Beiträge von Zauberwald

    Also bei allem Gemaule über die GKV

    Für die Beschwerden mit meiner Wirbelkanalsteniose kann es cu jederzeit zu meinem Orthopäden selbst ohne Termin bei Schmerzen. Als meine Leukos über 20000 waren hat mein Hausarzt mir noch am gleichen Tag einen Termin beim Facharzt besorgt, der am gleichen Tag mit 20 Röhrchen Blut abgenommen hat. Seitdem stehe ich bei ihm unter regelmäßiger Beobachtung. Und bei meinem Herzinfarkt vor 10 Jahren war die Behandlung im örtlichen Krankenhaus mit Sternsetzung am gleichen Tag vollkommen unkompliziert. Ich kann an keiner Stelle meckern.

    Ich war gestern bei einem Humangenetiker. Es war der Wunsch meiner Tochter, weil in unserer Familie eine bestimmte Krebsart gehäuft vorkommt. Der Arzt sagte zu mir: "Schade, dass sie privat versichert sind. Bei gesetzlich Versicherten mache ich einfach die teure Untersuchung und sie wird gezahlt. Bei Ihnen müsste ich eine ausführliche Begründung schreiben, sie müssten bei Beihilfe und Krankenkasse einen Antrag stellen und den Kostenvoranschlag einreichen. Meistens wird es abgelehnt, die Kosten zu übernehmen. Also lassen wir es lieber. Kosten-Nutzen stehen in keinem Verhältnis."

    Vielleicht liegt es daran, dass die Privat versicherten Gene aufwändiger zu untersuchen sind? Zumindest rechnen Labore bei Blut und Sch. auch den 2,3fachen Satz oder so mit der Begründung einer aufwändigen Untersuchung oder komplizierten "Schnittes." Habe ich neulich extra nachgeschaut, weil mir das jemand nicht glauben wollte.

    Konsequent wäre es, wenn Religionsunterricht abgeschafft würde einen anderen Namen bekäme und man nicht nur über Religionen, sondern über Kulturen, Gesellschaften und vor allem Traditionen reden würde. Am Ende der Schulzeit sollten die Kids dann entscheiden können, was sie davon für richtig, falsch, gefährlich oder völlig überflüssig halten. Religionen stehen in einer Gesellschaft ja nicht für sich allein, sondern haben oft gewaltige Folgen für eine ganze Gesellschaft, meist negative.

    Einerseits stimme ich dir zu, andererseits hätte der Religionsunterricht die Möglichkeit, ein anderes Gottesbild zu vermitteln, als das z.B. die Familie macht. Mir wurde zu Hause Gott als kontrollierende Instanz vermittelt, der alles sieht, was man tut. Und wenn es nicht gut ist, landet man für lange Zeit im Fegefeuer, wenn man tot ist, bevor man in den Himmel kommt. Wenn man es mit seinem Bösesein übertreibt, verbrennt man in der Hölle. Dabei haben meine Eltern und Großeltern aber die "Gesetze" für sich so ausgelegt, wie sie wollten. Ein bisschen Sex vor der Ehe war also nicht schlimm (wir sind katholisch und es ist verboten, also Sex vor der Ehe), nur dass die Hälfte meiner Vorfahren heiraten "musste", weil die Braut schwanger war. Man hat sich geschämt, aber das wars.

    Meine Mutter musste sich nach den Geburten aussegnen lassen. Beim dritten Kind ging sie nicht mehr hin, weil sie nicht wusste, warum sie das machen sollte. Vermutlich, weil sie schon wieder irgendwas falsch gemacht oder gesündigt hat. Mein Vater musste nicht, also hat es irgendwas mit dem weiblichen Körper zu tun...

    In der Schule wurde mir das Bild eines liebenden Gottes vermittelt, der alles verzeiht und dass Jesus ist für uns am Kreuz gestorben, so dass wir alle irgendwann in den Himmel kommen, weil unsere Sünden durch ihn gebüst worden sind.

    Irgendwann habe ich den Überblick verloren, was zwischen Himmel und Hölle los ist und habe irgendwie meinen Glauben verloren...

    Im Zweifelsfall muss man sowieso alles alleine schaffen.

    An meiner Grundschule wird Reli seit über 20 Jahren konfessionell-kooperativ erteilt. Der wird von evangelischen, katholischen und manchmal auch muslimischen Kindern besucht. Es ist ausschließlich christl. Unterricht und es wird penibel darauf geachtet, dass jedes Kind 2 Jahre nach dem evangelischen und 2 Jahre nach dem katholischen Bildungsplan unterrichtet wird, je nach Konfession der Lehrkräfte. Die werden aber so eingesetzt, dass es einen Wechsel nach 2 Jahren gibt. Klappt gut und hat bisher niemand hinterfragt. Verwirrend finde ich nur, dass auf den Zeugnissen die Konfession der jeweiligen Lehrkraft steht, aber inzwischen haben das wohl alle kapiert/geschluckt.

    Ausweis soll (eigentlich muss) verlangt werden, wenn niemand im Wahllokal den Wähler kennt. Als Lehrerin kommt dies bei mir selten vor.

