Wir sagen den Schülern immer, dass die Noten erst mit der Zeugniskonferenz bzw. Zulassungskonferenz bei Abschlußprüfungen wirklich fix sind und sich bis dahin durchaus noch verändern können. Vielleicht sollten die Kollegen bei solchen Konferenzen mal wirklich in sich gehen und überlegen welche Folgen ihre Notengebung hat. Also einigen wir uns bei den kritischen Fällen entweder auf eine 5 und der Schüler besteht oder enden wir ggf. bei vier 5ern und das Thema ist damit eh durch.
Beiträge von plattyplus
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Revolutionär ist das nicht. Aber das funktioniert halt nur, wenn z.B. alle Mathe-Nachprüfungen an einem Tag stattfinden. Wenn sich die drei Schler aussuchen können, ob sie die Prüfung am Montag, Mittwoch oder Freitag ablegen wollen, funktioniert das nicht.
Daher auch mein knapper Kommentar oben: "Was soll denn der Blödsinn?" ... Das sich die Schüler die Reihenfolge der Prüfungen und damit die Termine aussuchen können.
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Kein Schüler hat Anspruch auf die Prüfung um 8 Uhr und dann ist die Prüfung 1 von Schüler A die Prüfung 2 von Schüler B.
Also wir haben durchaus in manchen Fächern 3, 6 oder 8 mündliche Prüfungen.
Wenn man die gut hintereinander taktet, kann man immer drei Schüler mit einem Prüfungsvorschlag prüfen. Die Prüfung besteht ja aus 30 Minuten Vorbereitung, gefolgt von der mündlichen Prüfung und der Notenverkündung. Während Schüler A schon mit allem durch ist und ihm die Note mitgeteilt wird, wird Schüler B von einem Kollegen vom Vorbereitungsraum zum Prüfungsraum gebracht. Gleichzeitig wird Schüler C von einem weiteren Kollegen vom Warteraum in den Vorbereitungsraum gebracht. Diese drei Schüler haben also keine Chance sich über den Weg zu laufen. Wenn Schüler A den Flur verläßt, sitzt Schüler B in der Prüfung und Schüler C im Vorbereitungsraum. Entsprechend kann man eine Prüfung dreimal stellen.
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Welcher Blödsinn ist hier gemeint?

Das sich die Schüler die Reihenfolge der Prüfungen aussuchen können und man deswegen drei Prüfungsvorschläge benötigt statt einem.
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Da sich die Schüler die Reihenfolge der Prüfungen aussuchen dürfen, kann es durchaus sein, auch hier nochmal 3 Blöcke vorbereiten zu müssen (jeder Block kostete mich etwa 6-7h Zeit).
Was soll denn der Blödsinn?
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Tom123 Ich verfüge nur insofern über eine adäquate Ausbildung, dass ich das mit den Kabeln beurteilen kann, eben weil das eines der Lehrinhalte für unsere Azubis ist. Da wird dann z.B. auch festgelegt aus welchem Material die Kabelisolation für die Kabel sein muss, die man auf dem Flur nicht vermeiden kann, also konkret für die Beleuchtung der Fluchtweg-Schilder. Da geht es dann darum wie giftig die Gase sind, die beim Verbrennen entstehen.
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Du sollst nicht einen einzelnen Bilderrahmen aufhängen. Du sollst die Flure von Brandlasten befreien.
Ich würde mir bei den Brandlasten aber auch immer ansehen wie sie verbrennen, also wieviel Rauch und andere giftige Gase bei der Verbrennung entstehen. Zum Teil habe ich die Problematik auch bei mir im Unterricht. Da sollen die Schüler/Azubis eine kleine Schule verkabeln. Aus Brandschutzgründen dürfen die PVC-Kabel nicht oberhalb der angehängten Decke durch den Flur gezogen werden sondern müssen durch die Klassenräume geführt werden. Die Schüler arbeiten dann die Verlegepläne aus.
Begründung: Wenn es in einem Klassenraum brennt, fällt das sofort auf. Aber wenn man im Unterricht den Brand erst erkennt, wenn der Rauch vom Flur aus unter der Tür hindurch in den Klassenraum strömt und der dann total verrauchte Flur der einzige Fluchtweg ist, dann „Gute Nacht liebe Welt, lebe Wohl“.
