Beiträge von Zauberwald

    Das gibt es im Werkraum. Sollte ich etwas spezielles brauchen, würde ich ausnahmsweise Geld einsammeln, aber dafür brauche ich keine Klassenkasse. Manchmal zahlt auch die Schule. Wir machen ab und an Sammelbestellungen bei ALS, das wird geliefert und gezahlt.

    Antwort auf die Frage von ABC_123: "Bringen die Kinder auch Material für den Werkunterricht mit? Also zum Beispiel das Holz? Bei uns müssen die Lehrkräfte das kaufen ... sogar die Sägeblätter ... und bekommen das Geld aus der Klassenkasse zurück ...

    Genauso wie Wolle, Watte, Perlen usw."

    Und wenn du zum Beispiel etwas für den Kunstunterricht kaufen musst? Schreibst du den Eltern vorher, was du kaufen möchtest, sammelst dann das Geld ein und kaufst dann das Material?

    Was machst du, wenn du Samstag einkaufen gehen willst und am Freitag aber noch nicht alle Kinder bezahlt haben? Streckst du das Geld dann vor mit dem Risiko, es nicht zurück zu bekommen? Oder planst du deinen Unterricht dann um, weil du ohne das Material unterrichten musst?

    Oder kaufst du keine Materialien? Müssen die Kinder das von zuhause mitbringen?

    Ich schreibe über schoolfox, was die Kinder brauchen und die Eltern kaufen die Sachen. Ich gehe doch nicht in Geschäfte und sammle Geld ein, meine Arbeitszeit überschreite ich auch schon so.

    Und wenn einem unterwegs bei den Einkäufen etwas passieren würde, wäre das dann ein Dienstunfall?

    Wieso müssen das Lehrer sein und keine Lehrerinnen?

    Ich habe mal einen Schüler, kurz bevor er mir vor Wut auf irgendwas im Rennen einen spitzen Gegenstand in den Bauch rammen konnte, angeschrien: "Wenn du das machst, zeige ich dich an." Seitdem hat er Angst, dass ich das wirklich machen könnte und geht mir aus dem Weg. Wenn ich in seiner Klasse vertreten muss, fragt er sogar die Sozialarbeiterin, ob er zu ihr kann, da er Angst hat, sich nicht kontrollieren zu können und dann die böse Frau Zauberwald ihr Versprechen wahr macht.

    sehr cool und lustig!! wie ich wohl eurer meinung nach aussehe? was denkt ihr?

    auf jedebn fall habe ich fette papierstapel.

    Es gibt hier irgendwo so einen ähnlichen Strang. pepe : Weißt du wo? Habe leider keine Zeit zu suchen....

    Wie du aussiehst nihilist? Kurze, braune Haare, Jeans o.ä., praktische Kleidung und ohne viel Schnickschnack, 1.80cm, schlank, leicht sportlich, Fahrrad und/oder Auto, aber kein SUV...., eventuell mit passender Brille, aber ohne Riesengestell..., Rucksack.

    Spätestens zum Halbjahr würde ich mit den Eltern in Kontakt treten. Kurz vor den Sommerferien damit zu kommen, dass das Kind besser wiederholen sollte, ist eher ein unglücklicher Zeitpunkt. Dann muss das Kind nochmals die Einschulung und die Anfangswochen mitmachen, obwohl es diese Dinge meist auch schon kann. Bei uns wiederholen Kinder am häufigsten in der zweiten Klasse nach den Herbstferien oder um Weihnachten, wenn die Erstklässler auch schon ein paar Buchstaben können.

    Einmal hatte ich eine Schülerin, die konnte sich trotz aller Unterstützung im kaum 5 oder 6 Buchstaben merken, dann ging nichts mehr. Auch in Alltagssituationen zeigte sie sich sehr eingeschränkt und fragte jeden Tag die gleichen Dinge. Ich forderte die Beratungslehrerin an, die sie überprüfte und Tests machte und nahm Kontakt zum sonderpädagogischen Dienst auf. Das Kind hatte einen eingeschränkten IQ und es wurde die Förderschule L empfohlen. Eltern und aufnehmende Schule, sowie die Grundschule, wir waren uns alle einig. Im Januar stand das schon fest, aber sie musste noch das ganze Schuljahr bei uns bleiben, weil es keinen Platz gab.

