Beiträge von plattyplus

    Ich wäre auch eher für eine generelle Impfpflicht.

    Ich auch, aber dann muß es auch eine Impfpflicht sein, die wirklich durchgesetzt wird. Also Geldstrafen für Impfverweigerer sind nicht angesagt sondern die polizeiliche Vorführung beim Amtsarzt zur Impfung, ähnlich der Blutabnahme zur Kontrolle auf Alkoholkonsum nach einem Verkehrsunfall.

    Sollte man für Lehrer und Erzieher eine Impfpflicht einführen?

    Ich denke, dass wäre ein Ansatz, über den es nachzudenken gilt

    Bei uns im Kollegium lautet die Antwort dazu klar: „Nein!“


    Allgemeine Begründung: Im Frühjahr, als es um die Impfpriorisierung ging, waren wir mit Müh und Not in Priogruppe 3. Viele Bürger haben uns dort auch nicht haben wollen. Im letzten Jahr mußten wir hier z.T. sogar ohne Masken vom Arbeitgeber Präsenzunterricht machen. Luftfilter und Plexiglaswände haben wir hier auch nicht, die Politiker in der Staatskanzlei haben sie. Und jetzt fordern sie von uns eine Impfpflicht, weil wir ja ach so gefährlich für die Schüler sind?


    An die Politik: Im letzten Jahr habt ihr uns verheizt. Mit welchem moralischen Recht fordert ihr von uns jetzt noch irgendwas ein?

    Hier mal Beispiele zu dem, was ich meine:


    Wo dieses Foto aufgenommen wurde, müßte jeder schnell erraten können:


    Aber in welcher Höhle man diesen Stalagnat findet, dürfte extrem schwer sein:


    Die weißen Ränder kommen daher, daß ich nicht so ein extrem lichtstarkes Weitwinkelobjektiv habe und deshalb mehrere Bilder elektronisch „zusammenkleben“ mußte.Blitzen geht ja nicht, weil dann die Farben verloren gehen.

    Ich finde aber das generelle GEW-Bashing undurchdacht.

    Entschuldigung, aber für mich ist die GEW ein "Arbeitgeber-Abnick-Verein" und keine Gewerkschaft, die die Anliegen ihrer Mitglieder auch gegen den Arbeitgeber vertritt. Würde sie die Anliegen vertreten, hätte sie in den Schulen zum umbefristeten Generalstreik in der Corona-Krise aufgerufen, auf das wir Luftfilteranlagen, Plexiglaswände, etc. etc. etc. bekommen. Aber dazu müßten sie erst einmal einen Claus Weselsky an die Spitze wählen.

    damit ich weiß, ich arbeite nicht alleine in der Irrenanstalt

    Ok, wie wäre es damit:

    • Ich hatte gerade an dem Tag meine UPP bestanden, es war ein Freitag. Gegen 16 Uhr saßen der stellv. Schulleiter, zwei Abteilungsleiter und fünf weitere Kollegen mit mir zusammen mit einer Kiste Bier im Lehrerzimmer, als die Schulleiterin reinkam und einen riesen Aufriß machte von wegen "Alkohol auf dem Schulgelände". Schüler wurden seit 2 Stunden im ganzen Schulgebäude nicht mehr gesichtet und im Lehrerzimmer sowieso nicht. Da die Chefin nur mich zusammenfaltete von wegen "Alkohol auf dem Schulgelände" und sich nicht an den stellv. Schulleiter hielt, war meine Antwort nur noch: "Fr. X, sie sind zwar ranghöher als ich, sie sind aber nicht meine Vorgesetzte. Mein Dienstvorgesetzter ist das Seminar!" Auf den Untersten in der Hierarchie treten ist ja einfach. Hätte sie ihren Stellvertreter zusammengefaltet, hätte sie meine Hochachtung verdient, aber so nicht. Aber ok, ich wußte vorher schon, daß ich an der Schule nach dem Ref. eh nicht übernommen werde.
    • Meine Kollegin wurde von der Chefin damals zusammengefaltet, weil sie ein privates Foto in der Schule eingescannt und auf ihrem USB-Stick gespeichert hat. Das wäre Mißbrauch von Dienstgeräten.
    • "Die Referendare sollen froh sein, daß sie einen Tisch neben dem Kopierer haben und nich auf dem Flur sitzen müssen."
    • Note der UPP: 1,3, Note des Schulleitergutachtens: 5
    • An einem Freitag kommt die Ausbildungskoordinatorin weinend ins Sekretariat, weil sie gerade von einer Azubi-Klasse fertig gemacht wurde. Zusammenfassung: Die Kollegin kann ja nicht zur Schulleitung gehen, um die Azubis in die Betriebe zu schicken, weil das die Vorführklasse war, in der die Schulleiterin selber Klassenlehrerin war. die Azubis haben dann alle Kollegen gegen die SL ausgespielt.

