Beiträge von plattyplus

    Für mich persönlich ist hier ein derbe Gerechtigkeitslücke - aber ich bin auch Sozialromantiker ;)

    Ich finde das entsprechende Zitat eines Landespolitikers leider gerade nicht so schnell. Sein Tenor war, dass durch die zieg Gehaltsrunden in den letzten Jahrzehnten, bei denen es immer einen Sockelbetrag für die niedrigen Einkommen gab, das Gehaltsgefüge dermaßen zusammengestaucht wurde, dass man eher am oberen Ende der Besoldungstabelle ein Gerechtigkeitsproblem bekommen hat.

    Außerdem sah er ein Problem der öffentlichen Hand darin, dass die oberen Gehaltsgruppen zu wenig bekommen, um mit der „freien Wirtschaft“ mithalten zu können, zumal Bewerber mit Masterabschluss selbstverständlich darauf verweisen:

    Wir haben mindestens 6,5 Jahre in unsere Ausbildung investiert. Wir gehören schon da oben rein.

    Moin,

    ich habe gestern von meinen Kollegen erfahren, dass in NRW in der Grundschule die schriftliche Division mit Rest gar nicht mehr unterrichtet wird und ich deswegen das Rechenverfahren in der Sek 2 nicht als bekannt voraussetzen dürfe.

    Stimmt das? Wird in der Grundschule in NRW die schriftliche Division mit Rest gar nicht mehr gelehrt?

    Bei meinen Informatikern verweise ich bei der Einführung der Modulo-Operation immer darauf, dass bei dieser Rechnung nach dem Rest der schriftlichen Division mit Rest gefragt wird.

    Nehmen wir mal eine Feuerwehrmann oder Polizisten oder den Justizwachtmeister. Die bewegen sich irgendwo zwischen A7 und A11. Auch diese werden ab 2027 in allen größeren Städten Ausgleichszulagen bekommen. Im März 27 steigt ihr Gehalt dadurch nicht und nun wird es noch cooler (aus Sicht des FM). Ab 2028 sinkt die Zulage um 15%. Die mickrige Gehaltsrunde 2028 von 1% wird diese Kürzungen mMn nicht ausgleichen. Ihnen wird dadurch das Gehalt gekürzt.

    Und jetzt mach für diese Beamten in A7 bis A11 mal die Rechnung auf für den Fall, dass die Kinder schon erwachsen sind. Dann fällt die alte Familienzulage nämlich komplett weg und nicht bloß anteilig. Außerdem ist der Lebensabend (= Pension) mit der Zulage ärmlicher als ohne, weil die Zulage nicht pensionswirksam ist, das höhere Grundgehalt hingegen schon.

    Bei der aktuellen Regelung in NRW ist es doch bei diesen Beamten im mittleren Dienst so, dass sich das Monatsnetto, das man zuvor über Jahre und Jahrzehnte gewohnt war und an das man seinen Lebensstandard und seine Ausgaben angepasst hat, mit dem Auszug der Kinder grob halbiert. Gehen diese Beamten dann 10-15 Jahre später in Pension, reduziert sich ihr Netto weiter, Im Alter haben sie dann am Ende nur knapp 1/3 des monatlichen Nettos, das sie als Eltern hatten, eben weil die Familienzulage nicht pensionswirksam ist. Ob man bei einer dermaßen drastischen Reduzierung der Bezüge im Alter den Lebensstandard halten kann, von wegen Alimentationsprinzip, wage ich zu bezweifeln.

    Wie gesagt: Schaut nicht auf das eine Jahr, in dem es die extrem hohen Familienzulagen in NRW gibt. Guckt Euch bitte stattdessen das Lebenseinkommen an.

    Ich habe es hier verkürzt, die Langversion für einen Azubi, der noch in der elterlichen Wohnung lebt und 1.400€ brutto monatlich, was ca. 1.100€ netto sind, nach Hause bringt während seine Eltern Sozialhilfe bekommen:

    Das Jobcenter zahlt für den Azubi keinen Regelsatz und keinen Mietanteil mehr, da er sich selbst versorgt. Die Grundsicherung der Eltern selbst bleibt jedoch in voller Höhe bestehen. Da die Eltern für den Azubi eine größere Wohnung (bzw. ein extra Zimmer) benötigen, müssen sie sich den ausbleibenden Regelsatz und Mietanteil bei ihrem Nachwuchs aus der Vergütung ziehen.