    Es gibt kurzfristigen und langfristigen Mangel. Kurzfristiger Mangel ist dann gegeben, wenn es durch äußere Faktoren (z.B. Wechsel von G8 auf G9, Reduktion der Klassengröße, Erhöhung der Pflichtstundenanzahl eines Faches) zu einem plötzlichen Mehrbedarf kommt und es eine gewisse Zeit dauert, ehe dieses zusätzlich benötigte Personal qualifiziert ist und flächendeckend zur Verfügung steht. Langfristiger Mangel hingegen ist dann gegeben, wenn unabhängig vom Eintreten äußerer Faktoren über einen längeren Zeitraum (sagen wir +5 Jahre) durchgehend weniger qualifizierte Lehrkräfte in einem Fach (oder auch Fachrichtung in der Sonderpädagogik bzw. berufliche Bildung) zur Verfügung stehen, um ein flächendeckendes Unterrichtsangebot sicherstellen zu können. Dazu würde ich Fächer (bzw. Fachrichtungen) zählen, die unter Lehramtssinteressierten als besonders schwer gelten oder für deren erfolgreiche Durchführung das Vorhandensein ein ausgeprägtes Talent gilt. Erfahrungsgemäß gilt dies insbesondere für die künstlerischen sowie MINT-Fächer.


    Korrekturfächer sind derzeit überwiegend keine Fächer mit erhöhtem Mangel. Obwohl in der berufliche Praxis erhebliche zeitliche Ressourcen für Korrekturen aufgewendet werden müssen, gibt es genug Lehramtsinteressierte für diese Fächer, was zumindest vermuten lässt, dass es genug junge Leute gibt, die bereit sind, den zeitlichen Mehraufwand in Kauf zu nehmen, um diese Fächer unterrichten zu können.

    Also Mathe und Französisch sind ja nicht gerade Mangelfächer. Bist du mit einer Kürzung deines Gehalts einverstanden?

    Firelilly : Aktuell verdienen ja alle Fächerkombinationen innerhalb eines Lehramtes gleich viel. Würdest du es bevorzugen, wenn besonders stark gefragte Fächerkombinationen höher vergütet werden als solche mit vergleichsweise wenig Nachfrage?

    Was sind denn besonders stark gefragte Kombinationen? Kunst, Musik, Informatik und Reli? Und die Lehrkräfte mit den Korrekturfächern erhalten weniger? Kann mit der Frage nix anfangen.

    Ruhig und zurückhaltend bin ich auch. Das beeinträchtigt mich nicht in meinem Lehrerinnenleben. Also, das wäre in meinen Augen kein Grund.

    Arbeitest du denn jetzt an der gleichen Schulform wie nach deinem Abschluss? Das könnte einen Unterschied machen.

    Ich persönlich würde das Referendariat machen, dann hast du eine fertige Berufsausbildung und kannst in der Zeit weiter Erfahrung sammeln und besser abschätzen, ob du dir das länger vorstellen kannst. Die Entscheidung es nicht zu tun, kannst du immer noch treffen. Du hast ja schon einen richtig guten Job, den du während des Refs aber vermutlich auch aus Zeitgründen vernachlässigen musst. Du brauchst vmtl. auch eine Nebentätigkeitserlaubnis und der zeitlich erlaubte Umfang ist nicht so groß, kenne mich da aber nicht 100% ig gut aus.

    Oder als Grafik:

    (Ich musste die Grafik leider stark verkleinern, da im Upload nur 1MB erlaubt sind)

    Das ist ja mal Klasse: Finnegans Wake <3, Palim :top:, Quittengelee :love:,.....und alle anderen auch, einfach super! Ich selber gefalle mir mir hier auch sehr! (Über der Fliegenpilz könnten wir nochmal reden, aber du kannst ihn gerne lassen. Passt :))

    Danke, ich finde es super!

