Beiträge von Sissymaus

    einige

    Und da bin ich anderer Meinung. Für mich sind es nur sehr wenige, die ohne das Ref auskommen. Ich habe in den letzten 16 Jahren etliche begleitet, wir hatten eine große Pensionierungswelle und haben 50 neue KuK bekommen.

    Einer Reformierung des Refs würde ich allerdings auch zustimmen. So wie es ist (NRW), finde ich es zu straff, durchgetaktet und zu wenig transparent. Auch die Zusammensetzung der Note ist mMn ungünstig.

    Am besten kann man die Wirksamkeit eines Refs übrigens an denen sehen, die beratungsresistent sind und die Zeit des Refs nicht als Beratungszeit nutzen. Sie fallen durch oder bestehen irgendwie und nach dem Ref wurschteln sie sich irgendwie durch. Es kommt zu Problemen mit Klassen oder bei der Notengebung. Klassen beschweren sich.

    Ist kein Einzelfall am BK mit den vielen Quereinsteigern.

    Aber es gibt auch viele, die die Zeit ganz wunderbar nutzen und einige wenige hätten das auch ohne Ref hinbekommen. Kein Grund, das Ref abzuschaffen.

    Na... zwangsweise ja doch. Du hättest nur nie z.B. Stundenplanungen so elaboriert verschriftlicht. Traut euch mehr zu! ;)

    Was soll der Zwinker-Smiley? Hat was von Überheblichkeit.

    Ich hätte mich damit nicht so intensiv beschäftigt. Das kann ich doch wohl am besten beurteilen. Ich war kein Naturtalent und musste dafür viel arbeiten. Und damit war ich mit 19,5 U-Std im ref und privaten Baustellen mehr als ausgelastet.

    Und wenn ich mir meine Refs zu Beginn und am Ende sowie nach einiger Berufserfahrung anschaue, sehe ich, dass ich nicht die Einzige mit den Anfangsschwierigkeiten bin.

    Hab jetzt nicht alles im Detail gelesen, aber ich kann folgendes beitragen:

    Ich hab ein fachwissenschaftliches Studium und anschließende Berufserfahrung. In meinem Quereinstieg, der in NRW in dieser Form sehr neu war, hab ich an der Uni noch im Lehramtsmaster das zweite Fach und Bildungswissenschaften studiert. Wir mussten allerhand über Unterricht schreiben. Verlaufspläne mit fiktiven Unterrichtsgegenständen etc. Ich hab keinerlei Verbindung zur Praxis herstellen können. Ich hab 2 Jahre studiert und nebenher irgendwie unterrichtet.

    Im Ref hab ich dagegen unfassbar viel dazugelernt. Ich war gezwungen, mich intensiv mit der Lerngruppe auseinanderzusetzen und den Unterricht so zu planen, dass er auf diese Lerngruppe abgestimmt und lernplankonform war. Dann erfolgte die Durchführung und man konnte direkt sehen: das hat nicht geklappt, das hat gut geklappt. Hier muss ich nochmal anders planen etc. Ein sehr großer Lerneffekt. Ein bißchen auch "Lernen durch Schmerz" :)

    Das hat mir das Rüstzeug für mein Berufsleben gebracht.

    Das Ref kann nicht weg, darf aber gern angepasst werden.

    Ich habe morgen Nachmittag ein wahrscheinlich umfangreicheres Beratungsgespräch mit den Eltern eines 22-jährigen Vollzeitschülers.


    Tenor: Sie tun ihrem Sohn keinen Gefallen damit indem sie versuchen alle Steine aus dem Weg zu räumen. Also wenn die Eltern Bewerbungen um Lehrstellen schreiben etc., dann ist das absolut kontraproduktiv. Ihr Sohn muss lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Da er für nächstes Jahr so eh keine Lehrstelle findet und nicht mehr schulpflichtig ist, werde ich ihm zu einem freiwilligen sozialen Jahr raten, möglichst soweit entfernt, dass er nicht abends nach Hause kommt und ihm nahelegen ggf. bei der Marine anzuheuern. Bei der Bundeswehr sollte er (zwangsweise) recht schnell selbstständig werden. Außerdem hat er so noch etwas Zeit darüber nachzudenken was er aus seinem Leben überhaupt machen will. Hauptberuf „Sohn“ funktioniert langfristig nicht.

