Bei einem BKw hängen die Module aber normalerweise am Geländer oder haben ein geringe Neigung. Das senkt den Wirkungsgrad. Ein 800W-BKw erzeugt also vielleicht 600kWh im Jahr. Auch wieder optimistisch gerechnet.
Moment! Bei den Balkonkraftwerken gibt es da zwei Besonderheiten.
- Der Wechselrichter darf maximal 800W haben. Die Solarmodule, die da dran hängen, dürfen es in Summe hingegen auf bis zu 7kWp bringen. Bei der Kombination dürfte der Wechselrichter also selbst im Winter bei 800W am Anschlag laufen, so dass Du eben nicht davon ausgehen kannst, dass das Balkonkraftwerk nur 800kWh/Jahr liefern wird sondern sehr viel mehr.
- Bei Balkonkraftwerken werden die Batterien parallel zu den Solarmodulen geschaltet. Sind die Batterie und die Module groß genug, kann der Wechselrichter also wirklich 24/7 seine 800W ins Hausnetz liefern.
Rein theoretisch könnte man so bis zu 7.000kWh pro Jahr aus einem Balkonkraftwerk rausholen, ohne das man einen Elektriker kommen lassen muss.
Und was den übergroßen Akku angeht, mache ich es jetzt mal ganz extrem, um meinen Gedankengang nachzuvollziehen. Wir bauen einfach gar keine PV-Anlage mehr auf den Balkon oder aufs Dach sondern legen uns nur noch einen 200kWh Akku in den Keller. Wenn der Strom tagsüber günstig ist, weil die Sonne knallt, oder wenn er im Winter günstig ist, weil es gerade stürmt, laden wir den Akku aus dem Netz für z.T. negative Strompreise. Dynamische Stromtarife machen es ja möglich. Ist der Strom gerade teuer, betreiben wir das Haus mit dem Akku.
Außerdem kann mein E-Auto VtG - es kann also tagsüber den Strom der PV-Anlage speichern und nachts einspeisen.
Nur funktioniert das nicht, wenn tagsüber das Auto an der Schule steht.