Beiträge von Maylin85
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Ich habe in den Ferien auf einer Hauseinweihungsparty jemanden kennengelernt, der behauptete, exakt damit Geld zu verdienen. Er hat nach eigenen Angaben (und er hat mir auch was gezeigt) 6 KI-generierte Accounts/Figuren auf Instagram (kein politischer Content), mit denen er über Fanvue, Buy me a coffee und Patreon angeblich etwa 12.000€ netto im Monat verdient. Mir wurde viel erzählt über ComfyUI Workflow und ChatGPT-generierte Kling Motion Control, Faceswap und noch mehr, was ich vergessen habe 😄 Soweit ich es verstanden habe, läuft das Business weitestgehend automatisch und er setzt lediglich noch Prompts und nutzt kleinere Modelle, um die Figuren im Hinblick auf Stil und Look konsistent weiterzuentwickeln.
Ziemlich verrückt. Ich weiß noch nichtmals, ob ich sowas ethisch unanständig finde oder nicht. Mir erschließt sich überhaupt nicht, wieso Menschen für sowas Geld zahlen.
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Man kann nicht erwarten, dass Betriebe, die wirtschaftlich arbeiten müssen, ihre An- und Abfahrtzeiten an Schulpausen ausrichten. Einem Paketlieferanten sagen, er möge bitte 10 Minuten warten, halte ich für ziemlich absurd. Dann müssen Kinder eben mal zur Seite gehen.
Hatte früher wieder einmal die Aufsicht verschlampt, als in der Pause die Glasscheibe auf dem Schulhof aufgrund einer Keilerei unter Schülern zu Bruch ging.
Musste zur Notlüge greifen, dass ich an der anderen Ecke vom Schulhof stand.
Seitdem vergesse ich die Aufsicht seltener.
Musstest du das wirklich? Eine meiner Ex-Schulleitungen hat mal eine Dame von der Unfallkasse zur GLK eingeladen - eigentlich mit der Intention, dem Kollegium deutlich zu machen, dass spät angetretene oder vergessene Aufsichten im Zweifel unangenehme Konsequenzen haben. Faktisch erzählte die Dame dann, dass letztlich gar nichts passiere, solange kein Vorsatz nachgewiesen werden könne. Vergessen kann passieren, eine Verspätung durch eigenen Toilettengang ist völlig in Ordnung etc., man darf lediglich nicht nachweislich wissentlich lieber selbst Pause machen. Gefiel der SL damals nicht so.
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Machst Du denn am BK davon irgendwas?
Nein. Ich denke aber ehrlich gesagt nicht, dass ich da ewig bleiben werde, und denke momentan wieder sehr viel über andere Schulformen nach. Genau die aufgezählten Dinge schrecken aber letztlich dann doch ab.
[An meiner Schule führen die Klassenlehrer aber tatsächlich Klassenordner und heften Dinge ab, die ich an anderen Schulen nur ans Sekretariat weitergeleitet habe. Unterschriebene Schulverträge, Bücherkautionsgedöns, Ausbildungsverträge, etc. und auf Hinterhertelefonieren bei Fehlzeiten usw. bleibt natürlich beim Klassenlehrer hängen. Trotzdem natürlich wahrscheinlich kein Vergleich zum Sek I Aufwand.] -
Als Single? Das sollte ungefähr dem deutschen Durchschnitt entsprechen.
Mag sein. Für mich gehören aber mindestens eine vernünftige Wohngegend, Auto, Konzerttips und Hunde zum Leben. Allein die Hunde kosten mich (mit Tagesbetreuung) monatlich 1200€. Müsste ich auf irgendwas davon verzichten, wüsste ich nicht, wofür ich überhaupt arbeiten gehe. Diese Unnehmlichkeit nimmt ja in Kauf, damit man den Rest seiner Zeit so verbringen kann, wie man ihn als lebenswert empfindet.
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Ich käme mit 2700 netto definitiv nicht klar. Die Frage, warum nur 75%-Teilzeit funktioniert - wenn es ein Grundsatzproblem ist, das man in jedem anderen Job auch hätte, okay, wenn es aber speziell der Lehrerjob mit seinen Rahmenbedingungen ist, würde ich bei dieser Gesamtkonstellation vermutlich aussteigen und etwas anderes suchen.
Oder durchrechnen, wie es finanziell im Anstellungsverhältnis statt Planstelle aussähe.
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Im Gegenzug entfielen Klassenfahrten, Ausflüge (wenn nicht unmittelbar fachlich relevante Exkursionen), Elterngespräche zu nichtfachlichen Themen, Elternabende (Klassenführung liegt ja beim Sozialpädagogen), Kennnelernnachmittage, Vorbereitung von nichtfachlichen Aktionen fürs Schulfest, Verwaltung von Fehlzeiten, Zettel- und Geldeinsammelaktionen, Klassenstunden, Konfliktlösungsgespräche, etc. pp.
