Vielleicht gibt es eine ganz grobe Tendenz in die Richtung, aber auch wieder ganz viele Ausnahmen, wie ja bereits von Maylin85 beschrieben wurde. Es gibt Gegenden mit hohem Migrationsanteil und trotzdem ausgeprägter Fremdenfeindlichkeit und dan wieder Gegenden mit niedrigem Migrationsanteil, in denen das Phänomen im Alltag (und im Wahlverhalten) kaum eine Rolle spielt.
Beiträge von Gymshark
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Die stört, dass ich überdeutlich mache, wie absurd die Mehrheit deiner Nachfragen und Aussagen in diesem Thread ist, dann denk bitte erst einmal selbst ernsthaft nach, ehe du etwas postest. Andernfalls wirst du wohl damit leben müssen, dass ich dir immer mal wieder den Spiegel vorhalte, wenn du es mal wieder arg übertreibst, wie insbesondere in diesem Thread hier ausgiebig.
Ich versuche es ein letztes Mal freundlich. Bitte sei so gut und unterlasse solche Kommentare! Lass uns auf der inhaltlichen Ebene bleiben!
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Wolfgang Autenrieth : Ich stelle fest, dass das auf jeden Fall ein sehr komplexes Thema ist, was wohl auch heute noch Historiker beschäftigt. Was mich zu der Frage kommen lässt, wie dieser Herr Krah zu der Vorstellung kam, es sei eine gute Idee mitten im Wahlkampf in einem Interview mit einer italienischen Tageszeitung diese These aufzuwerfen. Ich habe zwischenzeitlich schon überlegt, ob es sich bei ihm um einen V-Mann handelt - oder einfach einen selbstverliebten Selbstdarsteller.
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CDL: Bitte unterlasse unterschwellige Andeutungen und arrogante Anmerkungen! Es ist von Vorteil, als Bürger (m/w/d) dieses Landes von der Geschichte der SS gehört zu haben, aber wenn dem nicht so ist und ein aktuelles, gesellschaftlich relevantes Ereignis vorkommt, bei dem vertieftes Hintergrundwissen zur Einschätzung dieses Ereignisses von Nöten ist, ist es mehr als legitim, sich hier von Leuten, die sich hiermit vertieft auskennen, Meinungen einholen zu lassen.
Man kann nicht, man muss nicht alles wissen!
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Hier möchte ich jetzt aber mal den Begriff "Ausländerfeindlichkeit" hinterfragen.
Für mich ist Ausländerfeindlichkeit, wenn Mitglieder einer angestammten Mehrheitsgesellschafts Zugewanderte ablehnen.
Lt. BPB:
Zitat"Mit dem Begriff der Ausländerfeindlichkeit wird eine ablehnende Haltung dem gegenüber bezeichnet, was einem selbst fremd erscheint und anders ist als die eigenen Lebensumstände."
Es werde aber verstärkt auch der Begriff "Fremdenfeindlichkeit" verwendet:
Zitat"Fremdenfeindlichkeit bezieht sich meist auf Menschen, die „fremd“ aussehen (z. B. eine andere Hautfarbe haben als man selbst), sich „anders“ verhalten (z. B. eine andere Sprache sprechen als man selbst) oder etwas anderes glauben als man selbst (z. B. dem Islam oder Judentum angehören)."
Besonders interessant finde ich bei der Definition, dass der Ausgangspunkt weniger die "angestammte Mehrheitsgesellschaft" ist, sondern "man selbst", was erst einmal bedeutet, dass jeder per Definition theoretisch fremdenfeindlich sein könnte, also auch Zugewanderte, wenn diese auf Zugewanderte treffen, die eine andere Hautfarbe haben, eine andere Sprache sprechen oder etwas anderes glauben als man selbst.
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Äh nein, aber wenn eine Aussage in einem Interview einem Politiker erhebliche Konsequenzen verursacht, macht es doch Sinn, sich das Ganze auf inhaltlicher Ebene anzuschauen, um zu schauen, ob die Reaktionen gerechtfertigt sind. Das ist absolut normal und hat doch nichts mit Relativierung zu tun. Die Antwort bei einer solchen Analyse darf dabei natürlich auch jederzeit lauten: "Ja, die Reaktion war gerechtfertigt." oder sogar "Die Reaktion hätte schärfer ausfallen müssen.".
Ich muss fernab der inhaltlichen Betrachtung feststellen, das Herr Krah so gar kein Feingefühl besitzt, wie man sich in einem Wahlkampf verhält. In einem Wahlkampf möchte man ja Stimmen für sich gewinnen - ist er davon ausgegangen, dass danach alle Menschen sagen: "Jo, dieser Mann soll unsere Interessen in Brüssel vertreten."? Ich sehe ihn weniger als Politiker (dafür fehlen ihm wichtige Social Skills in meinen Augen.), sondern eher als eine Art Entertainer.
