Beiträge von Antimon

    Und grundsätzlich haben die hier Schreibenden selbstredend kein Problem damit, dass jeder an einer anderen Schulart und andere Fächer unterrichten möchte. Haben ich und Plattenspieler und wer noch alles 100x geschrieben. Es ging um Begrifflichkeiten und was diese transportieren.

    Nein, ihr habt 100 x geschrieben, dass Förderschüler am Gymnasium zu inkludieren seien, dass wir jedem alles erklären können müssen und dass es kein Problem sei, wenn Sek II Lehrpersonen an eine Förderschule abgeordnet werden, weil das nunmal unser Job sei. Ich möchte euch sehr gerne absaufen sehen, wenn man euch vor einen Mathe LK in der gymnasialen Oberstufe stellt. Ihr habt doch irgendein Lehramt studiert, das könnt ihr also und was ihr so wollt, intetessiert keinen. Und in echt wäre es eine gottverdammte Zumutung für euch, würde genau das passieren.

    Ich glaube der Unterschied zwischen den Balten und den Polen auf der einen und den Ostdeutschen auf der anderen Seite ist einfach der, dass die Ostdeutschen keine eigene Identität bzw keinen eigenen Staat bekommen haben, sondern in ein schon bestehendes Land einfach integriert wurden. Nicht dass ich meine, das hätte nicht so sein sollen, aber ich kann mir vorstellen, dass daher bei eingen das Gefühl herkommt, mit einer pseudo-russischen Sozalisierung könnte man sich irgendwie abheben. Schlussendlich ist es es einfach eine massive Verklärung der Vergangenheit, mutmasslich aus Frust. Meine eigene Ost-Verwandschaft ist übrigens absolut anti-russisch eingestellt, die älteren hatten es aber auch zu DDR-Zeiten überhaupt nicht lustig.

    Bei den Balten hat der Schmarrn mit dem russischen Brudervolk offensichtlich nicht gezogen.

    Und dass die USA der Retter der Welt sind, glaubt in Deutschland spätestens seit dem Irakkrieg keiner mehr. Ich mag mich da an Sprüche vom alten Europa und so erinnern.

    Entschuldige bitte aber was du zitierst ist nicht Metaebene sondern Reaktion auf das Missverständnis. So, ich muss ausm Zug raus. Tschöö! :gruss:

    Apropos meckern: Was habt ihr eigentlich für ein Sauwetter? In Frankfurt am Hauptbahnhof hat es ein Loch in der Überdachung, da sürzt die Sintflut hindurch. Es war eindeutig ein Fehler, den Standort zu wechseln, in Poschiavo war richtiger Winter!!

    (Kann man die Schuld irgendwie der Deutschen Bahn in die Schuhe schieben? Die ist heute sogar pünktlich, dann kann sie wenigstens das Wetter verkackt haben.)

    Ich schreibe aber schon nicht reichsaramäisch, oder? Ich habe gerade nachgezählt, ich verwies dreimal (!) auf das Missverständnis bevor ich mich selbst zitiert habe.

    "die Russen"

    Wenn ich diese Begrifflichkeit überhaupt genutzt hätte, verstünde ich das Missverständnis. Schrieb ich aber gar nicht. Jegliche Art von Polemik scheint bei diesem Thema aber unterdessen gewisse Reflexe auszulösen. Ich versuche diese in Zukunft also zu meiden respektive explizit als solche zu kennzeichnen.

    Wenn man mal echten Russenhass erleben will empfehle ich übrigens Litauen als Reiseziel. Also würde ich so und so empfehlen aber im Moment schlägt einem da wirklich der blanke Hass auf Putin und alles russische entgegen. War ungefähr das erste, was ich in Vilnius am Flughafen gehört habe "Sch*** Putin, der hat an allem Schuld, [hier weitere miese Schimpfwörter einsetzen]". Irgendwo habe ich auch ein hübsches Foto von einem russischen Militärboot vor der kurischen Nehrung. Sehr beeindruckend fand ich auch die russische Botschaft in Tallin. Also wie die unterdessen "dekoriert" ist. Es hält übrigens niemand für nötig, die unter besonderen Schutz zu stellen, wenn da irgendwann irgendwas "passiert", sind die ja selber Schuld. Sympathie fürs russische Brudervolk ist mir da nirgendwo untergekommen.

    Und bevor mich hier die hundertste Person falsch zitiert:

    [...] Die russische Gesellschaft ist aber nicht gut. Lediglich eine kleine Minderheit schert sich überhaupt um das, was in der Ukraine passiert. Es gibt da nichts schönzureden und auch nicht zu entschuldigen. Insofern gibt es auch absolut NICHTS über russische Interessen zu diskutieren. Die können uns vollkommen egal sein, sie einfach nur bösartig.

