Beiträge von Maylin85

    In meiner Siedlung durfte wegen des Denkmalschutz bisher nichts mit Solar und Wärmepumpen gemacht werden. Einige Nachbarn sind auf Infrarot umgestiegen und man hört nur Negatives. Ich hab wirklich noch von keiner einzigen Person gehört, dass sie damit zufrieden ist.

    Naja, es ging um "Systemsprenger", darunter versteht man ja eine bestimmte Gruppe von Kindern und Verhaltensauffälligkeiten. Und die fallen nicht vom Himmel.

    Eine Freundin meiner Mutter hatte so einen Systemsprenger. Kind 1 und 2 ganz normal, Nr. 3 von Kleinkind an massiv verhaltensauffällig. Die Wände mit Kacke beschmiert, die Kaninchen vom Opa durch die Gitter im Stall mit Stiften aufgespießt, einfach richtig gestörte Verhaltensweisen von sehr jungen Jahren an. Schulzeit auch Katastrophe. Man weiß natürlich nie, was hinter verschlossenen Türen lief, aber das waren eigentlich komplett normale Leute. Vielleicht gibt es einfach Kinder, die "anders" geboren werden?

    Das würde heißen, ohne elterliches Versagen gäbe es keine verhaltensauffälligen Kinder?

    Ich weiß es nicht. Der Junge hatte 2 Förderdiagnosen und war sowohl kognitiv eingeschränkt als auch extrem unbeherrscht in seinem Verhalten. Dass die Kombination auch für Eltern nicht einfach ist, glaube ich gerne. Die Eltern wirkten sehr einfach gestrickt, aber bemüht und haben sich gekümmert. Es mag sein, dass es den Eltern intellektuell nicht möglich war, das Kind optimal zu fördern und zu begleiten, aber ist das direkt eine Kindeswohlgefährdung? Don't know.

    Ich bin jetzt an Schule Nr. 6 nach dem Ref und hatte nirgends Probleme mit dem Kollegium. An einer Schule gab es große Konflikte zwischen Teilen des Kollegiums und der Schulleitung (die in meinen 7 Jahren dort auch 4x wechselte) und auch erhebliche Spannungen innerhalb des Kollegiums und meiner einen Fachschaft. Letztlich liegt es aber ja auch an jedem selbst, ob und wie man sich an sowas beteiligt. Ich tue es nicht und es gab überall nette Kollegen, mit denen man gut zusammenarbeiten und Spaß haben konnte. Zum Rest wahrt man eben höflich-professionelle Distanz und beschränkt sich auf das notwendige Minimum an Zusammenarbeit.


    Mir sind Leute mit zu viel Kollegiumsproblemen immer ein bissi suspekt, denn meist sind das dann auch selbst nicht unbedingt unkomplizierte Persönlichkeiten.

    Viele Länder sind weiter. Deutschland quatscht viel, handelt aber nicht. Tempolimits gibt es in fast allen Ländern z. B.

    Ich verstehe nicht, was Schotter mit sich ausdehnenden Schienen zu tun hat. Das Problem ist aktuell, dass sich Gleise wellen (und im Süden ist es im Winter nicht so kalt, vielleicht bauen sie für 10 bis 100 Grad? Das gilt auch für Beton. Dann haben wir zukünftig ein Problem bei Temperaturen unter 10 Grad. Ja, Schotter und alte Brücken sind auch ein Problem, aber das gilt das ganze Jahr.

    Rasengittersteine gibt es auf Parkplätzen, allerdings brechen sie viel schneller und müssen ausgetauscht werden (keine SUV mehr? Wäre ich sofort dafür. Aber auch keine Lastwagen?)

    Die anderen genannten Maßnahmen bringen vielleicht etwas für wenige Grad, allerdings steigt die Hitze schneller und wie willst du die Pflanzen gießen? Rasen verdorrt, Wein auch, wenn wegen Wasserknappheit nicht mehr gegossen werden darf. Das Problem haben wir jedes Jahr, der Bodensee ist aktuell noch niedrig wie noch nie (und normalerweise ist im Juni dank Schneeschmelze Höchststand).

    Du nennst einzelne Maßnahmen und ich bin auch dafür, alles umzusetzen, was möglich ist. Ich denke aber immer noch, dass Klimaschutzmaßnahmen weitaus günstiger sind (und Wärmepumpen sind ganz vorne mit dabei).

