Beiträge von Sissymaus

    Was für ein Aufstand wegen des Ausfalls von Müttern gemacht wird, macht mich sprachlos.


    Es handelt sich um eine Mini-Zeit, wenn man das ganze Berufsleben betrachtet. Ich habe bereits 21 Jahre gearbeitet und war 2 Jahre bei 2 Kindern zuhause. Und ich habe noch 20 Jahre zu arbeiten. Was sind da schon 2 Jahre, wenn ich insgesamt 41 Jahre Berufstätigkeit habe? Peinlich, dass wir immernoch in einer Gesellschaft leben, die es einfach nicht anerkennt und Frauen beruflich schlechter stellt, nur weil sie eine Zeit lang ausfallen.


    In Schweden ist es durchaus aufgeteilt und die Väter nehmen ähnliche Elternzeit wie die Mütter. Da ist es einfach klar: junge Eltern treten eine Zeitlang beruflich kürzer. Danach sind sie wieder lange Jahre voll dabei. Alle wissen es. Alle stellen sich drauf ein. Keiner motzt, weil die ja auch immerhin für die Rentenzahler von morgen sorgen. Läuft.

    Warum ist das hier so schwierig? Ehegattensplitting ist so ziemlich das schlimmste Instrument und gehört dringend abgeschafft! So schaffen es Frauen nie aus dem Niedriglohnsektor heraus.

    Oh je. Ich mache Marmelade selbst, war bei beiden Kindern ein Jahr daheim, danach Vollzeit studieren/arbeiten. Beide Kinder waren Vollzeit fremdbetreut, oft am Wochenende bei der Oma wegen viel Arbeit und Studium. Ich habe meistens Apfel geschnitten dabei gehabt, war aber selten auf dem Spielplatz. Ich habe ein Kind 6 Monate gestillt, das andere 6 Wochen. Ich war im Pekip, aber in keiner Krabbelgruppe. Die Tochter war jedes Wochenende bei ihrem Papa (wir waren früh getrennt). Ahornsirup gibts bei mir nicht. Auch keine Reiswaffeln ohne Schokolade.


    In welche Schublade passe ich denn nun?


    Übrigens durfte ich mir die meisten Anfeindungen anhören, als ich vor über 20 Jahren meine fast 2-jährige Tochter in den Kindergarten gegeben habe. In unserem Dorf gab es 4 U3 Plätze. Einen bekam ich. Und das war für so viele Mütter ein Riesen Drama.

    Heute ist das so normal. Es hat sich schon einiges getan. Was sich aber nicht verändert hat: es sind zu fast 100% die Mütter, die beruflich zurückstecken und dadurch erhebliche Nachteile auf sich nehmen, wenn Kinder kommen.

    Also, dass du 18 Tage vor der Konfirmation in der aktuellen Situation noch keine Schuhe für dein Kind hast, ist wirklich ganz allein dein Problem. Denn ganz ehrlich: die hätte ich schon längst online bestellt. Und zwar schon vor 1-2 Monaten. Hast du wirklich auf Öffnung des Einzelhandels gewartet? :lach: Also echt.

    Naiv du bist!

    Es geht doch nicht um eine dauerhafte Sache, sondern um eine kurzfristige Möglichkeit, wie man trotz hoher Zahlen und noch wenigen Impfungen eine Möglichkeit bekommt, um trotzdem Dinge wie einkaufen oder Friseur zu realisieren. Kannst Du Dich nicht einfach arrangieren? Willst Du deswegen ein Faß aufmachen? Gibts da nicht wesentlich wichtigere Dinge? Wenn das bei Euch wirklich so wenig praktikabel ist, wird der Landkreis auch nachsteuern.

    Und wenn nicht: Geh in die Politik und ändere was!


    So eine Situation ist eben neu, da nutzt man vorhandene Infrastrukturen wie Flüchtlingsheime als Erstes. Wie würdest Du es machen mit dem wenigen Geld, was vorhanden ist?

