Beiträge von Maylin85

    Und wäre es möglich, ganz ohne Verständnis bei Straftaten Anzeige zu erstatten? Wieso kriegen die Typen im Schwimmbad kein Hausverbot?

    Und anzukreiden, "sich offen feindlich über Gruppierungen zu äußern" ist halt schon ein bisschen bigott aus deinem Mund. Du trennst ja gerade nicht Kriminalität von Religion und Herkunft.

    Die Korrelation ist ja nunmal auch gegeben. Ist man direkt ausländerfeindlich, wenn man diese Tatsache offen ausspricht? Ich habe überhaupt gar nichts gegen Leute, die sich hier normal verhalten und einfach ihr Leben leben. Glücklicherweise ist das ja auch immer noch die große Mehrheit. Der Anteil derer, die es nicht tun, ist inzwischen aber ausreichend hoch, dass die Missstände tagtäglich unmittelbar erlebbar sind und bei mir insofern ein politisches Umdenken auslösen, als dass ich eine deutlich restriktivere Migrationspolitik und eine Antwort auf die Frage nach Möglichkeiten der zügigen Ausweisung von Straftätern, Sozialbetrügern und abgelehnten Aslbewerbern erwarte.

    Zur Schwimmbadfrage: passiert ja, verhindert aber nicht, dass es ständig passiert. Weil es eben keine Einzelfälle sind.

    Punkt.

    Da waren wir nämlich auch schon öfter, Gewalt und Kriminalität gehen zu 80-95% von Männern aus. Ich möchte deswegen trotzdem nicht an einer Mädchenschule unterrichten und auch in Vietnam wird gemordet.

    Nee, eben nicht Punkt. Es sind eben nicht per se "Männer", die sich über alle Herkunftsgruppen hinweg in gauß'scher Normalverteilung in den Kriminalitätsstatistiken wiederfinden. Es gehört meines Erachtens zu einer ehrlichen Migrationsdebatte, statistisch einwandfrei erfasste Überrrepräsentationen nicht ständig schönzureden oder zu negieren. Und es ist auch egal, ob hier neben Herkunft auch Merkmale wie sozioökonomischer Hintergrund und Bildung mit reinspielen -> unterm Strich haben wir in Folge von Migration Probleme, das sich zunehmend im öffentlichen Raum niederschlagen. Das fängt auch schon weit vor Straftat-Niveau an, siehe z.B. (um mal nur einen einzigen Mikrobereich rauszupicken) was in Krankenhäusern los ist, wenn dort Mitglieder arabischer Großfamilien behandelt werden. Dass der öffentliche Raum sich im letzten Jahrzehnt negativ verändert hat, kann man doch nicht ernsthaft negieren. Und in den Schulen schlägt es sich ebenso nieder, oder was glaubt man, warum man für gewisse Standorte kein Personal findet.


    ...in Sachen Messerdelikte stecken wir Vietnam übrigens sowas von in die Tasche...

    Worüber genau reden wir hier? Ich kann nachvollziehen, dass viele Migranten sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Ich kann aber ganz sicher kein "Verständnis" dafür aufbringen, wenn sich das in (verbaler oder physischer) Gewalt, religiösem Extremismus oder sonstigen nicht akzeptablen Verhaltensweisen niederschlägt.

    Ich weiß nicht, in welcher Realität ihr alle so lebt, aber in meiner ist das nunnal ein Thema. Ich hatte letztes Jahr 2 Schülerinnen, die massiv von ihren Ehemännern bedroht, eingesperrt, geschlagen wurden, dieses Jahr eine bedrohte Kollegin, durch Syrer bedrohte und attackierte türkische Schüler, vor ein paar Wochen einen Schüler, der nach dem Besuch der lokalen Kirmes mit 3 Messerstichen in der Seite im Krankenhaus gelandet ist. Letzteres ist schon gar keine Nachricht mehr wert, weil ja schon quasi an der Tagesordnung. Die Nachbarn lassen ihre Töchter nicht mehr ins Freibad, nachdem es zuletzt gehäuft Meldungen über sexuelle Belästigung junger Mädels gab. Phänomene wie Scharia-Polizei an Schulen lassen sich auch nicht mehr unter den Teppich kehren - in der gemäßigteren Variante muss man wohl damit leben, dass Schüler sich offen dazu bekennen, ihre Religion über unsere Gesetze stellen und sich offen feindlich gegenüber Gruppierungen äußern, die nicht ihrem Weltbild entsprechen.

    Nein, ich habe kein Verständnis.

    Kris24 Ich möchte bitte kein Verständnis haben müssen für Männer, die sich unangemessen oder kriminell verhalten, nur weil sie alleine gekommen sind. Integration ist in erster Linie mal eine Bringschuld. Ich kenne zahlreiche Beispiele, die das ganz wunderbar hinbekommen haben. Wo es nicht funktioniert und Leute auffällig werden, ist nicht per se die Mehrheitsgesellschaft verantwortlich, sondern primär die Menschen selbst, die sich nicht angemessen im Griff haben.

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

    Ich unterrichte jetzt seit 32 Jahren, zuerst an einer Schule mit vielen Russlanddeutschen, dann an einer ländlichen Schule mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund und jetzt seit fast 20 Jahren hier. Hier geht es eindeutig am freundlichsten zu

    Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wir uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

    Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

    Wieso sollte man Elternvertretern was schenken? Auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen.

