Beiträge von Zauberwald

    Meinst du, dass sie mit verhaltensauffälligen Schülern (m/w/d) nicht zurecht kamen? Oder konnten sie sich nicht in den manchmal recht starren Rahmenbedingungen des Schuldienstes einfinden?

    Sie haben es einfach unterschätzt: Die Schüler, die Eltern, die zahlreichen Aufgaben, die Bürokratie, die nachmittäglichen Sitzungen, die Verantwortung, die Lautstärke, die unterschiedlichen Niveaus, die Korrekturzeiten, den Aufwand, Zeugnisse zu schreiben, Gutachten, Förderpläne, runde Tische bzgl. Inklusionskindern, Integration von Kindern mit kaum vorhandenen Deutschkenntnissen, die Präsenz, die man haben muss, auch wenn es einem nicht gut geht, evtl. eine dauernd kontrollierende SL, die Aufsichten, die Unterrichtsbesuche, anwesende Schulbegleitungen, usw.

    das hatte ich auch mal gedacht. 15 Quereinsteiger später bin zumindest ich anderer Meinung

    Im Bekanntenkreis haben einige aufgegeben. Sie glaubten zuerst noch an 13 Wochen Ferien, freie Nachmittage und Wochenenden - leicht verdientes Geld sozusagen. Die Realität war anders und sie wollten "es nicht länger mitmachen." Was es ist, weiß, glaube ich, jeder.

    So richtig erschließt sich mir auch nicht, warum der Zirkel Thema ist bei uns, niemals werden sie in einem Beruf arbeiten, in dem man einen braucht. Aber man kann es als Feinmotorikschulung sehen...

    Bei uns steht auch der Zirkel verbindlich im Lehrplan. Die Zirkelarbeit ist schon sehr pfriemelig für manche Kinder, aber im allgemeinen haben die Kinder sehr großen Spaß daran und man sieht einen großen Lernzuwachs bei den meisten. Für mich gehört es auch zu Mathe und manchmal können auch gerade unruhige Kinder sich im Zeichnen von Kreismustern verausgaben und das erfolgreich hinbekommen. Schade ist nur, dass man manchmal 25 Kindern auf einmal helfen könnte. Die Inklusionsgruppe ist sicher viel kleiner, so dass man da besser helfen könnte. Wir haben in der Schule Zirkel zum Ausleihen und so könnte ich mir vorstellen, dass ich es mal ausprobieren würde, wenn ich an der Stelle wäre.

    Ein Hochschulstudium muss zudem auch nicht zwangsläufig ausschließlich theoretische Kompetenzen vermitteln, sondern kann auch praktische Elemente einbinden (hier: Vermittlung von Unterrichtsinhalten) - man denke an Sprachkurse, praktische Kurse in Sport oder Kunst, Laborpraktika/Präparierkurse in den Naturwissenschaften/Medizin, etc.

    Ich könnte jetzt verwirrend anklicken, aber damit man versteht, was mich verwirrt, formuliere ich es mal so:

    Ich verstehe nicht, was deine Antwort mit dem Zitat von Plattenspieler zu tun hat.

    Daher könnte ich verstehen, dass man es zumindest probiert

    Dann sollten aber alle anderen in der gleichen Situation auch auf Vollzeit gesetzt werden. Ebenso die Leute, die krank sind und eine Wiedereingliederung machen und sowieso schon in Teilzeit waren. Die sollen dann im Krankenstand und in der Wiedereingliederungsphase auch voll bezahlt werden. Hört sich alles aber nicht sehr realistisch an.

