Beiträge von Gymshark

    Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dass ihr gesagt habt "Lasst es uns einfach probieren!", statt es im Vorfeld schon abzulehnen. Ihr habt es probiert und gemerkt, dass es noch Optimierungsbedarf gibt, was nicht schlimm ist - nicht alles muss beim ersten Versuch direkt funktionieren.

    Jetzt könnt ihr ja überlegen, wie ihr diese Erfahrungen nutzen könnt, um es das nächste Mal besser zu machen, ohne das Projekt direkt schon wieder zu begraben. Schließlich gab es ja Gründe, warum ihr überhaupt damit begonnen habt, die bisherige Praxis zu überdenken.

    Sagen wir mal, ein kleines Kollegium besteht aus 20 Kollegen (m/w/d) und die Hälfte fehlt (u.a.) aus Teilzeitgründen bei einer Konferenz. Was spricht dagegen, dass die anwesenden Kollegen (m/w/d) die Beschlüsse fassen und die abwesenden Kollegen (m/w/d) die Ergebnisse, sobald sie wieder vor Ort sind, nachlesen bzw. in Erfahrung bringen?

    So würde es doch auch passieren, wenn Kollegen krankheitsbedingt von Konferenzen fernbleiben, oder?

    Ich bezog mich auf klar benannte nicht teilbare Aufgaben wie bspw. Konferenzen, Klassenleitungen etc.

    Hier braucht es Mut, um diese "nicht teilbare(n) Aufgaben" teilbar zu machen. Wie gesagt: Wer etwas wirklich will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe dagegen.

    Bei Konferenzen könnte man es so machen, dass Vollzeitkollegen (m/w/d) an jeder Konferenz teilnehmen. Teilzeitkräfte nehmen, je nach Ausmaß der Teilzeit, an jeder 2. bis 3. Konferenz teil. Bei allen verpassten Konferenzen kann man sich entweder das Protokoll durchlesen oder sich von den Vollzeitkollegen (m/w/d) auf den neuesten Stand bringen lassen.

    Man muss nicht an jeder Konferenz teilnehmen. Wenn Kollegen (m/w/d) erkranken und aus dem Grund nicht an Konferenzen teilnehmen können, bricht ja auch nicht das System direkt zusammen.

    Bei Klassenleitungen kommt es auf die Schulform an. Ich weiß, dass an Grundschulen und sonderpädagogischen Förderzentren die Klassenleitung möglichst jeden Tag die Klasse gesehen haben soll. Hier fehlt mir die Erfahrung, was hier praktikable Alternativen wären. Eine Idee von mir wäre eine Art Co-Klassenleitung von zwei Teilzeitkräften. In meinen Bildungsgängen wäre eine Klassenleitung auch möglich, wenn die Lehrkraft die Klasse nur an 2-3 Tagen die Woche sieht, wobei bei uns zumindest in Klasse 5/6 geschaut wird, dass die 3 Tage möglichst nicht unterschritten werden.

    Was meinst du damit?

    Die klassische Erzieherausbildung (m/w/d) ist ja, wenn ich richtig informiert bin, eine schulische Ausbildung, die nicht vergütet wird. Und dann gibt es seit ein paar Jahren das Modell der praxisintegrierten Ausbildung, bei der, analog zur dualen Ausbildung, die Auszubildenden (m/w/d) einer pädagogischen Einrichtung fest zugeordnet sind und auch eine Vergütung erhalten.

    Bei einseitiger Schwärmerei kann man davon absehen. Wenn mit "Wenn ich mich verliebe" impliziert wird, dass auf beiden Seiten Gefühle vorhanden sind und man sich treffen möchte, dann ist doch die Frage nach Kindern bzw. der allgemeinen familiären Ausgangslage mitunter eine der ersten Fragen, die beim Kennenlernen gestellt wird. Oder hast du die Erfahrung gemacht, dass diese Frage erst (deutlich?) später gestellt wird?

    Auf Führungsebene (auch, aber nicht nur an Schulen) gilt: Wenn etwas wirklich gewünscht ist, findet man (fast) immer Mittel und Wege, es umsetzen zu können. Genauso wie man bei Dingen, die nicht gewünscht sind, auch immer Gründe findet, warum diese nicht umgesetzt werden können.

    Ich habe den Eindruck, dass zumindest in meinem Umfeld zuletzt das Interesse an der Aufnahme einer Erzieherausbildung unter jungen Leuten stark gestiegen ist.

    Neben der Einführung der praxisintegrierten Ausbildung hat sicher auch geholfen, dass die öffentliche Werbung um Erzieher (m/w/d) zur Besetzung offener Stellen intensiviert wurde, was bei jungen Menschen die Botschaft hinterlässt, dass sie nach Beendigung einer einschlägigen Ausbildung auch eine realistische Chance auf eine Stelle haben - was in Zeiten gestiegener Arbeitslosenzahlen nicht in allen Branchen gilt.

    Es wird noch ein paar Jahre dauern bis die erhöhten Auszubildendenzahlen sich auch in einer erhöhten Anzahl an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt äußert, um den gestiegenen Bedarf an institutioneller, frühkindlicher Betreuung decken zu können.

    Es ist auf jeden Fall mal ein anderer Ansatz: Statt dass die Kinder hin- und herreisen, tun dies die Eltern. Es gibt ja inzwischen viele Modelle - von Kinder aufteilen ("Kind X geht zum Papa, Kind Y zur Mama.") bis hin zum Klassiker "alle 2 Wochenenden beim Papa" (was oft interpretiert wird als "Bei Papa dürfen wir immer coole Sachen machen.). Oliver Pocher wohnt mit seiner Exfrau (wieder) und den gemeinsamen Kindern in einer gemeinsamen Wohngemeinschaft, was auch ein vergleichsweise ungewöhnliches Vorgehen darstellt. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile.

