Nein, nicht wenn man Kinder hat.
Als Kind von Eltern, die sich sehr spät scheiden ließen, kann ich nur sagen: DAS sollte kein Grund sein. Meine Eltern hätten sich sehr viel eher trennen müssen.
Bin dann sehr früh ausgezogen.
Nein, nicht wenn man Kinder hat.
Als Kind von Eltern, die sich sehr spät scheiden ließen, kann ich nur sagen: DAS sollte kein Grund sein. Meine Eltern hätten sich sehr viel eher trennen müssen.
Bin dann sehr früh ausgezogen.
Klar, es ist viel besser, seinen Kindern vorzuleben, dass man mit jemandem zusammenbleibt, den man nicht (mehr) liebt, mit dem man sich regelmäßig streitet, und bei dem man sich nicht (mehr) wohl fühlt.
Stimmt.
Klar, es ist viel besser, seinen Kindern vorzuleben, dass man mit jemandem zusammenbleibt, den man nicht (mehr) liebt, mit dem man sich regelmäßig streitet, und bei dem man sich nicht (mehr) wohl fühlt.
Stimmt.
Genau. Das wünscht man sich auch unbedingt für die eigenen Kinder.
den man nicht (mehr) liebt, mit dem man sich regelmäßig streitet
wobei es hier nicht unbedingt einen Zusammenhang gibt ![]()
Genau. Das wünscht man sich auch unbedingt für die eigenen Kinder.
In Mordor scheinbar schon.
wobei es hier nicht unbedingt einen Zusammenhang gibt
Das kann ich bestätigen. Meine Eltern haben sich am Ende auch nicht mehr so wirklich geliebt. Aber beide wußten, daß eine Scheidung für beide den Ruin bedeuten würde von wegen Baufinanzierung usw., von mir als dem Kind in dem Spiel mal ganz abgesehen ... da war das dann eher wie eine WG.
Faszinierend, welch reaktionäre Haltungen noch durch diese Gesellschaft geistern.
Meine Eltern hätten sich locker 5 oder 10 Jahre früher trennen können und ich bin sicher, es hätte niemand Schaden genommen. Solange Verhältnis zu und Umgang mit den Kindern vernünftig gestaltet wird, soll doch bitte jeder sein Leben leben, wie und mit wem er möchte und es ihm gut tut, Funktionierende Ehen sind statistisch wohl eh in der Minderheit, wenn knapp 30% eh geschieden werden und man noch all diejenigen hinzuzählt, die nur aus pragmatischen Gründen oder Zwängen bestehen bleiben.
Klar, es ist viel besser, seinen Kindern vorzuleben, dass man mit jemandem zusammenbleibt, den man nicht (mehr) liebt, mit dem man sich regelmäßig streitet, und bei dem man sich nicht (mehr) wohl fühlt.
Stimmt.
Ich habe erst in hohen Alter erfahren, dass es Eltern gibt, die sich tatsächlich noch lieben. Oder sogar noch anfassen
. Meine Elter hätten sich vor 20-25 Jahren scheiden lassen können/sollen. Sie sind immer noch verheiratet. Auf dem Dorf trennt man sich halt nicht.
Gut, dass ihr alle besser als eure Eltern wisst, was für diese das richtige (gewesen) wäre.
Gut, dass ihr alle besser als eure Eltern wisst, was für diese das richtige (gewesen) wäre.
Ich glaube manchmal wissen Kinder das tatsächlich besser, wenn sie es miterleben müssen, weil sie noch keinen sozialen Filter haben.
Zumindest erkennen sie, wenn das gewählte Modell nicht gut war.
Warum fragst Du Dich das? Welche Erkenntnis versprichst Du Dir von der Information? Und warum nennst Du das „niedrige Beweggründe“? Das ist ein Mordmerkmal. Ist es denn nicht absolut legitim, jemanden zu verlassen, wenn es einfach nicht mehr passt?
Ich gehe davon aus, dass zwei erwachsene (!) Menschen, die sich dazu entscheiden, den zukünftigen Lebensweg auf lange Zeit gemeinsam zu gehen und entsprechende Anker werfen (bspw. Haus und Kind), es entsprechend ernst meinen. Mit "niederen Beweggründen" meine ich u.A. das natürliche Verblassen der Verliebtheit.
Aber: Verliebtheit != Liebe
Eine Beziehung bedeutet m.E. nunmal Arbeit. Das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner und wenn man sich nicht für eine längere Zeit binden kann, dann sollte man "Großprojekte" wie Haus und oder Kinder einfach bleiben lassen. Das meine ich überhaupt nicht herablassend. Sich nicht auf lange Sicht binden zu wollen ist völlig okay, aber man sollte sich eben ehrlich machen und das eigene Leben bewusst NICHT wie eine Todo-Liste leben. Ich verstehe daher nicht, was zwischen den Menschen dann "einfach nicht mehr passen" soll. Und nein, ich habe nicht das Recht über anderer Leute Leben zu bestimmen. Das möchte ich auch nicht. Trotzdem denke ich mir natürlich meinen Teil.
Jetzt muss ich fairerweise auch sagen, dass ich aus einem Elfenbeinturm heraus sprechen kann, weil ich gerade mal 22 bin. Verzeih mir daher bitte meinen jugendlichen Leicht-/Blödsinn. Möglicherweise liegt es an meiner Kinderstube, aber der Gedanke, mitten in der Kindeserziehung und dem Hausbau die Partnerschaft ohne triftigen Grund zu beenden, stört mich. Ich finde das - gelinde gesagt - charakterschwach.
