Beiträge von plattyplus

    chilipaprika Sorry, ich habe die "Schulpraktischen Studien", die heute wohl "Berufsfeldpraktikum" heißen, mit dem Praxissemester verwechselt. Hab halt selber damals noch mein Grund- und Hauptstudium absolviert, mir das Diplom als 1. StaEx anerkennen lassen und bin dann ins 24-monatige Referendariat gestartet fürs 2. StaEx.

    Bei uns gab es damals das Orientierungspraktikum im Grundstudium, dann die "Schulpraktischen Studien" in Form einer eintägigen Veranstaltung während eines Semesters im Hauptstudium und dann kam auch schon das Referendariat.

    Also ja, ich habe das heutige Praxissemester nicht mehr zum Hauptstudium gezählt sondern als eigenen Baustein angesehen. Bei dem Wort "Praxissemester" habe ich im ersten Anflug an diese eintägige Veranstaltung gedacht, die ich eben beschrieben habe.

    Oh, das BK-Lehramt hat das Praxissemester vom Master ausgelagert?

    Nein, das Praxissemester besteht weiterhin. Aber früher hatten wir ein 2-jähriges Referendariat, haben also für 2 Jahre die (wenn auch geringen) Anwärterbezüge bekommen. Heute kommen die angehenden Lehrer nach dem Studium erst einmal für ein 6-monatiges Praktikum zu uns und starten dann in das jetzt nur noch 1,5-jährige Referendariat. Man könnte auch sagen, dass sich das Land NRW so bei jedem Referendar die Anwärterbezüge für die ersten 6 Monate spart.

    Darauf wollte ich hinaus.

    Wie wäre es ansonsten, Lehrkräfte mal weder mit Ingenieur*innen noch mit Absolventen von Ausbildungsberufen zu vergleichen, sondern mit KuK im Rest der Welt?

    Warum sollte ich mich mit Lehrern in den USA vergleichen, die fürs Lehramt nur einen Bachelor benötigt?

    Ich rechne meinen Azubis immer vor wie hoch deren abgeschätztes Lebenseinkommen sein wird und setze dann mein Lehrereinkommen (A14!) dagegen. Erstaunlicherweise sind wir da am Ende nur wenige 10.000€ beim Gesamt-Lebenseinkommen auseinander. Der Azubi geht halt mit 16 in die Lehre (mit geringer Vergütung) und steht mit 19 im Berufsleben mit vollem Gehalt, wohingegen der Lehramtsstudent im Falle dss Berufsschullehramts erst einmal das Abitur machen muss, dann ein einjähirges Berufspraktikum, gefolgt von dem Bachelor- und Master-Studium, gefolgt von einem 6-monatigen Schulpraktikum und dem 1,5jährigen Referendariat (mit Vergütung auf Azubi-Niveau). Bis der Lehrer also wirklich ans Geldverdienen denken kann, ist er mindestens 28 bzw. häufig 30 Jahre alt. Die 10 Jahre, in denen er kein volles Gehalt erwirtschaften konnte im Vgl. zum Facharbeiter, muss der Lehrer in den nächsten 35-40 Jahren erst einmal aufholen inkl. Zins und Zinseszins.

    So gesehen ist das höhere Gehalt des Akademikers die Entschädigung für die zieg Jahre des fehlenden Gehalts während seiner im Vgl. zum Facharbeiter sehr viel längeren Ausbildung.

    Mal ganz abgesehen davon geht der Lehrer mit seiner Ausbildung auch noch voll ins Risiko. Wenn er dann mit 28 oder 30 fertig wird und die Lebenszeitverbeamtung anstrebt, könnte es ja auch gut sein, dass wir dann gerade wieder einen Lehrerüberschuss haben wie in den 1980ern.

    Man könnte kritisieren, dass nicht dieselbe Bezugsgröße für alle Positionen gewählt wurde, sondern stets die den Positionen zugeordnete Herkunftsgruppe. Dadurch kann eine absolut kleine Position einen relativ hohen Wert aufweisen und eine absolut kleine Position einen relativ kleinen Wert.

