Beiträge von Gymshark

    Ich denke, mittlerweile dürfte es doch klar sein, dass Biden nicht Kandidat der Präsidentschaftswahl 2024 bleiben wird. Kamala Harris wird übernehmen müssen.

    Trump hat bereits einmal gegen eine Frau gewonnen. Ich habe auch den Eindruck, dass Hilary Clinton mehr Kompetenz zugetraut wird als Kamala Harris.

    Michelle Obama hätte eine Chance gegen Trump, aber sie möchte ja bekanntlich nicht.

    Oder wie sollen "Berufspolitiker um die 30" aus ihrem reichhaltigen "Erfahrungsschatz" schöpfen, um überhaupt zu verstehen, was Menschen mit anderen Lebenswirklichkeiten (und höherem Lebensalter) möchten?

    Ein bisschen Lebenserfahrung sollte schon vorhanden sein - es gibt ja teilweise Politiker unter 30, da bin ich auch skeptisch, wenn es um Spitzenämter geht. In 30ern und in den 40ern ist die Mischung aus geistiger und körperlicher Fähigkeiten auf dem Höhepunkt. Das ist auch ein Alter, wo man mutmaßlich am ehesten einen Blick in die ältere und die jüngere Generation hat, und so am ehesten einen Spagat schafft, allen Altersgruppen einigermaßen gerecht zu werden.

    Nehmen wir mal mein gewähltes Beispiel mit dem nigerianischen Präsidenten. Du hast ein Land mit einem sehr hohen Anteil an junger Bevölkerung und dann einen deutlich älteren Präsidenten, der sogar die durchschnittliche Lebenserwartung eines Nigerias übersteigt. Nicht nur wird er zu einem geringen Teil der Gut- und Sehrgutverdiener des Landes gehören, sondern auch außerhalb jüngerer Familienangehöriger (z.B. Enkel) größtenteils mit Menschen, die ein ähnliches Alter wie er selbst haben, zu tun haben. Die Frage ist, inwieweit ist jemand, der sich in dieser demographisch doch sehr speziellen Blase bewegt, in der Lage, zu erkennen, welche Bedürfnisse Bürger, die halb oder sogar nur ein Drittel so alt sind, haben und dies auch im Rahmen der eigenen Möglichkeiten politisch umzusetzen?

    Das klingt plausibel, wenngleich natürlich die Frage bleibt, inwieweit eine Person mit höherem Alter nicht nur die geistige wie körperliche Kondition hat, ein Land zu regieren, sondern auch gewillt ist, die Gesamtheit der Wähler angemessen zu repräsentieren. Da ist Biden sicher bereits ein extremer Fall, aber es nimmt in Entwicklungsländern teilweise noch bizarrere Züge an: Nigeria hat eine Lebenserwartung, je nach Quelle irgendwo im Bereich Mitte 50, aber der im letzten Jahr gewählte Präsident ist aktuell 72 (!) Jahre alt - ein Alter, in dem praktisch kaum ein Nigerianer überhaupt noch arbeitet.

    Wenn wir uns mal in der normalen Gesellschaft umschauen, dann arbeiten 98% der Menschen Ü80 nicht mehr - häufig aus gesundheitlichen Gründen oder weil sie nach einem langen Arbeitsleben nicht mehr können oder wollen. Wenn ältere Menschen arbeiten, dann häufig in folgenden Bereichen: Unterhaltung/Kunst, Glaube, Unternehmensführung, Wissenschaft oder Politik.

    Es geht nicht darum, jemanden zu entmündigen, aber wir sollten viel kritischer mit der Frage umgehen, ob es sozial verantwortlich ist, wenn Menschen kurz vor ihrem Lebensende noch Täzigkeiten mit höchstem Verantwortungsgrad übernehmen sollen.

    Bei uns gibt es Kollegen, die ausschließlich Sek II machen. Oft sind es Fächer, die in diesen Jahrgängen einen Mangel haben, teilweise in Kombination mit einer reduzierten Deputatsstundenzahl (Teilzeit oder Anrechnungsstunden).

    Das sind aber immerhin noch 3 Schuljahre. Bei 2 Schuljahren bin ich mir unsicher, ob man im Fall einer Vollzeitstelle überhaupt auf seine Stunden kommt.

    Eine pädagogische Bewertung der Leistungen (als Gegenmodell zur arithmetischen Ermittlung) kann übrigens auch bedeuten, dass sich im Zweifelsfall für die schlechtere Note entschieden wird, auch wenn dies im Zweifelsfall eher als "unfair" empfunden wird als wenn die Note aus pädagogischen Gründen aufgerundet wird.

    Ich habe den Eindruck, würde in der Form über andere Bevölkerungsgruppen geschrieben werden, wäre schnell der Vorwurf der Diskriminierung und der Reproduktion von Vorurteilen im Raum.

