Wenn die Bearbeitung eines Antrags auffällig lange dauert, liegt es selten an dem Antragsformat, sondern eher an der internen Struktur. Ich hatte in der Vergangenheit sowohl von Fälle, bei denen sich die Bearbeitung über mehrere Wochen zog, als auch solche, bei denen bereits nach 2-3 Tagen die Antwort im Briefkasten lag.
Beiträge von Gymshark
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Ich würde das Gespräch mit der Kollegin in einem ruhigen Moment suchen. Dann würde ich erzählen, welche Dinge mir in letzter Zeit negativ aufgefallen sind und fragen, ob sich gemeinsam eine Lösung finden lässt, dass diese Probleme in Zukunft nicht mehr vorkommen werden. Dann gibt es mehrere mögliche Ergebnisse:
- Die Kollegin erkennt die genannten Probleme an, zeigt sich kooperativ und trägt aktiv zur Lösung der Probleme bei.
- Die Kollegin verhält sich relativ nonchalant, weswegen du zunächst weiterhin nicht weißt, woran du genau bist. In solchen Fällen kommt es meiner Erfahrung nach immerhin zu 50% vor, dass sich das Verhalten bessert (manche Betroffenen brauchen etwas Zeit, um die Vorwürfe auf sich wirken zu lassen). Es kann aber auch sein, dass sie auf Durchzug schaltet und genauso weitermacht.
- Die Kollegin wehrt die Vorwürfe ab, geht erst recht auf Konfrontation und teilt erst einmal aus. Danach kann sich das Verhalten erst recht verschlimmern und sie könnte sich noch zusätzliche Verbündete im Kollegium suchen.
Bei Nr. 3 würde ich schauen, ob es Kollegen (m/w/d) mit ähnlichen Erfahrungen gibt. Evtl. könnte man sich zusammenschließen und ein erneutes Gespräch mit der Kollegin suchen und dabei auch die Macht der Mehrheit nutzen. Kommt das nicht infrage, bleibt noch der Weg zur Schulleitung und dann wirst du sehen, ob sie deine Position stützt oder ihre. Ich habe auch schon erlebt, dass die Position der Gegenseite gestützt wurde und dann weißt du wenigstens, woran du bist und kannst versuchen, so schnell wie möglich dort wegzukommen.
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Trotzdem ist es Thema, wie so viele Sachen, die die Kinder brauchen und zu Hause nicht kriegen.
Dann wäre die Frage: Wie schaffen wir es als Gesellschaft, dass Eltern ihren erzieherischen Pflichten (wieder) nachkommen? Die Antwort kann jedenfalls nicht sein, dass, wenn Eltern dies nicht machen, dass wir dann sagen "OK, dann übernimmt das die Schule für euch.", denn welches Signal würde sowas an entsprechende Eltern senden? Soweit würde leider bislang noch nicht gedacht.
Wir müssen auch hier im Forum gar nicht auf die ideale Lösung kommen, aber zumindest Alternativen zum traditionellen Ansatz "Dann macht es halt die Schule." überlegen, die die Verantwortlichkeiten der Eltern (!) ins Zentrum rücken.
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In Problemklassen hat man eigentlich nur eine Handhabe, nämlich wenn man sie wie ein Bootcamp managt. Dafür bräuchte es aber eine Schulleitung, die den Gegenwind durch Eltern und Gesellschaft aushält und dieses pädagogische Konzept verteidigt. Ohne diese strenge Vorgehensweise geht man ab einem bestimmten Anteil an "Brandstiftern" (m/w/d) irgendwann kaputt, selbst wenn als Kompensation "von oben" noch 500€ zur Besoldung dazugegeben werden.
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Gerade Sek I Themen sind aber doch oft noch mehr oder weniger Alltagsgeplauder, weil die gesamte Sek I letztlich Vermittlung von Allgemeinwissen ist.
Fällt dir dazu ein konkretes Beispiel ein? Ich hätte nämlich behauptet, dass gerade in der Sek I das Gegenteil der Fall ist, nämlich dass es hier gut möglich ist, konkretes Fachwissen abzufragen.
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Im Grunde geht es aber schon um die Frage, ob u.a. in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Fachwissen und -methodik abgefragt und bewertet werden oder es bereits genügt, munter aus dem Alltag zu plaudern. Letzteres können Schüler (m/w/d) im Zweifelsfall auch ohne die Schule, bei ersterem ist aber die Schule gefragt, sowohl in der Vermittlung etwaiger Inhalte als auch in der anschließenden Überprüfung des erworbenen Lernstandes.
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In deinen Fächern ist Nichtwissen auch schnell ziemlich zweifelsfrei entlarvt, würde ich meinen. In Sprachen und Gesellschaftswissenschaften sind die meisten Schüler in der Lage, zumindest so viel zusammenzulabern, dass es noch irgendwie "nicht nichts" ist. Insbesondere außerhalb der gymnasialen Oberstufe, wo die Inhalte meist doch sehr trivial sind.