    Umgekehrt, mal so, mal so. Ich persönlich finde Geschenke unangenehm und habe immer schon proaktiv beim Elternabend gesagt, dass ich nichts möchte. Wenn sie unbedingt Geld ausgeben wollen, sollen sie sammeln und es dem Förderverein spenden. Generell finde ich angenehmer, wenn einfach jeder seinen Job ohne aufgeblasenen Wertschätzungs-Eiertanz am Jahresende macht. Ein aufrichtiges gegenseitiges Dankeschön zum Abschluss der Zusammenarbeit reicht doch völlig. Und wenn es keinen Anlass dagür gibt, dann eben nicht, auch okay.

    Ich würde mich ganz schnell davon frei machen, so etwas persönlich zu nehmen. Selbst wenn die Eltern mit dir unzufrieden gewesen sein sollten -> lass sie doch. Du arbeitest so, wie du es für richtig und angemessen hältst, und gut ists.

    30 Minuten. Dafür haben wir keine 5 -Minuten-Pausen.

    Zumindest den Stundenabschluss organisiere ich persönlich aber auch meist so, dass beim Klingeln bereits eingepackt und der Raum sofort verlassbar ist, so dass mir keine Pausenzeit verloren geht. Auf ewiges Warten und Rumräumen hätte ich in meiner Pause keine Lust.

    Bei uns gibt es inzwischen die offizielle Dienstanweisung, 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn loszulaufen, um pünktlich im Raum zu sein. Kann man übertrieben finden, aber wenn Zuspätkommen zum Habitus wird, kann ichs auch irgendwo verstehen. Wir verlangen Pünktlichkeit von Schülern, also sollte man das ja auch selbst irgendwie hinkriegen,

    Ich habe durchaus auch gutes Material weggeschmissen, weil es mich zu viel Stauraum kostet. Diverse Stationenlernen mit Versuchsmaterialien, Anschauungsmaterial von Pfundmünzen bis hin zu Gesteinen oder Kohle, laminierten Kram wie Vokabeldominos, Lernspiele, etc., Hängeregister und Boxen für Lerntheken - alles schöne Sachen, die gut im Unterricht funktioniert haben, aber ich bin einfach nicht mehr bereit, privaten Wohnraum zur Lagerung zur Verfügung zu stellen. Und damit ist alles, was nicht Buch/Arbeitsheft ist oder sich digitalisieren ließ, vor 2-3 Jahren mal in die Tonne gewandert. Ich werde auch keinen Fundus mehr aufbauen, sofern es dabei bleibt, dass keine Lagernöglichkeiten in der Schule bestehen.

    Hilft dabei, den Überblick im Arbeitszimmer zu behalten 😊

    Ich räume nicht auf. Bücher und Arbeitshefte werden in den Schrank gestellt, alles andere kommt auf einen großen Stapel. Wenn sich nach 2 oder 3 Jahren 2 oder 3 Stapel angesammelt haben, schmeiße ich die alten geschlossen und ungesehen weg, denn scheinbar habe ich ja nichts daraus gebraucht.

    Die einzige mühsame Tätigkeit ist, vor dem Stapeln noch alle wichtigen Unterlagen rauszufischen, aber auch das dauert keine Stunde.

    Die BKs profitieren dann davon, dass sie keine "Kleinen" haben, denn für die gilt laut Erlass "Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Jahrgangsstufen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss entlassen werden.", wobei "Absprache" so viel bedeutet wie "frühzeitige Information, um Betreuung organisieren zu können", also i.d.R. am Vortag. Theoretisch eröffnet das wohl die Möglichkeit, nur diese beiden Jahrgänge dazuhalten und den Rest nach Hause zu schicken, das habe ich aber noch nicht erlebt.

    Hier sind für diese Woche noch ein Wandertag und ein Sportfest geplant, ich bin gespannt ob/wie die SL damit umgehen wird.

    Man wundert sich ja, wieso auch in diesen Jahrgängen zu unserer Schulzeit noch kurzfristige Ausfälle möglich waren und sowas heute alles nicht mehr geht.

    Tut mir leid für euch.

    In meinen Ohren klingt "Berufung" immer ein bissi affig. Im Idealfall macht man seinen Job gut und gerne, vielleicht auch mit Leidenschaft. Die ganzen "Berufenen" neigen aber häufig zu einem ungesunden Maß an emotionalem Investment, nehmen das alles viel zu wichtig und fallen nicht selten irgendwann komplett aus.


    Bei mir ist der Rahmen, in dem der Job für mich funktioniert, leider sehr eng. Erwachsenenbildung war toll - ich habe gerade erst Schüler meiner letzten Abschlussjahrgänge getroffen und so viele tolle, herzliche, wohltuende Sachen zu hören bekommen - wir hatten einfach eine richtig gute Zeit 🥹 Auch die Oberstufen am Gymnasium liefen ausnahmslos richtig gut. In beiden Settings habe ich den Job aufrichtig gerne gemacht und, wie ich glaube, auch gut. Sek I und meine jetzigen Schüler kosten mich allerdings schon erheblich Nerven und Spaß macht das Ganze irgendwie auch nicht. Aber es bezahlt eben die Brötchen. Es ist sehr ärgerlich, dass es im allgemeinbildenden System keine reinen Oberstufenschulen gibt.

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