    Doch, denn man hat ja das einzige Testzentrum in einer alten Kaserne außerhalb des Nachbarortes ohne Verkehrsanbindung errichtet. Da wohnt außer den Flüchtlingen (denn das Flüchtlingsheim hatte man da schon vorher errichtet, weil es eben dann weit weg von der restlichen Bevölkerung ist) niemand in der Nähe.

    Meine Güte, dann nimmt ein Nachbar den anderen halt mal mit oder bringt ihn einfach hin, wenn er kein Auto hat.


    Hör doch mal auf, Gründe dagegen zu suchen, nur weil sie das Zentrum nicht in Deinem Garten gebaut haben.

    Also ich würde mich eher freuen, wenn meine FHR Schäfchen erst wieder zur Klausur antreten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass 3 von denen in Quarantäne sind und alles nachschreiben müssen und davon dann wieder beim Nachschreibtermin krank ist und ich eine 3. Klausur erstellen muss, deutlich geringer. Genau wie die Wahrscheinlichkeit, dass wir kaum genügend Aufsichten haben, weil Kollegen in Quarantäne sind.

    Bei den dualen Berufen ist es so vorgeschrieben: 3 Wochen vor der Prüfung sind sie zwingend im Distanzunterricht.

    Was ist gegen ÖPNV einzuwenden? Wie kommen die Leute denn dann zum Einkaufen, wenn sie kein Auto haben? Es gibt Taxen, Bürgerbusse, Fahrgemeinschaften, Nachbarschaftshilfe...Es wohnen doch nicht alle zig Kilometer davon entfernt. Mein Kleiner ist 2 km zur Grundschule gelaufen. Täglich. Das geht dann auch mal zum Testzentrum.


    Wie genau möchtest Du es denn haben? Dass es haargenau auf DEINE Bedürfnisse ausgerichtet ist? Wir sind doch nicht im Wolkenkuckucksheim!

    Na machen sie doch hier aber, in der Zeit wo sie zu mehreren sind, aber das sind dann eben auch nur 3h täglich, aber wenn man davon mehr hat, dann wäre das ja kein Problem. Aber so sind das eben nur ca. 40 Tests in den 3 Stunden. gleichzeitig geht hier außer in dem Testzentrum außerhalb gar nichts.


    Aber letztendlich ist das wie ja auch nicht unser Problem, die Leute haben sich beworben und auf eine Vergütung der Arbeitszeit wohl verzichtet und trotzdem lässt man sie das offiziell nicht durchführen.

    Das ist blöd organisiert in Berlin. Gut, dass du nicht in Berlin wohnst. Kannst dann ja das Testzentrum aufsuchen.

    Die Einrichtungen hier machen nichts anderes als testen. In 10 Minuten 5 Plätze. Und ja, auch Apotheken, aber die haben das außerhalb des normalen Verkaufsraums. Man kommt nicht mit Kunden in Kontakt.

    Wie soll das während des normalen Arbeitszeit in einer Apotheke gehen? Die Leute müssen sich doch komplett einpacken? Sowas funktioniert nicht.

    Hier wurde auch Ostern getestet. Das würde in einer Apotheke nicht funktionieren. Die hat ja dann zu.

    Nein, Berlin und auch hier der Landkreis hat explizit "tagesaktuell" drauf stehen, da dürfen keine 24h dazwischen liegen und dann klappt das eben nicht immer mit einem Termin zum Testen und einem für was anderes oder am besten mehrere Dinge.

    Doch. Wenn man will klappt das. Muss man eben weiter fahren. Aber wenn man vorher schon sagt, geht nicht, dann gehts eben nicht.


    Und wenn man das nicht will (so wie ich, ich finde des Schnelltest unerträglich), dann geht man eben weder shoppen noch zum Friseur. Kann ich mit leben. Ich kann eben nicht alles haben in einer solchen Ausnahmesituation.

    Aber es ist doch für die KK egal, wo du testest, es kostet überall das selbe, das sind also keine zusätzlichen Kosten.

    Wenn jeder Laden ein Testzentrum hat, sitzen die Leute die Hälfte der Zeit rum. Meinst du, das machen die umsonst? So eine Einrichtung muss ausgelastet sein. Rechnet sich sonst nicht. deswegen Zentrum! Und nicht Möglichkeit für Schnelltests (nicht Selbsttests) an jedem Laden.