    Genauso ist es bei uns auch. Sogar nur bis 16 Stunden. Ab 17 Stunden muss man an 5 Tagen kommen.

    Ich verstehe noch bei kleinen Systemen wie es oft bei Grundschulen oder sonderpädagogischen Förderzentren der Fall ist, dass Lehrkräfte möglichst jeden Tag da sein sollen, da sich die Stunden sonst schwierig auf alle Schultern verteilen lassen und das pädagogische Prinzip vorsieht, dass Schüler (m/w/d) ihre Klassenleitungen möglichst jeden Tag sehen sollen. Im allgemeinbildenden Sekundarstufen gibt es jedoch genug Möglichkeiten, sodass solch eine Vorgabe eine unnötige Gängelung in meinen Augen darstellt.

    Kinder jenseits der Schulzeit leben ihr eigenes Leben und wären mir auch egal. Im Ausgangsposting las es sich für mich so, als ginge es um kleinere Kinder und die sind eben Zeitfresser und erfordern mehr Betreuung.

    In Zeiten gestiegener Mietkosten wohnen auch mehr Kinder 20+ noch bei ihren Eltern. Die müssen dann natürlich nicht mehr betreut werden, sind aber im Leben ihrer Eltern (und ggf. deren neue Partnern (m/w/d)) "sichtbar".

    Nicht zu vergessen, dass noch ein paar Jahre später das Thema "Enkelkinder" relevant sein könnte. Vor Kurzem war bei First Dates ein Paar 60+ und er sagte ganz gerade heraus, dass er es nicht mag, wenn sie aktiv Zeit mit ihren Enkelkindern verbringt. Da ging noch nicht einmal die Erwartung einher, dass er Ersatz-Opa spielen müsse, aber klar sind die Enkelkinder "sichtbar" - und das ist für manche schon zu viel. Sie entschied sich dann aus mehreren Gründen gegen ein zweites Date mit ihm.

    Kinder sollten immer vor dem jeweiligen Partner (m/w/d) kommen. Deswegen auch der Tipp, sich nie den Namen des jeweiligen Partners (m/w/d) tätowieren zu lassen, wenn Name, dann höchstens die Namen der Kinder.

    Meine persönliche Einschätzung wäre, dass man am besten fährt, wenn man als "Person mit Kind(ern)" möglichst eine Partnerschaft mit einer anderen "Person mit Kind(ern)" eingeht und als "Person (noch) ohne Kind(er)" möglichst eine Partnerschaft mit einer anderen "Person (noch) ohne Kind(er)". Gemischte Partnerschaften können funktionieren, sind aber dem Risiko ausgesetzt, dass früher oder später ein Partner (m/w/d) nicht damit zurechtkommt, dass die Perspektive und Prioritäten des anderen Partners komplett andere sind.

    Hier im Forum wird immer mal wieder die Betreuungssituation von Mit-Userinnen, die ihre Kinder alleine erziehen, thematisiert und nicht selten kommt hierbei heraus, dass sich die zugehörigen Väter (Erzeuger?) kaum bis nicht um die Erziehung ihrer Kinder kümmern. Eine Studie der Bremer Universität ergab, dass ganze 30% der Väter nach der Trennung gar keinen Kontakt mehr mit ihren Kindern haben - 30 (!) Prozent (Quelle). Im verlinkten Artikel wird angedeutet, dass in vielen Fällen Gründe im schwierigen Umgang mit der Ex-Partnerin liegen, aber was können konkret die Kinder dazu? Fliehen zu viele Männer vor Verantwortung und wird die Position dieser 30% gesamtgesellschaftlich zu sehr verharmlost? Wie gehen im Zweifelsfall zukünftige Partnerinnen damit um, sobald sie erfahren, dass ihre Partner Väter sind und sich kaum bis nicht um ihre Kinder kümmern? Sind das die Männer mit denen sie wirklich im Zweifelsfall selbst Kinder bekommen möchten? Wie ist eure Position dazu?

    Man muss hier aber auch ehrlich sagen, dass dem Fach Ethik unterschiedliche Bedeutungen beigemessen werden. Für Pädagogen (m/w/d) und Entscheidungsträger (m/w/d) in der (Bildungs-)Politik scheinen vor allem die Ausbildung und Prägung sozialer Fähigkeiten durch Auseinandersetzung mit den Unterrichtsinhalten eine tragende Rolle zu spielen, während es für einige Schüler (m/w/d) einfach ein weiteres Fach darstellt, für das man Inhalte lernt und in einer Klassenarbeit wiedergibt, ohne dass hierdurch das eigene Verhalten beeinflusst wird.

    Deswegen keine Aufsätze mehr für die Zukunft.

    Das sehen die Curricula in den Sprachen aber eindeutig vor. In den modernen Fremdsprachen ist Schreiben eine wichtige Kompetenz und damit ist nicht nur gemeint, dass die Schüler (m/w/d) Texte abschreiben, sondern auch selbst erstellen und rhetorisch gestalten sollen. Wie sollen sie das üben, wenn sie keine Aufsätze mehr schreiben sollen?

    Davon mal abgesehen: Wenn es danach geht, dürften ja gar in gar keinem Fach mehr schriftliche Arbeitsaufträge gestellt werden. Das kann ja wohl nicht das Ziel sein.

    Es gilt wie immer: Nachweislicher Betrug = Note 6. Wenn der Betrug nicht nachgewiesen werden kann, aber vermutet wird = mündliche Prüfung über Inhalte. Wer dann (gut) besteht, hat Glück gehabt.

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