Noch ein kleiner Zusatz: auch hier weiß ich natürlich nicht, wie das im reiferen Alter ist, aber in meinem Umfeld gehen erschreckend viele Beziehungen zu Bruch, weil die Menschen einfach nicht vernünftig kommunizieren können und in diesem Aspekt regelrecht lernresistent sind. Ferner kann ich anekdotisch sagen, dass ein großer Krach zwischen meiner Freundin und mir zu einer offeneren und wertschätzenden Kommunikation und nicht etwa zu einer Trennung geführt hat. Ich glaube es geht, wenn man will. Sicher auch über längere Zeit...
Wir haben vor 20 Jahren geheiratet und hatten beide keinen. Wir hassen so etwas. Würde ich auch unbedingt vermeiden. Wenn ich da hingehe, dann nur um einer guten Freundin einen Gefallen zu tun.
Kann ich absolut nachvollziehen. Wir selbst haben keine JGAe gemacht.
Eingeladen waren wir ein paar Mal. Die waren alle sehr gesittet. Keinerlei Exzesse weder alkoholisch noch bei der Wahl der Vergnügungen. Das waren eher so Sachen, dass wir Fußballgolf gespielt und abends gut gegessen haben. Es gab auch welche mit dämlichen Spielen für den Bräutigam (Kondome und sonstigen Mist verkaufen). So unlustige Spiele finde ich aber unangemessen, da die Hauptperson einen schönen Tag haben sollte. Ich war - glaub ich - in meinem ganzen Leben auf <5 JGAen.
JGAe, bei denen unangemessener Alkoholkonsum oder unangenehme Veranstaltungen zu erwarten waren, habe ich abgesagt. Das waren aber bisher nur zwei und das waren auch nur entfernte Freundschaften.
Und zum Hauptthema des Threads: Vor den Kindern hätte ich nie erwartet, wie toll und anstrengend es sein kann Kinder zu haben. Und da ich die Tage mal wieder ein paar Mal einem Kind mit Magen-Darm hinterher geputzt habe, überwiegt gerade der zweite Aspekt ![]()
state_of_Trance Was verwirrt dich?
Dass es der anstrengende Teil des Elternlebens ist, wenn Kinder Magen-Darm haben?
Dass es Väter gibt, die sich um ihre Kinder kümmern?
Dass Kinder ein wesentlicher Teil des eigenen Lebens sein können?
Dass JGAe nicht mein Ding sind?
Dass ich übertriebenen Alkoholkonsum meide?
Dass du JGA ohne exzessiven Alkoholkonsum gesehen hast.
Dass du JGA ohne exzessiven Alkoholkonsum gesehen hast.
Das liegt an zwei Dingen: 1. Dem Freundeskreis zu der Zeit, als die Hochzeitswelle lief und 2. Meiner Absage zweier JGA, bei denen es anders zu erwarten war ![]()
Ich habe die Tage erst gelesen, dass der Alkoholkonsum unter jungen Leuten noch einmal zurückgegangen ist. Vielleicht wird es in ein paar Jahren vergleichsweise normal sein, dass Junggesell(inn)enabschiede ohne Alkohol zelebriert werden.
Ich habe erst in hohen Alter erfahren, dass es Eltern gibt, die sich tatsächlich noch lieben. Oder sogar noch anfassen
. Meine Elter hätten sich vor 20-25 Jahren scheiden lassen können/sollen. Sie sind immer noch verheiratet. Auf dem Dorf trennt man sich halt nicht.
Ich habe erst als Erwachsene erfahren, dass es Paare gibt, die sich nicht nur "auseinandergelebt" haben, sondern so hassen, dass sie sich nur noch anschreien/schlagen und in keinem Zimmer schweigend halbwegs gewaltlos gemeinsam aufhalten können.
Natürlich trennen sich diese Paare auch zuliebe ihrer Kinder besser.
aber der Gedanke, mitten i[m] [...]Hausbau die Partnerschaft ohne triftigen Grund zu beenden, stört mich.
Nicht mittendrin, danach. Typisches Muster im Freundeskreis ist Hochzeit, Kind, Hausabau oder wahlweise Hauskauf und umfngreiche Renovierung über zig Monate oder Jahre, parallel dazu teilweise noch 2. Kind, Einzug, Trennung nach 1-3 Jahren im Haus 🙂
Möglicherweise liegt es an meiner Kinderstube, aber der Gedanke, mitten in der Kindeserziehung und dem Hausbau die Partnerschaft ohne triftigen Grund zu beenden, stört mich. Ich finde das - gelinde gesagt - charakterschwach.
Wow! Ich würde doch mal den Paaren selbst überlassen, was ein triftiger Grund ist. Vielleicht weißt oder siehst du nicht alles. Vielleicht will nicht jede/r allen alles erzählen. Vielleicht geht es aber auch andere einfach nichts an. Und vielleicht braucht man sich vor anderen auch nicht zu rechtfertigen. Es reicht, wenn jede/r nach sich selbst schaut.
Kinder sollten immer vor dem jeweiligen Partner (m/w/d) kommen. Deswegen auch der Tipp, sich nie den Namen des jeweiligen Partners (m/w/d) tätowieren zu lassen, wenn Name, dann höchstens die Namen der Kinder.
Meine persönliche Einschätzung wäre, dass man am besten fährt, wenn man als "Person mit Kind(ern)" möglichst eine Partnerschaft mit einer anderen "Person mit Kind(ern)" eingeht und als "Person (noch) ohne Kind(er)" möglichst eine Partnerschaft mit einer anderen "Person (noch) ohne Kind(er)". Gemischte Partnerschaften können funktionieren, sind aber dem Risiko ausgesetzt, dass früher oder später ein Partner (m/w/d) nicht damit zurechtkommt, dass die Perspektive und Prioritäten des anderen Partners komplett andere sind.
Also, ich weiß ja nicht. Wenn ich mich verliebe, kann ich doch nicht noch den Kinderstatus zuerst abgleichen.
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