    Quittengelee: "Wer an der Sprachheilschule landet...", das hört sich aber negativ an. Bei uns unterrichten Sprachheilschulen nach dem Grundschullehrplan und man kann bei Verbesserung jederzeit auf eine Regelschule wechseln. Ich habe einen Jungen in der Klasse, der war 2 Jahre im Sprachheilzentrum, wechselt demnächst aufs Gymnasium. Er hat bei mir die entsprechenden Noten und auch den Kompass 4 Test bestanden.

    Plattenspieler: Ich bin mir unsicher, aber kann es sein, dass es im Sprachheilzentrum auch Klassen gibt, die nicht nach dem Bildungsplan der Grundschule unterrichtet werden, sondern nach dem der Förderschule Lernen? Kenne tatsächlich nur in paar erwachsene ehemalige Schüler mit nun erfolgreich abgeschlossenem Studium. Sieht man mal, wie wichtig Förderschulen sind.

    Im Setting Förderschule ja.

    Bezogen auf die typischen Störungsbilder im Bereich Kindersprache ja.

    "ja" = habe ich erlebt; nicht 'ist immer gegeben'

    Früher kam zu uns regelmäßig eine Kollegin aus dem Sprachheilzentrum - eine Förderschullehrerin mit dem Schwerpunkt Sprechen - und hat ganz kleine Gruppen von Erstklässlern sprachlich gefördert. Sie ging auch regelmäßig in die Kindergärten. Vor ein paar Jahren ist sie plötzlich verstorben und es kam nie ein Ersatz für sie. Hat sich denn da etwas geändert? Gibt es das nicht mehr, diese Kooperation des Sprachheilzentrums mit der Regelschule und den Kindergärten? Ist das nur bei uns so?

    Aber es gibt jetzt dann auch keine Grundschulförderklassen mehr, sondern Junoirklassen Neues Schulgesetz tritt in Kraft: Baden-Württemberg.de

    Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.

    Ich finde es auch schwierig, Prognosen zu stellen. In der Grundschule gibt es bei uns zum Beispiel viel zu viele Lehrkräfte mit Missio und Vocatio. Ich darf fast nie Reli unterrichten, das macht mir nix, aber andere sind sehr traurig darüber.

    Zauberwald : "Angemessen" bedeutet innerhalb der Schranken zielgleichen Unterrichts. Da bin ich transparent, dass an anderen Schulformen mehr Differenzierung stattfindet. Fachunterrichtsprinzip mit wechselnden Lehrkräften nach 2 Schuljahren hat da einfach seine Grenzen. Bei der Berücksichtigung von Stärken und Schwächen würde ich z.B. anführen, dass es im Fach Französisch immer wieder Schüler (m/w/d) gibt, die Angst vor dem Sprechen einer Fremdsprache haben. Diese habe ich im Unterrichtsgespräch besonders im Blick und motiviere sie dazu, sich zu trauen, etwas zu sagen, und lobe sie für den Mut, selbst wenn der von ihnen gegebene Satz noch nicht zu 100% grammatikalisch korrekt war. Wir kommen da noch hin, aber zum aktuellen Zeitpunkt ist ein erster Schritt getan. Diejenigen, die wie ein Wasserfall sprechen können (Es sind nicht viele, aber es gibt sie.), können vor allem bei Diskussionen oder Vorstellung freier/kreativer Textproduktionen glänzen und da achte ich auf Feinheiten (z.B. abwechslungsreiche Satzanfänge, komplexeres Vokabular), um ihnen zu ermöglichen, dass aus einem guten Wortbeitrag ein potentiell sehr guter wird. Falls du noch weitere Beispiele möchtest, sage gerne Bescheid!

    Das ist doch ganz normaler Unterricht und kein Fördern. Ein schlechter Schüler wird durch Ermunterung nicht besser, v.a. in Mathe. Und dein letzter Satz hört sich wirklich nach KI an.

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