Du hast im Prinzip die zentralen Punkte, die umzusetzen wären, genannt.
Beiträge von Gymshark
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Man kann das Ganze auch positiv interpretieren: Die Politik hat einen Versuch gestartet, um zu schauen, ob die schulischen Leistungen durch Schulformwahl anhand Entscheidung der Eltern langfristig besser ausfallen. Hätte auch der Fall sein können, aber die Praxis hat gezeigt, dass Eltern das schulische Leistungsverhalten ihrer Kinder nicht realistisch einschätzen können, emotional voreingenommen sind und eher nach Wunsch- statt nach Istzustand entscheiden. Die schulischen Leistungen sind auch tendenziell schlechter geworden, wenngleich es zu wenig Evidenz gibt, dies allein an der Schulformwahlstruktur festzumachen. Dennoch, es war ein Versuch, und jetzt ist es an der Zeit, dass die Politik das Projekt rückabwickelt wie es auch bei G8/G9 geschehen ist.
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Wenn ich das wüsste, hätte ich es schon längst umgesetzt. Ich bin da auf jeden Fall noch offen für Vorschläge...
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Durch die regelmäßige Konfrontation mit Ergebnissen aus Vergleichsstudien (innerhalb Deutschlands wie international) merke ich einen Druck, dass von uns gesamtgesellschaftlich erwartet, dass wir (wieder?) mehr Leistung von den Schülern (m/w/d) einfordern. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, denn nicht bei allen Schülern (m/w/d) kann ich davon ausgehen, dass sie an den Anforderungen wachsen und somit bei höheren Erwartungen auch höheren Lernzuwachs aufweisen. Was ich persönlich hilfreich fände, wäre wenn ein größerer Anteil der Schüler (m/w/d) einen gewissen Wissensdurst verspüren würde. Die klischeebehafteten "glätzenden Kinderaugen" mal anders definiert, nämlich dass sie das aufweisen, sobald wir ihnen ein Lernangebot machen.
Das ostasiatische Schulmodell ist mit Sicherheit nicht perfekt, auch weil die jungen Leute von klein auf mit Leistungsdruck seitens der Familie und seitens der Gesellschaft konfrontiert sind, aber vielleicht gibt es zumindest einzelne Elemente, die sich in unser Schulmodell übertragen lassen, sodass unsere Kinder und Jugendlichen wieder mit etwas mehr Ehrgeiz und Ernsthaftigkeit das Thema "Schule" angehen.
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Das wäre auch in NRW die härteste Ordnungsmaßnahme: Verweis von allen öffentlichen Schulen des Landes
Gibt ja noch Ersatzschulen...
Wobei in solchen Extremfällen mal geprüft werden sollte, ob das Sorgerecht bei den Eltern noch richtig aufgehoben ist. Falls die Kinder/Jugendlichen zu dem Zeitpunkt nicht bereits in Inobhutnahme sind.
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Natürlich ist es kein Landeskonto! Das war meine Antwort auf Gymsharks Forderung, das Sekretariat solle sich drum kümmern.
x Empfehlung
Eine Forderung selbst kann höchstens durch die Führungskraft oder den Arbeitgeber (m/w/d) erfolgen.
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- So einfach ist es mit Konten wirklich nicht
- Sekretariatsmitarbeiter*innen haben ein Arbeitszeitskonto (und Stellenbeschreibungen)
Sekretariatsfachkräfte haben eindeutig eine gute Lobby hier. Ich finde folgende Perspektive allgemein bei Überlegungen zur Verteilung von Aufgaben sinnvoll: "Angenommen, es würde sich um eine komplett neue Aufgabe handeln, die zuvor noch keiner ausgeführt hat. Wo wäre im Schulkosmos hierfür die meiste Kompetenz vorhanden und damit die Aufgabe am besten aufgehoben?"
Würde diese Devise allgemein gelten, würde doch keiner darauf kommen, dass hier die fachliche Expertise bei Lehrkräften liegt. Würde man eine Stellenbeschreibung für Lehrkräfte schreiben, würde auch keiner auf die Idee kommen, die Verwaltung von Geldern zu listen. Oder war das bei dir damals Inhalt von Studium oder Vorbereitungsdienst?
Du hast aber insofern Recht, dass die unterschiedliche Erfassung der Arbeitszeiten aller Schulbeschäftigten derzeit dazu führt, dass Aufgaben schneller bei denen landen, bei denen es über Vertrauensarbeitszeit läuft, selbst wenn die fachliche Eignung ganz woanders liegt.
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Sieht unsere Sekretärin leider nicht so, denn Zeit und ein passndes Konto dafür hat sie auch nicht.
Konten lassen sich einrichten und Zeit hat bekanntlich niemand, wenn es darum geht, zusätzliche Aufgaben zu verteilen.
