Beiträge von plattyplus

    Bolzbold

    Ob die Person von den 2.224€ auskömmlich leben kann, ist eine Frage. Eine andere Frage ist, ob so eine Person im Zweifelsfall noch durch die staatliche Wohlfahrt aufstocken kann und so am Ende wesentlich mehr in der Tasche hat als der Bürgergeldempfänger. Zumal dieses Aufstocken für den Staat günstiger wäre, als wenn die Personen voll umfänglich der staatlichen Wohlfahrt zur Last fallen.

    Meine Vollzeitschüler tragen ihr Mantra "Hartz 4 und der Tag gehört dir" breit grinsend vor sich her. Das darf nicht sein. Vielmehr muss in die Köpfe rein: "Mit jeder Arbeit, egal welcher, geht es mir besser als ohne Arbeit." Es geht also nicht nur um das Geld, es geht auch um den "Verlust an Freizeit", der durch das Geld kompensiert werden muss.

    und Reduktion des Gehalts eines Arztes (m/w/d), ohne Chefarztposition o.ä., auf circa 6.000€ statt aktuell circa 8.000€, was in meinen Augen für eine Position ohne Führungsverantwortung immer noch ein sehr gutes Gehalt wäre.

    6.000€ Brutto nach 8 Jahren Ausbildung? Das paßt nicht. Ich denke eher, dass wir zu einem System zurück müssen, in dem sich Leistung auch wieder im Nettoeinkommen lohnt. Und ja, auch wenn die SPD es nicht wahrhaben will: Mit 100.000€ Jahresbrutto ist man vielleicht ein Spitzenverdiener aber kein Superreicher, den man immer weiter finanziell ausnehmen kann.

    Wenn es darum geht, dass wir sehr viele offene Stellen für Geringqualifizierte haben, aber gleichzeitig diese Geringqualifizierten nicht bereit sind diese Arbeit aufzunehmen, wie ihr es oben formuliert habt, muss man vielleicht auch einmal darüber nachdenken, ob unser Sozialsystem nicht „zu gut“ ist, so dass der Anreiz fehlt entsprechende einfache Arbeiten aufzunehmen.

    Gymshark Er will uns halt zeigen, dass wir überbezahlt sind und vergißt dabei, dass wir bei unserem Job über eine Tätigkeit reden, für die man einen Master-Abschluß benötigt und dann auch noch 2 Jahre Referendariat samt 2. StaEx überstehen muss. Das ist das gleiche Spiel wie früher, wo man das Einkommen es Lehrers mit dem des Putzpersonals verglichen hat, nur um feststellen zu können, dass Lehrer generell überbezahlt sind.

    Ein Studienrat, A13Z/7, nicht verheiratet, keine Kinder, liegt schon bei 4800 EUR Netto, auch abzüglich PKV liegt er damit deutlich besser als der o.g. Softwareentwickler.

    Ich weiß ja nicht wo Du die Zahlen her hast, ich bin A14/9, verheiratet ohne Kinder und bekomme netto 4.541,96€. Wenn ich jetzt die GKV und die Pflegeversicherung daovn abziehe, lande ich bei 3.300€ "netto nach Krankenkasse" und damit bin ich deutlich unter dem oben beschriebenen Softwareentwickler.

    In NRW verdient man beispielsweise als Senior Developer (Softwareentwickler) im Schnitt 80 000 EUR Brutto/p.a., wenn man wirklich gut ist, läuft es so auf die 100 000 EUR hinaus.

    Außerdem ist Softwareentwickler ein Lehrberuf, konkret "Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung". Wenn schon, müßtest Du uns mit dem Software Engineer mit Master-Abschluß vergleichen.

    Manche Menschen sind der Meinungs, dass Alimentationsprinzip von Gott gegeben ist. Tatsächlich erlebt es aber auch einen Wandel und passt sich der Entwicklung der Gesellschaft an. In den 50er Jahren blieb die Frau zu Hause und führte den Haushalt. Der Mann ging es zur Arbeit.

    Bei männlichen Lehrern war es zudem von den 1870ern bis in die 1950er so, dass sie entweder verheiratet sein mussten oder eine Haushälterin einzustellen hatten, um ihren Job überhaupt ausüben zu dürfen. Schließlich hatte sich der Beamte mit seiner ganzen Arbeitsleistung der Schule zu widmen. So gesehen wurde die Arbeitsleistung der Frau den Haushalt zu schmeißen bei der Einstellung des Manns gleich mit eingekauft.

    Gleichzeitig hätten wir da pädagogisches Kontinuitätsproblem und die Schulen können auch nicht mehr über ein Halbjahr hinaus mit Personal planen.

    Die Schulen könnten bei angestellten Lehrkräften nicht einmal inenrhalb eines Halbjahres mit Personal planen. Die letzten angestellten Lehrkräfte, die uns vorzeitig verlassen haben, sind nach über 30 Dienstjahren mit 4 Wochen Kündigungsfrist mitten im Halbjahr ohne jegliche Vorwarnung gegangen.

    Also das Grundgesetz ändern und das Berufsbeamtentum abschaffen.

    Vor allem wird das richtig lustig, wenn das Berufsbeamtentum einmal abgeschafft ist und dann die AfD an die Macht kommt und direkt durchregieren kann, eben weil jeder Beamte Angst haben muss direkt gekündigt zu werden.

