Beiträge von plattyplus

    Da ist 2/2 schon besser, wobei auch drei Wochen Osterferien was hat, weil andere Urlaubsmöglichkeiten.

    Deswegen habe ich immer die Hessen mit ihren drei Wochen Weihnachtsferien beneidet. Wenn man zur passenden Jahreszeit (=Hochsommer) nach Neuseeland oder Tasmanien will, bleiben nur die Weihnachts- oder maximal noch Osterferien. Diese zerstückelten Ferien (Weihnachten nur bis 2. Januar und dafür noch eine Woche Winterferien Ende Januar, wie in manchen Bundesländern üblich, sind da absolut kontraproduktiv.


    Fazit: es braucht einfach mehr Ferien. :engel:

    Das nicht unbedingt, ein nicht so starres Schema (2 Wochen Herst, 2 Wochen Weihnachten; 2 Wochen Ostern) würde schon reichen. Fernreisen plant man ja schon sehr frühzeitig und da wäre es schön zu wissen, daß man in 2-3 Jahren mal die Möglichkeit hat 3 Wochen zu verreisen.

    Die parteiischen Strukturen lassen das nicht zu.

    Stimmt leider. Da braucht es schon eine Kulturrevolution in der Partei, daß da mal ein anderer Kandidat zum Zuge kommt als der, der vom Parteivorsitzenden vorgeschlagen wird. In diesem Zusammenhang muß ich gerade daran denken wie in der CDU Carsten Linnemann gegen den von Angela Merkel protegierten Armin Laschet erfolgreich angetreten ist.

    kleiner gruener frosch

    Jetzt zieh mal noch die letzte Woche jeweils ab, weil wir da ja schon wieder in der Schule bereit stehen müssen. ;)


    Das die Eltern selber an der Schule sind ist aber auch eher der Sonderfall vom Sonderfall. Ich denke halt einfach nur daran, daß meine Frau im Sommer 2 Wochen Werksferien hat, die an die Schulferien in NRW angelehnt sind, sich aber so rein gar nicht mit den Ferien in Niedersachsen überschneiden. Dieses Jahr hat sie z.B. vom 29. Juli bis 9. August Werksferien, paßt ja auch gut zu den Schulferien in NRW, ihr Arbeitgeber ist ja auch in NRW. Die Kinder müssen aber am 5. August schon wieder zur Schule und in der Woche vorher kannst auch keine Reise buchen, es könnte ja zu einer Nachprüfung kommen.

    BTW: Es gibt sicher Alternativen. Muddduwolle.

    Es gibt immer Alternativen. Ich habe bedingt durch Abordnungen bisher in drei Schulen und unter insg. sieben Schulleitungen gedient. Da lernt man schon Alternativen kennen. Und da ärgert es mich halt manchmal, wenn man unter einer ehemaligen Schulleitung kennengelernt hat, wie es auch anders und viel besser gehen kann.


    So gab es z.B. eine Schulleitung, die bereits zu Beginn des Schuljahres sämtliche Termine fürs komplette Jahr rausgegeben hat. Da bekam jeder Kollege eine Liste über mehrere Seiten. So wußte man z.B. schon im August, daß die letzte Lehrerkonferenz im Schuljahr im nächsten Jahr am 5. Juni um 14.00 Uhr in der Aula stattfinden wird. Und dann fand die auch an dem Termin statt. Alle konnten sich darauf einstellen und ihr Privatleben um diese Termine drum herum planen. Aktuell bekommen wir die Termine mit einer Woche Vorlauf.


    Entsprechend mache ich es auch mit meinen Schülern. Bereits zu Beginn des Schuljahres gibt es sämtliche Klassenarbeitstermine und ich sage ihnen auch gleich, daß sie in den Sommerferien in der letzten Woche nicht verreisen sollten, schließlich könnte jeden eine Nachprüfung treffen.


