Wie asozial ist das bitte?
Vertrauen "erschüttert": Kultusministerium streicht Landprämien von 1.250 Euro im Referendariat https://share.google/vLRZGqQHcAQORPQ5L
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Letztlich sind wir da alle in einem Boot. In einem funktionierenden Kollegium versucht man Lösungen zu finden und allen entgegenzukommen. Da stellt sich durchaus die Frage, was man erwarten kann/soll und was nicht.
Ist doch okay, du kannst es ja aus deiner Perspektive als planende Person sagen.
Aber wenn 95% unserer Eltern das Schulausfallproblem lösen, dann sollten es auch die Lehrkräfte hinbekommen.
Aber meinst du, es geht auch ohne Klugscheißen?
Vielen Dank für eure vielen Antworten. Ich werde nächste Woche nochmal das Gespräch suchen und der SL mitteilen, dass ich den zuständigen Fachberater gern kontaktieren möchte. Sollte sie dem nicht zustimmen, gebe ich schriftlich per mail an, dass ich den Brenner und die Chemikalien nicht nutzen werde, da zu riskant ohne Kenntnisse. Ich glaube, sie weiß gar nicht, dass ich da wirklich völlig fachfremd bin und denkt, dass ich ein halbes Chemie-Studium hinter mir habe. Sollte es ganz arg werden, kann ich immer noch kündigen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut einsteigen (besser als gekündigt zu werden).
Nochmal dazu: Kündigen ist mitnichten vonnöten. Die Schulleitung kann in deine Akte gucken oder du sagst ganz in Ruhe, mit welchen Fächern und welcher Erfahrung du dich beworben hast. Bislang ist Chemie an dieser Schule ausgefallen und alles was den SuS Grundkenntnisse und eine Note im Zeugnis einbringt, ist gut. Sie hat kein Interesse daran, dich loszuwerden.
Du hast nie behauptet, ein abgeschlossenes Chemiestudium und einschlägige Erfahrung zu haben, daher kann auch niemand davon ausgehen oder dich deswgen kündigen.
Guck dir die Lehrplanthemen an, damit du souverän sagen kannst, womit du beginnst, bis die Gasanlage geprüft ist.
Und: die SL hat auch ein Interesse an Sicherheit, da sie die letzte Verantwortung trägt, selbst wenn sie dir den Auftrag erteilen sollte.
Nachtrag: Bei SuS mit impulsivem Verhalten, die da sogar etwas diagnostiziert bekommen haben und Förderschwerpunkte haben, würde ich eh keine Schülerversuche mit Brennern oder Wasserkochern machen.
1. Unbedingt!!
Mach zunächst nur Theorie und suche dir die einfachen Themen für den Anfang raus. Du musst erst schauen, wie du mit der Gruppe klarkommst, es kann sonst wirklich gefährlich werden. Solange du die Lehrplanthemen einhältst, machst du alles richtig, wie du unterrichtest, ist dir überlassen. Also auch ohne Gas darfst du unterrichten, das würde ich dem SL zunächst nicht unter die Nase reiben.
2. Die Fachberater kannst du einfach so kontaktieren, die sind im Internet zu finden.
3. Ob du Gefahrstoffbeauftragter werden kannst, weiß ich nicht, wenn nicht (Risu? UK Sachsen?) dann ist es halt so, da gibt's nix zu remonstrieren (Begriff aus dem Beamtenrecht), sondern du gibst das so weiter und unterschreibst nichts dergleichen. Wenn der Schulleiter dich beauftragen darf, liest du dich ein und beantragst die entsprechende Fortbildung der UK Sachsen.
Rechtlich ist doch das eine, was im Alltag dann gut funktioniert das andere.
Mich nervt's, dass "Außenstehende" ihre Gefühle und Vermutungen in selbst so bezeichnete "doofe Fragen" kleiden.
Andere Eltern haben die Oma um die Ecke wohnen, können im Homeoffice arbeiten oder ihre Schichten tauschen. Ist auch völlig egal, die TE wollte wissen, wie es rechtlich aussieht und nicht wie der doof Fragende das alles lösen würde, wenn er Kinder hätte. Macht euch doch ein paar Kinder und berichtet dann von euren Erfahrungen.
Der Elternteil, der krank ist, arbeitet 50%, der gesunde ist Vollzeit unterwegs. Ob die drei Kinder in der Lage sind, den Haushalt alleine zu schmeißen weißt du nicht und es ist nicht nur keine sachdienliche Antwort, sondern natürlich auch ein Angriff auf eine dir unbekannte Familie.
Außerdem: Dass man in der PKV bestimmte Sachen nicht bezahlt bekommt, ist grundsätzlich auch für andere nicht irrelevant zu wissen.