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An die Geschichtskollegen: Wie deutet ihr die Aussage, dass nicht alle SS-Angehörigen Verbrecher waren? Es soll wohl damals auch Menschen (Minderjährige?) gegeben haben, die zum Dienst gezwungen wurden, und da fehlt mir der historische Überblick bei diesem Thema, um die These zu beurteilen.
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Ist immer die Frage, wo man die Grenzen zieht.
Bin entsetzt, wie viele ältere CDU und SPD Wähler Vorbehalte gegen z.B. Schwarzafrikaner oder Muslime in der engeren Verwandtschaft hätten. Das ist für mich eindeutig rassistisch und rechtsextrem.
Du meinst rechtsradikal. Rechtsextrem ist die Steigerung mit dem zusätzlichen Wunsch nach dem totalitären System und dem Bruch mit der freiheitlich-demokratischen Urteil.
Unabhängig von Begrifflichkeiten sollte man sich evtl. mal langsam mit den Ursachen auseinandersetzen, warum der Anteil sehr junger Menschen mit ausländerfeindlichem Gedankengut so deutlich ansteigt. Immerhin ist das die Altersgruppe, die im Zuge des Durchlaufens von Institutionen vermutlich am meisten direkten Kontakt mit Zuwanderern und Gleichaltrigen mit Migrationshintergrund hat.
Ausländerfeindlichkeit ist nicht zwangsläufig Ergebnis von fehlendem Kontakt mit Ausländern. Es gibt kulturell sehr heterogene Gegenden mit hoher Ausländerfeindlichkeit, weil sich z.B. die eine Gruppe Migranten überhaupt nicht mit einer bestimmten anderen Gruppe Migranten versteht. Das ist letztendlich auch nichts Anderes als Ausländerfeindlichkeit, da dies nicht automatisch bedeutet, dass man mit allen Ausländern ein Problem habe - es genügen bereits Ressentiments gegenüber einer bestimmten Nationalität bzw. Menschen aus einem bestimmten Kulturraum. Auch müssen wir uns bewusst machen, dass Fluchtbewegungen bedeuten können, dass manche Menschen ihre Konflikte nach Deutschland mitbringen.
Die verlinkte Sekundarquelle weißt ja gerade darauf hin, dass an anderen Schulformen der Anteil an Menschen mit ausländerfeindlichem Gedankengut höher als an Gymnasien ist, obwohl diese Schulformen im Schnitt sogar einen höheren Migrantenanteil aufweisen.
Nachtrag: Die BPB bezeichnet z.B. die grauen Wölfe als größte rechtsextreme Organisation in Deutschland (Quelle).
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Ich kenne diesen Herrn nicht, daher kann ich dazu gar nicht viel sagen. Wenn er die Definition so erfüllt, dann ist er "rechtsextrem", das kann ich aber nicht beurteilen.
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Kris24 : Zu deiner Angabe mit den 8%:
Hier wird beschrieben, dass 8% der Bürger (m/w/d) ein rechtsextremes Weltbild hätten. Ob das wiederum auch bedeutet, dass das Wahlpotential einer offen rechtsextremen Partei bei 8% liegt, hängt davon ab, wie viele dieser 8% auch tatsächlich aktive Wähler sind.
Bei weiteren 20% bestehe ein Graubereich.
Interessante (und zugleich schockierende) Aussage: 23,9% der Gymnasiasten stimmen ausländerfeindlichen Aussagen ganz oder eher zu. In anderen Schulformen sei dieser Wert noch höher. Die Sekundärquelle macht hier nur den Fehler, dies automatisch als "rechtsextrem" zu interpretieren, obwohl lt. der Definition von Frau Flägel dies noch zusätzlich den Wunsch nach einem totalitären System und die Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Ordnung beinhaltet. Zumindest "rechtsradikal" scheint hier erfüllt zu sein, was jedoch, zu meiner Überraschung, lt. Flägel noch gerade so im Rahmen des demokratischen Spektrums zu verorten sei.
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Ich kenne diesen Herrn nicht. Zumindest laut der Definition von Frau Flägel würde "rechtsextremes Gedankengut" bedeuten, dass er gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung (lt. Verfassungsschutz Schutz der Menschenwürde, des Demokratie- und des Rechtsstaatsprinzip) sei und ein totalitäres System durch Revolution anstrebe.
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Ab wann ist eine Partei für dich "offen rechtsextrem"? Keine Partei wird sich selbst so betiteln.
Hier habe ich eine gute und leicht verständliche Seite dazu gefunden:
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Es war eine reine Schätzung. Es können auch wie die von dir genannten 8 statt 5% sein. Ich habe hier pragmatisch überlegt, ob es eine offen rechtsextreme Partei in Deutschland über die 5% schaffen würde. Wie schnitt die NPD noch vor einem Jahrzehnt ab? Was ist hier das Wählerpotential?