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Ich habe bisher nur einen kleinen Brand erlebt. Wir waren während der Sanierung des Gebäudes in einer Containeranlage untergebracht und die Schüler haben fleißig Papier in die Elektroheizungen gestopft bis sich dieses Papier entzündet hat.
Zudem kenne ich eine Schule, die komplett abgebrannt ist nachdem die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Feuer gefangen hat. Dort hatten sie die Wechselrichter draußen an der Wand montiert und sich gewundert, dass die nicht so wirklich langfristig wasserdicht sind. Da man Solarzellen nicht abstellen kann, hat die Feuerwehr das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen, als klar war das niemand mehr drin ist.
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Total schlimm. Der Brandschutz hat bei uns richtiggehend gewütet,
Bei uns hat der Brandschutz auch gewütet. Alle Räume wurden umnummeriert. Früher ging es nach Gebäude und Stockwerk. Jetzt geht es nach Brandabschnitt. Die Nummern sind für unsere Schüler also nicht mehr logisch. Stattdessen brauchen „die Neuen“ jedes Jahr geschätzt 3 Monate, um sich auf dem Gelände zurechtzufinden. Da die Schüler nur 1-3 Jahre bei uns sind, betrifft das jedes Jahr knapp die Hälfte der Schüler.
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es gibt aber keine Soll-Vorschriften für die Ausstattung von Räumen für inklusiven Unterricht.
Ich frage mich bei der Inklusion Körperbehinderter (klassisch: Schüler im Rollstuhl) immer, wie wir die evakuieren sollen, wenn der Fahrstuhl nicht benutzt werden darf?
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Die Vorschriften werden in erster Linie von Versicherungen festgelegt, die ein Interesse daran haben, keine lebenslangen Renten zu zahlen. Das ist mit Sicherheit centgenau ausgerechnet, was hier lohnt.
Davon kannst Du mal ausgehen. In der Uni haben wir damals berechnet bis zu welchem Betrag es sich lohnt Beatmungsmaschinen zuverlässiger zu machen, also ihre Zuverlässigkeit von 99,99% auf 99,999% zu steigern. Irgendwann kommt man an den Punkt, wo die Steigerung der Zuverlässigkeit um eine wetere Stelle hinter dem Komma teurer ist als einfach die Versicherungsprämie zu bezahlen. Die Rechnung ist zwar menschenverachtend, sie wird aber gemacht. Außerdem muss man die Entwicklung ja auch irgendwann mal abschließen und die Maschine bauen, ausliefern udn einsetzen. Eine Beatmungsmaschine mit 99,9999999999% Zuverlässigkeit, die aber noch in der Erprobung im Labor steht und nicht am Patientenbett, hilft dem Menschen, der sie benötigt, auch nicht.
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Lebenslange Renten aufgrund eines Brandes? Scheint mir doch sehr selten vorzukommen... Und selbst wenn wir den Worst-Case nehmen: 5000 € im Monat für 50 Jahre sind auch "nur" 3 Mio. Und da ist noch nicht mal eingerechnet, dass die Zahlung sich auf 50 Jahre verteilt und entsprechend eine Wertentwicklung bis zur Auszahlung stattfindet. Realistischer sind sicherlich Kosten von unter 1 Mio.
Wir reden heir von Schulkindern, also beträgt der Zeithorizont eher 75-80 Jahre und nicht 50 Jahre. Außerdem ist im Fall der Fälle ja nicht nur ein Kind betroffen sondern gleich mehrere. Zudem entsprechen die 3 Mio. dem aktuellen Wert. Die Erwerbsminderungsrente muss entsprechend der inflation angepaßt werden und läßt sich nicht weginflationieren. Nur mal so zum Vergleich: Bei einer KFZ-Haftpflichtversicherung beträgt die Gesamt-Deckungssumme heute üblicherweise 100 Mio. €, wovon für jeden einzelnen Personenschaden bis zu 10 Mio. € gezahlt werden. Die 100 Mio. € kommen dann dadurch zustande, dass z.B. ein PKW auf vereister Fahrbahn in ein Busstellenhäuschen schleudert, indem sich 10 Personen befinden (10 Personen je 10 Mio. € = 100 Mio. €), die danach alle für den Rest ihres Lebens invalide sind.
