Tom123 : Klar macht es keinen Sinn, deine konkret genannten Beispiele, im schlechtesten Fall auch noch über mehrere Seiten, zu diskutieren. Allgemein gesprochen soll Unterrichtsvorbereitung didaktisch sinnvoll, an den gültigen Curricula und Lehrplänen orientiert, aber auch effizient sein (in Bezug auf Kosten und Zeitaufwand) - sonst wären wir wieder bei den bekannten Herzchen-i-Punkten.
Beiträge von Gymshark
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Ist es nicht vielmehr so, dass Kinderlose stärker honoriert werden sollen, weil sie z.B. zusätzlich die Kurse bei Elternzeit auffangen müssen, i.d.R. eher für Klassenfahrten herangezogen werden, etc., objektiv häufig einfach mehr in der Schule arbeiten?
Kinderlose werden indirekt stärker honoriert, weil sie öfter in Vollzeit arbeiten und dadurch ja bereits in der Regel mehr Grundbesoldung erhalten.
Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass Kinderreiche keinen schlechteren Lebensstandard als Kinderlose führen dürfen und dass die Leistung des Kinderkriegens und -erziehens auch finanziell gewürdigt werden müssen - die Gründe hierfür wiederum hat MarieJ aufgezeigt.
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Unser Referendar mit 6 Kindern bekommt mehr als unser Schulleiter mit A16. Sicher kosten 6 Kinder Geld, aber die Dimension des Familienzuschlags ist schon immens.
Das Argument hinkt insofern, weil es dem Schulleiter mit A16 natürlich auch möglich wäre, 6 Kinder zu bekommen. Dann würde der Schulleiter mit A16 auch wieder mehr verdienen als der Referendar. Davon abgesehen, ist es ja auch eine Leistung, 6 Kinder zu bekommen und zu erziehen. Du hast an anderer Stelle doch heute noch geschrieben, dass einzelne Kindergärten wegen geringer Kinderzahlen schließen müssen. Der Referendar tut zumindest seinen Teil, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen.
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Französisch unterrichte ich derzeit nicht in der Oberstufe, kam aber in der Vergangenheit auch schon vor. Grundsätzlich ist Sek I schneller kontrolliert als Sek II, sowas wie Mathematik schneller als Französisch, daher sind die 10 Minuten nicht als fachübergreifende, allgemeingültige Vorgabe zu verstehen, sondern Beispiel für ein grundlegendes Konzept, sich selbst ein durchaus ambitioniertes Ziel zu setzen, um in erster Linie effizient zu arbeiten. In Mathematik sind die 10 Minuten bei mir durchaus drin, in Französisch (Sek I) können es auch mal 15 Minuten sein. Ich habe glaube ich an anderer Stelle im Forum schon einmal grob erklärt, wie ich korrigiere, würde an dieser Stelle hier den Rahmen sprengen.
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Aber eine Stunde weniger bei der einen Veranstaltung, dort mal ein Fest weniger, hier mal eine Arbeitsgruppe eingespart, eine Dienstversammiung, die mab TZ Kräften erspart etc addiert sich ja auch.
Volle Zustimmung. Alleine die offen ausgesprochene Bemühung einer Führungskraft (z.B. Schulleitung) "Wir WOLLEN Arbeitsinhalte so gestalten, dass Arbeitszeiten eingehalten werden können." hat eine gewisse Strahlkraft - vor allem im Vergleich zu einem Schulterzucken gepaart mit "Ist halt so.". Es ist klar, dass, je höher in der Hierarchie, desto größer die Einflussmöglichkeiten, aber es ist nicht so als ob alles bereits in Stein gemeißelt wäre "da Dienstherr" und die Schulleitung gar keine Möglichkeit hätte, in der praktischen Umsetzung der Vorgaben Akzente zu setzen. Das können am Ende sogar wir noch einmal 1-2 Stufen drunter.