Würde die Partei durch die Herren Höcke und Krah statt durch das Duo Weidel und Chrupalla, und das auch wirklich über einen mehrjährigen Zeitraum, geführt werden, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Partei ähnlich wie jetzt Die Linke oder die FDP damit kämpfen müsste, es über die 5% zu schaffen.
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Der rechtsextreme Kern der AfD-Wählerschaft ist klein, lass es 5% aller Bürger sein! Um über die 20% zu kommen, die eine Regierungsbeteiligung möglich machen, brauchst du gemäßigte und Wechselwähler. Anfangs war die AfD (wie eigentlich jede Partei "in Kinderschuhen") eine reine Oppositionspartei. Manche Parteimitglieder wollten anfangs gar keine Regierungsverantwortung (z.B. Gauland). Das hat sich spätestens seit dem letzten Sommer geändert. Seitdem ist nicht nur das Ziel der Partei, eine Regierungsverantwortung in Ostdeutschland, sondern auch in Gesamtdeutschland zu erreichen. Die Zahlen waren in den Umfragen damals eindeutig - die Grünen stellten schon bei niedrigeren Umfragewerten Kanzlerkandidaten.
AfD-Politikern geht es wie allen anderen Politikern relevanter Parteien. Sie wollen möglichst gute Stimmenanteile erreichen, um bei Wahlen möglichst viele Sitze zu erhalten. Krah ist kein Stimmenmagnet und das zeigen auch die gesunkenen Umfragewerte. Ich weiß es natürlich nicht, schätze aber, dass die meisten AfD-Politikern nicht so glücklich damit sind, dass er (und Herr Höcke) womöglich dafür sorgen, dass der eine oder andere Kollege seinen Sitz im Parlament verfehlt.
Warum jetzt Krah am Ende der Spitzenkandidat wurde? Ich weiß es nicht. Noch vor ein paar Jahren waren die Entsendungen nach Europa nicht so beliebt. Manche Parteien waren da froh, wenn es Kandidaten gab, die das freiwillig machen wollten.
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Wie wäre es mit einer Anstellung an zwei Schulen, z.B. Musikunterricht an Schule X an Tag 1-3 und an Schule Y an Tag 4+5? Sollte bei einem Nebenfach wie Musik gut möglich sein und bei Pfarrern, die Religionsunterricht erteilen, läuft es oft auch nicht anders.
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Es traut sich keiner?
Was ist das denn für ein Quatsch?
Es sind die Spitzenkandidaten, die auf der Spitze des Eisbergs sitzen,
da geht es nicht um 2 einzelne Verirrte,
sondern um genau die, die die Richtung in der Partei maßgeblich bestimmen.
Ich habe den Eindruck, dass inzwischen Herr Krah noch stärker als Herr Höcke die Mehrheit der Partei gegen sich stehen hat. Ich gebe ihm noch wenige Wochen ehe wir eine Situation wie mit Anne Spiegel oder Christine Lambrecht erleben werden.
Man kann als Politiker polarisieren oder sogar vergleichsweise unbeliebt in der Bevölkerung sein, aber das KO-Kriterium schlechthin ist fehlende Unterstützung innerhalb der eigenen Partei.
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Zitat
Ein Ort, an dem Schülerinnen und Schüler lernen, einander mit Respekt zu begegnen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, Konflikte mit Argumenten auszutragen, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.
So sehr ich eine solche Aktion schätze, warum nicht direkt mit dem oben Beschriebenen anfangen?
Ich vergleiche das mit Neujahrsvorsätzen. Sind immer super, aber warum auf den 01. Januar warten und nicht direkt morgen damit anfangen? Und dann auch nicht nur an einem Tag, sondern langfristig.
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Die EU regelt, dass Krah in seiner Partei bleibt?
Ist das Ironie?
Die fehlenden Kommata verfälschen die Aussage. Ist jetzt korrigiert.
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Die AfD arbeitet mit rechten Parteien internationaler Länder stärker zusammen als es bei anderen Länderen und deren internationalen Pendants der Fall ist.
Der RN gibt sich seit einiger Zeit betont gemäßigt, weil Madame LePen in Frankreich in Regierungsverantwortung kommen will.
Die AfD steht ähnlich wie die Grünen und die Linken in einem regelmäßigen Zwiespalt, ob sie sich mehr Richtung gemäßigtes oder mehr Richtung extremes Lager entwickeln soll. Beides bringt Stimmen, beides kostet Stimmen. Die AfD weiß, dass sie durch Krah und Höcke zwar im Gespräch bleiben, aber diese Beiden ihnen wiederum die Chancen auf Regierungsverantwortung verringern. Im Grunde weiß das jeder, aber es traut sich keiner, die Beiden rauszuschmeißen.
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Er bleibt, trotz Dissens in seiner Partei, aufgrund einer EU-Regelung. Im Grunde kann er nur gehen, wenn er selbst entscheidet, das Feld zu räumen.
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