    Darfst Du überhaupt mit den Eltern über ihren Sohn reden? Hat er das erlaubt?

    Und glaubst Du, dass die Eltern das aufgrund eines Gesprächs mit einem Lehrer einsehen, wenn sie 22 Jahre anders gehandelt haben?

    "Ich könnte das nicht" wäre auch nicht mein Gedanke. Irgendwie könnte ich das schon, es würde mir nur auf Dauer keinen Spaß machen und somit wäre ich wahrscheinlich nicht so besonders gut darin. Ich bin auch nicht unbedingt jemand, der Lärm aushalten kann. Deswegen habe ich Respekt vor der Grundschule. Ich schätze, dass das hier auch so gemeint war.

    Aber ich hab auch Respekt vor der Realschule/Hauptschule. Diese pubertierenden Kids würden so an meinen Nerven zerren und wüssten vermutlich schnell, wie sie mich auf die Palme bringen. Also bin ich da auch nicht gut. Dann noch die Elterngespräche....

    Gym/Ges: Elterngespräche! Korrekturen! Anwälte! nein danke! Hier würde ich wirklich sagen, dass ich das nicht könnte, weil Ichs einfach nicht will.

    Förderschule: da kann ich wenig sagen, aber ich hatte eine Klasse, in der alle irgendeine Diagnose hatten. Da müsste ich wirklich noch so viel lernen. Also wäre ich da auch nicht gut.

    Und nihilist Dir würde vielleicht die Arbeit mit meinen SuS wenig Spaß machen und ergo wärst Du vermutlich auch nicht so gut darin. Alle Schularten haben doch so ihr eigenes Herausforderungspotential. Ich will mir da kein Urteil darüber bilden.

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Bescheid bekommen, dass meine Versetzung bewilligt wurde. Aktuell befinde ich mich noch in Elternzeit. Verstehe ich es richtig, dass die Versetzung nicht erst zum 1.8., sondern schon zum 19.6. (meine EZ endet am 18.6.) stattfindet? Ich kehre also nicht noch für 4 Wochen an meine alte Schule zurück, sondern fange direkt in der neuen Schule an?

    Manchmal wird man auch noch abgeordnet an die alte Schule, bis das Schuljahr endet.

    Und somit wäre eine Löschung des Beitrags noch möglich und fair gewesen, weil Wolfgang nun nicht mehr antworten kann.

    Aber das Statement von ihm, indem er s3g4 beleidigt, sollte nicht so isoliert stehen bleiben. Hier tritt keiner nach „unten“. Wo soll unten überhaupt sein? Ich fühle mich da angesprochen und möchte das nicht so stehen lassen.


    Edit: warum kann Wolfgang nicht mehr antworten?

    s3g4 und andere aus den "höheren Schularten" äußern sich immer wieder herablassend über die Arbeit der Grundschulkolleg*innen - obwohl sie in dieser Schulart nicht unterrichten und daher in diesem Bereich zu Recht als "inkompetent" bezeichnet werden können. Das ist keine Beleidigung, sondern eine Tatsachenfeststellung.

    Dagegen möchte ich in höchstem Maße widersprechen. An welcher Stelle hast du das gelesen? Wer äußert sich so?

    den Ausdruck „höhere Schularten“ hast allen Du hier eingebracht.


    Edit: den Cut hab ich erst später gelesen.

    Ich schließe mich den Beiträgen meiner Vorredner an. Ich habe höchsten Respekt vor allen Schularten außer meiner und bin mir sicher, dass jede Schulart ihre eigene Herausforderung hat. Deswegen finde ich es zwar ganz nett, dass nun in NRW alle A13 bekommen, aber gleichzeitig schade, dass nicht der Laubahnwechsel und Funktionsstellen dazugekommen sind.

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