    Und jetzt mal was Positives:

    • Als ich an meiner jetzigen Schule eingestellt wurde, war der Kommentar des Schulleiters nur noch: "Hr. Plattyplus, ich habe mir ihr Schulleitergutachten durchgelesen und auch mit ihrer damaligen Chefin telefoniert. Dabei bin ich zu dem Schluß gekommen, daß das Gutachten mit über 20 Rechtschreibfehlern allein auf der ersten Seite nur aus Boshaftigkeit geschrieben worden sein kann. So schlimm geht gar nicht. Sie haben den Job." :staun:
      Und genau DAS ist der Grund warum ich über all die Jahre trotz eines Arbeitswegs von über 100km (einfache Strecke) keinen Versetzungsantrag eingereicht habe. So erkauft man sich Loyalität.
    • Als ich meiner Abteilungsleiterin von den Schoten aus meinem Ref. erzählte, wollte sie es nicht glauben. So schlimm könne es ja gar nicht sein. Wie es der Zufall wollte, studierte ihre Tochter auch auf Lehramt und war 2 Jahre nach mir an meiner Ausbildungsschule im Praktikum. Ihr Töchterchen wollte danach hinschmeißen und ich mußte ihr erklären, daß das nur an der einen Schule so schlimm ist und nicht der Standard überall. Danach glaubte ihre Mutter = meine Abteilungsleiterin dann die Horrorgeschichten, die sie vorher für unmöglich hielt.

    Wirtschaftsunterricht in einer technischen Azubi-Klasse heute, Thema: Arbeitsrecht, insb. Mutterschutz und Erziehungsurlaub

    • Platty: Mutterschutz besteht 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung, kommt das Kind wesentlich zu früh, sind es 10 Wochen nach der Geburt
    • Platty: Elternzeit kann man für 14 Monate einreichen, wobei maximal eine Verteilung von 12 zu 2 möglich ist. Also maximal nimmt einer von beiden 12 Monate Elternzeit und der/die Andere 2 Monate, 13 zu 1 oder 14 zu 0 geht nicht.
    • Platty: Elternzeit muß 7 Wochen vorab beantragt werden, so daß das zumeist mit dem Mutterschutz von 8 Wochen nach der Geburt paßt.

    Ich habe ein Pärchen in der Klasse (sind wohl schon verlobt mit 17), deren Frage:


    "Wir planen 2-3 Kinder. Wie machen wir das dann beim 2. und 3. Kind, daß Er direkt ab der Geburt in Elternzeit geht, um Ihr in den ersten Tagen die älteren Kinder vom Hals zu halten? Wie soll man das auf den Tag genau 2 Monate vorab beantragen, wenn der Geburtstermin nur prognostiziert ist und nicht 100%ig feststeht?"


    Was für eine Planung. :staun:

    Die Antwort muß ich auch erst einmal googeln. :rotwerd:

    Ein Trick ist, keine Städtereise anzubieten (Sauftour), sondern Erlebnispädagogik irgendwo im nirgendwo.

    Funktioniert bei uns auch nicht. Da wird man als KL vor vollendete Tatsachen gestellt: "Die Schulkonferenz hat gestern beschlossen, daß deine Klasse für eine Woche nach Hamburg fährt und du als Klassenlehrer hast entsprechend mitzufahren und den Kram zu organisieren."


    Als Nichtmitglied der Schulkonferenz wußte ich vorab nicht einmal, daß meine Klasse überhaupt fahren sollte. Ich fiel aus allen Wolken, als ich von dem Beschluß hörte und durfte mir noch Mecker anhören: "Wir wollten dich ja gestern Abend (2 Minuten vor der Abstimmung) noch informaieren, aber du bist ja nicht ans Telefon gegangen." ... Ja, ich war auf der Autobahn und beim Fahren geh ich nicht ans Handy, egal wie lange es klingelt!

    Kollegen, die keine Aufsichten machen müssen oder bestimmte Vorrechte beim Stundenplan bekommen. Kollegen mit Beeinträchtigungen. Aber um die geht es ja auch nicht.

    Aber bitte keine Ermäßigungen auf Zuruf sondern nur mit Amtsarzt und Vermerk in die Personalakte. Sonst ziehen sich nämlich einige Kollegen immer weiter mit Verweis auf ihre Gesundheit aus der Arbeit raus und die, die übrig bleiben, bekommen immer mehr Arbeit aufgehalst, weil die SL ja weiß, daß diese Kollegen ihren Job machen.