Wenn eine Konferenz statt einer Stunde Regeldauer nur eine halbe Stunde dauern würde, wäre schon einmal eine halbe Stunde gewonnen. Es summiert sich. Es gilt "effizient" zu arbeiten - auch im öffentlichen Dienst. Wir kennen die Geschichte der Lehrkraft, die sich mit einer Tasse Tee mehrere Stunden an eine Klausur setzt und bei der Korrektur noch Herzchen als i-Punkte malt. Man kann aber auch pragmatisch rangehen und sagen "Die Klausur muss in 10 Minuten korrigiert sein." - und dann schafft man das auch. Es ist einerseits Lebenszeit und andererseits muss man auch sagen, dass das Arbeitsergebnis ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch minimal besser wird und damit die Arbeit zunehmend ineffizienter - Stichwort "Pareto-Prinzip".
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Ernsthaft, aber wie viel Freizeit muss man haben, dass man sich seitenweise an so etwas hoch zieht?

Das kannst du vielleicht nicht wissen, aber Lehrkräfte fokussieren sich gerne auf Details, daher kann es hier im Forum (aber auch im realen Leben im Austausch mit Lehrkräften) durchaus vorkommen, dass über manche vermeintliche Unerheblichkeiten längere Zeit diskutiert, ehe am Ende keiner mehr so richtig weiß, um was es anfangs genau ging.
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Ergänzend zu Sommertraum : Es kann auch nicht sein, dass zu allen Zusatzbelastungen die Rückmeldung kommt, dass im Gegenzug bei der Unterrichtsvorbereitung Zeit eingespart werden müsse.
Irgendwann ist auch bei der Unterrichtsvorbereitung eine Minimalgrenze erreicht und dann muss es auch möglich sein, den Zeitaufwand zu Aufgaben außerhalb der reinen Unterrichtstätigkeit kritisch zu hinterfragen und nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen, seien es Konferenzen, Elternarbeit, Vertretungen oder Aufsichten. Da empfinde ich ein pauschales "geht nicht", gerade im öffentlichen Dienst, kontraproduktiv, wenn nicht gar toxisch.
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Genau wie chilipaprika es an Beispielen darstellt, waren auch meine vorangegangenen Beiträge gemeint. Mir ist bewusst, dass nicht alle Wünsche 1 zu 1 umsetzbar sind, aber zumindest kleine Kompromisse sollten möglich sein.
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Ich kann verstehen, dass Grundsicherung keine Option darstellt. Davon abgesehen, dass die Agentur für Arbeit im Gegenzug erwartet, dass du Bewerbungen für Stellen schreiben und Nachweise regelmäßig vorweisen, ggf. auch an Maßnahmen teilnehmen musst.
Für diese 1-2 Jahre könnten klassische Studentenjobs als Überbrückung infrage kommen, z.B. Kellern oder eine Kassiertätigkeit. Während Corona waren auch Stellen in der Postzustellung beliebt.
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Das Problem verstehe ich schon, ich versuche nur möglichst, eine gangbare Lösung zu finden, statt automatisch "Geht nicht." zu sagen. Die Rahmenbedingungen der von dir beschriebenen Schule stellen eine Herausforderung dar und ich habe ad hoc auch nicht die Ideallösung.
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Bei dem Punkt gehe ich mit dir mit. Ich weiß, dass Stundenplanung in großen Systemen schwierig ist, vor allem an Schulen mit vielen Profilen und Wahlmöglichkeiten, daher mein Vorschlag "geben und nehmen".
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Ich finde den Ansatz, dass Kollegen (m/w/d) mit besonderen Bedürfnissen (kleine Kinder, zu pflegende Angehörige, Lehramtsanwärter (m/w/d)) ein Zugeständnis erhalten (z.B. an Tag X frei, erst ab Stunde Y oder nur bis Stunde Z) und im Gegenzug selbst ein Zugeständnis anbieten (also irgendeine Sache übernehmen, die innerhalb des Kollegiums eher unbeliebt ist), gut und das sollte auch trotz der zuvor genannten (berechtigten) Herausforderungen bei der Stundenplanung umsetzbar sein.
