Klar, werden Vorschriften eingehalten, solange sie gelten. Bei zunehmendem Bürokratismus müssen jedoch Vorschriften in alle Richtungen gehend, und vor allem im öffentlichen Dienst, stärker danach geprüft werden, ob sie wirklich unbedingt sein müssen, oder ob nicht Schulen im Zweifelsfall eigenständig entscheiden dürfen. Für jedes einzelne Gesetz, jede einzelne Regel und jede einzelne Vorschrift gab es mal einen guten Grund und auch weiterhin Verfechter (m/w/d), die deren Fortbestand befürworten. Wenn hier jedoch nicht gekürzt wird, legen wir das ganze Land lahm und die Klassenzimmer sind am Ende leer, weil alles verboten ist. Deswegen schrieb Maylin85 auch letztens sinngemäß, dass der hiesige Bürokratismus und die konstante Furcht um Rechtssicherheit den Spaß am Lehrkräfteberuf nehmen. Hier muss dringend angesetzt werden.
Beiträge von Gymshark
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Edit: auch bei der Leichtathletik... Solange nach Listen und cm benotet wird, was will man da groß entwickeln in einer Unterrichtseinheit?
Ich komme nicht vom Sport, aber sowas wie Sprunghöhe oder Wurfweite lässt sich mithilfe bestimmter Techniken verbessern und um deren Vermittlung und Einübung geht es doch im Unterricht, oder? Und am Ende der Unterrichtseinheit erfolgt die Leistungsüberprüfung auf Basis fachlicher Kriterien. Klar, die Bewertung nimmt dann, wie von dir angesprochen, Bezug auf die körperlichen Voraussetzungen der Schüler (m/w/d), was in anderen Fächern nicht der Fall ist. Es klang jetzt für mich so als würde Sport von der Grundidee des Unterrichtsfachs komplett vom Rest des Fächerkanons abweichen und dafür sehe ich dann doch zu viele Parallelen zu anderen Fächern.
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Das sind Fälle, die angeführt werden, wenn es um die negative Entwicklung von Bürokratie in Deutschland geht. Brandschutz hat seine Berechtigung, aber er muss am Ende auch mit realen Lebens- und Arbeitsbedingungen (und nicht nur im theoretischen Konstrukt) umsetzbar sein, wo man eindeutig hier an seine Grenzen kommt.
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Es ging mir nicht um den potentiellen Mehrwert der Papierrechnung, sondern darum, dass ich durch den zweiten Satz den Eindruck erhielt, dass hiermit ein zusätzlicher (erheblicher) Arbeitsaufwand verbunden sei, was ich so nicht einordnen konnte.
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Dass du noch in der Ausbildung und direkt konfrontiert mit einer herausfordenden Lerngruppe konfrontiert bist und nicht auf Anhieb die Klasse die ganze Zeit über unter Kontrolle hast, spricht erst einmal nicht gegen dich. Du schreibst ja selbst, dass Kollegen (m/w/d) ähnliche Probleme haben und warum soll es bei dir als Anfänger/in besser klappen?
Ich verstehe vollkommen, dass ein konstanter Lärmpegel und Schüler (m/w/d), die sich nicht an die vereinbarten Regeln halten, auf Dauer sehr anstrengend sind. Du hast ein Recht auf angemessene Arbeitsbedingungen nicht nur für lernwillige Schüler (m/w/d), sondern auch für dich und du wirst da auch langfristig hinkommen, auch wenn dieser Zustand jetzt noch nicht erreicht ist.
Es ist gut, dass scheinbar die Klassenleitung hinter dir steht und du diverse Maßnahmen durchsetzen kannst, denn nichts ist schlimmer als wenn du als Lehrkraft im Vorbereitung Methoden des Classroom Managements umsetzen möchtest, hierbei aber von Mentoren oder Schulleitungen (m/w/d) konstant behindert wirst. Gerade in herausfordernden Lerngruppen kann Classroom Management nur funktionieren, wenn die Schüler (m/w/d) den Eindruck bekommen, dass du Regeln nicht nur ankündigst, sondern auch umsetzt.
Keine Lehrkraft ergreift den Job, weil sie Spaß daran hat, den ganzen Tag nur abweichendes Verhalten zu rügen, aber die Etablierung von Regeln und ihre Durchsetzung ist wiederum die Voraussetzung, um überhaupt erst gehaltvollen Unterricht, der die Schüler (m/w/d) auch zum Lernen anregt, durchführen zu können.
