Mein Lehramtsstudium liegt schon länger zurück. Was möchtest du genau wissen? Und warum ist dazu meine Position wichtig? Es ging doch um schulisches Verwaltungspersonal und inwieweit die Schulleitung dieses anweisen darf.
Beiträge von Gymshark
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chilipaprika : Wir haben mehrere Verwaltungsfachkräfte. Sie haben ihre Kernaufgaben, aber ich habe durchaus schon mitbekommen, dass die Schulleitung ihnen zumutbare Aufgaben übertrug, oder dass die Schulleitung meinte, diese Aufgabe habe Priorität und jene habe im Zweifelsfall noch etwas Zeit. Bei uns ist es nicht anders als woanders auch, dass es doch einige Aufgaben gibt, die ausgehend von der fachlichen Kompetenzen bei den Verwaltungsfachkräften gut aufgehoben wären, aber aus der Konvention heraus von den Lehrkollegen (m/w/d) durchgeführt werden. Vielleicht kommen wir aber irgendwann mal dahin, dass die Entscheidungsträger (m/w/d) auf höherer Ebene ermöglichen, diese Verantwortlichkeiten noch einmal von Grund auf neu zu organisieren - das Aufkommen der "multiprofessionellen Teams" vor einigen Jahren wäre eigentlich der richtige Anlass hierzu gewesen.
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Also sowohl die Sekretärinnen als auch die Schulsozialarbeiterin (zwei andere Arbeitgeber*innen als das Land) können sich regelmäßig auf ihre Aufgaben und Vorgesetzten berufen, wenn auch nur im Kollegium gemunkelt wird, was sie doch machen könnten. Da käme keine Schulleitung auch nur auf die Idee... (kamen bei uns schon durchaus, aber nein... Auch die Frage der Pause war bei uns schon mal Thema, die geklärt wurde.)
Danke dir. Wer ist dann konkret der Vorgesetzte (m/w/d) dieser von dir Beschäftigungsgruppen? Die kommunale Personalverwaltung? Das finde ich persönlich im Alltag nicht praktikabel. Die Verwaltung darf ja gerne weiterhin den Arbeitsvertrag ausstellen und die Gehaltszahlungen durchführen, aber wie soll eine sinnvolle Personalführung aussehen? Für die von die beschriebenen Fachkräfte ist es eine angenehme Ausweichmöglichkeit, sich auf ihre Vorgesetzten zu berufen, weil diese im Zweifelsfall nicht nach dem Rechten schauen und überprüfen, ob die zugetragenen Aufgaben tatsächlich durchgeführt werden. Und gerade weil man das weiß, sollte die Aufgabe der Personalführung auf die Schulleitung übertragen werden und diese kann sich, wenn die Arbeitsleistung der "Sekretärinnen als auch [der] Schulsozialarbeiterin" absolut unzureichend sein sollten, immer noch an den Arbeitgeber dieser Beschäftigten wenden, sodass weitere arbeitsrechtliche Schritte (Das heißt ja nicht gleich Kündigung, es kann ja auch erst einmal ein klärendes Gespräch sein.) umgesetzt werden können.
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Ist das so? Deine Schulleitung ist dem städtischen Personal gegenüber weisungsbefugt?
Die Gegenfrage ist, wer soll es sonst sein? Verbessere mich, wenn ich falsch liege, aber mein Verständnis war bis dato, dass der Arbeitgeber, sprich die Kommune, die Weisungsbefugnis auf die Schulleitung überträgt. Ich sehe die Funktion der Kommune da eher in der Form der Personalverwaltung (In der Privatwirtschaft das, was die Personalabteilung macht, sprich MitarbeiterInnenbeschaffung, Vertragserstellung, Lohnbuchhaltung, etc.) als wirklich in der MitarbeiterInnenführung. Dafür bräuchte es ja neben der hierarchischen Positionierung eine gewisse physische Präsenz, um Einblick in das Tagesgeschäft zu haben, was bei der Schulleitung eher der Fall ist als bei den Mitarbeitern (m/w/d) der Kommunalverwaltung.