    Oder zum Thema Nachprüfungen: Eine andere Schulleitung hat immer am Tag der schriftlichen Nachprüfungen auch die erste Lehrerkonferenz angesetzt. Da mußten an dem Tag eh alle KuK antreten und es war nur noch die Frage, ob man um 8 Uhr zur schriftlichen NAchprüfung oder erst um 10 Uhr zur Konferenz da sein muß. Da gab es die Überlegung: "Wenn ich keine Nachprüfung habe, habe ich 3 Tage (weil noch das Wochenende dazwischen ist) länger Ferien", gleich mal gar nicht.

    Priml. Dann verbringst du die gesamten Ferien entweder entspannt Zuhause - oder auf der Autobahn (bzw. am Terminal) im Stau.

    Ich empfehle Dir mit zwei Kindern nach Bruchmühlen umzuziehen, dann erkennst Du den ganzen Wahnsinn der Kleinstaaterei in der Bildungspolitik. In dem Ort gibt es eine Grundschule in NRW und eine Gesamtschule in Niedersachsen. So, jetzt hab mal zwei Kinder, eines geht in die Grundschule und das andere in die Sek 1, und versuche mit beiden gleichzeitig in den Ferien zu verreisen. Viel Spaß... 8)

    Die Leute, die sich die Rotation der Sommerferien ausgedacht haben, haben das nicht aus reiner Langeweile gemacht. ;)

    Ich wäre dafür, dass wir es nach französischem Vorbild machen. Ganz Deutschland geht am 1. Juli in die Sommerferien. Dann wären auch die grenznahen (Grenzen der Bundesländer) Gebiete nal im Vorteil, in denen die Kinder in einem Bundesland zur Schule gehen, deren Eltern in einem anderen Bundesland arbeiten und die Werksferien in Anlehnung an die Schulferientermine in diesem zweiten Bundesland haben.

    aber ich habe auch keine Lust Sommerferien im meteorologischen Herbst zu haben.

    Wenn es bei späten Sommerferien wieder eine Woche Herbstferien und dafür drei Wochen Osterferien geben würde, wäre ich sofort dafür. Wahlweise könnte NRW dann auch mal echte Pfingstferien machen. Die Pfingstferien scheitern ja in einer Vielzahl der Jahre daran, daß Pfingsten zu nah an den frühen Sommerferien liegt.

    Worin könnten die Beweggründe der vielen SuS liegen, die sich erst zu einer Nachprüfung anmelden, dann aber doch gar nicht erscheinen?

    Meine Vermutung auf Basis der Aussagen der Schüler, die ich nachher noch einmal ansprechen konnte:


    Viele Schüler sind bei uns in den Vollzeit-Bildungsgängen, weil sie keine Lehrstelle bekommen haben oder generell nach Abschluß der Klasse 10 noch gar keinen Plan hatten was sie beruflich in ihrem Leben mal erreichen wollen. Die sind dann wirklich anwesend, weil die Schulpflicht es vorschreibt. Wenige sagen einem auch direkt ins Gesicht: "Ich bin hier, damit meine Eltern Kindergeld bekommen."


    Im Laufe des ersten Jahres im Vollzeit-Bildungsgang wird ihnen dann klar wohin die Reise beruflich gehen soll, also ob nun eher technisch, kaufmännisch, sozial, ... oder sie finden doch noch eine Lehrstelle, nehmen diese direkt an und brechen die Vollzeitausbildung ab. Regelmäßig verliere ich so im Laufe des ersten Jahres in den Vollzeit-Bildungsgängen ca. 50% der Schüler.


    Ähnlich läuft es bei den Anmeldungen. Von 80 Anmeldungen in einem Bildungsgang kommen am ersten Schultag ca. 50-60 Schüler, weil die Anderen doch zwischendurch noch eine Lehrstelle bekommen haben. Bei den Nachprüfungen ist es ähnlich. Zwischen den Zeugnissen und den Nachprüfungen liegen ja 6 Wochen. Die Schüler, die sich zwischendrin umentschieden haben, was ihre Ausbildung angeht oder die eine Lehrstelle bekommen haben, melden sich doch nicht wieder ab.