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Es gibt leider Menschen, die es schaffen, ein falsches Bild von sich zu vermitteln, und Menschen, denen wiederum zu spät erst auffällt, dass auf besagtes falsche Bild hereingefallen sind und zu dem Zeitpunkt bereits gemeinsame Verbindlichkeiten eingegangen haben. Vermutlich kann man Letzteren nicht einmal einen Vorwurf machen, da man eine ggf. von Grund auf vorhandene Gutgläubigkeit oder Naivität erst dann hinterfragt, sobald man negative Erfahrungen machen durfte. Die Schwierigkeit ist dann wiederum, wie man hiermit weiterlebt, denn es wäre genauso problematisch, in eine "Alle Menschen sind böse."-Perspektive zu verfallen, wie eine etwaige Einstellung (unterbewusst) an den Nachwuchs zu vermitteln. Ich würde vorschlagen, man fährt trotz dieser Rückschläge gut durch das Leben, wenn man an entscheidenden Stellen (!) im Zweifelsfall etwas genauer hinschaut, aber sich ansonsten den positiven Blick auf das Leben nicht nehmen lässt.
Ach ja, und den Kindsvater immer wieder auch seine Verpflichtungen erinnert - und damit meine ich nicht nur das Finanzielle (=Unterhaltszahlungen), sondern auch das Emotionale (=sein Kind, das auch ein Recht darauf hat, gemeinsame Zeit und emotionale Zuwendung von seinem anderen Elternteil zu erfahren).
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Das Umfeld hat schon eine gewisse Macht und kann mit einer klaren Haltung auch viel beeinflussen. Die wenigsten Menschen wohnen im Wald und sind vor sozialem Druck gefeit. Die Position von Bruder und Eltern ist menschlich fragwürdig und betreffend der Freunde auf den ersten Blick verständlich, deutet aber wohl darauf hin, dass es sich um eher lose Freundschaften, vielleicht gute Bekannte handelt, denn echte, enge Freunde bekommen unfreiwillig früher oder später immer einen Blick "hinter die Kulissen" mit.
Und auch auf der Arbeit lässt es sich ja gar nicht vermeiden, dass man mit Kollegen (m/w/d) irgendwann auch mal über Privates spricht. Aber gut, wenn derzeit oft die Stelle gewechselt wird, wird wohl nie das Verhältnis zu Arbeitskollegen eng genug gewesen sein, dass sich dieser Punkt ergeben hätte. Wundert mich auch, dass sowas in der heutigen Zeit noch geht, aber gut, anderes Thema.
In dem von dir beschriebenen Beispiel ist es dem Kindsvater erfolgreich gelungen, sein gesamtes Umfeld dahin zu bringen, dass ihm keiner seine Pläne durchkreuzt. Ist schon eine Leistung für sich, wenngleich natürlich eine traurige.
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Du hast ja keine Bank überfallen und befindest dich auf der Flucht vor der Strafverfolgung. Solange ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen dir und der Schule besteht, sollte die Schule davon ausgehen, dass du keinen Vorteil davon hast, abrupt das Land zu verlassen, da damit deine Laufbahnausbildung automatisch beendet wäre. Bringe zusätzlich noch in Erfahrung, ob das Seminar die Möglichkeit hat, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen elektronisch abzurufen oder ob du eine in Papierform einreichen sollst!
Wenn du dich an all das hältst, kann dir keiner was. Gleichzeitig habe ich gelesen, dass dir auch schon der Tipp gegeben wurde, zeitweise zu pausieren und den Vorbereitungsdienst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen, sobald dein Leben wieder in geregelteren Bahnen verläuft. Da musst du für dich entscheiden, was der für dich gangbare Weg ist - wir können hier im Forum dir Tipps geben, und viele wollen dir auch helfen, aber die Entscheidung kannst am Ende nur du treffen.