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In den wenigsten Schulen gehört dieses Personal zu den Beschäftigten des Landes.
Warum ist es wichtig, ob der nicht-lehrende, pädagogische Teil des Personals beim Land oder bei der Kommune beschäftigt ist? Das Entscheidende in meinen Augen ist die Führungsverantwortung und die liegt bei der Schulleitung.
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Die Gated Communities werden wir perspektivisch ebenfalls bekommen. Düsseldorf hat mit den Heinrich Heine Gärten bereits eine, weitere werden folgen.
Gated Communities sind in Deutschland noch sehr selten, aber es gibt inzwischen eine zweistellige Anzahl und die Nachfrage steigt. Aktuell befinden sich weitere im Bau, u.a. auch in Köln.
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Die von dir genannten Punkte sehe ich auch nicht bei der Sekretärin, da alle eine mehr oder weniger pädagogische Komponente haben. Zumindest sowas wie die Organisation der Projektwoche könnte man an eine pädagogische Fachkraft übertragen.
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Freie Arbeitsformen sind weder per se gut, noch per se schlecht. Sie müssen geübt werden und nicht jede Schülerschaft kommt damit zurecht.
Einem komplett auf freie Arbeitsformen ausgelegten Unterricht stehe ich skeptisch gegenüber. Einzelne Phasen hingegen... Warum nicht?
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Bisher machen wir alle die ganze Zeit an den Grundschulen Mehraufgaben ohne Entlastungsstunden und ohne A13, zumindest in meinem Bundesland. Und jede/r hat welche, weil es gar nicht anders geht.
Nehmen wir mal an, ihr hättet die Wahl:
A) A13, aber die Mehraufgaben müssen weiterhin von euch gemacht werden.
B) A12, aber die Aufgaben außerhalb des Kerngeschäfts werden zukünftig durch je nach Schulgröße 1-2 zusätzlich eingestellte pädagogische Fachkräfte (Erzieher (m/w/d) oder Sozialarbeiter (m/w/d) B.A.) und die bereits vorhandene Sekretärin (Ich erinnere mich daran, dass du mit der Arbeitsleistung eurer Sekretärin nicht ganz so zufrieden warst, aber vielleicht kann man diese mal auf Fortbildung schicken, um ihre fachlichen Lücken zu schließen.) , sowie eine zusätzlich eingestellte 20h-Kraft, erledigt.
Wie würdest du dich entscheiden?
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mein Neffe wurde gerade (in F) eingeschult. Die Schule hat schon gewarnt: ab dem 4. halben Fehltag ohne Krankheitsgrund erfolgt eine Meldung an das Jugendamt.
hahahaha.Im Vergleich dazu klangen meine Vorschläge aus der Vergangenheit ja noch harmlos. Ich denke, alle vernünftigen Eltern schaffen eine Krankmeldung spätestens ab dem zweiten Krankheitstag. Ich meine, auf der Arbeit kann auch keiner fehlen, ohne sich zu melden - das sollten also die Eltern eigentlich kennen. Und wenn ein Kind mehrere Tage am Stück einfach spurlos verschwindet, ist es sicher nicht verkehrt, mal nachzuschauen, ob alles OK ist. In Deutschland würde es aber nie dazu kommen, da die Kapazitäten des Jugendamts oft nur dazu ausreichen, Härtefällen nachzugehen.
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Palim: Ich meine, die Spiralcurricula waren damals weniger eine Idee der Politik, sondern eher der Wissenschaft. Ich weiß, 10 Wissenschaftler (m/w/d), 11 Meinungen, aber grundsätzlich bin ich bis jetzt schon davon ausgegangen, dass es didaktisch Sinn macht, Kindern und Jugendlichen möglichst früh mit den absoluten Grundlagen zentraler Themenbereiche in Kontakt kommen zu lassen und diese mit zunehmender Komplexität immer wieder aufzugreifen.