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Unsere klassenkasse ist durch die Eltern eingerichtet und verwaltet. Die Eltern haben sich auf 2x25€ pro Schuljahr geeinigt. Find ich recht hoch aber die Eltern wollten das so und wir zehren jetzt davon natürlich 😅
Um mal den Querverweis zu einem parallel geführten Thema herzustellen: Was natürlich auch eine Möglichkeit wäre, statt dass Eltern oder die Klassenleitung die Klassenkasse führen, wäre dass alle Klassenkassen über die Sekretariatsfachkraft bzw. Schulverwaltungsassistenz geführt werden. Hier liegt zumindest im Schulkosmos die fachlich größte Qualifikation in Sachen Verwaltung und Organisation von Geldern.
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Bist du mal mit Schülern der Sek I an einem Snackautomaten/E-Kiosk vorbeigelaufen?
Einerseits hast du da nicht komplett Unrecht, andererseits gibt es §110 BGB, der Schülern (m/w/d) zugesteht, geringwertige Käufe auch ohne Zustimmung der gesetzlichen Vertreter (m/w/d) zu tätigen.
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Ging es in deinem Fall nicht eh nur noch darum, das Schuljahr an deiner aktuellen Schule fertig zu bekommen, oder verwechsle ich da gerade etwas?
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Man merkt auf jeden Fall in den letzten Wochen, dass die öffentlichen Kassen leer sind und versucht wird, an allen möglichen Stellen Geld einzusparen. Ich weiß nicht, auf welchem Sprachniveau deine Schüler (m/w/d) im Fach Deutsch sind, aber sollte es A1 oder A2 sein, kann ich mir vorstellen, dass ein solches Unterrichtsszenario mit eingeschränktem Materialeinsatz für Lehrkraft und Schüler (m/w/d) mehrheitlich als unbefriedigend und lernhemmend wahrgenommen wird. Vor allem in pädagogisch herausfordernden Lerngruppen erfüllt didaktisch sinnvoller Materialeinsatz diverse Funktionen, wobei eine solche Entscheidung seitens des Schulträgers vielleicht auch dazu beiträgt, dass man innerhalb der Fachschaften mal überlegt, an welchen Stellen man wirklich dringend Material braucht und wo es eher "nice to have" ist. Es wird Stellen geben, an denen man nachträglich feststellt, dass Material eher inflationär eingesetzt wurde, ohne dass dadurch ein maßgeblicher didaktischer Mehrwert entstand. Bei unserem statistisch nachgewiesen sinkenden Bildungsniveau müssen wir uns kritisch fragen, ob Bildungsinvestitionen in den letzten Jahren wirklich an den richtigen Stellen getätigt wurden oder auch manchmal am eigentlichen Zweck vorbeigingen.
Ansonsten würde ich an deiner Stelle mal in den Fachschaften fragen, wie zukünftig Unterricht organisiert werden soll, wenn Verbrauchsmaterial nicht mehr gestattet und kein Lehrbuch vorhanden ist. Wenn die Schüler zukünftig abschreiben sollen, braucht es zumindest für dich ein Lehrbuch als Textquelle. Und nein, natürlich finanziert ihr sowas nicht von eurem Gehalt/eurer Besoldung.
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Liegt das denn am Geld?
Bei mir zum Beispiel definitiv nicht.
Hier muss man unterscheiden zwischen "Personen, die sich gegen ein Kind entscheiden" und "Personen, die sich gegen ein zweites Kind entscheiden". Zur ersten Position ist die Studienlage etwas besser aufgestellt und hier spielt tatsächlich bei vielen Befragten die Angst vor hohen Kosten eine maßgebliche Rolle (Quelle). Die zweite Position ist schlechter erforscht (auch weil die niedrige Geburtenrate in Deutschland eher mit einem hohen Anteil an Kinderlosen als an einem hohen Anteil an Ein-Kind-Familien hängt) und hier werden vor allem Trennung und Scheidung, sekundäre Unfruchtbarkeit (eventuell damit verbunden, dass das erste Kind bereits recht spät bekommen wurde?), aber auch bessere Vereinbarkeit Familie und Beruf als Gründe genannt (Quelle).
Es lässt sich daher auf Basis der Erkenntnisse aus Studien zur ersten Position vermuten, dass finanzielle Anreize die Hemmschwelle junger Paare vor der Elternschaft senken können.
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Ich finde ja, als erstes Zugeständnis daran könnte man die Familienzuschläge absägen, die sind nämlich wirklich niemandem rational zu vermitteln.
Können wir uns das mit Blick auf die demographische Entwicklung überhaupt leisten? Die Geburtenraten sind so schon seit 2022 wieder signifikant gesunken. Müssten Familienzuschläge nicht eher ausgeweitet werden (z.B. auch Angestellte im öffentlichen Dienst)?