    Außerdem: Sobald der Azubi seinen Bedarf komplett durch die Vergütung deckt, wird das Kindergeld (derzeit 250 Euro) nicht mehr beim Kind berücksichtigt. Es wird stattdessen wieder als Einkommen der Eltern gewertet und mindert deren Grundsicherungsgeld weiter.

    Eben, es hängt mit Bürgergeld bzw. Grundsicherung zusammen. Das erhält ein Kind bzw. seine Eltern auch nicht mehr, wenn es ausreichend verdient.

    Das unterrichte ich bei meinen Azubis auch immer: "Die Azubi-Vergütung geht mit in das Haushaltseinkommen der Eltern. Üblicherweise sagen die Eltern, dass der Azubis seine Vergütung behalten kann. Es ist sein Geld. Aber wenn die Eltern Sozialhilfe bekommen, wird die Vergütung voll angerechnet und dann können sie nicht auf das Einkommen des Kindes verzichten, auch wenn sie es wollen."

    Du kannst also von Erfahrungsstufe 10 auf 11 steigen, ne Beförderung bekommen und ne Besoldungserhöhung von zum Beispiel 2 Prozent erhalten. Dein Nettogehalt steigt erstmal nicht.

    Du vergisst zwei wesentliche Punkte:

    • Die Familienzulage für die Kinder fällt irgendwann auch wieder weg, die höhere Grundbesoldung bleibt.
    • Die höhere Grundbesoldung ist pensionswirksam, die Familienzulage ist es nicht.

    Beamte ohne Kinder bekommen mehr Geld, Beamte mit Kindern nicht - verstehe ich das (im Wesentlichen) richtig?

    Das verstehst Du richtig, weil die Beamten mit mehreren Kindern nach der aktuellen Rechtsprechung in den letzten Jahren aufgrund der extremen Familienzuschläge in NRW rückwirkend betrachtet zuviel Geld bekommen haben. Wir hatten bei uns an der Schule den Fall, dass der Referendar (A13 Anwärter) mit 7 Kindern am Ende des Monats mehr Geld hatte als unser Schulleiter (A16). Inzw. ist der Referendar fest eingestellter Lehrer und sein Gehalt ist entsprechend weiter gestiegen.

    Wie gesagt sind die Familienzuschläge in NRW extrem und weitaus höher als in allen anderen Bundesländern.

    Es gibt auch Profiteure:

    Nicht verheiratete Beamte bekommen 1,68 % mehr Grundgehalt.

    Ich habe eben mal meine Daten (A14/E9) durch den Rechner gejagt und festgestellt, dass mein Bruttogehalt um ca. 10% gegenüber 2025 ansteigen wird. Ich sehe es auch so, dass endlich diese überbordenden Familienzulagen und Mietstufen weg kommen und auch die normalen Beamten mal wieder etwas mehr bekommen. Von wegen 2Leistung muß sich lohnen" und so.

    Was außerdem viele vergessen: Ein höheres Grundgehalt ist pensionswirksam. Die Familienzulagen sind es hingegen nicht!

    Mir hat ein Schüler einen Stundenplan hingelegt und gefragt, ob er zur 1. Stunde kommen müsse, wenn im Plan steht, dass in der 1. Stunde Unterricht ist.

    Eigentlich schon eine total bescheuerte Frage, schließlich haben alle Schüler bei mir schon mindestens 10 Jahre Schulerfahrung. Aber egal. Ich habe dem Schüler gesagt, dass der Stundenplan auch für ihn verbindlich ist.

