Beiträge von Zauberwald

    Und ja, es werden Klassen neu eingerichtet, wenn der Klassenteiler überschritten wird (neue Schüler müssen evtl. auch an ein anderes Gymnasium bis alle voll sind).

    Das würde ich jetzt nicht unterschreiben. Bei meiner Tochter waren im Gymnasium mehrere Jahre hinweg 34 Kinder in der Klasse. Der Klassenteiler kann ja nicht so hoch sein. Allerdings ist es etwas länger her, sie ist 1998 geboren.

    Was? So früh schon? Wann macht ihr denn die Wiederholung des halbschriftlichen Rechnens/Vertiefen von strategische Werkzeugen...? Oder Sachrechnen und Größen? Ich mache schriftliches Multiplizieren schon später und schriftliches Dividieren kommt erst Ende Mai...

    Vor allem rechnen wir erst einmal bis 10000, dann bis 100000 und später erst bis zu 1000000.

    Wobei: ich finde die schriftliche Division
    a) nicht wirklich schwierig (vom Rechnen her)

    b) vom algorithmischen Denken her interessant.

    Und wenn ich mal in der 4 eine Mathe-Klasse habe, ziehe ich die schriftlichen Rechenverfahren immer vor. Das Multiplizieren im September, das Dividieren im November. Und wenn die Kinder die generellen Gründzüge (erst einmal ohne Rest) verstanden haben, bekommen sie jede Woche eine Handvoll Aufgaben des Typs zum Üben und wiederholen auf, damit es sitzt. Und Im April / Mai nehme ich sie mir noch einmal gezielt vor, schaue mir auch den Rest nochmal an.

    Erweiterst du nicht erst mal den Zahlenraum? Sonst kannst du ja nur bis 1000 rechnen.

    Mal noch ne Nachfrage bitte. Die 10%, die dich überrascht haben: sehr stark und Abweichungen eher nach oben oder unten?

    Verrückt auch mal wieder, dass irgendwer im Ministerium eine tolle neue Idee hat, alle müssen sich danach richten und dann schaut man 10 oder 12 Jahre später, ob die Idee wirklich toll war oder doch nur neu.

    Die waren besser als bei mir. Und ein Junge, der dauernd fehlt, nichts arbeitet oder gar nacharbeitet, geht jetzt aufs Gymnasium. Bin gespannt. Leistungen bis auf Mathe, da hat er ne 2, fast alles Dreien oder schlechter. Bei Kompass hatte er gerade so die Hürde geschafft.

    lustig, ich wundere mich, dass ihr euch wundert. Bei uns ist direkt nach dem ersten Arbeitsjahr keine glatte Zahl mehr möglich, weil plus/minus ausgeglichen werden kann / soll. Deputatsschwankungen während des Jahres, Entlastungskrümmelchen (einzelne Stunden werden prozentual nach Punkten an vielen verteilt), so oder so starten wir mit einem Deputat mit halben Stunden, usw...
    Innerhalb der Jahre gleicht sich das aus. ein Jahr "nur" eine Stunde Entlastung, im zweiten 2, ...

    Ich dachte, ich hätte mal gelesen, dass man in BW die 2 Ermäßigungsstunden bekommt, wenn man mindestens 75% arbeitet. Aber das stimmt anscheinend gar nicht, weiß auch nicht mehr, wo ich das gelesen habe.

    Es gibt noch eine 4. Komponente, Tests am Gymnasium im Frühjahr kurz vor der Anmeldung . Allerdings schaffen dies bei uns nur wenige.

    Du meinst den Potentialtest. Da haben unsere Eltern mit dem Kopf geschüttelt und abgelehnt, auch wenn sie enttäuscht waren, dass das Kind nicht aufs Gymnasium kommt. Noch einen Test schreiben, das wollten sie den Kindern nicht antun. Bis zur Grundschulempfehlung haben wir schon genug Arbeiten geschrieben, dann noch Kompass und weil wir Lehrkräfte nicht wissen, was bei Kompass drankommt, haben wir v.a. in Mathe auch ganz schön Gas gegeben. Das 1. Halbjahr in Klasse 4 ist eigentlich entscheidend, das ist vielen zunächst nicht so bewusst und plötzlich steht der Übertritt vor der Tür. Unsere Eltern sind eigentlich sehr vernünftig und loben das Bildungssystem, in dem man auch auf anderen Wegen zum Abitur gelangen kann. Oder sie wollen einfach, dass das Kind glücklich wird und unterstützen sportliche "Karrieren", die manche anstreben (Nachwuchsspieler beim VfB oder Balletttänzerin).