    Ich bin auch bekannt, trotzdem muss ich meinen Ausweis zeigen. ^^ Eins der Wahllokale ist mein Klassenzimmer. :sauer:

    Ich habe nur den Titel gelesen, da gerade so viel los ist: Bei manchen Themen sind die Schulbücher gut und bei anderen muss ich sie ergänzen. Und ich bin sehr zufrieden, wenn ich nicht ergänzen muss!!! Das ist in De und Ma oft der Fall, in Su leider nicht, in Mu, Ku und Sport gibt es kein Buch. So hält sich mein Buchunterricht in Grenzen.

    Manche Themen kommen in den Büchern nicht ausreichend vor, z.B. in De bei mir alles was mit dem Thema Schreiben (Aufsatz, Bericht, Anleitung.....) zu tun hat.

    Gut, jetzt weiß ich wieder, warum ich im 1. Semester mein 1. Kolloquium in kath. Religion geschwänzt habe. :flieh:

    Ich war in der verschneiten Eremitage in Bayreuth spazieren und habe wunderschöne Fotos gemacht, bei deren Anblick mir heute noch mein unsicheres Gefühl bezüglich besagter Studieninhalte in meine Schuhe rutscht. Ich glaube, ich habe es eher mit realen Dingen.

    Ganz vergessen: Gestern fragte mich ein Schüler, welches mein Lieblingstier ist und heute bekam ich eine seeehr schöne Bleistiftzeichnung von einem Eisbär.

    OT: Bin ich jetzt langsam senil, weil ich mich über diese Dinge freue?

    An der Schule haben wir aber gerade massive Probleme mit einigen Schülern und es gibt fast täglich Tränen im Lehrerzimmer. Und die Schüler nehmen die Konsequenzen/Strafen nicht ernst. Muss man sich eigentlich alles gefallen lassen?

    Heute bei der Busaufsicht habe ich mit den Kindern eine ganze Truppe von Rotmilanen beobachtet, die da am Himmel ihre Kreise zogen. Das sah sehr schön aus, gestern waren sie auch schon da. Frage mich, ob die auf ihrer Heimreise von der Überwinterung sind oder warum sie plötzlich da sind...und wo sie hinwollen.

    Mal ganz ehrlich, man braucht dazu auch nicht wirklich einen Arzt. Ich hatte nur bei meiner großen einen Arzt dabei, die Entbindung war schrecklich, Kind 2 und 3 sind nur mit Hebamme auf die Welt gekommen und es war viel viel entspannter und einfacher für mich.

    Eine jede hat ihre Geschichte....

    Ich habe bestimmt schon mal erzählt, dass ich wegen Chefarztbehandlung mein 1. Kind ganz ohne Arzt entbinden musste. Dem ging es zu langsam voran und er ging eine Runde Golf spielen. Bis er zurückkam, hatte ich mein Kind mit Hilfe von 2 Hebammen entbunden. Die anderen anwesenden Ärzte durften (laut Hebamme) nicht gerufen werden, um ihm nicht die Geburt (=Chefarztrechnung) wegzunehmen. Dafür war ich die Einzige ohne Dammschnitt.

    Kommen bei euch auch Kollegen zu spät, führen die Aufsicht nachlässig und müssen bei Prüfungen nachkopieren? Dann ist es ein Saustall. Immerhin hat man im Gymnasium auch noch eine Vorbildfunktion. In der GS müssen wir täglich 15 min VOR Unterrichtsbeginn in der Klasse Aufsicht führen, die wir in der ersten Stunde unterrichten. Wenn nicht, wird man auch einbestellt. Niemand würde deswegen zum Personalrat rennen, lächerlich.

    Bei den "guten" Ärzten musst du entweder privat versichert sein oder Ewigkeiten warten. CT/MRT-Termine private teilweise am nächsten Tag, gesetzlich 4 Monate. Andere Fachärzte genauso. Auch wenn das System unfair ist und ich es generell schwierig finde, würde ich persönlich niemals auf die private verzichten. Wenn Du dann krank bist, ist sie Gold wert.

    Hier ist das nicht so und das wird einem auch so gesagt.

    Meine Großmutter war auch sehr aufsässig. Meine Mutter ist 1941 geboren und als sie im Französischunterricht nach dem Krieg vor die Klasse treten musste und ihre Nase als "typisch" (für was wohl?) beschrieben wurde, brachte ihn meine Oma dazu, sich bei meiner Mutter zu entschuldigen. Er kam sogar mit weißen Handschuhen an den Händen ins Haus (das wird immer erzählt, über die Bedeutung dieser Handschuhe mache ich mir Gedanken...) Ebenso, als er meinen Onkel geprügelt hatte.

    Sie hatte sogar eine Beamtenbeleidigung am Hals und musste Strafe zahlen. Grund: In den 1920ern holte sie schwanger Wasser am Brunnen und musste lange warten, weil die Achtklässlerinnen eimerweise Wasser abfüllten und zur Lehrersgattin brachten (Waschtag). Sie sagte nur: "Was macht der Flappes mit dem ganzen Wasser?" und die Schülerinnen erzählten es in der Schule....

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