Beiträge von Sissymaus

    Ich verstehe nicht, warum ICH auf einen Teil meiner Besoldung verzichten müsste, um Personal einstellen zu können. Wie wäre es, wenn die Länder sich endlich mal bewusst werden, dass Bildung zwar kostet, sich aber langfristig auszahlt?

    Teure Beamte für reine Aufsichtstätigkeiten einzusetzen, ist auch ökologisch gesehen Bullshit. Es kapiert halt keine Landesregierung, dass dann keine Zeit mehr für anderes Wichtiges bleibt. Und das Lehrpersonal hat in der Fläche auch nicht nicht verstanden, dass sie nicht privat mit Zeit und Geld einspringen sollten.

    In der Theorie mag das so sein, in der Praxis haben alle mehr oder weniger das gleiche Tableau an obligatorischen Aufgaben. Dazu kommt, dass mein subjektiver Eindruck ist, dass an Schulen im Ganztag häufig auch noch viel öfter konferiert wird oder irgendwelche Teamsitzungen, Dienstbesprechungen etc. pp. stattfinden. Auch das wird bisher nicht erfasst.

    Zu sagen, man möge sich halt bitte selbst über Unterrichtsvorbereitung entlasten und damit die sehr unterschiedliche zu rechtfertigen, die Lehrkräfte in Präsenz gebundrn werden, ist halt sehr sehr einfach gemacht.

    Nun, es würde helfen, wenn ALLE ihre Arbeitszeit erfassen und das dann mal der Schulleitung vorlegen, um zu besprechen, an welchen Stellen entlastet werden kann. Vielleicht stellt man dann fest, dass es nur jede zweite oder dritte Konferenz braucht. Oder dass bestimmte Dinge dann einfach nicht mehr stattfinden können.

    Ich gebe dir recht, dass mit einer Erfassung einiges anders laufen kann, aber man ist auch jetzt nicht völlig machtlos.

    Ist richtig, aber momentan ist es so, dass eine Schule zur Hälfte anrechnet, die nächste voll - in welcher Welt ist das richtig? Entweder man schafft überall gleiche Rahmenbedingungen oder man berechnet endlich korrekt. Im aktuellen Modell sind Kollegen an "ungut" arbeitenden Schulen überproportional gekniffen.

    Betrifft mich übrigens momentan gar nicht, aber aus leidvoller Erfahrung an der Ex-Ex-Schule heraus bin ich ein großer Verfechter der Arbeitszeiterfassung.

    Aber das ändert doch nichts an der gesamt-Arbeitszeit, die 41 Stunden + x (Ferienausgleich) beträgt. Egal, wie es angerechnet wird. Auf die muss jeder persönlich achten. Die, die eine Stunde angerechnet bekommen, haben noch mehr Zeit für anderes wie Unterrichtsvorbereitung oder Projekte. Die anderen eben nicht.

    Wieso sollte das mit Veranstalter günstiger sein? Unsere Ski-Fahrt kostet ca. 300€ (ohne Ski-Pässe).

    Der Pass ist doch der teuerste Posten. Bekommt ihr Sonderkonditionen?


    EDIT: Mir kommt das extrem niedrig vor. Schon allein die Busfahrt mit 2 Busfahrern dürfte doch erheblich teurer werden, da die ja auch nicht leer zurück fahren, wenn man individual bucht. Und habt ihr dann auch Vollpension? Und die Ausleihe von Material?

    Aber auch wenns erheblich günstiger würde, wäre das keine Option für mich. Ich bin kein Reisebüro. Wenn die Klassenfahrt dann keiner mehr bezahlen will, weil' dann teurer wird, dann fahre ich nicht. Der Aufwand für mich ist am geringsten, wenn ich nur beim Reiseveranstalter buche.

    Würde die Umfrage heißen:" Anforderungen von Lehrkräften an Klassenfahrten-Reiseveranstalter", wäre es eindeutiger.

    Ich habe aber die Vermutung, dass du hier nicht viele Antworten erhalten wirst. Ich kenne überhaupt keine Lehrkraft, die Klassenfahrten über Reiseveranstalter laufen lässt.


    Trotzdem viel Erfolg.

    Unsere Ski-Fahrten laufen immer über Veranstalter. Ansonsten wäre das nicht bezahlbar.

    Dienstliche Beurteilung durch SL: Bei mir wars ein UB, diverse Beobachtungen von Konferenzen, die ich geleitet habe oder von Gremien, in denen ich mitgewirkt hab. Dazu noch ein Gespräch.