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Conni : Macht ihr in der Primarstufe nicht auch Kombinatorik mit Eistüten? Das könnte man ja dann alltagsnah in die Praxis umsetzen
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So Fachkräfte muss man erstmal haben... Verwaltungsassistenten gibt's hier nicht, nur eine Vollzeit-Sekretärin mit gelegentlicher (und personell rotierender) stundenweiser Zweitkraft.
Ich stimme dir dabei zu, aber die Konsequenz von etwaig fehlenden Fachkräften kann doch nicht sein, dass Lehrkräfte dann die Aufgaben übernehmen, nur weil Lehrkräfte im Zweifelsfall alles machen können, was nur irgendwie mit Schule zu tun hat. All das während die Sekretärin 5x den Arbeitsvertrag liest, um auszuschließen, dass eine ihr zugewiesene Aufgabe womöglich dort nicht gelistet sein könnte, und die Reinigungskraft noch mit dem Lineal abmisst bis wohin sie höchstens putzen muss.
Spätestens im Zeitalter der multiprofessionellen Teams sollten Verantwortlichkeiten klar definiert und Etabliertes mal hinterfragt werden. Warum braucht es z.B. eine Lehrkraft im Beförderungsamt, um den Vertretungsplan zu schreiben? Dafür braucht es keine didaktischen oder pädagogischen Kompetenzen - das ist eine organisatorische Aufgabe, für die eine kaufmännisch oder verwaltungsbezogen qualifizierte Fachkraft perfekt geignet ist. Und ja, dann müsste wahrscheinlich pro Schule mindestens eine Sekretariatsfachkraft oder Verwaltungsassistenz zusätzlich angestellt werden, aber das wäre vermutlich immer noch günstiger als was wir aktuell machen.
Würde das alles mal komplett durchdekliniert werden, hätten wir vermutlich auch keinen Lehrkräftemangel mehr, weil die vorhandenen Lehrkräfte dann auch tatsächlich ihre Kernaufgaben wahrnehmen könnten, statt zusätzlich semiprofessionell auf 20 weiteren Hochzeiten zu tanzen.
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Tingelteacher : Da könnte man aber sicherlich auch mal hinterfragen, warum teure A14/A15-Kräfte für solche organisatorischen Aufgaben genutzt werden. Lehrkräfte könnten sich so viel produktiver um ihr eigentliches Kerngeschäft kümmern, wenn diese Aufgaben bei den Fachkräften landen würden, die hierfür die nötige Qualifikation haben.
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In Zeiten sinkenden Bildungsniveaus ist die Frage vermutlich durchaus berechtigt.
Die paar Eisdielenbesuche, die bei mir in den letzten Jahren vorkamen, waren entweder am letzen Schultag vor den Sommerferien (Dass da nicht mehr groß Unterricht gemacht wird, ist hoffentlich verkraftbar.) oder in Kombination mit einem eh schon geplanten (unterrichtsbezogenen) Tagesausflug/Wandertag.
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"Kühlpack-Ausgabe" und "nervige Elternkommunikation" sind durchaus Aufgaben, die in den organisatorischen Teil einer Sekretariatsfachkraft fallen können. In der oben verlinkten Stellenanzeige steht explizit drin "zentrale Ansprechperson für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern". Es sollen nur eben keine pädagogischen, medizinischen, handwerklichen Aufgaben sein. Beim "Betüddeln von kranken Schülern bis zur Abholung" stimme ich dir folglich zu. Wo ziehst du konkret die Grenze zwischen Sekretariatsfachkraft und Schulverwaltungsassistenz? In meinen Augen sind die Tätigkeiten nicht eindeutig trennscharf und gehen ineinander über.
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Obgleich ich diese Argumentation verstehe, kommt sie wiederum, wenn es um die Aufgaben von Lehrkräften geht, in der Regel so gar nicht, überhaupt nicht, zum Tragen. Ich erinnere mich daran, dass jemand, ich meine es war Kris24, beschrieb, dass an ihrer Schule Lehrkräfte im Notfall sogar handwerkliche Aufgaben ausüben würden. Und wenn man bedenkt, dass Lehrkräfte die teuerste Personalkostenstelle im Schulkosmos sind, ist es fragwürdig, dass bei allen anderen Beschäftigten so genau hingeschaut wird, dass sie bloß innerhalb ihres vorgesehen Zeitrahmens und der Aufgabenbereiche ihres Arbeitsvertrags bleiben, Lehrkräften wiederum gefühlt alles, was irgendwie mit Schule zu tun hat, zugetraut wird - im Zweifelsfall sei immer Zeit dafür vorhanden und man müsse eben effizienter den Unterricht vorbereiten. Deswegen verstehe ich auch, dass im Forum immer mal wieder die Zeiterhebung für Lehrkräfte diskutiert wird.
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