    Selbst das würde ich nicht kritisieren. Man könnte schließlich auch z.B. bei den Ukrainern formulieren, dass 52,1% Bürgergeld beziehen, welches von den verbleibenden 47,9% der Ukrainer erwirtschaftet werden muss. Folglich müßte jeder sozialversicherungspflichtige Ukrainer so hohe Abgaben und Steuern zahlen, dass davon ein anderer Ukrainer durch die soziale Wohlfahrt versorgt werden kann.

    Das andere Extrem sind die Deutschen. 5,6% bekommen Bürgergeld, das von 94,4% erwirtschaftet werden muss. Folglich müßten 17 Deutsche zusammen soviel in die soziale Wohlfahrt einzahlen, dass ein Deutscher davon Bürgergeld beziehen kann. Die Beitrags- und Steuersätze der Deutschen dürften also nur 1/17 der Sätze der zugezogenen Ukrainer betragen, wenn die Grundannahme gilt, dass jede einzelne Gruppe, egal wie groß sie ist, den anderen Gruppen nicht zur Last fallen soll.

    Mit der Aussage wird die Grafik dann wirklich brutal und Futter für die AfD. :stumm:

    An welcher Stelle innerhalb der Grafik soll sich genau der Fehler befinden?

    Ich sehe da jetzt auch keinen Fehler.

    Meine Lesart:

    • Von allen Ukrainern, die zu uns gekommen sind, bekommen 52,1% Sozialleistungen. 47.9% können für sich selber sorgen.
    • Von allen Syrern, die zu uns gekommen sind, bekommen 45,3% Sozialleistungen. 54,7% können für sich selber sorgen.
    • Von allen Afghanen, die zu uns gekommen sind, bekommen 44,9% Sozialhilfe. 55,1% können für sich selber sorgen.
    • ...
    • Von allen Deutschen bekommen 5,6% Sozialleistungen. 94,4% können für sich selber sorgen.

    Die Zahlungen um 90% zu kürzen ist offenkundig populistisch, aber es wäre angebracht, dass Deutschland Beiträge auf dem gleichen Niveau, wie andere Industrienationen zahlt. Bei der UN selbst ist das auch der Fall:

    https://de.statista.com/statistik/date…inten-nationen/

    Werden in der Statistik die Beträge erhoben, die die Staaten zahlen müßten oder die Beträge, die sie wirklich gezahlt haben? Die USA ist der größte Beitragsschuldner der UN. Daher frage ich.

    So lange in der UN fünf Staaten ständige Mitglieder sind und selber ein Veto-Recht haben, also tun und lassen können was sie wollen, ist die UN sinnlos, wie die USA, Russland und China uns aktuell beweisen.

    Bei uns werden bei so kleinen Klassen eher verschiedene Ausbildungsberufe zusammengelegt. Da hat man dann in BWL eben nicht nur die die Industriemechaniker des 2. Ausbildungsjahres vor der Nase sondern dazu auch noch die Werkzeugmechaniker, ...

    In BWL geht das, weil zumindest in den technischen Berufen die Lehrpläne da praktisch deckungsgleich sind. Was natürlich für die Kollegen, die BWL unterrichten, doof ist, weil sie es immer sind, die die zusammengewürfelten 30er Klassen haben, während die Kollegen mit den Spezialfächern dann immer die Kleinstklassen mit 3-5 Azubis beschulen. Ich denke da an die unterschiedliche Arbeitsbelastung im Kollegium.

    Moin,

    warum zeigen sich jetzt eigentlich alle möglichen Leute in den Medien so entrüstet, dass wir bei der Abstimmung verloren haben und jetzt Portugal und Österreich für zwei Jahre Westeuropa mit vertreten? Eigentlich müßten wir doch froh sein nicht in diesem sinnlosen Gremium zu sitzen und uns so nicht mitschuldig machen zu können, bei dem, was gerade in der Weltpolitik passiert. Ich denke da auch gerade an den israelischen Krieg im Nahen Osten

    Ich denke da an das Aggieren der fünf Vetomächte in der UNO, als da wären USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich.