    Ich finde es problematisch, das eigene Fach als "unwichtig" zu charakterisieren. Es wurde zumindest von dem betreuenden Kultusministerium und des jeweiligen Berufsverbandes als wichtig genug empfunden, um es in den Ausbildungslehrgang hinzuzufügen. Daher wird es entweder für die Allgemeinbildung des Schülers oder die spätere berufliche Praxis zumindest eine untergeordnete Rolle spielen. Manche Fächer, da bin ich ehrlich, muss man, auch wenn sie einem persönlich nicht ganz so liegen, halt einfach "bestehen" (Das war bei meinem Studium letztendlich auch so.) und wenn der Betrieb dem Fach eine entscheidende Rolle zuordnet, sollte das dem Auszubildenden den Motivationsschub mitgeben, im Unterricht gut mitzumachen und die Prüfungen entsprechend zu absolvieren, um hierin eine möglichst gute Note zu erhalten.

    Auch ohne ChatGPT ist sowas ja recht schnell geschrieben, wenn man den Schüler ein ganzes Schuljahr im Unterricht sitzen hatte und weiß, an welchen Stellen der Schuh drückt. Gerade bei einer Fremdsprache kann man sich gut an den 4-5 Fertigkeiten (je nachdem, ob man Mediation dazu zählt) orientieren.

    Das klingt aber alles Andere als seriös, um ehrlich zu sein. "Deine Leistungen entsprechen einer 5, aber ich gebe dir eine 4, weil du durch die Scheidung deiner Eltern gerade eine harte Zeit durchmachst." ? Gerade eine 4 heißt doch, dass die Anforderungen (knapp) erfüllt wurden, und wenn die Anforderungen in Wahrheit nicht erfüllt wurden, ist das eine Täuschung aller Beteiligten (inkl. nachfolgender Lehrkräfte oder zukünftiger Arbeitgeber), da ich mal davon ausgehe, dass hinter die 4 kein Sternchen mit Zusatz "berücksichtigt private Situation des Schülers" kommt, oder?

    Außerdem - nicht jeder Schüler kommuniziert offen, dass seine Eltern sich scheiden ließen. Bekommt dann derjenige, der das offen thematisiert, die bessere Note, und der, der das im Stillen mit sich ausmacht, nicht? Fair klingt das nicht; von den restlichen Gütekriterien der Testkonstruktion mal abgesehen.

    Gerade wenn der Schüler erwachsen ist, sollte er entscheiden können und sollen, ob er gewillt ist, so viel Mühe in das Lernen für das Fach reinzustecken, dass es für eine 3 reicht oder nicht. Ich gehe davon aus, dass du zu Beginn des Schuljahres transparent kommuniziert hast, welche Formen der Leistungsüberprüfung es geben und wie am Ende die Endnote ermittelt werde, sodass der Schüler sich von Anfang an darauf einstellen und seine im Laufe des Schuljahres erworbenen Kompetenzen zeigen konnte.

    Eine Endnote fällt am Ende nicht vom Himmel und wenn die über das gesamte Halbjahr gezeigten Leistungen keiner 3 entsprechen, sehe ich nicht den Grund, warum für diesen Schüler eine Ausnahme gemacht werden sollte.

    Der Punkt des grammatisch generischen Geschlechts ist gerade, dass ein Begriff wie "Schauspieler(in)" nicht an das biologische Geschlecht gebunden ist, sondern eher eine Tätigkeit, ein Amt oder eine besondere Eigenschaft in den Vordergrund rückt.

    Wenn jemand im generischen Feminimum schreibt "Brad Pitt ist Schauspielerin.", wird damit gerade nicht gesagt "Brad Pitt ist eine Frau.", sondern "Brad Pitt übt den Schauspielberuf aus.".

    Wenn es dann doch einmal inhaltsverändernd sein sollte, hervorzuheben, dass Brad Pitt ein Mann ist, traue ich O. Meier zu, dass sie das sprachlich entsprechend kennzeichnet. Bis dahin weiß ja jetzt jeder, dass sie das generische Femininum verwendet und somit für sie Brad Pitt die Schauspielerin und Frosch die Schulleiterin ist.

    Sie schreibt „diese „Elfjährige“, nicht dieser Elfjährige. Ein generisches Femininum macht nur Sinn in Fällen, in denen das Geschlecht eben nicht bekannt ist.

    Oder in den Fällen, in denen die Nennung des biologischen Geschlechts nicht inhaltsverändernd wäre.

    In dem verlinkten Artikel ist der gravierende Faktor das Alter des Opfers, weniger dessen biologisches Geschlecht.

    Genau wie beim generischen Maskulinum ist es auch beim generischen Femininum möglich, sprachlich die Fälle hervorzuheben, bei denen das biologische Geschlecht der adressierte(n) Personen tatsächlich inhaltsverändernd ist.

    O. Meier schreibt nicht, dass es ein Mädchen sei. Sie schreibt auch sowas wie "Frosch ist Schulleiterin.", wissend dass Frosch ein Mann ist. Das ist einfach das generische Femininum - quasi das Gegenstück zum weitverbreiteten generischen Maskulinum, bei dem die Verwender (m/w/d) unabhängig vom biologischen Geschlecht der adressierten Person(en) das grammatikalische Maskulinum verwenden.

    Ich habe bislang nicht mitbekommen, dass O. Meier sich über irgendjemanden brüskiert hätte, der das generische Maskulinum verwendet. Warum stören sich also manche User daran, dass es bei O. Meier eben klassisch das generische Femininum ist? Jeder sollte doch in der Lage sein, zu wissen, was im konkreten Fall gemeint ist.

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