In homöpopathischen Mitteln ist kein Wirkstoff drin, worüber wird da also diskutiert? Wenn irgendwas wirkt, dann die Kraft der eigenen Gedanken oder der Faktor Zeit. Viele Beschwerden sind halt irgendwann mal ausgestanden, weil der Körper trotz nicht wirkender Medikamente daran arbeitet. Deckt sich das zeitlich mit dem Homöopathie-Versuch oder der Umstellung von Zuckerkugel A auf Zuckerkugel B, hat man dennoch nicht plötzlich ein wirksames Behandlungsmittel gefunden.
Viele sind schon an Krebs gestorben, trotz mehrfacher Chemotherapien. Schulmedizin ist doch auch nicht das Allheilmittel.
Richtig. Umgekehrt hat aber vermutlich bisher niemand ohne Chemotherapien ein Krebsleiden überlebt.
Und an der Stelle sind alternativ"medizinische" Versprechungen dann halt auch wirklich fahrlässig und gehören verboten. Eine Bekannte, Onkologin, erzählte mal von einer alleinerziehenden Mutter, die mit ihrer 16jährigen Tochter in die Sprechstunde kam und behandelt werden wollte. Krebsdiagnose vor einigen Jahren bekommen, inzwischen ganzer Körper voller Metastasen. Die Bekannte gab ihr maximal 3 Wochen. Die Tochter wusste bis dahin von nix, Mutter hatte sich vom Heilpraktiker behandeln lassen und war noch immer der Meinung, dass es ihr doch "eigentlich" schon viel besser ginge, bis auf eben das aktuell aufgetretene Symptom (das sie bitte behandelt haben wollte). Die Tochter ist im Sprechzimmer bei klarer Ansage, dass da nichts mehr zu behandeln ist, komplett zusammengebrochen. Die Mutter hat keine 2 Wochen mehr geschafft. Dass Nichtmediziner solche Krankheiten "behandeln", gehört absolut verboten.