Zustimmung
Ich meinte: Zustimmung dazu, dass es eine blöde Frage ist. Was wissen wir über die Situation der Familie und was geht's uns an?
Blöde Frage
Zustimmung
Also die Frage ist ja eigentlich: wozu braucht es den Pseudoanlass des angeblichen gemeinsamen Fastens?
Wieso kann man, wenn man an der Religion anderer interessiert ist, nicht einfach nachfragen oder sich zu deren Festen einladen lassen?
Berufungen
Was ist das denn?
Palim , mich verwundert der Beitrag, weil er nichts mit dem Problem zu tun hat, was ich zu beschreiben versuche. Ich weiß, dass Menschen weltweit alles mögliche machen, auch verzichten sie mal bewusst auf irgendwas aus unterschiedlichen Gründen. Ich habe nicht angezweifelt, dass diese Aktionen existieren.
Das beste Beispiel für das Problem sehen wir doch hier: "Kirche ist Leib Christi". Hast du einen Schimmer, was das für Plattenspieler bedeutet? Ich nicht. Es ist aber ganz offenbar keine Spitzfindigkeit in den Begrifflichkeiten, sondern es geht um fundamentale, ich nenne es mal Glaubens-Wahrheiten. Zu sagen "wir fasten doch alle irgendwie" oder "wir sind doch alle abrahamtisch" wird allen jenen nicht gerecht, die sich da nicht eingemeindet fühlen.
Oder wie klingt das?:
Im Heidentum gibt's irgendwas mit Glocken, mit denen man böse Geister und Hexen vertreibt. Lasst uns doch zusammen Glocken läuten, um das Gemeinsame mit dem Christentum zu betonen.
Alles anzeigenHabe ich nicht, habe ich nun mehrfach dargestellt, aber du kommst nicht umhin, es mir noch einmal zu unterstellen.
Es ist deine Annahme, Christen würden alles aus ihrer Sicht umdeuten,
es ist deine Aussage, man würde alles Fasten gleich setzen,
es ist deine Behauptung, dadurch, dass man Verbindendes bemerkt, würde man Unterschiede negieren,
es ist deine Bezeichnung, Fasten mit Livestyle gleichzusetzen.
Indem du es mir unterstellst, das zu glauben oder zu denken, wird es nicht mein Glauben und meine Denkweise, auch nicht, wenn du es mir noch einmal unterstellst.
Ich unterstelle nicht mehr oder weniger als da steht. Du schriebst, es gebe ja auch Klima-Fasten. Du hast diese Beziehung hergestellt, nicht ich.
Es war auch nur ein Beispiel, ich habe mir diese Fragen schon in dem anderen Thread gestellt und ich bin offenbar nicht die einzige. Einen jüdischen Wissenschaftler habe ich zitiert, ich suche aber gerne weiter Belege für das, was ich offenbar nicht verständlich ausdrücken kann.
Wer setzt hier Fasten mit einem Livestyle-Event gleich oder würdigt es herab?
Du, möglicherweise, wenn du sagst, Fasten gebe es überall und hätte ja im Kern dieselbe Bedeutung. Für Moslem XY ist sein Fasten aber was völlig anderes als für den, der Klima-Fasten betreibt.
Ich halte es für ein Beispiel dafür, dass die christliche Sicht, "wir haben doch ganz viel gemeinsam" und zwar so, wie ich es verstehe, weil ich nicht aus meiner Haut kann" möglicherweise untergräbt, was wir eben NICHT gemeinsam haben. Was die Religionen fundamental unterscheidet. Was die Identität der Personen ausmacht.
Ich denke, ein Unterschied besteht auch darin, dass in unserer Gesellschaft der Anteil der Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, höher liegt als der Anteil der Christen, die das tun.
Und das macht dir Angst, weil?
Mit Einladungen zum Fastenbrechen gelingt ein Miteinander und ein Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen.
Ja, wenn Menschen verschiedener Religionen sich treffen, um sich auszutauschen, ist das eine prima Sache.
Aber:
Nein, es gibt weit mehr Gemeinsamkeiten …
… und beim Fasten geht es auch nicht allein um den Verzicht von Nahrung.
Es gibt z.B. in diesem Jahr „klimafasten“ oder „7Wochen ohne Härte“, in beiden Religionen ist es eine Zeit der inneren Einkehr.
Hier beginnst du selbst, Gemeinsamkeiten zu sehen. Derart "Fasten ist irgendwie Verzicht und viele Menschen fasten aus verschiedenen Gründen, das ist doch schön". Für einen überzeugten Moslem mag das aber gar nicht schön klingen, dass du seine tiefe Überzeugung, warum er fastet, damit für ihn quasi zum Lifestyle-Event herabwürdigst.