    Edit: Zauberwald , was wurde bei euch geändert, was ist das mit dem Kompass?

    Bereits im November schreiben die Viertklässer je einen schriftlichen Test in Deutsch und Mathe, ähnlich wie Vera. Ich musste die Lösungen online eingeben (soll aber bald so sein, dass die Schüler die Fragen digital beantworten) und dann erhält jedes Kind das Ergebnis, d.h. je nach Umfang der richtigen Lösungen bekommt man die Empfehlung für Gymnasium, Realschule usw. Das hat sich wirklich zu ca. 90 % mit dem gedeckt, wie ich die Kinder einschätze. Zusätzlich zu dem Kompasstest gibt es wie gehabt die Grundschulempfehlung der Lehrkräfte. Diese richtet sich unter anderem auch nach den Leistungen in De und Ma. Fürs Gymnasium braucht man als Durchschnittsnote in De und Ma 2,5 (was wir alle viel zu schlecht finden). Möchte sich der Schüler am Gymnasium anmelden, braucht er mindestens eine positive Rückmeldung dazu, entweder hat er den Kompasstest fürs Gymnasium bestanden oder er hat die Empfehlung der Schule.

    An den anderen Schulformen kann man sich mit der Grundschulempfehlung weiterhin so anmelden, egal was draufsteht. Zwischen 2012 und 2025 konnte sich jede/r am Gymnasium anmelden und die Noten spielten keine Rolle. Davon ist man wieder abgekommen. An den Realschulen kann man sich noch mit der Hauptschulempfehlung anmelden. Das machen aber wenige und wählen gerne die Gemeinschaftsschule.

    Wiederholung in Klasse 4 passiert eigentlich nicht. Wer so schlecht ist, dass er vmtl. in KLasse 4 versetzungsgefährdet ist, dem raten wir, Klasse 3 zu wiederholen, was jedes Jahr auch vereinzelt angenommen wird. Die Kinder müssen sich schon zum Halbjahr, spätestens Anfang März an den weiterführenden Schulen anmelden ( also in BW). Da wir mit den Ferien spät dran sind, liegt da fast noch ein halbes Schuljahr vor denen. Wer schlechte Leistungen hat, dem wird zur Hauptschule oder Gemeinschaftsschule geraten. Gymnasium geht ja nicht mehr ohne Bestehen von Kompass 4 oder Vorlegen der entsprechenden Noten. Realschule geht aber immer noch, auch bei De 4, Ma 4.

    Bevor ein Kind sitzen bleibt, hat es zuvor längst Gespräche zum freiwilligen Rücktritt gegeben und davor Gespräche über die Fördermöglichkeiten, Förderung im Rahmen der Möglichkeiten - also knapp an zieldifferent vorbei als Binnendifferenzierung, manchmal auch über Fördergruppen, Leseförderung durch Ehrenamtliche oder Programme etc., Gespräche über Mindeststandards und den Weg dahin/ das Aufholen sowie Beratung hinsichtlich außerschulischer Förderung und Ursachenforschung.

    Wenn das alles verpufft oder nicht ausreicht und die Eltern den freiwilligen Rücktritt ausschlagen, manchmal auch, weil sie meinen, dass das Kind doch noch aufholt und versetzt wird, dann kommt es dazu, dass das Kind die Klasse wiederholt.
    In NDS braucht es am Ende von Klasse 2 dafür keine schlechten Noten, da es Berichtszeugnisse gibt.

    Wenn eine Verbesserung durch Wiederholung völlig aussichtslos erscheint, wird ab Mitte Klasse 2 ein Gutachten LE geschrieben (ab Klasse 3 bei entsprechenden Noten und Arbeitsverhalten), zuvor geht auch GE, dann muss aber wirklich eine sehr deutliche Beeinträchtigung bestehen und extrem gut nachgewiesen werden, welche Förderung bereits erfolgt ist.