    • USA greift nach Grönland und es gibt keine UN-Resolution
    • USA entführt Staatspräsidenten und es gibt keine UN-Resolution
    • USA greift Iran an und es gibt keine UN-Resolution
    • Russland führt seit 2014 Krieg in der Ukraine und es gibt keine UN-Resolution
    • China greift nach Taiwan und es gibt keine UN-Resolution

    Dieses Gremium in New York ist zumindest gefühlt doch eh nur noch ein reinster Papiertieger, bei dem wir auch noch der zweitgrößte Beitragszahler sind. Warum zahlen wir da überhaupt auch nur einen Euro ein, wenn wir auf der Party eh nicht mitspielen dürfen? Wäre es nicht an der Zeit die Überweisungen an die UN um mindestens 90% zu kürzen?

    Nachtrag:

    Zumindest der hessische Ministerpräsident sieht es ähnlich:
    --> https://www.zeit.de/politik/auslan…tschland-hessen

    Mit den 4,4 Mrd. € könnte man erst einmal im Inland die Finanzen zumindest ein wenig konsolidieren.

    Das ermöglicht es aus Schülersicht, im Doppelstundenmodell zu bleiben.

    Im Berufsschulbereich hat das zweiwöchige Doppelstundenmodell einen entscheidenden Vorteil bei den Azubis. Üblicherweise haben Lehrlinge ja 1,5 Berufsschultage. Hat man einen zweiwöchigen Stundenplan, haben die Azubis in einer Woche einen und in der anderen Woche zwei Berufsschultage. Unsere Handwerksbetriebe favorisieren jedenfalls den zweiwöchigen Stundenplan, weil so die Azubis entweder den ganzen Tag im Betrieb oder den ganzen Tag in der Schule sind. Bei einem halben Berufsschultag steht sonst der angehende Elektriker um 12 Uhr mittags im Betrieb und kommt nicht zur Baustelle. Morgens könnte der Altgeselle bzw. Meister ihn einfach mitnehmen.

    Wo wird denn dagegen verstoßen. Selbst an voll gepackten Tagen, kommt man mit dem Schulrythmus auf jeden Fall auf die Pausenzeiten.

    Bei mir jede Woche. Abendschule bis 21 Uhr und dann am nächsten Morgen um 7:30 Uhr antreten müssen. Dazwischen liegen weniger als 11 Stunden Nachtruhe. Aber als Beamter gilt die AZVO für uns ja nicht.

    Aber sie ist ja keine Pause, weil die Schüler davon 2-3 Minuten brauchen, bis sie das Zimmer verlassen haben, dann nochmal 2 Minuten zum Lehrerzimmer. 5 Minuten weg. Dann 3 Minuten vor der nächsten Stunde los. Sind 8 Minuten weg. Bleiben rechnerisch 7 Minuten.

    Dann mußt Du deinen Unterricht so zeitig beenden, dass beim Klingeln wirklich alle draußen sind. Entsprechendes gilt für den Stundenanfang.

    Aber wie an anderen Stellen schon mehrfach gesagt: Das wäre eigentlich mal etwas für die GEW oder die Verbände, nämlich das Land NRW auf Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinien vor dem Europäischen Gerichtshof zu verklagen.

    Zählen wir mal auf Grundlage der strengeren Arbeitszeitverordnung nach:

    Die gilt aber wie gesagt nicht für Dich!

    Du könntest noch gucken, ob die EU-Arbeitszeitrichtlinie 2003/88/EG bei Dir einschlägig ist.

    --> https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/dow…icationFile&v=4

    Diese EU-Vorgabe ist aus dem Jahr 2003 und hätte etnsprechend bis spätestens Ende 2006 in nationales bzw. NRW-Recht umgesetzt werden müssen. Da dies nicht geschehen ist, gilt die Richtllinie direkt.