    Es kann manchmal helfen, wenn man die Dinge als gegeben nimmt, aha, soundsoviel Prozent treten die Prüfungen offenbar nicht an, so ist das halt. Das ändert nix an deinen Aufgaben als Lehrkraft.

    Das ändert zwar nicht an meinen Aufgaben als Lehrkraft, es ändert aber ganz massiv etwas an meinem Arbeitsaufwand als Lehrkraft. Ich hatte z.B. im letzten Schuljahr zwei Schüler, die innerhalb des Jahres zweimal den Bildungsgang gewechselt haben und am Ende dann aufgrund miserabler Noten und einer noch bestehenden Schulpflicht ein drittes Mal (jetzt zwangsweise) den Bildungsgang wechseln mußten. Also dreimal Abgangszeugnisse erstellen, dazu noch Mahnungen wegen Fehlzeiten, Teilkonferenzen, ...


    Klar ist das alles meine Aufgabe, aber auch ich bin nur ein Mensch mit einer 41-Stunden/Woche und je mehr Zeit bei diesen einzelnen Schülern bei drauf geht, desto weniger bleibt für die Schüler übrig, die den Bildungsgang erfolgreich abschließen wollen und eben nicht bloß wechseln, weil in dem anderen Ausbildungsgang im Stundenplan 6 Wochenstunden weniger drin stehen (weil zwei Kolleginnen gerade im Mutterschutz sind). Das Argument mit den Wochenstunden habe ich nicht erfunden, das haben sie mir direkt gesagt, als ich nach den Gründen für den Bildungsgangwechsel gefragt habe.

    2-3 Kolleg*innen beaufsichtigen die per Mail zugesendete schriftliche Prüfung.

    Bei uns müssen alle KuK, die eine Prüfung erstellt haben, für Rückfragen während der schriftlichen Prüfung zur Verfügung stehen, also da sein.


    Das die mündliche Prüfung nicht mehr stattfindet, wenn die schriftliche nicht angetreten wurde, ist bekannt.


    Habe es selber mal miterlebt, wie sich ein Prüfling meiner Kollegin in die mündliche Prüfung einklagen wollte. Die schriftliche Prüfung war am Freitag und der Schüler war nicht da, weil er noch auf Urlaubsreise war. Am darauf folgenden Montag kam der Schüler zur mündlichen Prüfung und argumentierte, dass er ja noch eine 4 erreichen könne. Mit einer 6 im schriftlichen und einer 1 im mündlichen Teil könne er ja immer noch eine 4 erreichen.

    Die Schulleitung hatte damals dann den passenden Gesetzestext parat demnach er die schriftliche Prüfung hätte antreten müssen, auch wenn es ausgereicht hätte da einen leeren Zettel abzugeben.

    So groß kann die Gruppe dieser SuS doch kaum sein.

    Und was heißt "drohen"? Wenn man nicht versetzt wird bzw. den Abschluss nicht erhält und das durch eine Nachprüfung noch möglich ist, ist doch klar, dass die SuS das wollen.

    Also so grob 30-50 Schüler sind es schon jedes Jahr. Und "drohen" deswegen, weil sie sich zur Nachprüfung anmelden, dann aber zur Prüfung nicht erscheinen. Da reisen die KuK dann alle für 1-2 Prüfungen an und der Schüler kommt nicht.