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In der Regel gründen dann aber meist die Väter neue Familien und bekommen dann dort wieder Kinder. In der Hoffnung, dass es dann besser läuft. [...] Wenn der Vater den Kontakt zum Kind abbricht und nicht zahlt, hat man dann noch lustigen Spaß mit Anwälten wegen Unterhaltsklagen.
Wie reagiert deiner Erfahrung nach das Umfeld der Väter (sprich Freunde (m/w/d), Eltern/Geschwister, Arbeitskollegen (m/w/d)) hierauf? In den seltensten Fällen kann man eine (potentiell polarisierende) Entscheidung durchsetzen, ohne dass das Umfeld hiervon Kenntnis nimmt, und es ist noch einmal schwieriger, wenn die Rückmeldung des Umfeld hierzu überwiegend ablehnend ausfällt.
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Ich würde so vorgehen:
1. Im Sekretariat des Seminars anrufen und Bescheid geben, dass du voraussichtlich bis Tag X krankgeschrieben sein wirst. Sollte sich der krankheitsbedingte Ausfall verlängern, würdest du dich erneut melden.
2. Im Sekretariat der Schule anrufen und Bescheid geben, dass du voraussichtlich bis Tag X krankgeschrieben sein wirst. Sollte sich der krankheitsbedingte Ausfall verlängern, würdest du dich erneut melden.
3. Danach setzt du eine automatische Nachricht bei deinen E-Mails rein, aus der hervorgeht, dass du bis Tag X nicht erreichbar sein wirst und dass die bis dahin eingegangenen Nachrichten erst im Anschluss an diese Frist zeitnah beantwortet werden.
4. Danach wiederum widmest du dich ausschließlich deiner Gesundung und deinem Kind. Die Organisation der Vertretung obliegt dann dem Verantwortungsbereich der Schule.
Jede wichtige Position im Berufsleben hat eine Vertretung für den Fall der Fälle - bis ganz hoch zum Bundeskanzler. Die Welt wird nicht untergehen, weil du mal eine Woche krankheitsbedingt fehlst - auch das müssen die Verantwortlichen deiner Schule lernen.
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Grundrechte beschränken sich im Alltag oft auch gegenseitig, woraus sich die Frage ableitet, welches Grundrecht in konkreten Situationen schwerer wiegt.
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Eigentlich passt diese Diskussion gar nicht in die aktuelle Zeit. Vor 20 Jahren hätte man noch argumentieren können, dass die Arbeitsbedingungen von Teilzeitkräften verbessert werden sollen, um dafür zu sorgen, dass mehr Personen überhaupt arbeiten - was vor allem Mütter und Hausfrauen betraf. An die älteren Kollegen (m/w/d) im Forum: Kamen etwaige Diskussionen damals um die Zeit der Agenda 2010 herum in euren Kollegien auf?
Jetzt sind wir in einer Phase, in der das gesamtgesellschaftliche Klima weniger Richtung Erhöhung des Anteils an erwerbstätigen Personen innerhalb der Bevölkerung (z.B. über Teilzeit oder Minijob), sondern eher Richtung Erhöhung der Arbeitszeit pro erwerbstätiger Person geht. Ich habe zuvor hier im Strang auch Richtung Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Kollegen (m/w/d) in Teilzeit argumentiert, aber an gleicher Stelle frage ich mich, ob hierfür der Zeitpunkt zur praktischen Umsetzung im Arbeitsalltag momentan nicht eher ungünstig ist.
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Das hat ja auch seinen Sinn, damit das Wetter schön wird.
Trotz der guten Intention dieses Anliegens, scheiterte der Anspruch bis jetzt daran, zu definieren, wann Wetter als "schön" gilt. Ich weiß, dass es Mitglieder im Forum gibt, die Winter mögen und es würde mich nicht einmal überraschen, wenn es einzelne Personen gibt, die sich sogar über Regen freuen.
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