Jede Klasse ist anders und gerade in schwierigen Lerngruppen wird es Schüler (m/w/d) geben, bei denen du das ganze Maßnahmenrepertoire durchspielen musst, eben auch bis zum Verweis. Immer daran denken: Die Schüler (m/w/d) sind dem Ganzen nicht hilflos ausgeliefert. Im Gegenteil - sie entscheiden aktiv jedes Mal auf's Neue, ob sie sich an die Regeln halten wollen oder nicht. Das würde ich auch so im Einzelgespräch kommunizieren: "Du entscheidest. Du kannst dich entweder an die Regeln halten und mit uns gemeinsam lernen. Oder du möchtest lieber stören und bekommst dafür von mir eine Konsequenz. Wie entscheidest du dich?". Vielleicht hast du die Möglichkeit, Konsequenzen zu visualisieren, sodass die Schüler (m/w/d) wissen, was passiert, wenn sie gegen eine Klassenregel verstoßen und was passiert, wenn sie sich weigern, die Konsequenz anzunehmen. Das musst du natürlich im Vorfeld überlegen und auch sichergehen, dass du diese Konsequenzen durchsetzen darfst und sie nicht im Nachhinein von Mentor/in oder Schulleitung kassiert werden.
Du machst ihnen ein attraktives Unterrichtsangebot und wenn sie lieber die Konsequenz wollen, dann ist das so. Dann hast du nichts falsch gemacht, es war ihre bewusste Entscheidung. Und auch dabei gilt, dass die Konsequenz zwar durchgesetzt werden muss, dass die Schüler (m/w/d) aber nicht auf alle Zeit gebrandmarkt sind, sondern du ihnen jede Stunde auf's Neue die Chance gibst, sich an die Regeln zu halten und mit den Mitschülern (m/w/d) gemeinsam zu lernen - wenn sie wollen. Und wenn sie sich dafür entscheiden, lobst du sie natürlich. Wenn sie sich hingegen dagegen entscheiden und wieder stören (und dabei die nächste Konsequenz in Kauf nehmen) wollen, dann musst du auch diese Entscheidung respektieren und dann wird das Maßnahmenrepertoire durchgearbeitet.
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Das hängt von der Definition von "Hymne" ab. Dazu wären die Kollegen (m/w/d) mit Fach Musik gefragt. Schade, dass BaldPension nicht mehr da ist. Er könnte hier sicher mit seinem Hintergrundwissen helfen.
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Abseits der Verbeamtung: Hast du neben dem Studium gearbeitet oder warst an anderer Stelle in irgendeiner Form von Beschäftigungsverhältnis? Wenn ja, hast du für dich festgestellt, dass es bestimmte Situationen gab, in denen du für dich festgestellt hast, dass sie für dich mental und/oder körperlich anspruchsvoller sind als für deine Kollegen (m/w/d)?
Ich weiß nicht, inwieweit deine Transidentität optisch erkennbar ist, aber du kannst für dich überlegen, wie offen du mit dem Thema ggü. Schülern (m/w/d) und Kollegen (m/w/d) umgehen möchtest. Nicht, weil das in irgendeiner Art und Weise schlimm wäre, aber weil es passieren kann, dass indiskrete Fragen aufkommen, und manche transidente Menschen nicht möchten, dass sie nur noch hierauf reduziert werden.
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Lässt sich nachträglich nicht editieren, aber danke für die Korrektur.
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Ich kenne die offizielle Definition von Volksliedern nicht, würde sie jedoch so definieren, dass es Lieder sind, die demographieübergreifend und zeitlich unabhängig als kulturell wertvoll betrachtet werden. Das trifft gut und gerne auch auf 99 Luftballons, Alles nur geklaut oder Haus am See zu.
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Aber das ist auch der Grund, warum zusammen geführte Bundesländer keine Hymne haben. Im 19. Jahrhundert gab es weder Baden-Württemberg noch Nordrhein-Westfalen noch ...
Das eine schließt doch das andere nicht aus. Auf geographische Räume bezugnehmende Hymnen fußen entweder auf politischen Entscheidungen oder kultureller Wertigkeit und sind nicht auf zeitliche Zeiträume beschränkt. Vom Grundsatz her könnte eine im Jahr 2026 entstandene Komposition zu einer offiziellen Hymne werden. Zusätzlich hat eine Hymne auch keinen Ewigkeitscharakter und lässt sich durch eine andere ersetzen. So schlug z.B. erst letztes Jahr der Linken-Politiker Ramelow vor, die derzeit genutzte Nationalhymne durch die Kinderhymne aus der Feder Bertholt Brechts zu ersetzen.
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Vielleicht einfach die Hobbyarztbesucher zur Kasse bitten. Eine nennenswerte Praxisgebühr würde helfen.
Eine Praxisgebühr würde tendenziell eher chronisch Kranke und ältere Bürger (m/w/d) treffen. So wäre das auch der Fall, wenn man z.B. sagen würde "Die ersten 5 Arztbesuche pro Jahr sind für die Bürger (m/w/d) kostenfrei.".
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liegt vielleicht auch daran, das sie keine Termine bekommen...
