Kompromiss, doch eine größere Wohnung zu nehmen als man alleine bräuchte, auch zur Folge hätte, mehr zu zahlen als man eigentlich wollte.
Im urbanen Raum werden eigentlich keine neuen Einfamilienhäuser mit Garten gebaut, da sind in Außenbezirken die von dir angesprochenen Reihenhäuser zumeist schon das Höchste der Gefühle. Im ländlichen Raum kommt es darauf an, ob es um ein Neubaugebiet geht oder eine Baulücke in einem gewachsenen Wohngebiet geht.
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Sprachen, Musik und MINT haben leider den Nachteil, dass die Grundlagen einfach sitzen müssen, da sonst komplexere Anwendungen nicht möglich sind.
Mehr als Üben-Üben-Üben und Zähne zusammenbeißen wäre mir da auch nicht bekannt.
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Von allen 4 gängigen Optionen (Hauskauf, Wohnungskauf, Hausanmietung, Wohnungsanmietung) dürfte die Hausanmietung diejenige sein, die auf dem Immobilienmarkt mit Abstand am seltensten vorzufinden ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fokussierung auf Hauskauf oder Wohnungsanmietung in Deutschland historische Gründe hat.
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Von welchen Gegenden redest Du denn die ganze Zeit?
Westdeutsche Kleinstädte mit Einwohnerzahl unter 10.000, insbesondere die kleineren Ortsteile.
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