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Kris24 : Ich erinnere mich daran, dass wir als Schüler (m/w/d) zu Beginn jeweils der Sek I und der Sek II lernen, was jetzt in der neuen Schulform anders läuft als früher. Früher wurde dies gemacht, zukünfig werde jenes gemacht. Dann war das im Grunde auch keine große Überraschung mehr, wenn die jeweilige Veränderung in der realen Unterrichtssituation Anwendung fand.
Vielleicht, und das ist jetzt nur eine Vermutung, wissen zu wenige Sek I-Lehrkräfte wie der Unterricht in der Primarstufe ist und können dann folgerichtig die Schüler (m/w/d) gar nicht instruieren, dass mit dem Übertritt in die Sek I irgendwas anders gehabt werde als die Schüler (m/w/d) es bis dato gewohnt waren. Kinder und Jugendliche sind anpassungsfähig, aber sie können nicht riechen, dass es in einem anderen Setting andere Konventionen herrschen. Irgendjemand muss es ihnen sagen und das kann auch ganz pofan sein, dass für denselben Zweck ein anderer Buntstift als in der Primarstufe verwendet werde oder Lehrkräfte gesiezt werden.
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Das klingt nach nicht aufeinander abstimmten Übergängen Elementarbereich - Primarstufe und Primarstufe - Sekundarstufe.
Tingelteacher : Ich nehme mal an, ihr seid im Kontakt mit abgebenen Grundschulen im Umkreis. Ist dir bekannt, dass an diesen die Schüler (m/w/d) schon einmal in Klasse 4 auf die anstehenden Veränderungen in Klasse 5 vorbereitet werden?
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Die entscheidene Frage ist wohl: Mit welchem Ansatz steigt das Bildungsniveau - mehr Inhalte oder weniger Inhalte, aber eine intensivere Auseinandersetzung mit diesen?
Klar kann man Inhalte (z.B. Daten und Wahrscheinlichkeit) nach hinten schieben, aber dann entfernt man sich von dem Spiralgedanken und greift dasselbe Thema nicht immer und immer wieder über die gesamte Schulzeit hinweg auf (was durchaus auch eine Art des Lernens darstellt), sondern behandelt direkt auf einmal in einem größern Umfang.
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Maylin85 : Naja, es hatte schon Gründe, warum dieses "Alle machen das Gleiche." mehr oder weniger abgeschafft wurde. Diese individuelle Vorgehensweise sollte auch ermöglichen, dass unterschiedliche Rahmenbedingungen vor Ort berücksichtigt werden können - aber eben immer mit Blick darauf, wo die Reise hingehen soll. Was wir jedoch gesamtgesellschaftlich noch nicht hinbekommen haben, ist dass sich der Unterschied bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht im Verlauf der Schulzeit angleicht, sondern eher gleich bleibt oder gar noch größer wird.
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Vor allem rechnen wir erst einmal bis 10000, dann bis 100000 und später erst bis zu 1000000.
Aus Sekundarstufensicht: Was ist der didaktische Sinn davon? Ich verstehe, dass man zu Beginn des Mathematikunterrichts schrittweise vorgeht, da die Kinder entwicklungsbedingt Zeit brauchen, um die abstrakte Systematik der natürlichen Zahlen (Stichwort dezimales Stellenwertsystem) zu verstehen, aber warum geht man nach drei Schuljahren vergleichsweise kleinschrittiger Vorgehensweise nicht einen größeren Schritt und erweitert direkt von 1.000 auf 1.000.000? Spätestens in Klasse 5 lernen die Schüler (m/w/d) eh, dass natürliche Zahlen nach oben hin unbegrenzt sind, das Operieren innerhalb dieses Zahlenraums aber immer nach dem gleichen Schema erfolgt.