    Das von mir fett markierte "die" bezieht sich eindeutig auf "die Interessen" und nicht auf "alle Russen". Ich bin mir absolut sicher, dass überhaupt nur Bolzbold meinen Beitrag wirlich gelesen hat und alle anderen sich über ein falsches Zitat respektive ein Missverständnis empören.

    Die baltischen Staaten, insbesondere Estland, haben übrigens den weitaus grössten Zulauf an russischen Deserteuren. Die stecken da in einer echten moralischen Zwickmühle, im östlichen Estland lebt eine russischsprachige Mehrheit. Aus deren Sicht führen wir hier akademische Luxusdiskussionen.

    Es gab doch die Diskussion, ob desertierende Russen Asyl bekommen sollen, so wie andere vor dem Regime Geflohene. Wie hättet ihr als Innenminister*in das behandelt?

    Schwierige Frage. Ein Antrag auf Asyl wird ja erst mal geprüft und je nachdem erst bewilligt. Vielleicht wäre es ein diplomatisches Zeichen. Vielleicht würde es Putin das "Material" abgraben. Auf der anderen Seite scheinen die Beweggründe die Gewährung von Asyl mehrheitlich nicht zu rechtfertigen.

    Du vertrittst einfach deine persönliche Meinung, die verständlicherweise weiterhin nur das Negative sehen will. Allzu viel gibt es da aber nicht mehr

    Damit hast du dich endgültig lächerlich gemacht. Es gibt also nicht allzu viel Negatives in Russland. Vor allem nicht in Bezug auf den Ukrainekrieg, gell.

    Das würde in den meisten anderen Ländern genauso funktionieren

    Mit dem entscheidenden Unterschied dass nicht Deutschland, nicht Frankreich, nicht Grossbritannien,... die Ukraine überfallen haben. Das ist also eine sinnlose Feststellung, es käme gar nicht erst dazu. Weil unsere demokratisch gewählten Regierungen keine solchen Absichten vertreten. Putin wurde tatsächlich mal gewählt und die Mehrheit der russischen Bevölkerung steht offensichtlich immer noch hinter ihm. Sage nicht ich, sagen Leute, die es wissen müssen. Wie erwähnt, SPON veröffentlicht regelmässig solche Interviews.

    genauso wie die Vorstellung, dass alle Menschen böse sind

    Meine Güte, diese Vorstellung hat auch keiner. Es geht um eine erdrückende Mehrheit die mindestens passiv ist bzw den Krieg aktiv befürwortet . Es spielt keine Rolle ob 5 Hanseln in Hintersibirien dagegen sind, die vertreten nicht die russischen Interessen nach aussen.

    Dann sind alle Russen bösartig

    Nein, das schrieb ich nicht. Zum dritten Mal: Ich äussere mich nicht über Individuen, und auch der Ausdruck "Mentalität" bezieht sich nicht auf Individuen sondern auf eine Mehrheit, also eine Gesellschaft als Kollektiv betrachtet.

    Aber so wie du es schreibst, klingt das so schön negativ

    Genau das sagt Gudkow. Er drückt sich nur etwas gewählter aus als ich. Die Beweggründe der Deserteure sind nicht so edel, wie du sie gerne hättest. Ansonsten ist offensichtlich dass du dich mit jedem Beitrag in neue Widersprüche verstrickst. Erst ist VPN zu kompliziert, dann zu gefährlich und dann sind 23 % ja gar nicht mal so schlecht. Du vertrittst einfach deine persönliche Meinung, die verständlicherweise weiterhin nur das Positive sehen will. Allzu viel gibt es da aber nicht mehr.

    Russland hatte aber auch unter dem Angriffs- und Vernichtungskrieg der Deutschen unendlich zu leiden

    Das ist wohl wahr. Noch mehr zu leiden hatte Russland aber unter und an Stalin. Das finde ich schon bemerkenswert, dass das in der russischen Gesellschaft so offensichtlich nicht wahrgenommen wird. Rational verstehe ich, was du schreibst. Emotional finde ich Verständnis einfach nicht angebracht. Mit fällt es ebenso schwer mir vorzustellen, wie man mit Russland im 30 Jahren oder so interagieren wird. Wir werden es ja noch rausfinden.

    Meinst du wirklich das in Zeiten des Dritten Reiches alle Deutschen „böse“ waren

    Nein und ich meine ich hätte auch deutlich gemacht, dass ich mich auf die russische Gesellschaft als Ganzes und nicht auf Individuen beziehe. Hast du das verlinkte Interview gelesen? Ich habe im Grunde nur paraphrasiert. Der Mann muss es wissen, er lebt und arbeitet in Moskau.

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