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In unserer Schule dürfte die größte Gefahr der Fußboden sein.
Da haben wir Terrazzo-Fliesen, wie man sie aus dem Supermarkt kennt. Ich weiß nur nicht ob die noch so alt sind, dass sie als Bindemittel Zement genommen haben oder ob es das moderne Zeug ist mit Epoxid-Harz als Bindemittel.
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Glaswolle?

Du weißt aber schon, dass man heute weiß, dass Glaswolle lungengängig ist und deshalb die gleiche Problematik besteht wie bei Asbest? Auch wenn das Problem bei Glaswolle nicht so extrem ausgeprägt ist.
--> https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/843
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Ich habe gestern spaßeshalber mal nach solchen Schallschutz-Platten gesucht, bin aber nur über Platten der Brandschutzklasse B1 (= schwer entflammbar) gestoßen. Schallschutzplatten der Brandschutzklassen A1 oder A2 (= nicht brennbar) habe ich nicht gefunden.
Aber ok, Man will sich ja auch keine Asbestplatten in die Räume hängen.

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Wir sind ein wenig deprimiert und ratlos.
Moin,
ich kann Dich verstehen. Gibt es bei Euch alternative Rettungswege oder müssen die Schüler wirklich in jedem Fall über den Flur evakuiert werden? Bei uns gibt es diese alternativen Wege. Wir haben Verbindungstüren zwischen allen Klassenräumen (immer vorne an der Wand neben der Tafel), so dass man auch durch die Klassenräume hindurch evakuieren kann, wenn der Flur brennt oder verraucht ist. Dies hat zur Folge, dass wir in den Klassenräumen immer einen Durchgang zwischen den Tischen frei lassen müssen, aber dafür dürfen wir auf den Fluren Bänke etc. aufstellen bzw. die inzw. über 50 Jahre alten Bänke dort stehen lassen.
Wenn ich moderne Schulen sehe, vermisse ich diese Durchgangstür zwischen den Klassenräumen (und vom letzten Klassenraum direkt ins Treppenhaus) immer.
Nachtrag:
Offensichtlich waren die preußischen Brandschutzbestimmungen schon ausreichend um Todesfälle zu verhindern.
In den alten Sicherheitsbestimmungen stand aber auch drin, dass es Türen zwischen den Klassenräumen geben muss, so dass man durch die Klassenräume hindurch evakuieren kann, wenn es auf dem Flur brennt, wenn ich mich recht erinnere. Wir haben diese Türen noch. In modernen Schulen habe ich diese Zwischentüren nie gesehen.
Vielleicht wäre es ja auch eine Option wieder mit diesem alternativen Fluchtweg zu denken und eben nicht die Fluren den Charme eines Gefängnisses zu verleihen. Also was kostet die Nachrüstung entsprechender Türen contra eine komplette Neuausstattung der Schule bzgl. Mobiliar?
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Bei uns haben die Kolleginnen letztes Jahr einen Stundenplan mit Vertretungsbereitschaften erhalten, aber eben nicht mit 25,5 Stunden.
Bei uns würden die KuK auch einen Stundenplan mit Vertretungsbereitschaften bekommen. Aber geh einfach mal davon aus, dass in dem Fall, dass es diese zusätzliche Vertretungsbereitschaft gibt, diese dann auch wirklich immer eingesetzt wird, auch in den Randstunden.
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Der Bundesrat hat gerade die 1.000€ Entlastungsprämie abgelehnt.
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Genial!
Legt Euer Auto nur auf der Vorderachse tiefer, dann fahrt ihr automatisch immer bergab.

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Ich glaube, auch diese Entwicklung wird, wie bei den meisten Migrationsbewegungen, irgendwann seinen Kipppunkt erreichen.
Du meinst, dass wir einen zweiten Antiimperialistischen Schutzwall errichten, um die Migration in die Schweiz zu stoppen und das Ausbluten der heimischen Wirtschaft im Bereich der Fachkräfte zu verhindern? Die DDR hat ja 1961 auch nur deswegen die Mauer gebaut, weil die gut Ausgebildeten am Ende täglich zu zehntausenden gegangen sind.
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