Sollte man also überlegen, ob das als Massenuntersuchung ethisch vertretbar ist.
Die Frage kann jeder Kandidat selber beantworten. Wenn er entsprechende Tests ablehnt, muss er sich allerdings als Erwachsener behandeln lassen und verliert entsprechende Vergünstigungen eines Jugendlichen.
Ich frage mich gerade, ob hier so Manche nicht mit zweierlei Maß messen. Die eigene Bevölkerung in die Wehrpflicht pressen, Sportlern alle Nase lang Bluttests zum Nachweis des Nicht-Dopings abverlangen (Verweigerung des Tests führt direkt zur Doping-Annahme und entsprechendem Berufsverbot) und Flüchtlingen nicht einmal eine Untersuchung zumuten zu wollen, passt jedenfalls so gar nicht zusammen.
Habe ich schon erwähnt, dass die Bundeswehr eine der letzten Armeen in der Welt ist, die Minderjährige (mit 17) aufnimmt. Man darf also noch nicht wählen, darf aber für Deutschland fallen. Und da wundern sie sich in Berlin, dass man sich als Deutscher im eigenen Land als Bürger zweiter Klasse fühlt, eben weil man keine zweite Staatsbürgerschaft hat, auf die man verweisen kann, wenn es unbequem wird?