    Als ich später diese skurrile Geschichte im Lehrerzimmer erzählt habe, gab es Mecker von der Abteilungsleitung. Ich hätte mich als Fachlehrer nicht in die Stundenplanung einzumischen. Ich hätte meine Kompetenzen überschritten, der Stundenplan wäre Aufgabe des Klassenlehrers, der Bildungsgang-, Abteilungs- und Schulleitung. Da hätte sich ein Fachlehrer nicht einzumischen.

    Sogar der Kommentar von mir, dass ein vom Klassenlehrer ausgeteilter Stundenplan einzuhalten ist, war schon zuviel. :autsch:

    Susannea

    Wir haben nur einen Stromzähler und haben uns gegen die Zählerkaskade, wie Du sie beschreibst, entschieden. Entsprechend haben wir nur Haushaltsstrom und bekommen für die Wärmepumpe (mit ihrem nicht erfaßten Wärmepumpenstrom) eine jährliche pauschale Vergütung von ca. 150€ gutgeschrieben. Für uns rechnet sich einfach der zweite Zähler (höhere Grundgebühr, zusätzliche Zählergebühr) nicht, weil unsere PV-Anlage dermaßen viel Strom produziert, dass die Wärmepumpe gar nicht so viel Strom aus dem Netz zieht, als das wir diese höheren Fixkosten wieder einspielen könnten.

    Je größer die PV-Anlage wird, desto finanziell unattraktiver wird das Modell mit dem zweiten Zähler.

    Also ja, wir speisen auch die beiden Wärmepumpen (Brauchwasser und Heizung getrennt) mit dem Strom aus der Photovoltaik, genauso wie die Wallboxen der E-Autos. Entsprechend spiele ich aktuell eher mit dem Gedanken die PV-Anlage weiter zu vergrößern nachdem ich festgestellt habe (siehe oben) das auch bis zu 60kWp relativ einfach möglich sind. Die Einspeisevergütung interessiert mich dabei eigentlich gar nicht. Es geht mir darum den Eigenverbrauch, der in Zukunft ggf. durch eine Klimaanlage weiter ansteigt, abzudecken.

    Wenn ich es mir richtig überlege, würde ich gerne Donald Trump für den "Champions of the Earth" Umweltpreis der Vereinten Nationen vorschlagen. Durch die Kriege, die er angezettelt hat, und die damit verbundene massive Verteuerung fossiler Energieträger, sorgt er mehr als alle Anderen dafür, dass die Menschen schneller denn je auf Strom als Energieträger umstellen und diesen mittels Solarzellen, Wasserkraftwerken, Windrädern (ok, nicht unbedingt in den USA, aber im Rest der Welt) produzieren, die die Gestehungskosten dieser Techniken weitaus geringer sind als die meisten Alternativen.

    Aber ich glaube, dass Trump diesen Preis gar nicht annehmen würde.

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    Ich freue mich gerade darüber, dass ich zufällig festgestellt habe, dass es neue Grenzen für die Größe von Photovoltaik-Anlagen gibt. 🙂

    Früher war es so, dass man auf einem Einfamilienhaus maximal 30kWp Leistung installieren durfte bevor man ein Gewerbe anmelden mußte. Für Mehrfamilienhäuser galt eine Grenze von 15kWp pro Wohneinheit. Bei unserem Zweifamilienhaus war also 2x 15kWp = 30kWp das Limit. Entsprechend hat unsere bestehende Solarlanlage eine Leistung von 27kWp. Dann war einfach das Dach der alten Scheune (jetzt Garage) voll.

    Die neue Regelung besagt, dass weiterhin auf Einfamilienhäusern 30kWp zulässig sind. Diese Grenze von 30kWp wurde bei Mehrfamilienhäusern auf jede Wohneinheit übertragen. Wir dürfen jetzt also 2x 30kWp = 60kWp installieren ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen. Es können also weitere 33kWp aufs Dach des Wohnhauses.

    Ok, den zusätzlichen überschüssigen Strom können wir nicht mehr einspeisen, weil der Hausanschluss es technisch nicht hergibt, aber mir geht es auch in erster Linie darum den Eigenverbrauch abzudecken. Dank Wärmepumpe und E-Auto reden wir da schon so von 40MWh/Jahr.