    Aber nein, das verlange ich gar nicht, aber ich erwarte in jeder Kreisstadt schon Testmöglichkeiten, zumal es die hier ja geben würde, wenn man sie endlich zulassen würde und das kostet bisher genau gar nichts. Es muss nur die Zulassung kommen.


    Die Tests zahlen dort ja auch jetzt schon die KK, die Arbeitsleistung ist eh für keine Testmöglichkeit bisher geklärt, also wo kostet es was?!?

    was glaubst du denn, wovon die KK das am

    Ende bezahlt? Meine Erhöhung war dieses Jahr schon saftig!

    Da ist es toll. Bin ich heute erst gewesen. Ich wette, da gibt es mehr Testmöglichkeiten als man denkt.

    Für mich genug. Natürlich muss ich zu allen mit dem Auto fahren. Und es liegt selten auf meinem Weg. Aber so ist das eben. Finde ich nicht schlimm.

    Tochter fährt morgen 10 km zum Test. Sie will am Mittwoch zum Friseur. Liegt auf keinem Weg. Schade, aber sonst eben kein Friseur.

    Und der nächste regt sich dann auf, weil bei seiner Einkaufsmöglichkeit kein Testzentrum ist. Soll sich jeder Laden direkt ein Testzentrum leisten? Wer soll das bezahlen? Wer soll das bedienen? Meine Güte. Fahr zum Testen und fahr weiter zum einkaufen. Wenn’s nicht auf deinem Weg liegt: Pech! Es liegt dafür bei anderen auf dem

    Weg. Du verlangst ein bisschen viel.

    Hast du vermutlich auch keine Einkaufmöglichkeit in dem Ort!

    Ich hab hier vieles nicht direkt vor Ort. Muss ich halt fahren. Ist eben so. Warum darüber aufregen? Dann muss ich umziehen. Ich kann dich nicht verlangen, dass ich die Ruhe auf dem Dorf hab und gleichzeitig alles fussläufig erreichen kann. Das kann ja nicht gehen.

    Leute, warum versucht ihr alle immernoch Susanna davon zu überzeugen, dass alles irgendwie geht, wenn man nur will? Das klappt doch nicht :lach: Sie hat doch längst für sich entschieden, dass 4km zu weit bis zum Testzentrum ist.


    Hach, was soll ich sagen. Hier im Sauerland... ach egal.

    Keine. Sämtliche Koordinationsaufgaben in dem Bereich laufen nebenher ohne Entlastung.


    Es gibt eine Lehrertopf-Entlastungsstunde für jemanden der die Übergangsberatungen Jahrgang 5 koordiniert, also den Kontakt zu den Grundschulen.

    Unglaublich! Wir sind bei 2500 SuS Schulleitung mit SV sowie 9 Bereichsleitungen (A15) = erweiterte SL.


    Bei uns: Schulleitungsrunde jede Woche 2 Stunden ohne Anrechnung. In Corona-Zeiten DEUTLICH öfter und länger!


    Ansonsten: Aufteilung der Entlastungsstunden nach Größe der Bereiche / betreuende Klassen / Bildungsgänge / Kollegen. Da wurde in einer langen Sitzung ein Schlüssel erarbeitet (gemeinsam, alle aus der erweiterten SL waren beteiligt)

    Ich bin Ingenieurin und nach 10 Jahren Berufstätigkeit in den Schuldienst gewechselt. Bereut habe ich das nie. Ich fühle mich gut bezahlt bei perfekter work-Life-Balance, jedenfalls wenn nicht grad Corona ist.


    Habe den direkten Vergleich zuhause. Mein Mann ist Ingenieur und Betriebsleiter. Ich hab alles richtig gemacht.


    Ich gebe den Vorschreibern aber recht: mein Erfahrungsbericht bringt dir nichts. Was willst du daraus ableiten? Geh erst in die Industrie und schau, wie es dir gefällt. Die Jobs da sind ja extrem unterschiedlich, hängen stark von der Branche und Größe des Unternehmens ab.

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