    Ich fände es unfair, wenn es bei denen, die es probieren durchgeht und die anderen, die sich "bescheiden", das gar nicht wüssten/erführen.

    in NRW ist der Antrag auf Teilzeit oder Rücknahme von Teilzeit nicht "ein paar Klicks online" sondern ein Papierantrag (logisch), der durch die Hände der Schulleitung (mit ihrer Empfehlung) den Dienstweg zur Bezirksregierung geht.
    Das wird sicher der Knackpunkt sein, denn anders als bei KuK, die nach einer EZ kurz vor den Sommerferien in VZ zurückkehren und erst zum 1. August in TZ sind (aber darauf spekulieren, für 3-4 Wochen keinen VZ-Stundenplan zu bekommen - tun sie auch nicht), ist die Belegung einer VZ- oder TZ-Stelle zu August auch für die Schule eine rechnerische Sache, wo die SL auch nicht unbedingt "mitspielt".

    Okay. Das ist dann doch noch mal was anderes und es handelt sich ja auch um andere Größenordnungen, als wenn man in der Teilzeit 2 Stunden rauf oder runtergeht. Wenn die Kollegin dann auf dem Papier eine Vollzeitstelle hat und ins BV geht, müsste ja auch eine Vertretung für eine Vollzeitkraft anrücken.

    Vielleicht spielt die SL dann sogar mit, weil sie mehr Lehrerstunden bekommt???

    Meine Transidentität sieht man mir ebenfalls nicht an und niemand in meinem Umfeld weiß davon (außer natürlich meiner Familie und Freunden in meiner Heimatstadt). Meine Kommilitonen / Freunde würden aus allen Wolken fallen, wenn ich ihnen davon erzählen würde. Im Schulkontext würde ich dies auch weiterhin "geheim" halten wollen. Wie du schon richtig vermutest, wird man häufig auf diesen Faktor reduziert. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es einige Eltern gibt, die sich querstellen und ihr Kind nicht von mir beschulen lassen würden :D

    Ich sehe auch keinen Grund, dass sich irgendjemand überhaupt irgendwie erklären sollte.

    Sie kann ihre Teilzeitstelle aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen und erhält deswegen ein Beschäftigungsverbot. Da sie ja nicht hin muss, möchte sie die Stelle gleich mal auf Vollzeit erhöhen... Finanziell gesehen hätte sie ohne diese fragwürdige Erhöhung doch genauso so viel Geld im BV, als wenn sie keins hätte. Sie hat sich das vermutlich ausgerechnet, dass die Teilzeitstelle reicht, also sehe ich keine neue Notsituation.

    Die Frage ist, ob die Stelle, bei der man die stellenwirksamen Änderungen beantragt überhaupt etwas von dem BV erfährt/weiß. Das sind doch ein paar Klicks online und in meiner Erinnerung kann man da nirgends ankreuzen, ob man derzeit im BV, Wiedereingliederung oder sonst etwas ist. Oder es gibt andere Seiten bei Elternzeit und Co, die ich nicht kenne...

    Eine Kollegin hat mich angesprochen. Sie ist aktuell in Elternzeit und vertritt sich selbst, die Elternzeit endet Ende Mai. Sie hat zum neuen Schuljahr Teilzeit beantragt und genehmigt bekommen. Nun ist sie wieder schwanger und hat durch die Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot erhalten. Nun ist ihre Frage: Zwecks Finanzoptimierung (Mutterschutz/Elterngeld) möchte sie gerne den Teilzeitantrag aus wichtigem Grund (Änderung Familiensituation) zurücknehmen.

    Hat jemand damit Erfahrung und gibt es Dinge die beachtet werden müssen?

    Ich weiß, dass das finanziell doof fürs Land ist, für die Schule sollte es gleich sein, weil sie sowieso vertreten werden muss. ;)

    Ich finde, das hat ein Gschmäckle :flieh:

    Schriftlich (in schoolfox) und mündlich (am Treffpunkt, vor Beginn der Wanderung) teilte sie mit, dass dies keine Schulveranstaltung sei und die Aufsichtspflicht bei den Eltern läge.

    So würde ich das auch handhaben.