    Irgendwie vermute ich, drin ist Lakritz, oder?
    Dann sehr entspannt. Lakritz ist echt nicht mein Ding.

    Ja, das sind die Haribo Vampire, also der Körper aus Lakritz und die Flügel aus Fruchtgummi. Die normalen Vampire gibt es das ganze Jahr durch, aber die sauren nur zu Haloween. Im Ausland gibt es die leicher auch nicht.

    Bei TG gibt es zum Glück auch richtigen Tee. Zum Teil sogar ganz ordentlichen, besonders im Edmon's-Sortiment.

    Was Tee angeht, bestelle ich mir immer schwarzen Tee bei "Cha Gorreana" in den Qualitäten "Orange Pekoe" oder "Pekoe". Irgendwie müssen man ja die europäische Teeproduktion unterstützen, wenn es schon keine einheimische Teeproduktion gibt.

    Leider verkauft Delta (portugiesischer Kaffeehändler, vgl. Tschibo oder Eduscho) keinen Azorenkaffee, weil die Produktionsmenge so gering ist, sondern schenkt ihn nur in den portugiesischen Kaffeehäusern direkt aus. Sonst würde ich dort auch Kaffee einkaufen.

    Es gibt schon Lebkuchen für Weihnachten im Supermarkt aber die sauren Vampire von Haribo sind noch nicht da. Die kommen erst zu Haloween wieder zurück. Hab extra bei Haribo angefragt. :motz:

    Ich wußte noch gar nicht, dass Haloween nach Weihnachten kommt. :hammer:

    Bitte nicht so ernst nehmen, so lebensbedrohlich ist die Vampir-Krise auch wieder nicht. :idee:

    Die Bahn macht "Gewinn", obwohl viele Reisen mit dem Zug fast unplanbar geworden sind... Ob da jemals was besser wird?

    Das wird besser, wenn wir mal von den Japanern lernen würden was Pünktlichkeit heißt und wie man so etwas technisch und auch gesellschaftlich umsetzt.

    --> https://www.japan-experience.com/de/japanreise-…tplan-effizient

    So eine Zuverlässigkeit schafft nicht einmal die schweizer SBB.

    Tasmanischer Bergpfeffer (Tasmannia lanceolata)...
    Da nutze ich die frischen Blätter, ähnlich den Lorbeerblättern, die man im Rotkohl untermischt.

    Gibt eine schöne Schärfe. :victory:

    Gasherd, Elektro oder ganz etwas Anderes?

    Was uns bevorsteht, wurde bereits 1978 von Hoimar von Ditfurth prognostiziert.

    Und auch damals gab es schon das E-Auto (ok, mit einer sehr viel bescheideneren Reichweite), die Wärmepumpenheizung und die Solarzelle.

    Wir haben vor ein paar Tagen das erste Mal eine komplette Jahresabrechnung nach den ganzen Heizungsumbauten, E-Auto-Anschaffungen, etc. bekommen. Der Vergleich nach der kompletten Durchelektrifizierung des Haushalts hinterläßt bei mir auch nach 3 Tagen immer noch eine Gänsehaut.

    • Früher:
      • 4 MWh Strom für 1.300€
      • 40 MWh Gas für 5.000€
      • 3.800 Liter Diesel für 6.000€
      • 1.500 Liter Benzin für 2.800€
      • --> Gesamt-Energiekosten pro Jahr: 15.100€
    • Heute:
      • 15 MWh Strom aus dem Netz für 5.000€ (Arbeitspreis, Zählergebühr, ...)
      • 22 MWh Strom aus Eigenproduktion (Photovoltaikanlage)
      • --> Gesamtverbrauch 37 MWh, Gesamtkosten: 5.000€
    • Ersparnis bei der Energie: 10.100€ pro Jahr :staun:

    Bei der Rechnung sollte sich die komplette Umstellung in unter 5 Jahren amortisiert haben. Und dabei habe ich noch mit den alten Preisen für Treibstoffe gerechnet und nicht mit den aktuellen von 2,30€ / Liter.

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