Beiträge von Zauberwald

    Wem bei der Jobauswahl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiger Wert ist, dem sei geraten von unserem Job nach Möglichkeit die Finger zu lassen.

    Ich habe das immer anders gesehen. Man kann sehr viel Zeit mit den Kindern verbringen, da man einen Teil seiner Arbeitszeit so legen kann, wie es passt, man hat die gleichen Ferienzeiten wie die Kinder. Wer hat das schon?

    Nur in der anstrengendsten Ausbildungsphase ist es mit Kind natürlich sehr schwer. Da müsste man sich vorher drum kümmern, dass man mehrere Optionen der Unterstützung hat, wenigstens für das eine absehbare Jahr. Das wäre aber in jedem anderen Beruf vermutlich genauso.

    Das sind meine Erfahrungswerte. Gut, wenn sie deinen weidersprechen.

    Du schriebst ja, die Gesellschaft sei tierfreundlicher als kinderfreundlich. Die Möglichkeit der Teilzeit, weil du ein Kind hast, lehnst du aber ab mit der Begründung, was mit denen ist, die einfach nicht mehr können.

    Übrigens arbeiten fast alle Lehrkräfte mit kleinen Kindern in Teilzeit.

    Das kann nur jemand sagen, der noch nie auf dem Amt saß.

    Doch. Ich habe nur mit Bafög und Jobs studiert und mit meiner ältesten Tochter habe ich 1 Jahr (ihr erstes Lebensjahr) mit Wohngeld und 600DM Erziehungsgeld bestritten. Dann ging ich wieder arbeiten. Mein Mann war 500 km entfernt und hatte eine halbe Stelle zum promovieren. Er brauchte sein Geld für sich. Nachteil der Boomergeneration: Wir mussten für irgendwelche Stellen viel auf uns nehmen, da die Konkurrenz groß war.

    Meine Tochter musste ab 1 Jahr zur Tagesmutter, ich hatte die Verwandtschaft 450 km weit weg. Ich hatte aber eine liebe Tagesmutter, zu der ich die Kleine auch krank bringen konnte.

    Du sprichst von zwei Jahre … Brandenburg hat nur ein Jahr.

    Dann sehe ich überhaupt nicht, wie man die ganzen Unterrichtsbesuche, mündlichen Prüfungen, Lehrproben usw. in der Situation schaffen kann. Man muss doch bei der Lehrprobe die ganze Planung, die Stoffverteilung usw. vorlegen. Das kann ja gar nicht alles stattgefunden haben, es sei denn, die Vertretungen haben das abgearbeitet. Daher vmtl. die Nachfragen bzgl. der Planung.

    Wir mussten die Ordner/Hefte der Kinder vorlegen, die Jahresplanung, die Wochenpläne, Aufbau der Einheiten.

    Eigentlich nicht. Man unterrichtet nur sehr wenig und hängt ein paar Tage im Seminar rum. Die meiste Zeit verbringt man mit unnötig aufwendigen Vorbereitungen Zuhause. Das ist eigentlich super für kleine Kinder.

    Aber ich kann da nicht mitreden, weil ich ein Mann bin und mir die Kindererziehung/-betreuung mit meiner Frau teile.

    Gut, das ist in der Grundschule anders gewesen. In Bayern ist man im zweiten Ref.jahr Klassenleitung. Zu meiner Zeit nicht, aber ich musste auch 14 Stunden eigenverantwortlich unterrichten, hatte Nachmittagsunterricht und 2 Seminartage. Wir mussten oft bis zu 70 km irgendwohin fahren. Da war nix mit zuhause rumsitzen.

    Und wer bezahlt mir meine Miete für die jetzige Wohnung? Das Forum? Das lässt sich aus der Entfernung immer alles leicht sagen. Ich gebe mir die Grabenkämpfe mit dem Amt nicht noch einmal. Das hatte ich schon, als ich noch studiert habe und er ein Jahr alt war. Und was habe ich von mehr Zeit, wenn mein Sohn trotzdem krank ist? Die Ausbildung läuft dann länger und die Kollegen sind noch frustrierter, weil sich das Leiden weiter zieht. TZ mag ja für andere vielleicht die Lösung sein. Streite ich gar nicht ab, aber in meinem Fall ist es das nicht.

    Sorry, dann musst du eben zu Hause bleiben. Wir können dir offensichtlich nicht helfen.

    Na, normal wie die andere Schule auch, bei der ich vorher war. Da fiel kein böses Wort und man hatte eher Mitleid.

    Der Unterschied ist: Jetzt machst du dein Ref. Wenn ich mich erinnere, hat man da einen sehr straffen Zeitplan. Mit deinen ganzen Fehlzeiten kannst du den Anforderungen und Terminen doch gar nicht gerecht werden.

    Ehrlich gesagt, hätte ich persönlich kein Problem damit, mit Bürgergeld aufzustocken, wenn ich das Ref. in Teilzeit machen müsste aus den ganzen Gründen, die du ununterbrochen schilderst. Ich sehe auch gar keinen anderen Weg. Wohngeld würdest du zumindest sicher bekommen.

