Beiträge von Zauberwald

    Warum? Andere sind nicht für deinen Unterricht zuständig. Wenn es kein Material gibt, dann wird halt gebastelt oder ähnliches.

    Wenn ich vertrete, bereite ich auch nichts vor. Ich schaue dann in der Stunde mal, was die Leuteso gemacht haben und schaue, ob ich da irgendwo spontan anknüpfen kann. Wenn nicht, dann halt nicht. Dann können die z.B. ruhig an ihren Hausaufgaben arbeiten.

    Finde ich auch gut, ungeplante Stunden sind nicht die schlechtesten.

    Nur, oft ist ein ganzer Schultag mit 4 bis 6 Stunden in derselben Klasse zu vertreten. Oft sind die Damen um die 70 Jahre alt, wie ich sagte Pensionärinnen, so einzelne Stunden werden schon mal von Kolleginnen vertreten, aber die sind nicht begeistert, weil es ja sowieso Mehrarbeit ist.

    Eure Kollegien mit viel mehr Mitarbeiterinnen sind bunter, da macht man sich nicht so schnell zum Außenseiter. Oder findet schneller Gleichgesinnte.

    Find ich falsch gedacht. Wenn es normal wäre, nicht zu liefern, hätten alle in dem Moment etwas davon, wenn sie krank sind. Wenn ich krank bin, kann ich / will ich nicht liefern (müssen) ... dann erwarte ich selbstverständlich auch von anderen nicht, dass sie liefern, wenn sie krank sind.

    Das kam alles mit der Digitalisierung. In meiner Bayernzeit war ich 2 Jahre mobile Reserve, da hat mir nie jemand gesagt, was ich mit den Klassen machen soll/kann. Ich fand das eigentlich viel besser. Bin da voll bei Susannea.

    Neulich hat mich eine Kollegin für 1 Stunde vertreten und aus Versehen was ins falsche Heft schreiben lassen. Sie hat sich hundertmal entschuldigt. Niemand kann die Stunden sowieso genauso umsetzen wie man sich das vorstellt. Jeder ist anders.

    Es ist ja wunderbar, wenn es bei euch allen so ist, dass ihr alles stehen und liegen lassen könnt. Ich würde das auch gerne. Bei den 3 mir gut bekannten Grundschulen wird es nachgefragt, ob und wem man das Material schickt. Da traut sich keine, nichts zu liefern.

    Finde es nicht nett, einen neuen Teilnehmer, der das noch nicht kennt, hier gleich so zu überfallen. Bei uns A12ern sind viele Dinge möglich.

    Obwohl ich auch dafür bin, erst das Studium zu beenden, heißt das m.E. noch nicht, dass damit die Ausbildung ganz fertig ist. Es steht ja mindestens noch das Jahr "Arzt im Praktikum " nach dem Studium an (die Examensprüfungen sind vmtl. in den 2 Jahren enthalten).

    Aber vmtl. kann man das auch später noch nachholen.

    Er hat ja ein Praktikum gemacht, vllt. Sollte er noch ein längeres anschließen. Auch das kann so oder so ausfallen. Aber so ist es in der Schule ja auch. Mal hat man ein einfacheres Schuljahr (Schüler, Bedingungen, usw.), mal zählt man die Wochen....

    Das Schlimme ist, dass die Eltern einen auch oft nicht unterstützen. Ich habe neulich einem Drittklässler eine Strafarbeit aufgegeben, weil er in Musik immer stört. Zuhause hat er erzählt, er muss das Lied abschreiben, weil er nicht mitgesungen hat. Die Mutter schreibt mir, dass er es nicht machen kann, weil er LRS hat. In meinen Anfangsjahren hätte ich jetzt einen Aufriss gemacht. Inzwischen denke ich... "Ich schone meine Nerven." Bin immer noch am überlegen, ob überhaupt und wie ich reagiere. Lege mir jetzt Matheblätter in die Tasche, die er dann als Strafe bekommt.

    Ergänzend zu den vielen guten Ideen:

    Die, die gut mitarbeiten, jede Stunde belohnen mit ... etwas Passendem (bei meinen Schülern gibt es eine Schatzkiste, für deine...? Schokoriegel, Duschgels etc sind bei mir drin).

    Während der Stunde die mitarbeitenden Schüler an die TA schreiben und für jede 3-5 Minuten Arbeit, die sie leise leisten, einen Stern geben oder ein Plus oder so, dass mal die Guten vorne stehen, ist oft überraschend und meist sehr motivierend für alle.

    Und ja, langweilige Textarbeit, abschreiben, Lückentext, sonst nix.

    Und evtl als Belohnung für die, die wirklich arbeiten, die Ipads.

    So wie die Schüler drauf sind, hört sich das nicht an, als ob die sich mit Schokoriegel und Duschgel bestechen lassen.

    Bei den Jüngeren funktioniert das eher. Ich mache das auch so ähnlich mit dem Geduldsfaden wie MLSekI.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, aber es hilft dir auch nichts. Meine kann nicht mal was kopieren. In der Pause, wo es dem Mädchen manchmal schlecht wird (aber wir vermuten, dass sie nur so tut), sitzt sie im Lehrerzimmer und trinkt Kaffee, weil sie jetzt Pause hat und ich muss mich kümmern.

    😅 Ich höre das manchmal von einer Kollegin. Eine I-Helferin, eine Erzieherin - selten sogar zwei -, gelegentlich noch eine Sonderpädagogin und ebenso selten dann nochmal eine Praktikantin … sie weiß die Unterstützung zu schätzen, genießt es aber auch, mal alleine in ihrer Klasse zu sein.


    Das klingt jetzt so, als wären wir mit Personalstunden gesegnet, das sind wir aber nicht. In meiner Klasse gibt es keine Minute lang eine Doppelbesetzung. Ich würde an deiner Stelle die Schulleitung mit ins Boot holen, das ganz offen thematisieren und zusammen gucken, ob die Erzieherin nicht an anderer Stelle besser unterstützen kann. Zwei Tage bei dir, drei Tage in einer anderen Klasse oder so. Oder sitzt in allen euren Klassen mehr Personal als ihr brauchen könnt?

    Das ist ja keine echte Doppelbesetzung. Ich kenne das leider auch von Inklusionshelferinnen. Da habe ich aber sehr unterschiedliche Erfahrungen. Meine jetzige redet immer lautstark mit Kindern, hat nicht einmal Kontaktdaten mit den Eltern der Schülerin gehabt, obwohl sie schon 1 Jahr vor mir da war, kommt und geht, bis ihre Stunden voll sind, so wie es ihr privat passt. In Sport, wo sie gebraucht würde, geht sie nicht mit mangels Stunden. Ich habe das im ganzen Team (Sportlehrerin, sie, ehemalige Lehrerin) angesprochen, aber anscheinend ist ja alles super so....und niemand will was ändern. Geld fürs rumsitzen.

    Meine letzte Inklusionskraft bei einem anderen Kind hatte allerdings einen Vollzeitjob und ich war froh, wenn sie da war. Jetzt bin ich das nicht.

Werbung