    Revisionstag: Wir haben einen vorgeschlagen, der es dann auch wurde. An diesem Tag musste ich einen UB zeigen, dann eine Beratung eines Kollegen zu einem Thema, das bereits mit der zukünftigen Stelle zu tun hat und eine Konferenz leiten. Alle 3 Punkte werden auch reflektiert. Als letztes ein Kolloquium. Da kam dann querbeet alles vor, was so in meinem Bereich wichtig ist.

    Frag doch mal Deine SL? Mir hat meine sehr gut erläutert, was so zu tun ist.

    Sie brauchte in der mündlichen Prüfung nur noch einen Punkt ... Andere S*S waren ehrlich und sind durchgefallen.

    Das ist leider manchmal so. Es geht selten für alle gerecht aus. So viele SuS, die still und zurückhaltend sind, werden schlechter als extrovertierte Blender bewertet.

    Das Ministerium schwafelt immer von anderen Prüfungsformaten, aber Tatsache ist, dass die da oben verantwortlich sind. Wenn die Vorgaben lauten, dass wir die S*S auf die Abitur-Prüfungsformate und -Bedingungen vorbereiten sollen, dann hilft es uns gar nicht, wenn wir andere Leistungskontrollformate anwenden.

    Ich würde mich da nicht aufreiben. Wenn die Vorgaben eben so sind, wie sie sind, dann bestehen eben auch SuS, die es in anderen Situationen nicht geschafft hätten.

    Allerdings würde ich an Deiner Stelle auch einfach mal dazu entscheiden und trauen, bestimmte Situationen als Täuschung zu bewerten. Wenn sich dann durch SuS/Eltern beschwert wird, dann kann man immer noch die Leitungen einbeziehen, aber wenn ich überzeugt bin, dass hier eine Täuschung vorliegt, dann bewerte ich auch entsprechend.

    Wird das dann einkassiert, dann ist für mich jedenfalls die Devise: So what? Denn ich muss noch einige Jahre im Job durchhalten. Mir gefällt so vieles im Schulsystem nicht, da ist diese Situation noch die harmloseste. Sicher wurdest Du schon oft betuppt, ohne, dass es Dir aufgefallen ist.

    Der Wohnort ist in so gut wie allen Beamtenberufen in NRW doch ziemlich frei wählbar, hier von einer Benachteiligung in teuren Gegenden zu sprechen ist einfach kindisch.

    Nein. Das ist nicht kindisch. Das Argument, dass nur Personen mit Kindern höhere Wohnkosten haben, ist kindisch. Und genau daran stören sich Menschen, die von den Zuschlägen nicht profitieren. Dass man in Köln kaum noch wohnen kann, dürfte sich mittlerweile auch bis Düsseldorf rumgesprochen haben. Und da sind kleine Wohnungen noch überproportional teurer als große, wenn man sie mal in den qm-Preis umrechnet.

    Und es haben Dich nun auch schon mehrere hier gefragt: An welcher Stelle konnte ich als Beamtin auf diese Zuschläge Einfluss nehmen? Du scheinst über Insiderwissen zu verfügen. Lass uns teilhaben, damit wir beim nächsten Mal auch für den Rest der Beamten etwas rausholen können.

    Es gibt in Deutschland vergleichsweise wenig direktdemokratische Einflussmöglichkeiten, daher können Bürger (m/w/d) zwar nicht direkt über die Finanzierungsformen von Beamten (m/w/d) abstimmen, aber sie haben zumindest die Möglichkeit, bei Landtagswahlen diesen Posten als entscheidendes Kriterium für ihre Wahl anzusetzen, um wiederum Partei oder Parteienvertreter (m/w/d) zu wählen, die eine möglichst ähnliche Position zum Thema Finanzierungsformen von Beamten (m/w/d) vertreten wie man selbst.

    Dazu gilt es natürlich, im Vorfeld die Wahlprogramme der Parteien zu studieren und zu schauen, welche Partei eine möglichst ähnliche Position zu diesem Thema vertritt.

    Ist Deine Antwort ernst gemeint?

    Die Beamten in NRW haben es halt auch echt übertrieben mit den gierigen und völlig abgedrehten Kinderzuschlägen.

    Ach. Haben die Beamten das selbst entschieden? Ich wurde da nicht gefragt.
    Und obwohl ich durch das Forum hier immer relativ gut informiert bin, hab ich das erst durch meine Abrechnung mitbekommen.

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