    Das suggeriert aber, dass sich die Probleme damit auflösen und andere Maßnahmen nicht mehr nötig sein werden. Das wird aber nicht der Fall sein, selbst wenn wir morgen CO2-neutral wären.

    Ich denke, jede Kommune muss im Kleinen anfangen und viele kleine Einzelmaßnahmen in Angriff nehmen, die die Gesamtsituation bestenfalls verbessern. Vielleicht ist manches auch Trial & Error, auch gut. Wenn Bewässerung ein Problem ist, warum dann nicht kopieren, was südliche Länder machen? In Spanien werden Plätze und Gassen oft mit großen Sonnensegeln beschattet. Generell wären trockenresistentere Bepflanzungen wahrscheinlich sinnvoll.

    Ob Rasengittersteine wirklich so viel instabiler sind, weiß ich nicht. Hier hat sie jemand verlegt, der auf seinem Hof Stellplätze für Wohnmobile anbietet und das scheint zu funktionieren. Einige Park & Ride Parkplätze haben sie auch inzwischen.

    Zur Bahn: der interviewte Mensch erklärte, dass stabiler und gut verdichter Schotter Verformung begrenzen kann. Und dass Verformung generell eher an Gleisabschnitten vorkommt, die schon Schwachstellen haben.

    Ha, ich denke auch. Wenn man sich um die Folgen des Klimawandels kümmert, sollte man dabei die Augen vor dem Klimawandel verschließen.

    Oder man schaut sich den Wandel einfach ganz sachlich an und reagiert darauf mit angemessenen Adaptionsmaßnahmen. "In den Griff" kriegt man da faktisch nämlich nichts mehr. Schon gar nicht, wenn der Rest der Welt weniger Selbstaufopferungsbereitschaft zeigt.


    Kris24

    Naja, neulich erzählt irgendein "Bahnexperte", dass man präventiv schon einiges tun könnte. Schwache Gleisabschnitte ersetzen, Schotter verdichten, enge Kurven möglichst entschärfen, Schienen auf höhere Temperturen auslegen. Funktioniert in anderen Ländern ja auch.

    Zum Thema Autobahn hörte ich, dass hitzebeständigerer Asphalt, wie man ihn in Südeuropa nutzt, in Deutschland keine Zulassung hat.

    Und zum Punkt Notaufnahmen, wir brauchen einfach nicht nur ein paar wenige klimatisierte Gebäude pro Stadt, sondern es müssten mindestens alle öffentlichen Gebäude und Pflegeheime mit Klimaanlagen ausgestattet werden. Neubauten am besten gar nicht mehr ohne geplant werden. Gestern ging groß durch die Presse, dass die Uniklinik Düsseldorf jetzt ein Hitzeschutzkonzept entwickelt, weil 38 Grad auf der Herzstation nicht so geil sind - wieso haben Krankenhäuser nicht längst Klimaanlagen?

    Und nein, Städte verhüllen vielleicht nicht, bewässern und beschatten aber evtl? Ich musste Dienstag was zur Post bringen und dazu quer über einen riesengroßen Parkplatz, eine Straße und einen großen asphaltierten Marktplatz laufen. Alles komplett versiegelte Fläche, kein einziger Baum. Das Thermometer an der Apotheke zeigte 40,1 Grad. Stünden da einfach ab und an ein paar Bäume, wäre schon viel gewonnen. Oder man überrankt Gehwege mit wildem Wein oder sonstwas. Und wieso baut man Parkplätze nicht auf Rasengittersteinen? Auch das ist doch alles Adaption und kann Sommertage angenehmer machen.


    Ich negiere den Klimawandel nicht, habe ich nie. Ich habe möglichst strenge Klimaschutzmaßnahmen auch lange befürwortet. Aber irgendwann holt einen auch die Realität ein und der Zug der Klimarettung ist nunmal abgefahren. Man kann ja gerne an sinnvollen und auch wirtschaftlich vertretbaren Schutzmaßnahmen festhalten, aber die dringendere Aufgabe liegt meines Erachtens momentan in der Anpassung (und darin, sich wirtschaftlich nicht komplett zu ruinieren).