    Tom123

    Bei der Reform sollten sie dann aber auch gleich die Unterschiede zwischen den Besoldungen der Länder und Bund egalisieren. Wie kann es sein, dass man in Hamburg mit A13Z 800€ mehr jeden Monat in der Tasche hat als mit A14 in NRW? Das geht dann ja in die gleiche Richtung wie die exorbitanten Familienzulagen in NRW.

    Als ich im Referendariat war hatten wir an meiner Ausbildungsschule einen alten Matrizendrucker mit Elektroantrieb. Man mußte also nicht kurbeln.

    --> https://de.wikipedia.org/wiki/Matrizendrucker

    Damals haben wir bei dem Drucker etwas modifiziert, die üblichen Matrizen durch eine Stahl-Matrize ersetzt, die fest eingespannt war, und damit dann die T-Konten-Blätter für die Schüler in 10.000er Stückzahlen gedruckt. Wenn man T-Konten Blöcke kauft, kosten die ja auch heute noch pro Blatt 20ct und man braucht zur Lösung einer einzelnen Aufgabe gerne 2-3 Blätter. Da hatte die Eigenproduktion echt Sparpotenzial.

    Als Beamter:

    Bei dem Aufgeführten 2Netto" des Beamten fehlt die Kranken- und Pflegeversicherung. Wenn ich von dem Netto von 5637€ noch 1237€ GKV und Pflegeversicherung abziehe, bleiben "netto nach Krankenkasse" 4400€ übrig. Sicher ist das immer noch mehr als das "netto nach Krankenkasse von 3913€ beim Angestellten. Aber ganz so extrem wie dargestellt ist der Abstand dann doch nicht mehr.

    Außerordentliche Kündigung aus gesundheitlichen Gründen um direkt im Anschluss den neuen Job anzunehmen? Mutig.

    Psychische Probleme, weil das Vertrauensverhältnis zum alten Arbeitgeber zerrüttet ist, wäre ein möglicher Grund.

    Ich war z.B. damals als Referendar Wochenendpendler und hab jeden Sonntagabend, wenn ich wieder zurück in meiner Bude war und mir eine Woche in meiner Ausbildungsschule bevorstand beim Gedanken an die SL ins Waschbecken geko****. Das nennt man dann psychosomatische Belastungsstörung.

    Gewählt wird sie aber nur von weiblichen Beschäftigten. Nicht von männlichen oder diversen Personen. In mancher Hinsicht ist das Gesetz einfach zu alt.

    Und noch viel entscheidender: Per Gesetz müssen Gleichstellungsbeauftragte immer weiblich sein. Gerade in unserem Job, man denke nur an die Geschlechterverteilung in einer Grundschule, ist DAS der totale Blödsinn.

    11 von 16 sind aber doch nicht wirklich "sehr wenige" Bundesländer. Ich hoffe die letzten 5 ziehen bald nach :/

    Guck mal wann diese 11 Länder die pauschale Beihilfe eingeführt haben. Da hat sich in den letzten 2 Jahren viel entwickelt.

    Ich glaube, wenn du die letzten 5/10 Jahre nix mehr akutes hattest, kannst du es wieder bei ner PKV versuchen, auch ohne Öffnungsklausel.

    Aktuell hoffe ich, dass unsere Landesregierung in NRW ihren Koalititonsvertrag umsetzt und auch bei uns die pauschale Beihilfe einführt. Wäre ja blöd, wenn ich wenige Monate vor der Einführung in die PKV wechsele und dann nicht wieder zurück kann. Wenn ich sehe welches Theater die Kollegen mit der Beihilfe haben, also wie lange es dauert bis die Beihilfe zahlt, will ich damit eigentlich nichts zutun haben.

    Ist es denn bei euch überall nicht möglich, die GKV mit der Beihilfe zu kombinieren?

    In HH geht das nämlich. Ansonsten ist es ja ein Katastrophe.

    Hamburg war das erste Bundesland, das mit der pauschalen Beihilfe angefangen hat. Inzw. sind knapp die Hälfte der Bundeländer dem Beispiel gefolgt. In NRW steht das Thema "Pauschale Beihilfe" im Koalitionsvertrag der Landesregierung. Aber ob sie das noch bis zu den Neuwahlen umsetzen? Ich glaube nicht dran.

    Also von 4100 kann ich schon gut leben

    Glaube ich Dir. Wie gesagt bin ich mit A14 in NRW bei 3.300€ netto. Da hilft nur die Flucht nach vorn in die höheren Besoldungsgruppen. Bei der GKV ist man da dann ja an der Beitragsbemessungsgrenze, so dass die Krankenkassenbeiträge bei einem höheren Gehalt nicht noch weiter ansteigen.

    Kannst du dich evtl. bei deiner Frau mitversichern?

    Wie meinst Du das? Meine Frau ist in der GKV. Was soll ich da "mitversichern"? Soweit mir bekannt ist, werden doch nur die Kinder in der GKV automatisch und die Ehefrau/der Ehemann, wenn sie/er kein eigenes Einkommen hat.

    Ich wollte jetzt nicht meinen Job kündigen, um dann kostenlos bei ihr in der GKV mitversichert zu werden, zumal sich das absehbar ja eh ändert. :rotwerd:

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