    Von „Durchwinken“ kann da keine Rede sein.

    Ja, das ist hier auch so. Die meisten Wiederholer tun dies, weil die Lehrkräfte es anraten. Eltern und Kinder sind meist einverstanden, weil sie sich eine Verbesserung der Leistungen erhoffen. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Nichtversetzung aufgrund der Noten - will heißen, wenn die Eltern trotz schlechter Leistungen das Kind so lange in der Ursprungsklasse lassen, bis es aufgrund der Noten nicht mehr geht.

    Ich fasse mal wieder zusammen: Die weiterführende Schule macht alles richtig, bekommt leider nur Dumme geschickt und Kinder, denen die Grundschullehrerinnen zu gute Noten gegeben haben, kann dann aufgrund mysteriöser Umstände selbst aber nur 4en verteilen und das bei jahrelangem Vermitteln von Regenbogenthemen, zu denen das Schulbuch zwingt. Es muss sehr belastend sein, so gar nichts im Berufsleben selbst verantworten zu können.

    Und zum Abschluss gibt es das Abitur.

    Die weiterführenden Schulen haben doch viel mehr Schuljahre mit Noten zur Verfügung als die Grundschulen. Und trotzdem passt am Ende alles.

    In den Grundschulen werden doch auch kaum 5 und 6 vergeben, durchfallen ist nahezu unmöglich - erzählen zumindestens befreundete GS-Lehrkräfte. Und auch die GS verlassen Schüler ohne grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen. Oder ist das nur an meinen Zulieferschulen so?

    Aber nicht umsonst landen die Kinder bei dir. Wenn sie bessere Leistungen hätten, wären sie vmtl. an einer anderen Schulform.

    Bei uns wiederholen regelmäßig Drittklässler, weil die Noten zu schlecht sind. In Klasse 1 wiederholen Kinder freiwillig, da gibt es noch keine Noten. In Klasse 2 gibt es nur 2 Noten: De und Ma. Die Kinder, die da eine 5 oder 6 hätten, hätten vmtl. schon in Klasse 1 wiederholt oder wären sonderpädagogisch überprüft worden. In Klasse 4 ist wiederholen nicht üblich oder macht keinen Sinn.

    Wähl doch mal deine Nummer im Lehrerzimmer oder sonst irgendwo in der Schule, vielleicht läutet es ja... Oder du hast es woanders irgendwo verloren und der Finder geht ran. So ging es mir mal. Hatte mein Handy im Wald verloren, ein Radfahrer hat es gefunden und mitgenommen. Ich habe zu Hause mein Handy angerufen und er ging ran. So konnte ich es gleich wieder abholen, der Finder wohnte im selben Ort.

    und aus meiner Perspektive ist es schwer zu verstehen, wie es in BY, BaWü und Sachsen denn umgesetzt wird, dass es doch so anders sein muss (was ich euch glaube). Wo sind die Stellschrauben?
    und haben diese nicht negative Konsequenzen auf die Knder?

    Sprechen wir von Beruflichen Gymnasien? Da hat man hier die Allgemeine Hochschulreife und kann studieren, was man möchte. Sprecht ihr auch davon oder um welche Schulform geht es?

    Ich glaube, ich hatte das Problem bereits vor einigen Wochen einmal angesprochen: Literatur wird zwar im Bildungsplan erwähnt, spielt in den Prüfungen jedoch keine Rolle. Gleichzeitig haben meine SuS bereits große Schwierigkeiten damit, einen Artikel von etwa 800 Wörtern konzentriert und sinnentnehmend zu lesen. Eine Ganzschrift, die weder handlungsbetont noch besonders spannend geschrieben ist und zudem einen gewissen Wortschatz voraussetzt, würde viele von ihnen schlicht überfordern. Das ist keine Übertreibung, sondern entspricht meinen Erfahrungen aus dem Unterricht.

    Wenn man mit der Schulform nichts zu tun hat, versteht man das kaum, auch dass es so gut wie keine 5 oder 6 geben darf. Und dann bekommen die Schüler/innen ein Abiturzeugnis? Ist das ein Fachabitur oder was kann man damit anfangen?

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