    Wie gesagt:

    In meiner damaligen Ausbildungsschule war es so, daß ca. 1/3 der für die Nachprüfung angemeldeten Schüler am Prüfungstermin nicht erschienen sind. Da habe ich gelernt, was es bedeutet, wenn ein Schüler mit einer Nachprüfung „droht“. Wir alle (Lehrer) tanzen nach seiner Pfeife, er demonstriert also seine Macht, und wir können uns nicht wehren. Wir haben damals im Kollegium überlegt, ob man bei der Anmeldung zur Nachprüfung 50€ Pfand verlangen könnte, das erstattet wird, wenn der Schüler die Prüfung antritt. Leider ist so ein Vorgehen nicht zulässig.

    Du solltest wohl noch ergänzen, dass es an deiner Schule bzw. an BK in NRW diese Nachprüfungen in den Ferien gibt. An den nds. BBS gibt es sie nicht ;) .

    Sei froh!


    In meiner damaligen Ausbildungsschule war es so, daß ca. 1/3 der für die Nachprüfung angemeldeten Schüler am Prüfungstermin nicht erschienen sind. Da habe ich gelernt, was es bedeutet, wenn ein Schüler mit einer Nachprüfung „droht“. Wir alle (Lehrer) tanzen nach seiner Pfeife, er demonstriert also seine Macht, und wir können uns nicht wehren. Wir haben damals im Kollegium überlegt, ob man bei der Anmeldung zur Nachprüfung 50€ Pfand verlangen könnte, das erstattet wird, wenn der Schüler die Prüfung antritt. Leider ist so ein Vorgehen nicht zulässig.


    Aber wenn wir schon bei den Gepflogenheiten einzelner Schulen sind: In der Schule, in die ich vor Jahren tageweise abgeordnet war, wurde in der letzten Woche der Sommerferien bereits eingeschult, damit es am ersten Tag nach den Ferien gleich so richtig mit dem Unterricht losgehen kann. Das hatte ich bis dahin auch noch nicht gesehen. Ich hatte an der Schule in der letzten Ferienwoche zwei Nachprüfungen und habe mich gewundert warum da in den Ferien so viele Schüler im Gebäude rumlaufen.

    Selbst wenn ich wollte, würde mir nichts einfallen, womit ich die Sommerferien füllen könnte.

    Ich könnte Dir anbieten die Lernfelder samt -situationen zum inzw. sechten Mal !!! in den Didaktischen Wizzard zu kloppen, weil der die Dateien immer wider zerschießt. :autsch:

    Kann man dem Schulministerium die notwendigen Überstunden eigentlich in Rechnung stellen, nur damit sie mal sehen welche Kosten ihr unausgegorener Blödsinn verursacht? Vielleicht kaufen sie dann doch in Zukunft einfach bei Microsoft ein und kommen gar nicht erst auf die Idee das Rad neu erfinden zu wollen (=eigene Softwarelösung), nur um dann festzustellen, daß sie es doch nicht hinbekommen!

    Als Schulleiter, ja. Aber doch nicht als normale Lehrkraft.

    Zumindest in der letzten Sommerferienwoche ist auch als normale Lehrkraft kein Urlaub drin. Die Schüler drohen mit Nachprüfungen. ;)

    Wobei ich nicht verstehe warum die SL die erste Konferenz nicht auf den ersten Tag der Nachprüfungen legt, damit alle KuK am gleichen Tag wieder antreten müssen und es eben in den Zeugniskonferenzen nicht das Phänomen gibt, daß plötzlich aus sehr vielen Fünfen noch Vieren werden, weil die KuK länger Urlaub gebucht haben und sich die Nachprüfungen nicht antun wollen.

    Bei uns wurde gerade eine Bahnlinie reaktiviert.

    Bei uns haben sie aus den Bahnlinien Fahrradschnellwege gemacht, weil die Strecken ja fast eben sind. Gleise sind gar nicht mehr vorhanden. Da müsste man jetzt die ganzen Radwege wieder sperren. Auf den Geländen der ehemaligen Bahnhöfe stehen inzw. Industriegebiete. Die müßte man alle wieder enteignen, um die Flächen für Bahnhöfe zurückzubekommen.

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