Beiträge von plattyplus

    Ich brauchte keinen separaten Energieberater.

    Leider brauchst Du den für die Beantragung der Förderung doch. Konkret benötigst du eine BzA-Nummer, die du nur vom Energieberater bekommst.

    Meine eigene Heizlastberechnung wich vom Ergebnis des Energieberaters nur um 200W ab (14,4kW zu 14,6kW), aber das Gutachten beinhaltend eben diese BzA-Nummer kostete dann mal eben 1.000€.

    Die noch existierenden Förderschulen existieren noch, weil sich Eltern aktiv für sie entscheiden, nicht, weil die Kinder sonst nirgends hin könnten. Bei uns gibt es mehrere beliebte Förderschulen, denen allseitig eine gute Arbeit bescheinigt wird, und die trotzdem um ihre Existenz kämpfen müssen, weil sie Teilen der Politik aus grundsätzlichen Gründen ein Dorn im Auge sind.

    Bei der ganzen Debatte geht es doch nicht um die Kinder oder um eine UN-Konvention. Das wird doch alles nur vorgeschoben. In Wahrheit geht es ausschließlich um ein Kostensenkungsprogramm. Ein Kind an einer Regelschule verursacht dem Schulträger nur ein Bruchteil der Kosten, die ein Kind an einer Förderschule verursacht.

    --> https://www.bildungsxperten.net/wissen/wie-wer…len-finanziert/

    Die Quelle ist zwar schon etwas älter, sie zeigt aber, dass das Kind an der Förderschule dreimal so hohe Kosten verursacht. Diese Kosten will die Politik nicht tragen und versucht sich da rauszuwinden. Da kommt ihr die UN-Konvention gerade recht, um in jeder Regel-Klasse einen Stuhl dazuzustellen und die Kinder in die Regelschulen zu schicken. Man denke beim Thema "Bezahlung" einfach nur mal an den fortwährenden Sttreit über unsere amtsangemessene Alimentation.

    Qui bono? Das ist das Problem, wenn man eine Lobbyistin zur Ministerin macht.

    Mal gucken ob bei steigenden Gaspreisen die Merz‘sche Freiheit im Heizungskeller nicht doch zum Rohrkrepierer wird und die Leute mit den Füßen für die Wärmepumpe stimmen.

    —> https://www.n-tv.de/wirtschaft/Kat…id30421859.html

    Unsere Gasspeicher sind schließlich so gut gefüllt, dass wir uns einen Ausfall der Lieferungen aus Quatar locker leisten können.

    Ich denke nicht, dass die Sicherungen der Begrenzung der zugesagten Maximalleistung dienen.

    Oh doch. Wir reden von den NH-Sicherungen im verplombten Hausanschlusskasten, umgangssprachlich „Panzersicherung“ genannt. Je nachdem ob dort 25A, 35A, 50A, 63A, 80A oder 100A für jede der drei Phasen des Drehstroms eingesetzt wurden, muss man die entsprechende Anschlussgebühr entrichten. Je größer die entnehmbare Leistung, desto höher die Grundgebühr. Das Kabel, das von der Straße zu uns in den Keller kommt, könnte vom Querschnitt her mit maximal 100A abgesichert werden, wird aber mit 63A abgesichert, weil wir nur für 63A Grundgebühr bezahlen. Heute sind 35A im Einfamilienhaus Standard, weil die Stromnetze viel mehr ans Limit getrieben werden als noch vor 50 Jahren.

    Um die Sicherungen nicht zu überlasten arbeitet bei uns schon ein hausinternes Lastmanagement, damit eben nicht beide Autos gleichzeitig laden während in der Küche der Herd läuft und draußen der 11kW Drehstrom-Gartenhäcksler den Weihnachtsbaum schreddert während von der Photovoltaik nichts geliefert wird.

    Sollte der Fall eintreten, dass die Last am Hausanschluss zu groß wird, werden bei entsprechender Gefahr der Überlastung des Hausanschlusses die Wallboxen und Wärmepumpen sukzessive abgeschaltet. Im Fachjargon spricht man vom Lastabwurf.