    Ohne eine zuverlässige andere Bezugsperson für das Kind ist es prinzipiell sehr schwierig. Was wäre, wenn du mal ins Krankenhaus müsstest? Lässt sich da keine Lösung finden, gerade für die Zeit der Prüfungen? Eigentlich müssten ja auch bald die Prüfungszeiträume losgehen. Hast du niemanden für Notfälle?

    .

    Ich habe gerade gegoogelt und da steht, wenn man mehr als 10% der Zeit im Ref, fehlt, gefährdet man das Ausbildungsziel und muss eventuell verlängern. Das wären knapp 4 Wochen im Schuljahr. Also für Bayern kann ich das aus meiner Erinnerung meine ich bestätigen, ansonsten weiß ich es nicht genau.

    Ich weiß, dass es Schulen gibt, die das machen, aber hier muss man den Kontext sehen, denn nur bei mir wird so schikaniert und zehn Mal nachgefragt und überprüft. Ich habe schon lange bevor das so gehandhabt wird automatisch Aufgaben verschickt. Hier geht es ja darum, dass ich sie hochgeladen und Stunden später schikanöse Nachrichten erhalten habe.

    Das habe ich überlesen. Bist du sicher, dass die anderen nichts schicken? Bei uns werden wirklich keine seitenlangen Vorbereitungen erwartet. Wirklich nicht, die Buchseite reicht, damit man weiß, was man machen kann. Und ja, wir arbeiten in einigen Fächern viel mit dem Buch.

    Abbruch in NDS und Wiedereinstieg ist NUR in den ersten 9 Monaten möglich. Wer nach mehr als 9 Monaten und einen Tag abbricht, kann nicht wieder einsteigen.

    Ich denke, da sollte man sich vor dem Abbruch informieren, das ist wieder bundeslandabhängig. Manchmal kommt es auch darauf an, ob schon die Prüfungsphase begonnen hat oder nicht.

    Auch wenn es als Mobbing und Schikane empfunden wird: In meiner Schulform ist es gang und gäbe, Unterrichtsmaterial zu schicken, wenn man krank ist. Zumindest einen Wochenplan mit Buchseitenzahlen, was die Kinder wann zu erledigen haben und was Hausaufgabe ist. ich weiß, dass viele hier schreiben, dass man einfach nicht die mails lesen soll und "krank ist krank", usw....

    Bei uns ist es normal und wir müssen oft unseren eigenen Unterricht halten und nebenher stundenweise eine Klasse ohne Lehrkraft "betreuen". Da ist jede froh, wenn man sich nicht auch noch kümmern muss, was die Schüler der erkrankten Lehrkraft arbeiten sollen. Die Schüler erhalten einen Plan und haken ab. Klar ist es doof, wenn man krank ist, aber man profitiert auch selbst, wenn man vertreten muss und meist ist das doch schnell erledigt. Am besten Schulbuch, dann muss niemand kopieren.

    In einem Lehrerforum zu schreiben ist oft nicht weniger anstrengend und kräfteraubend als einen Arbeitsplan zu schicken.

    Ich sage nur Aiwanger.

    Ich finde es schlimm, wie leicht es sich "der Westen" macht, während die AfD 152 Sitze im Bundestag hat. Die Sachsen-Anhalter finden sich genau so wenig extrem wie die extrem rechtskonservativen in Bayern, da gibt's halt bloß keine alteingesessene Alternative.

    Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt in BW bei über 30 %, während er in Sachsen nur 10-15% beträgt. Daher könnte man vermuten, dass in BW noch viel mehr Menschen die AfD wählen würden. War die AfD in Sachsen nicht bei 38,5%? Aber vielleicht spielt das mit dem Migrationshintergrund keine große Rolle. Zum Glück.

    Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich meine damit nicht, dass Menschen mit Migrationshintergrund die AfD wählen würden, sondern dass die AfD u.a. gewählt wird als Ausdruck gegen die vielen Migranten.

    Gilt so nicht immer für Baden-Württemberg. Mit einem monatlichen Zusatzbetrag von 22 Euro direkt abgezogen vom Gehalt wird dies und ein paar andere Dinge von der baden-württembergischen Beihilfe bezahlt.

    Da ich von Bayern gewechselt habe, habe ich diese Zusatzversicherung nicht, weil es in BY kostenlos war und ich keine Lust hatte, mir 22 € monatlich abzwacken zu lassen. Daher habe ich jedes mal Probleme, wenn ich stationär bin. Obwohl ich immer sage, dass ich nicht alle Leistungen habe, werden die mir jedes mal in Rechnung gestellt. Daher würde ich persönlich gerne die Rechnungen in der Hand haben. Aber ich meine, ich wurde auch nur gefragt, ob mit der PKV direkt abgerechnet werden soll und dem habe ich zugestimmt. Das war problemlos, da werden aber auch alle Leistungen übernommen. Ich wollte das mit der Beihilfe schon einmal ändern, aber das geht nicht mehr.

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