Das kann ein Faktor sein, aber wurde nicht zuvor das schwedische System positiv hervorgehoben, wo die Bürger (m/w/d) lediglich 2-3 Arztbesuche, und damit noch einmal halb so viele Arztbesuche wie die Briten (m/w/d) pro Jahr haben?
Das mit der "funktionierenden elektronischen Gesundheitsakte" wird in Deutschland sehr schwierig, da Datenschutz auch ein sehr großes Thema hierzulande ist.
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Das kann nicht die Erklärung sein, warum das System in England so massive Probleme hat. Gründe sind eher massive Unterfinanzierung und Personalmangel. Das NHS ist kaputt gespart worden.
In Großbritannien gehen die Bürger (m/w/d) sogar im Schnitt nur halb so oft zum Arzt wie in Deutschland.
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Die Reduktion von bullshit-jobs ist immer eine gute Sache.
systemrelevante Jobs > "bullshit-jobs" > keine Jobs
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Unsinnig ist vor allem die Anzahl der Krankenversicherungen und der damit verbundenen Personalkosten, vom Etat für Vorstandsetagen ganz zu schweigen.
Die Etats für Vorstände sind in der Tat fragwürdig hoch. Beim Punkt mit den Personalkosten kommt es darauf an, ob du damit auf eine Freisetzung oder "nur" Reduktion von Gehältern abzielst. Bei ersterer wäre ich sehr vorsichtig in Zeiten steigender Arbeitslosenzahlen.
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Ich rege mich grundsätzlich über die Existenz von Krankenversicherungen auf. Machen wir es wie der Schweden, keine Versicherung einfach kostenlose Heilfürsorge über die Steuern. Fertig.
Ich bin mir nicht sicher, ob das in der deutschen Umsetzung nicht sogar teurer als die aktuelle Variante wäre.
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Dann fehlt in der Schweiz jeder 2. Arzt, es gibt auch noch andere ausländische Ärzte.
Aber ja, auch in der Schweiz gibt es genug Dumme, auch wenn sie keine AfD haben.
Bei uns wollen auch nur wenige Migranten in den Osten ziehen und die Menschen dort klagen über Ärztemangel usw.
Die AfD der Schweiz ist die SVP. Aktuell liegen in allen drei deutschsprachigen Ländern die jeweiligen Parteiäquivalente in den Umfragen vorne, analog Italien und Frankreich.
Es ziehen weniger Migranten in den Osten, aber auch hier ist der Anteil in den letzten Jahren angestiegen, vor allem in den urbanen Räumen. Die NC-Situation ist in den ostdeutschen Bundsländern ähnlich wie in den westdeutschen Bundesländern. Auch dort wird unter Bedarf ausgebildet.
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Nee, ich meinte andersherum, dass die Schweiz sich irgendwann gegen Migration aus Deutschland wehren wird. Die migrationskritische SVP ist die größte Partei im Land und aktuell ist das Thema auch wieder recht relevant bedingt durch die "keine-10-Millionen"-Initiative.
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Die Schweiz scheint zum neuen "Dubai" zu werden. Nicht, weil früher nicht auch bereits Deutsche aus den unterschiedlichsten Gründen dorthin zogen, sondern weil es in den letzten 1-2 Jahren noch einmal an Fahrt aufgenommen hat und vor allem auch sehr laut (Social Media sei Dank?) kommuniziert wird.
Ich glaube, auch diese Entwicklung wird, wie bei den meisten Migrationsbewegungen, irgendwann seinen Kipppunkt erreichen.
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Warum sollte der Arzt bei abgesenkten Gehältern dann später in Deutschland bleiben?
Ich wage mal zu behaupten, dass sich mit 6.000€ brutto schon ein sehr gutes Leben in Deutschland leben lässt, umso mehr, wenn ein Partner (m/w/d) noch ein halbes Gehalt zusätzlich beisteuert. Es ging im Übrigen um das Gehalt eines Facharztes (m/w/d), kein Chefarzt (m/w/d) oder Klinikleitung.
Wir sollten aber mal grundsätzlich hinterfragen, woher die ständige Angst in der Gesellschaft herkommt, dass Topverdiener (m/w/d) sofort das Land verlassen, sobald auch nur überlegt wird, Gelder zu kürzen. Als ob Deutschland nichts außer Geld zu bieten hätte. Einen Ort, zu dem man eine emotionale Verbindung hat, ihn als Heimat bezeichnet, wo man Familie, Freunde (m/w/d) und/oder Hobbys hat, tauscht man nicht so eben gegen ein paar Scheine pro Monat mehr woanders ein. Vor allem da es ganz andere Berufsgruppen gibt, die viel weniger verdienen als Ärzte (m/w/d) hierzulande. Was sollen diese erst sagen?
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