    Die zugesagte Dauerlast beträgt 44A (=30kW). Die Spitzenlast beträgt 63A. Diese Spitzenlast darf in einem Bezugszeitraum von 10 Minuten für maximal 6 Minuten abgefordert werden. Anschließend ist die Last für mindestens 4 Minuten auf Null zu reduzieren, bevor der 10 Minuten-Turnus von neuem beginnt. Da man in der Realität nicht den Stromverbrauch in der Pause komplett auf null reduzieren kann, gilt zudem, dass im besagten 10 Minuten-Turnus die Spitzenlast maximal für 2,5 Minuten abgefordert werden darf, wenn anschließend für mindestens 7,5 Minuten die zulässige Dauerlast nicht überschritten wird.

    Der Hausanschluss ändert sich nicht, wenn man eine PV-Anlage, E-Auto oder Wärmepumpe verwendet.

    Beim Hausanschluss ändert sich nichts, wohl aber beim Gleichzeitigkeitsfaktor. Bei uns in der Straße haben üblicherweise alle Häuser 63A Sicherungen im Hausanschluss, können also 43kW Leistung ziehen. Wenn jetzt wirklich alle Häuser gleichzeitig ihre zugesagte Maximalleistung abrufen, bekommen die Kabel unter der Straße ein Problem. Und da E-Auto und Wärmepumpe eine Dauerlast verursachen, ist die Wahrscheinlichkeit dafür heute viel höher als früher.

    Nachtrag: Früher haben sie hier mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,4 geplant. Sie sind also davon ausgegangen, dass sie 1.000kW Andchlussleistung verkaufen können, der 10kV Mittelspannungstrafo aber nur 400kW leisten muss, weil nicht alle gleichzeitig ihre E-Herde etc. betreiben werden. Außerdem wurde damals für den Aussetzbetrieb geplant. So ein E-Herd läuft ja eher ein paar Minuten denn zieg Stunden. Und selbst dabei regeln die Thermo-Schalter die Leistung runter.

    Unser Hausanschluss liefert vertraglich zugesagt 43kW Spitzenlast im Aussetzbetrieb und 30kW Dauerlast. Vor knapp 50 Jahren waren die Dauerlasten von heute allerdings unbekannt. Damals ging es eher um Schweißtrafos und sowas. Die liegen aber in den privaten Garagen auch eher wenige Minuten am Wochenende denn zieg Stunden jede Nacht.

    Wir haben hier inzw. zwei E-Autos und haben damit 3.500 Liter Diesel- und 2.500 Liter Benzinverbrauch jährlich durch 20.000kWh ersetzt. 20MWh nur für die beiden Autos.

    Das tangiert uns alle.
    Die Sperrung der Straße von Hormuz treibt den Öl- und Benzinpreis [...] nach oben.

    Und trotzdem favorisiert unsere Wirtschaftsministerin den extremen Zubau von Gaskraftwerken, wo wir doch jetzt schon nicht ausreichend Erdgas haben. Die Speicherstände sind jedenfalls mit unter 20% historisch niedrig.
    Man müßte doch viel mehr die Frage stellen, wie es Europa schaffen kann unabhängiger von Energieimporten zu werden?

    Der Februar ist vorbei.

    Da sagst Du was.
    Ich bin jetzt bei dem sonnigen Wetter schon wieder soweit, dass ich meinen kompletten Stromverbrauch (inkl. E-Auto und Wärmepumpe) aus der Solaranlage decken kann. :cash:

    Jetzt muss ich meinem Netzbetreiber "nur" noch erklären warum wir in den letzten 4 Monaten (November bis Februar einschließlich) 11.000kWh aus dem Netz gezogen haben. :rotwerd:
    Als ich den Zähler abgelesen und den Zählerstand gemeldet habe, kam ein Brief zurück, dass meine Ablesung unplausibel wäre, weil wir in den Monaten zuvor ja sehr viel weniger verbraucht haben. In den Monaten davor war Sommer 2025 und da haben wir auch schon unseren Strombedarf aus der Solaranlage gedeckt. Im tiefsten Winter kommt aber kaum was vom Dach.