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chilipaprika : Das mit dem Grüffelo-Szenario war ja bewusst extrem gewählt. Dass es aber tatsächlich in weniger gravierendem Ausmaß immer noch größere Leistungsabweichungen geben kann, weißt du ja durch Französisch. Es ist legitim, auch im Leistungsfach noch Vokabelarbeit zu machen, denn wenn die Schüler (m/w/d) regulär gemäß Curriculum Irgendwas zwischen B2 und C1 erreichen sollen, gibt es ja immer noch (Fach-)Vokabular, das sie noch nicht kennen. Du hast aber völlig Recht, dass, wenn das tatsächliche Sprachniveau bei einem erheblichen Teil der SchülerInnenschaft deutlich unter dem curricular vorgesehenen liegt, es nur zwei Möglichkeiten gibt: Die Arbeit im AFB3 wird zugusten von Wortschatz- und Grammarikarbeit verkürzt ODER man zieht das vorgesehene Programm durch und nimmt in Kauf, dass die Schüler (m/w/d) überfordert sind. Im Grunde ist es in Mathematik nicht anders, nur statt Vokabeln und Wortschatz eher algebraisches Grundwissen aus der Sek I.
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Man muss eigentlich aufhören, den Unterricht nach unten anzupassen. Dass das allerdings hochtheoretisch ist, dämmert mir in meinen derzeitigen Bildungsgängen langsam auch, dann arbeite ich nämlich mit 2 Leuten und der Rest sitzt überfordert daneben.
Eines deiner Fächer ist glaube ich Englisch, oder? Nehmen wir in einem "Was wäre wenn..?"-Szenario an, du müsstest offiziell ein Leistungsfach unterrichten (und du hast ja letztens geschrieben, dass die implizite Anforderung ist, die Schüler (m/w/d) auf das Abitur vorzubereiten), es stehen inhaltlich anspruchsvolle Themen an, Niveau mindestens B2. Und dann hättest du einen Schüler (m/w/d), der aus welchem Grund auch immer dieser Lerngruppe zugefügt wird und auf dem Niveau Farben/Zahlen/Gefühle/Lebensmittel ist. Das geht gar nicht. Bei einer Person könnte man noch irgendwie einen Spagat versuchen zu wagen, aber spätestens bei "2 Leute sollen einen dystopischen Roman lesen, der Rest liest Der Grüffelo" würde man kapitulieren. Daher muss man eigentlich so konsequent sein und sagen: Alle lesen den dystopischen Roman, wer diesen nicht versteht, erhält die entsprechende Benotung. Man kann nichts dafür, dass die Schüler (m/w/d) im Kurs sitzen, aber dann muss man sie auch wie die Anderen bewerten.
Und klar, in der Realität sind die Unterschiede subtiler, aber im Grunde muss man ein solches Extrembeispiel wählen, um aufzuzeigen, dass man curriculare Vorgaben bei einer stark leistungsheterogenen Lerngruppe gar nicht erfüllen kann. Zumindest solange wir Outputorientierung haben.
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Es gibt doch Länder mit detaillierten Zielen. Der Vorteil des Förderalismus ist ja, dass Länder eigene Wege gehen und damit ggf. Erfolge feiern können. Das Problem besteht dann, wenn Länder mit anderen Methoden keine Erfolge feiern können und daraus wiederum keine entsprechenden Schlüsse ziehen.
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Eines der Ziele des deutschen Fremdsprachenunterrichts ist ja die Stärkung des europäischen Zusammenhalts. Dass sich Spanisch in den letzten Jahren so ein bisschen als dritte Fremdsprache (hinter Englisch und Französisch) im deutschen Bildungssystem etabliert hat, macht zwar mit Blick auf globale Entwicklungen Sinn (wobei, selbst da - Arabisch? Mandarin?), aber innerhalb Europas ist es lediglich die siebthäufigst gesprochene Sprache. Und Russisch noch vor Deutsch auf Platz 1 (Quelle).
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