    Gerade wieder erlebt: "Kollege X bekommt keine Klassenleitung, weil er den Job nicht gewissenhaft macht und nur einen Scherbenhaufen hinterläßt." Wer so "defekt spielt" (vgl. Spieltheorie) kann sich ein verdammt leichtes Leben machen, während alle Anderen ihren Rücken noch weiter krümmen müssen, um den ganzen Mist abzufangen. DAS darf es auch nicht sein. Da würde ich dem entsprechenden Kollegen eher 5 Klassenleitungen geben, damit er es lernt. Aber den Kollegen, die keine Probleme machen, immer noch mehr Arbeit aufzubrummen, weil es ja bei denen so gut läuft, führt nur dazu, daß auch diese innerlich kündigen.


    --> https://www.capterra.com.de/bl…ute-angestellte-kuendigen

    Meine erste Praktikumsschule hatte sogar eine Beteiligung an einem Schullandheim, wo man 2 mal hingefahren ist. Wir haben auch die Absprache, dass man immer Anfang Klasse 4 fährt.

    Ist bei mir am Wohnort noch extremer: Unser Landkreis betreibt auf Wangerooge ein Schullandheim und entsprechend fahren alle weiterführenden Schulen in der 6. Klasse dorthin.

    aber ansonsten für sportförderbedürftige Schüler:

    Jugendherberge Mittenwald.... 3km bergab bis in den Ort bzw. bergauf zurück

    Noch besser: Campingplatz am Edersee. Die haben auch Zimmer, man muß also nicht campen. Auf dem Campingplatz hat man keinen Handy-Empfang und auch kein WLAN. Will man mit dem Handy telefonieren oder auch nur seine eMails checken, darf man 3km den Hügel rauf laufen, um überhaupt einen Balken Empfang zu haben.


    Wobei ich ehrlich gesagt nicht verstehe warum manche Kollegen unbedingt mit den Schülern in die Kultursteppe wollen. Das gibt doch nur Streß. Als ich nach Hamburg fahren mußte (Die Schulkonferenz hatte beschlossen, daß ich als KL mit meiner Klasse nach Hamburg fahren soll, ich wußte von nichts.), wollte meine Kollegin auch unbedingt in die Elbmarsch. Daraufhin haben die Schüler dann gemeutert: "Wenn wir da hin fahren, zahlen wir die Fahrt nicht. Da ist Unterricht besser." Das hat dann auch die Kollegin überzeugt.

    die freie Meinungsäußerung ohne diffamiert zu werden

    Kris24

    Genau deswegen wähle ich die Grünen nicht. Alles, was nicht in deren Weltbild paßt, wollen sie verbieten, egal ob es dabei nun um Umweltschutz geht oder um die Gleichberechtigung. "Gleichberechtigung" bedeutet gemäß der Grünen, daß Frauen immer an erster Stelle kommen müssen, siehe Abstimmung bei den Saar-Grünen, und wenn das dann mal doch anders kommt, wird die Wahl für ungültig erklärt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.


    Was Maria 2.0 für die katholische Kirche ist, ist der "alte weiße Mann" für die Grünen, genau die gleiche Konstellation, nur eben unter vertauschten Vorzeichen.

    Ignoranz?

    Ich denke in dem Zusammenhang immer an meinen Südafrika-Auffenthalt zurück. Damals hat mir die „schwarze Frau“, es waren mehrere, um genau zu sein, erklärt, daß es ihr in den Zeiten der Apartheid besser ging. Klar durfte man im Bus nur hinten sitzen, im Park gab es nur Bänke für Weiße, die Schulen waren getrennt und qualitativ extrem unterschiedlich. Aber sie hätten damals mehr Geld in der Tasche gehabt als heute, der Bus fuhr wenigstens und man konnte in den Park gehen, weil die Kriminalität wesentlich geringer war. Im Vergleich dazu würde man sich heute in seiner Wohnung/Hütte quasi selber einsperren und könne nachts alleine eh nicht mehr auf die Straße.

    fossi74

    Ich denke, daß man die Spitzenkandidatin der Grünen deswegen beim Vornamen nennt, weil sie eben nicht Robert oder Winfried heißt. Kurzum: Sie ist nur deswegen Spitzenkandidatin geworden, weil sie eine Frau ist und die Grünen in ihrer Parteisatzung stehen haben, daß die ungeraden Plätze in einer Rangfolge und damit auch immer der erste Platz von einer Frau besetzt werden müssen.


    Das Theater um die Saarland Grünen bestätigt das ja. Als dort ein Mann auf einmal auf Listenplatz 1 war, war der Kommentar von Annalena: „So haben wir (Pluralis majestatis) und das nicht vorgestellt.“


    Jedenfalls finde ich Wortbildungen a la „ver(baer)bockt“ schlimmer als die Frage ob nun Vor- oder Nachname.

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