    Es ist Kernaufgabe von Politik, die Rahmenbedingungen eines Landes so zu gestalten, dass sich darin gut leben und wirtschaften lässt. Statt Klimarettungsphantasien wäre angesagt dafür zu sorgen, dass weniger Menschen mit Hitzeproblemen in den Notaufnahmen landen, Züge fahren können (hier haben gleich 5 Regionalzüge den Betrieb eingestellt), Autobahnen hitzeresilient gebaut werden, das Stromnetz funktioniert (Duisburg hat seit gestern verstärkt Stromausfälle wegen hitzebedingter Materialermüdung und daraus resultierenden Kurzschlüssen), die Kanalisation auf Starkregenereignisse angepasst wird, usw. usw. usw. Ich hab nichts gegen Wärmepumpen, aber das ist nun wirklich gerade nicht die drängendste Thematik. Auch ein mit Wärmepumpen zugepflastertes Land wird die Notwendigkeit, sich um die anderen Punkte zu kümmern, nicht obsolet machen.

    Weißt du, ob das Kind zu dem Zeitpunkt schon in Inobhutnahme war?

    Nein, war es nicht. Ich denke auch nicht, dass es dafür einen für das Jugendamt ausreichenden Grund gab. Die Eltern wirkten selbst sehr einfach gestrickt, waren aber nicht unkooperativ oder unbemüht. Der Vater hat sogar mich als "nur Nebensfachlehrerin" jedes Mal, wenn ich ihn abholen lassen habe, angerufen, wollte genau wissen, was passiert ist und hatte großes Leid, dass der Junge doch irgendwo beschult werden müsse und noch eine Chance bräuchte.

    Meines Erachtens war das Kind einfach mit dem Regelschulsetting überfordert und auch frustriert, dass er so viel älter war, aber kognitiv mit den Mitschülern am Gymnasium nicht mithalten konnte. Wir hatten damals auch keine Sonderpädagogin und eine Schulbegleitung hatte er ebenfalls nicht. Insgesamt sehr ungünstig.

    Ich finde sehr bezeichnend für dieses Land, dass medial mehr gegen Klimaanlagen gewettert wird, als gegen den Umstand, dass wir keine haben und somit nicht auf ein verändertes Klima angepasst sind. Wenn ARD und Quarks vorrechnen, dass wir mit Klimaanlagen den Planeten um weitere 0,05 Grad aufheizen oder bei laufenden Klimaanlagen nachts die Großstädte 2-4 Grad wärmer würden und Politiker wie Lauterbach an Verzicht appellieren, frage ich mich, auf welchem Stern wir bitte leben. Gibts eigentlich noch irgendein zweites Land auf der Erde, das derart gestörter Selbstkasteiiung fröhnt und meint, damit das Klima "retten" zu können?

    Mir geht dieses gutdeutsche Mindset, das kein Problem löst und an allen Ecken und Enden nur Nachteile und Hürden schafft, langsam so krass auf den Keks. Kein Wunder, dass sich die Abschwungsspirale immer weiter beschleunigt.

    Ich war mal vorne bei "Lästerschwester". Fand ich auch nicht sooo cool, weil es suggeriert, dass man über Kollegen lästert, was ich nie getan habe. Welche schulischen Regelungen/Verfahren und ggf. Entscheidungen der Schulleitung ich doof/albern/unsinnig/überflüssig etc. finde, habe ich allerdings durchaus regelmäßig und ausführlich bemotzt 😅 , also gibt es wohl schon einen wahren Kern bei solchen Kategorien. Ist auch ok.

    Vielleicht sollte man mit Abiturienten im Vorfeld generell darüber sprechen, was lustig und okay ist und welche Kategorien Menschen ernsthaft emotional verletzen können. Natürlich können sie letztlich drucken, was sie wollen, aber ein bisschen Sensibilisierung und Appell an Verhältnismäßigkeit und Anstand schaden ja nicht.

    Fundierte Kritik braucht stichhaltige Nachweise an konkreten Textstellen. Alles andere ist genau der gleiche Müll, den Schüler neuerdings bei Textarbeit abliefern 😕 Man kann schlichtweg nichts kritisieren, das man nicht selbst gelesen hat - und nein, ein Quercheck zwischen verschiedenen KIs machts nicht besser. Es bleibt papageienhaftes Nachplappern ohne eigene Beurteilungskompetenz.

    Wir kratzen landesweit an der 40-Grad-Marke, die ganze Woche lagen die Temperaturen deutlich über 30 Grad. Wie groß unterscheideen sich die "individuellen Situationen vor Ort" unter diesen Voraussetzungen?

    Der Passus lässt meines Erachtens zu viel Spielraum für das subjektive Empfinden von Schulleitungen. Zeigt der Faden ja auch sehr schön.

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