Oder kurz: Belasse die Info doch dabei, warum du fastest. Nur das kannst du mit Überzeugung und absoluter Sicherheit sagen.
Abrahamitische Ökumene ist ein theologischer Fachbegriff, wenn wir beim klugscheißern bleiben wollen.
Könnte man ja sagen, wenn man das meint.
Vom Begriff abgesehen halte ich es trotzdem für naiv, nach Gemeinsamkeiten zu suchen, indem man die fundamentalen Unterschiede nicht versteht und/oder leugnet und aus christlicher Sicht interpretiert. Damit macht man unter Umständen den Glauben anderer zur Nebensächlichkeit: irgendwie haben wir doch alle denselben Gott, er heißt halt bloß verschieden... Nein, offenbar ist dem nicht so. M.E. verschleiert es die Probleme und trägt nicht zur Lösung bei, indem man unbewusst davon ausgeht, dass das christliche Grundverständnis die Ausgangsbasis ist.
Zuhören und Verstehen ist was anderes als die Unterschiede nicht wirklich sehen zu wollen/können, auch wenn alle mal fasten.
Weil ich keine Theologin bin, zitiere ich auch mal eine KI-Zusammenfassung:
"Jon D. Levenson, Professor für Jüdische Studien an der
Harvard University, gilt als einer der profiliertesten Kritiker einer „romantischen“ oder „vereinfachten“ abrahamitischen Ökumene. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die Vorstellung, dass eine gemeinsame Wurzel in Abraham automatisch eine Basis für universelle Solidarität oder ein gemeinsames theologisches Fundament darstellt.
Die zentralen Punkte seiner Kritik, wie er sie insbesondere in seinem Buch Inheriting Abraham (2012) darlegt, sind:
Kein „neutraler“ Abraham: Levenson argumentiert, dass es keinen geschichtlichen oder textlichen „Ur-Abraham“ gibt, auf den sich alle drei Religionen gleichermaßen berufen können. Jede Tradition habe ihren eigenen, exklusiven Abraham konstruiert:
Wenn ich es richtig verstehe, geht es dabei auch um grundsätzliche Existenzrechtfragen etwa in Bezug auf das Landrecht. Man korrigiere mich, ich habe lediglich die Zusammenfassung gelesen und KI kann Blödsinn erzählt haben.
Diese spezifische Argumentation findet sich zentral in seinem Buch
"Inheriting Abraham: The Genealogy of Righteousness" (2012).
Warum dieser Unterschied für Levenson so wichtig ist:
Hier sind die Kernpunkte seiner Argumentation aus dem Buch:
ZitatZusammenfassend: Für Levenson ist Abraham kein „Religionsstifter“, weil die Kategorie „Religion“ (als privates Glaubenssystem) der Genesis fremd ist. Er ist der Stammvater eines Kollektivs.
...
Man muss nur die innerchristliche Perspektive dafür verlassen.
Ich denke, dafür muss man die Glaubensperspektive komplett verlassen. Es sind immer die (meist evangelischen) Christen, die sich für tolerant halten und kein Problem darin sehen, wenn alle Religionen doch irgendwie einen (eigentlich: ihren) gemeinsamen Nenner haben. Für gläubige Moslems ist es aber nicht derselbe liebe Gott, wenn Christen von der Dreifaltigkeit reden und sie fasten nicht aus denselben Gründen wie diejenigen, die 6 Wochen aufs Autofahren verzichten.
Ich bin weiß Gott (haha) kein Religionsspezi. Aber ich schätze, deswegen fällt mir auch auf, wie häufig Gläubige nicht wahrnehmen, wie sehr sie von ihrem Weltbild geprägt sind und nicht sehen können, dass andere was anderes für wahr und essenziell halten.
Halten wir uns doch nicht immer an begrifflichen Spitzfindigkeiten auf.
Wenn man nicht definiert, was man meint, kann man sich überhaupt nicht vernünftig unterhalten, weil der Gegenstand, zu dem man sich eine Meinung bilden will, nicht festgelegt ist.
Wenn einer einen Thread beginnt, um von Ökumene zu reden und Ökumene dann falsch verwendet, indem er den Islam zur christlichen Konfession verwurstet, sollte es selbstverständlich sein, dass jemand widerspricht, der den Begriff richtig zu definieren vermag.
...Es wird hier (von Akademikern!) suggeriert, dass man durch den Ausbau der Berufsorientierung in quantitativ grotesken Maßstäben die Abbruchwahrscheinlichkeit gegen absolut utopische 0% streben lassen kann, wenn man doch nur noch mehr Tage mit BO-Kram vollpackt...
Nö.
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