    3) Natürlich habe ich meine Probleme mit dem Iran. Ich finde die Aussicht, an einem Kran aufgehängt zu sterben nicht so schön und so würde es mir dort gleich mehrfach ergehen. Da habe ich kein Mitleid, nicht mit Chamenei, nicht mit seiner Revolutionsgarde, nicht mit der Armee, den Staatsanwälten, der Polizei. Wer das System mitträgt, darf sich nicht wundern, wenn er davongefegt wird, wenn das Volk die Staatsgewalt in die Hand nimmt. Und ich hoffe, dass das iranische Volk in so einem Falle gründlicher vorgeht, als beispielsweise die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg.

    Ich hoffe ja immer noch, dass sich der Iran in da Land zurück verwandelt, das unsere Eltern in den 1970ern bereist haben.

    Wenn ich das hier so sehe, muss ich gestehen, dass sie dort damals verdammt fortschrittlich waren.

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    Oder, um bei Wikipedia zu bleiben:

    Jahrzehnte später kam es dann zu den zu erwartenden Auseinandersetzungen zwischen dem Klerus und Reza Schah Pahlavi, der bis dahin gültige islamische Gesetze und Gerichte 1927 durch eine moderne Rechtsordnung westlicher Prägung ersetzte, das Tragen des Hidschāb verbot und die koedukative Erziehung in den Schulen einführte.

    [...]

    Der Führer der Islamischen Revolution, der schiitische Geistliche Ruhollah Chomeini, wurde 1963 einem größeren iranischen Publikum dadurch bekannt, dass er sich vehement gegen das Reformprogramm des Schahs, das später den Titel Weiße Revolution tragen sollte, aussprach. Chomeini sah in dem Programm, dessen Hauptpunkte aus einer Landreform, der Stärkung der Rechte der Frauen und einer Alphabetisierungskampagne bestanden, einen Angriff auf den Islam.

    Gleiches denke ich auch über die Türkei. Die Türkei Mustafa Kemals war wirklich fortschrittlich. Die Türkei Erdogans ist es nicht mehr.

    Hast du dafür eine Quelle?

    Leider hinter einer Paywall: Gesperrte Weserbrücke: „Zeitlich unbefristete Katastrophe“ für den Kreis Minden-Lübbecke

    Das läuft auf einen Abriß und Neubau der Brücke raus. Bei der jetzt eingerichteten Ampellösung, also abwechselnd kann immer nur eine Seite mittig über die Brücke, rechnen sie mit einem ähnlichen Zeitaufwand zum Überqueren der Brücke wie bei Nutzung des Umwegs über Minden.

    Auch wenn ich den pragmatischen Ansatz verstehe:

    Ich frage mich halt immer, ob wir hier in einem Club von Machern oder von Berufszweiflern sind.

    Aktuell haben wir z.B. in Petershagen das Problem, dass die einzige Weserbrücke, über die morgens die Schulbusse immer fahren, wegen Baufälligkeit für den Verkehr und insb. den Schwerlastverkehr gesperrt ist. Da kommen jetzt die Schulbusse nicht mehr rüber und es ist absehbar, dass das ähnlich lange dauern wird wie der Neubau der Rahmedetal-Brücke in Lüdenscheid.

    Als ich das morgens im Radio gehört habe, war mein erster Gedanke gleich: Kein Problem, dann sammelt die eine Hälfte der Schulbusse morgens die Schüler westlich der Weser ein und die andere Hälfte der Busse die Schüler östlich der Weser. Treffen ist dann für alle Busse direkt an den beiden Brückenauffahrten morgens zwischen 7.20 und 7.30 Uhr. Dann steigen die Schüler, die auf die andere Weserseite müssen, aus, laufen über die Brücke und steigen in den jeweils anderen Bus auf der anderen Weserseite wieder ein. Die Brücke hat einen breiten von der Fahrbahn getrennten Fußweg bzw. ist die Brücke aktuell für den motorisierten Verkehr eh komplett gesperrt, es ist also eine reine Fußgängerbrücke. Nachmittags das Ganze dann in umgekehrte Richtung.