Da sind aber auch die Kollegen (m/w/d) der Sprachen und Gesellschaftswissenschaften Schuld, wenn sie Gelaber durchwinken, denn auch in diesen Fächern gibt es Fachbegriffe und Methodiken, die in Leistungsnachweisen korrekt angewandt werden sollten. Wer rein aus einer Lebenserfahrung und moralischen Vorstellungen heraus schreibt, zeigt aus meiner Sicht, dass das jeweilige fachliche Thema nur unzureichend verstanden wurde.
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Vielleicht wird KI irgendwann verboten. Vielleicht übernimmt sie die Weltherrschaft. Wer weiß. Wichtig ist bei schulischer Bildung eine gewisse zeitliche Unabhängigkeit, sodass Heranwachsende eine solide Grundbildung mitbringen, auf deren Basis sie dann wiederum das Wissen aufbauen können, was für ihren individuellen Lebenslauf (denn selbst Schüler (m/w/d), die jetzt in die gleiche Klasse gehen, werden in 20 Jahren nicht alle am selben Punkt im Leben stehen und mit denselben Herausforderungen konfrontiert sein.) relevant sein wird.
Aus dem Grund wird es auch immer wichtig sein, dass Schüler (m/w/d) wissen, wie etwas früher gemacht wurde und dass die Zeitrechnung nicht erst vor 5 Jahren begonnen hat. Die historische Entwicklung ist wichtig, um zu verstehen, wie es zum Ist-Zustand gekommen ist, und zwar nicht nur in Politik und Geschichte, sondern natürlich auch in den Sprachen, modernen Künsten und Naturwissenschaften.
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Die KI ist ein Hilfsmittel. Im Zweifel muss man aber in der Lage sein, mit eigenen Mitteln die Lösung zu ermitteln, und da gehört auch dazu, in der Lage zu sein, überprüfen zu können, ob das Ergebnis, das die KI ausspuckt, korrekt ist. Es gibt KIs, die behaupten, das Wort "strawberry" enthalte 2x den Buchstaben "r". Wenn ich nicht in der Lage bin, das gegenzuprüfen, übernehme ich potentiell fehlerhafte Inhalte und halte diese womöglich noch für richtig - hat ja die KI gesagt.
Noch einmal zu der fachlichen Tiefe: Dazu empfehle ich einen Blick in die Curricula der Sek I als Grundlage unseres Unterrichts. Wer sich diese mal genau durchliest, wird feststellen, dass auch in der Sek I durchaus ein gewisses Niveau dahintersteckt - es wird nicht 5-6 Jahre lang nur geklatscht und gemalt. Aber klar, je höher die Jahrgangsstufe, desto höher auch der fachliche Anspruch.
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Aktuell ist z.B. immer noch in einigen Bundesländern Mathematik in der Sekundarstufe II belegungs- aber nicht prüfungspflichtig. Da kann man auch das Für und Wider diskutieren. Eine zunehmende Vereinheitlichung kann man aber, auch aus historischen Gründen, durchaus kritisch betrachten. Und du hast mit dem letzten Absatz natürlich Recht, worauf ich zuvor ja auch hingewiesen habe.
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Auch im föderalen System können natürlich gemeinsame Beschlüsse beschlossen werden. Neben den genannten Beispielen gibt es ja auch regelmäßige Kooperationen zwischen Berlin und Brandenburg, z.B. bei der Positionierung zu Religion als Schulfach oder der Dauer der Primarstufe. Dennoch steht über etwaigen gemeinsamen Beschlüssen das föderale Recht auf Bildungshoheit. Bundesländer dürfen eigene Wege gehen, was bis zu einem gewissen Grad auch insofern von anderen Bundesländern toleriert wird, dass Schulabschlüsse gegenseitig anerkannt werden. Theoretisch bestünde aber die Möglichkeit, dass die Bildungspolitik eines Bundeslandes so sehr aus dem Rahmen fällt, dass ein anderes Bundesland die Anerkennung versagt. Das wäre dann auch vom föderalen Recht auf Bildungshoheit abgedeckt.
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Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit scheint jetzt keine Rolle zu spielen.
Das würde auch dem Grundsatz widersprechen, dass Bildung Ländersache ist. Damit wird ja bewusst in Kauf genommen, dass es Unterschiede zwischend den Ländern gibt und das ist erst einmal nicht schlecht, denn wenn z.B. Schleswig-Holstein etwas ausprobiert und damit bei den Schülern (m/w/d) einen messbaren Kompetenzzuwachs erzielt, kann z.B. Thüringen daraufhin überlegen, ob es sich davon etwas abschauen oder bei dem eigenen Modell bleibt, weil man damit bisher ganz gut gefahren ist. Das berücksichtigt auch regionale Besonderheiten eher als "alle im Gleichschritt Marsch", denn auch demographisch ist z.B. Sachsen-Anhalt ganz anders zusammengesetzt als ein Stadtstaat wie Berlin.