    Und ja, ich spiele das Spiel jetzt schon 13 Jahre. Abendschule bis 21 Uhr und dann am nächsten Morgen zur 1. Stunde... und das nicht nur einmal während der Klausuren sondern wirklich jede Woche.

    ... das mir die fehlende Drahtsicherung an den Schrauben unseres Elektro Go Karts (Schülerprojekt) aufgefallen ist. Eigentlich hatten mich die Kollgen nur gerufen, weil die Bremse entlüftet werden mußte und sie wußten, dass ich sowas bei meinem Motorrad schon selber gemacht habe.

    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…LINTgebogen.jpg]

    Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SPLINTgebogen.jpg

    Die Kronenmuttern haben ja extra die Aussparungen und im Bolzen ist extra ein Bohrung eingebracht, um den Sicherungssplint durchzustecken, damit sich die Schraube auch unter heftigsten Vibrationen nicht lockert.

    Nicht, dass nachher ein Schüler mit dem Ding fährt und dann bei voller Fahrt ein Rad abfällt oder die Lenkung versagt. :staun:

    Na, gut, dass wir an unserer Schule kein Mandarin oder so anbieten - wer weiß, wie gut mir das so spontan und ohne Vorkenntnisse fachfremd gelingen würde...

    Auch da wird Dir geholfen:

    --> https://www.langenscheidt.com/shop/Weitere-S…8-3-12-563127-4

    Irgendwie muss ich bei der Diskussion gerade an den Spielfilm "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" denken.

    Dialog daraus:

    • Hauptmann Rumpelstoß: "Aber, wie soll ich denn Fliegen lernen?"
    • Oberst Manfred von Holstein: "Ist doch ganz einfach Rumpelstoß. Wofür haben wir denn die Dienstvorschrift? Da lesen sie mal nach und dann fliegen sie." :victory:

    Ich würde auch mal behaupten, dass keine/r angewiesen werden kann, eine Fremdsprache zu unterrichten, die er/sie nicht beherrscht.

    Doch, kann er. Im Beamtenrecht gilt aber auch: "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen."
    --> Entscheidung des Bundesdisziplinarhofs vom 12.07.1966 (III DV 1/66, BDHE 7, 97)

    Du musst es also nach bestem Wissen und Gewissen unterrichten. Wie erfolgreich das dann ist, ist eine andere Sache.

    Ich würde wieder an die Berufsschule gehen, ich würde meine Fächerkombination aber anders wählen, nämlich die Kombination Maschinentechnik / Fertigungstechnik.

    Für diese Wahl habe ich zwei Gründe:

    • Zum Einen hätte ich dann wesentlich weniger Klassen mit wesentlich mehr Stunden in jeder Klasse, ich wäre also nicht mehr der Lehrer, der mit jeweils einer Stunde durch jede Klasse gejagt wird. Dies hätte zur Folge, dass ich in Summe wesentlich weniger Klausuren zu stellen hätte (eine Klausur pro Halbjahr bei einstündigem Einsatz, aber nur zwei Klausuren pro Halbjahr bei sechsstündigem Einsatz) und das der Unterricht wesentlich besser planbar wäre. Wenn aktuell der "Hauptfach-Kollege" mit den 6 Stunden z.B. wegen Krankheit ausfällt, wird die Klasse abbestellt und geht in die Betriebe. Meine Stunde fällt dann ganz spontan aus und ich bekomme sogar noch Minus-Stunden angerechnet.
    • Zum Anderen sind die Fachklassen wesentlich kleiner (oft unter 10 Azubis). Da mein Nebenfach in allen Fachklassen identisch ist, habe ich dann am Ende drei bis vier dieser Klassen mit in Summe 30 Azubis zusammen vor der Nase, bekomme dafür natürlich auch nur eine Stunde aufs Deputat angerechnet und darf ewig bei Klausuren den Nachschreibern hinterherlaufen und ewig den Azubis das Material hinterhertragen, weil bei einer der Klassen der obrige Fall eingetreten ist und die Klasse abbestellt wurde. Die Azubis können ja nichts dafür, dass sie abbestellt wurden.

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