    Was wird stattdessen gemacht: In den nächsten Jahren fallen jetzt täglich an allen Schulen zwei Schulstunden aus, weil die Busse einen gewaltigen Umweg fahren müssen, da es den Kindern nicht zuzumuten ist 300m über eine Brücke zu marschieren.

    --> https://www1.wdr.de/lokalzeit/fern…fahren-100.html

    Ab Klasse 5 werden dann 3 km einfache Strecke zugemutet, bevor Hauptschülern eine Buskarte bezahlt wird. Alle anderen müssen sowieso selbst zahlen.

    Das ist halt unsere heutige Gesellschaft. Ein 10-jähriger soll die 3km jeden Tag schaffen und ein 16-jähriger schafft das nicht einmal einmalig wenn der ÖPNV streikt. DAS ist lächerlich, um bei Humblebee zu bleiben.

    nun ein Problem hat, wenn der ÖPNV-Streik Auswirkungen auf die Schülerzahlen in seinem Unterricht hat.

    Damit habe ich kein Problem. Ich habe ein Problem mit der Bequemlichkeit, die hier als Selbstverständlichkeit propagiert wird. Es streiken die Busse, aber draußen ist es trocken, um die 10°C warm und Glatteis ist auch nicht zu erwarten. Also eigentlich bestes Wetter, um zu marschieren. Und ja, ggf. müßte man dann die Unterrichtszeit einkürzen. Da könnte man dann den Sportunterricht ausfallen lassen. Schließlich haben sich die Kinder auf dem Hin- und Rückweg schon genug bewegt.

    Aber macht nur so weiter, nur wundert Euch dann nicht, wenn die Kinder nicht einmal mehr nach Hause finden würden, wenn der Schulbus auf der Rückfahrt mal ausfällt, weil sie überhaupt keinen Orientierungssinn mehr haben.

    Und wie war es denn mit der Zumutbarkeit des Pendels für das Kind in deinem Haushalt, das keine Schule am Wohnort erhalten hat / erhalten sollte?

    Ja, 8,5km, eine Strecke, mit Umsteigen, weil die lokale SPD die Gesamtschule favorisiert und darum die 200m entfernte Realschule kleinhalten will. Ist halt so. Das Gleiche in groß ist ja mein eigener Arbeitsweg, 120km, eine Strecke, ... und hier regen sie sich über 50km Abordnungen auf.

    Wer mißt hier mit zweierlei Maß?

    Wenn selbst Ausnahmesituationen nicht mehr zählen, muss man mit dem eigenen Ruf eben leben.

    "ÖPNV Streik" ist aber keine Ausnahmesituation sondern die Regel. Die üblichen Verspätungen sind von einem Streik ja kaum noch zu unterscheiden. Und ja, auf meinen Klassenfahrten oder Ausflügen mecken sie auch alle, weil ich es gar nicht einsehe wegen läppischer 2km auf einen Bus zu warten, der sowieso nicht kommt. Das ist mir selber schon zu blöd. Selbstverständlich wird da marschiert. Und ja, wenn Zeit keine Rolle spielt, denke ich schon, dass man Schüler im Alter von 16+ auch mal 7-8km Fußweg zumuten darf. Was wollen die bloß alle machen, wenn sie als Wehrpflichtige gezogen werden und dann bei der Bundeswehr die Grundausbildung überstehen müssen?

    Es ist einfach ein Unterschied, ob wir darüber diskutieren, ob militärische Maßnahmen gegen den Iran sinnvoll sind oder ob man Ukraine und Iran gleichsetzt.

    Die Frage beim Iran ist halt wo setzt man den Startpunkt? Setzt man den Startpunkt ins Jahr 1970, als das Land noch Persien hieß und von dem Schah regiert wurde, war die Islamische Revolution 1979 ein Überfall, gegen den es anzukämpfen gilt, auch 47 Jahre später noch.
    Oder setzen wir den Startpunkt in das Jahr 1980? Dann ist, das, was jetzt passiert, ein Überfall.

    Und ja, wenn man Leute kennt, die hier bei uns leben und vor der Islamischen Revolution 1979 geflohen sind und die sich entsprechend als "Perser" und nicht als "Iraner" bezeichnen, wird die Gemengelage erst so richtig interessant.

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