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aber der Kollege sollte schon wissen, wie es für ihn aussehen wird, also falls er sich noch für die Schule entscheidet.
Ich wage zu behaupten, dass es für eine im Studium befindliche, angehende Lehrkraft nicht entscheidend ist, ob die Arbeitszeit formal jetzt 39 oder 41 Wochenstunden beträgt. Entscheidender ist da eher schon jetzt der Hinweis, dass es im Lehrberuf (noch) keine Zeiterfassung gibt und so die einzelne Lehrkraft selbst darauf achten muss, dass der aufgebrachte Zeitaufwand für die Arbeit außerhalb der Unterrichtsstunden (Vorbereitung, Korrekturen, Elternarbeit, Unterrichtsausflüge, Konferenzen) verhältnismäßig bleibt.
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ToReT : Die berufliche Zufriedenheit sollte im Lehrberuf nicht von der Motivation der Schüler (m/w/d) abhängig gemacht werden. Als Lehrkraft setzt du staatliche Vorgaben um und daher sollte die Messung deines persönlichen Erfolgs eher darin liegen, inwieweit es dir gelungen ist, diese Vorgaben umzusetzen. Es kann daher sein, dass du etwas unterrichten musst, was der Staat als äußerst wichtig für die Grundbildung junger Menschen erachtet, worauf deine Lerngruppe aber gerade genau 0% Interesse hat. Das bitte unbedingt im Kopf behalten, wenn du diesen Beruf ergreifen möchtest, um zu vermeiden, dass dies auf Dauer zu Frust führt.
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chilipaprika : Ich gehe jetzt nicht in die Klasse rein und sage "Wir machen heute Syntax.". Die Schüler (m/w/d) lernen aber durchaus die Bezeichnungen und Funktionen der einzelnen grammatischen Phänomene.
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Das, was man weniger ist der Schule kennt, ist ja eher der linguistische Teil [...]
Ist das so? Also in Französisch machen wir in der Sek I schon sehr viel Phonetik, Syntax, Morphologie und sogar ein bisschen Semantik.
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Ich habe jetzt nicht Englisch als Fach und kenne auch nicht die Curricula aller Bundesländer, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwo gänzlich auf die Behandlung von Literatur verzichtet wird, und wenn es Bilderbücher oder didaktisierte Texte sind. Dafür ist die Auseinandersetzung mit zielsprachigen Texten für den Unterricht der modernen (Fremd-)Sprachen von zu zentraler Bedeutung.
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Ist es nicht grundsätzlich gut, wenn ein angehender Kollege sich gegen die klassische Überschuss-Fächerkombination schlechthin entscheidet? Die letzten paar Kommentare wirken dahingehend eher kontraproduktiv, obgleich ich Kris24 insofern Recht geben muss, dass Sportlehrkräfte Lärm in der Sporthalle abkönnen müssen - nicht nur mit 30, sondern auch später mit 50 oder 60.
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Laut Bedarfseinschätzungen (siehe hier) hat in Hessen Geschichte nur Bedarf und Deutsch immerhin mittleren Bedarf. Wenn du jetzt durch die Praktika gemerkt hast, dass du auch inhaltlich mit diesen Fächern nicht so ganz zufrieden bist, macht es durchaus Sinn, den Plan noch einmal zu überdenken. Wir haben ja im Lehramt allgemein das Problem, dass es zunehmend mehr Fächer/Schulformen mit Mangel bei gleichzeitig mehr Fächern/Schulformen mit Überschuss gibt.
Mit L2 sind vermutlich die Schulformen der Sekundarstufe I gemeint, oder? Kannst du dir dein Staatsexamen mit den derzeitigen Fächern auch für die Sekundarstufe I anerkennen lassen oder willst du auch diese Fächer nicht mehr in der Sekundarstufe I unterrichten? Meine Idee für dich wäre nämlich gewesen, wenn möglich, Deutsch und Geschichte (für die Sekundarstufe I) anerkennen zu lassen und dann noch zusätzlich deine Wunschfächer Mathematik und Sport (laut der Bedarfseinschätzung beides Mangelfächer im Sekundarstufe I-Bereich, das wäre also eine gute Wahl!) draufzupacken. Was hältst du davon?
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Das ist jetzt sehr vorsichtig formuliert: "können eingeschränkt werden". Das ist jetzt nicht gerade sonderlich eingechränkt. Für den Einen sind rosa gefärbte Haare ("Art der Haar[tracht]") in Ordnung, für die Andere nicht mehr. Ich habe das Gefühl, diese Regelung setzt voraus, dass "Beamtinnen und Beamte" insgeheim schon ein gewisses Gespür dafür haben, was noch im Rahmen ist und was nicht mehr, wodurch es gar keine Grenzfallbetrachtung bräuchte. So eindeutig ist es aber wohl doch nicht.
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