    So ähnlich machen wir das auch bei ähnlichen Veranstaltungen, auch bei Klassenfesten am Waldrand. Funktioniert nicht gut. Die Eltern quatschen, stoßen an und wir behalten das Geschehen dann wieder doch unbemerkt im Blick und schreiten notfalls ein.

    Das ist eine reine Privatveranstaltung. Familien fragen, ob ich am Sonntag mit Radfahren gehe. Wo nehmt ihr die Aufsichtspflicht her, woraus sollte die sich ableiten? Welche Argumente haben die Bedenkentragenden?

    Ja, er/sie ist nicht in der Verantwortung in diesem Fall. Sollte aber schon für alle auch kommuniziert werden. Mir geht es darum, dass Eltern die Lage vielleicht unterschätzen und etwas unbedacht sind.

    OT: Wir wollten mal mit unserer Klasse, da waren wir 12 oder 13 Jahre alt alleine eine Radtour unternehmen (32 Mädchen und es war ca. im Jahr 1977/78), das scheiterte an unseren Eltern. Ein Vater meinte, wir dürften nur in Vierergruppen fahren und müssten jeweils so und so viel Abstand von Gruppe zu Gruppe halten. Letztendlich fand es nicht statt.

    Da es sich um Feldwege handelt, dürfte es beim TE einfacher sein.

    5. Klasse und die Schule im Speckgürtel. Ich kenne die Strecke, da ist wenig Verkehr. Waldwege, Wirtschaftswege, Nebenstrecken.

    Dann geht es eher. Würde ich auf alle Fälle mit der SL besprechen.

    OT: Wenn man einen Ausflug macht und Eltern als Aufsichtspersonen mitnimmt (die sind mit einer Schülergruppe alleine unterwegs), bin ich als Lehrerin dann verantwortlich, wenn irgendetwas in einer Gruppe sein sollte? Man kann ja nicht überall gleichzeitig sein....

    Der Thread zeigt wunderbar, warum in diesem Job einfach nichts mehr Spaß macht und Leichtigkeit hat.

    So schade.

    Mich wundert es immer, mit welcher Sorglosigkeit Eltern ihre Kinder in "Freizeiten" schicken, wie es hier heißt. Eine meiner Töchter war als Jugendliche kirchlich engagiert und mit 18 Jahren und 3 anderen, die auch 18 oder 19 waren, die Hauptverantwortliche für ein dreiwöchiges Zeltlager. Alter der Teilnehmer: ca. 8-16.... Die Kleinbusse mit Gepäck und Kindern fuhren sie auch selbst, ich weiß nicht mehr, wie viele Kinder es waren aber mindestens so viele wie eine große Schulklasse. Gecampt wurde an einem See auf einem Campingplatz (hätte doch jemand ertrinken können???). Mehrmals mussten sie die Polizei holen, weil ein älterer Herr im Gebüsch die Kinder beobachtete und sie ansprach... Ich hätte kein Auge mehr zugetan. Das ist ca. 10 Jahre her.

    Sind andere Organisationen sorgloser als Lehrkräfte?

    Wenn man in so einer großen Gruppe als Radfahrer unterwegs ist, gelten bestimmte Regeln.... (Nebeneinanderfahren, Abstand,...überqueren einer Ampel....) Wissen die Eltern das? Können sie die Kinder bezüglich ihrer Fahrsicherheit richtig einschätzen? Ich gehe mit meinen 4ern demnächst zur Jugendverkehrsschule bzgl. der Radfahrprüfung. Meine Klasse weiß bisher eigentlich nix. Auch nicht, wie man vom Straßenrand richtig losfährt (Schulterblick, Handzeichen...). Das habe ich im Gespräch herausgehört. Die fahren hier bisher nur auf Bürgersteigen und regen sich auf, dass sie ab 10 auf der Straße fahren sollen.

    Wie alt sind deine Schüler/innen?

    Meine Erfahrung mit Radwegen ist, dass sie plötzlich auf einer Bundesstraße enden können. Ich persönlich hätte große Sorge, dass etwas passieren könnte.

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