Beiträge von Zauberwald

    Bei uns am BK müssen die Schüler laut Schulleitung nicht beaufsichtigt werden, sie müssen sich nur beaufsichtigt fühlen. Finde ich eher mutig, weil im Zweifel Scheiße eh von oben nach unten fällt. Ich weiß aber tatsächlich von einem Berufskolleg in Köln das gänzlich auf Pausenaufsichten verzichtet.

    Der Spruch existiert in allen Schulen. Nur, wenn weit und breit nie eine Aufsicht zu sehen ist, fühlt sich doch niemand beaufsichtigt.

    Das ist hier echt wieder anstrengend, aber in 2 Dingen sind wir uns doch eigentlich einig:

    1. Der Prüfling sollte nichts mit der Bewirtung zu tun haben.

    2. Die Bewirtung sollte sich auf einfache Getränke und einen einfachen "Snack" beschränken ohne viel Aufwand.

    Hier schreibt doch niemand, dass der Prüfling selbst ein möglichst heterogenes Buffet aufzubauen hat, das fand doch bisher niemand gut oder habe ich das überlesen.

    Also hier käme es umgekehrt schlecht an, wenn man jemanden (der eigentlich damit rechnet) auf dem Trockenen sitzen lässt. Aber vllt. ist es auch so ein "Grundschulding", denn wir helfen dem Prüfling gerne, sind ja auch kein 80köpfiges anonymes Kollegium, sondern nicht einmal ein Fünftel davon und geht es eher familiär zu und jede leidet mit.

    Doch, aber das zahlt die Schule und es kümmert sich ganz sicher niemand drum, der noch in Ausbildung ist. Sowas fällt allenfalls in meinen Zuständigkeitsbereich als Fachvorsteherin.

    Bist du sicher, dass das die Prüflinge zahlen? Es gibt doch für solche Ausgaben eine "Handkasse", zumindest bei uns. Verwaltet von der Sekretärin, bzw. hat die Schule bei 2 Läden tatsächlich eine "Bezahlkarte."

    Was ich aber gelernt habe, man verschätzt sich eben doch schnell mal und schlägt hinterher drei Kreuze, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

    Jeder, der irgendwie mit Kindern zu tun hat, kann das wohl dreifach unterstreichen.


    Für mich spielen bei diesem sehr traurigen Unglück mehrere Faktoren eine Rolle, die zusammen gekommen sind, z.B. das nicht Funktionieren der Insulinpumpe, warum gab es keinen Ersatz? Warum meldet man das nicht, sondern nimmt auch noch für Diabetiker verbotene Dinge zu sich? Nach dem Restaurantbesuch ging es zumindest noch einer weiteren Schülerin nicht gut. Wenn man als Lehrerin nichts von Diabetes weiß, wie soll man dann darauf kommen, dass das Unwohlsein eine andere Ursache hat? Warum sagt man als Eltern nichts von der Krankheit auf dem Elternabend, bei dem auch noch die Schülerin selbst anwesend war usw...usw...

    Zum Schluss bleibt trotzdem immer noch die Frage, warum die Lehrerinnen nicht schneller reagiert haben. Das kann man nicht entschuldigen. Trotzdem sind schon vorher viele Dinge zusammengekommen, die einfach nicht hätten sein dürfen/müssen.

    Bekommen bei euch auch andere Besucher, Lesepaten usw. auch keinen Kaffee? So ein Buffet mit unterschiedlichen Angeboten finde ich immer übertrieben, aber irgendeine kleine Stärkung von Gästen ist doch pure Höflichkeit. Das hat m.E. nichts mit der Bestechung von Prüfern zu tun. Kommt jemand vom Schulamt: Kaffee und Butterbrezeln, helfen die Eltern beim Weihnachtsbasteln: Kaffee und Butterbrezeln, kommen Prüfer: Kaffee und Butterbrezeln.

    Nur bei den Kirchen gibt es nach dem Gottesdienst Kaffee und Hefezopf.

    Ich hoffe du und alle anderen, die solche Traditionen als nette Gastfreundschaft hochhalten, werden bald pensioniert und diese Unsitte hat endlich ein Ende.

    Ach echt? Dann ändere doch etwas in deinem Umfeld und fang an die Referendarinnen zu unterstützen. Biete es an, sie werden dir dankbar sein.

    Ich kann mich heute noch daran erinnern wie ich vor meinen Lehrproben zitternd vor Aufregung im Besprechungszimmer Geschirr und Backwaren hergerichtet habe und mir kommt echt die Galle hoch, wenn ich sowas hier lese.

    Dann hast du nicht richtig gelesen. Wolfgang schrieb, dass nicht die Prüflinge die Verkostung herrichten, sondern die neuen Referendare (die im ersten Jahr). Im Gegenzug hilft man ihnen im nächsten Jahr, wenn SIE Prüfung haben. Bei uns machen es die "alten" Kolleginnen. Wir tun das gerne, denn so haben wir das Gefühl, die Referendarin irgendwie unterstützen zu können. Für uns ist das selbstverständlich. Dass die Prüflinge an diesem Tag auch noch selbst die Verköstigung am Hals haben wie bei dir, finde ich aber auch belastend für denjenigen. Vllt. könnte man das ansprechen und ändern.

    In meiner Schulform ist es so und das Kollegium richtet etwas her. Das machen wir aber auch, wenn jemand vom DLRG kommt und den Kindern Erste Hilfe Kenntnisse vermittelt oder andere außerschulische Lernpartner wie der Förster oder wer auch immer.

    In Bayern hat man eine Einzel - und eine Doppellehrprobe. Zwischen den beiden Schulstunden der 2. Lehrprobe liegt die große Pause. Da sitzt man mit den ganzen Prüfern im Lehrerzimmer (Obwohl, ich habe im anderen Klassenzimmer einen Super 8 Film eingefädelt, denn die 2. Stunde musste bei einer anderen Lerngruppe stattfinden :)) und die hätten dann natürlich sehr gerne auch eine Stärkung. Meist hatten sie auch in der Tat einen langen Anfahrtsweg und waren noch mehrere Stunden im Haus. Die Bewirtung haben damals die Kollegen übernommen, da hat man keine großen Diskussionen drum gemacht. Hier in BaWü ist es genauso. Kaffee, Wasser, Butterbrezeln. Darum kümmern sich die Kollegen. Wer als Prüfling mehr möchte, stellt noch selbst etwas anderes dazu.

    Ok, eine knappe Handvoll von Menschen aus dem „echten Norden“ gibt es ja doch. Wie schön 😻. Wobei ich mich schon frage: ja, SH ist nicht so dicht besiedelt, aber ein paar mehr Menschen haben wir doch. Sind Schleswig-Holsteinische Lehrkräfte nun a) an sozialen Medien weniger interessiert, weshalb sie hier nicht auftauchen? Sind sie b) zufriedener mit ihrem Dasein, sodass sich ihnen keine Fragen bezüglich ihres Berufes stellen? Oder sind sie c) völlig überarbeitet, so dass sie keine Zeit für so ein Forum haben? 🤔. Jetzt könnte man dazu eine Umfrage machen, aber die wäre bei ca. 5 Menschen wohl nicht repräsentativ 😅. vielleicht ist es auch wie beim Karneval? (schnell noch mal reinschieben, bevor es vorbei ist)

    Schleswig-Holsteinische Lehrkräfte sind Individualisten und daher tauchen sie hier nicht so sehr auf. ;(

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