Wenn der Job nur noch Fachunterricht ist und der ganze Rest jemandem anders zugeordnet ist, unterrichte ich sehr sehr gerne mehr 😊
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Wir bräuchten für jede Klasse einen Sozialpädagogen, der Klassenmutti/Klassenpapa ist, sich um soziale Belange, Elternarbeit und Verwaltungskram kümmert. Ich mache im Gegenzug gerne 10 Stunden mehr Fachunterricht, wenn dieser ganze Sozial- und Verwaltungskram ausgelagert werden könnte.
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Aber das ändert doch nichts an der gesamt-Arbeitszeit, die 41 Stunden + x (Ferienausgleich) beträgt. Egal, wie es angerechnet wird. Auf die muss jeder persönlich achten. Die, die eine Stunde angerechnet bekommen, haben noch mehr Zeit für anderes wie Unterrichtsvorbereitung oder Projekte. Die anderen eben nicht.
In der Theorie mag das so sein, in der Praxis haben alle mehr oder weniger das gleiche Tableau an obligatorischen Aufgaben. Dazu kommt, dass mein subjektiver Eindruck ist, dass an Schulen im Ganztag häufig auch noch viel öfter konferiert wird oder irgendwelche Teamsitzungen, Dienstbesprechungen etc. pp. stattfinden. Auch das wird bisher nicht erfasst.
Zu sagen, man möge sich halt bitte selbst über Unterrichtsvorbereitung entlasten und damit die sehr unterschiedliche Zeit zu rechtfertigen, die Lehrkräfte in Präsenz gebunden werden, ist halt sehr sehr einfach gemacht.
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Ist richtig, aber momentan ist es so, dass eine Schule zur Hälfte anrechnet, die nächste voll - in welcher Welt ist das richtig? Entweder man schafft überall gleiche Rahmenbedingungen oder man berechnet endlich korrekt. Im aktuellen Modell sind Kollegen an "ungut" arbeitenden Schulen überproportional gekniffen.
Betrifft mich übrigens momentan gar nicht, aber aus leidvoller Erfahrung an der Ex-Ex-Schule heraus bin ich ein großer Verfechter der Arbeitszeiterfassung.
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Solche Diskussionen müsste man nicht führen, wenn Arbeitszeit endlich korrekt erfasst würde.
Überfällig.
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Ich war nie in einem Mehrbettzimmr oder in einem Zimmer ohne eigenes Badezimmer und würde das auch nicht mitmachen. Letztlich liegt es ja an einem selbst, ob man sich so unterbringen lässt oder nicht.
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Ja, das ist mein Punkt: liege ich dann richtig mit meiner Vermutung, dass an den gebundenen Ganztagsschulen, egal ob Gesamtschule oder Gymnasium, die zeitliche Anwesenheit definitiv höher ist als bei normalen Gymnasien?
Ich frage auch deshalb, weil ich es von anderen Schulen, besonders Berufsbildenden Schulen und Weiterbildungskollegs kenne, dass dort eben keine oder wenig Aufsichten vorhanden sind und bei Abwesenheit der Schüler die Stunden einfach ausfallen, Vertretung eher selten. Bei Berufsschulen kommt hinzu, dass bei weniger als 6h am Tag die Klasse gerne abbestellt wird (weil z.B. ein Fachkollege mit 3 und mehr Stunden an dem Tag nicht da ist), was bedeutet, dass die anderen Kollegen an dem Tag in der Klasse dann auch frei haben.
Insofern habe ich das Gefühl, dass die Arbeit an einer Schule mit gebundenem Ganztag von der zeitlichen Belastung doch höher liegt als an den anderen genannten Schulformen - oder übersehe ich da etwas?
Sehe ich auch so. Ich war am Gymnasium ohne Ganztag, da gabs 2-3 Bereitschaftsstunden und das wars. Außerhalb der Bereitschaften hatte ich dort nie Vertretung. Am WBK sowieso nicht, jetzt am BK wird - wenn möglich - verschoben oder vorgezogen, ansonsten haben wir überwiegend Parallelaufsichten. Dass mal eine Zusatzstunde durch Vertretung anfällt, kommt ab und an vor, ist mir aber bisher auch eher selten passiert. Dafür gab es auf der anderen Seite der Bilanz aber auch Ausfallstunden durch abbestellt Klassen, insofern habe ich nicht das Gefühl, sonderlich oft Mehrarbeit zu leisten.
Leute im Ganztag scheinen mir deutlich mehr präsent sein zu müssen (ob mit oder ohne Einsatz).
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Ich bin überrascht, wie viele hier selbst planen. Den letzten innerdeutschen Trip für eine sehr kleine Gruppe habe ich auch selbst geplant, Ausland oder größere Gruppen liefen aber immer über Veranstalter. Alles andere wäre mir auch viel zu aufwändig.
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Wir MÜSSEN (Anweisung an den Stundenplan) eine Freistunde im Mittagsbereich (5.-8.?) haben. Für die Mittagspause. Also 3 mal Mittagspause in der Woche ist ganz normal plus eben die Freistunden, die sich ergeben. Natürlich gibt es Leute mit viel Glück und Leute mit weniger Glück. 5-6 Stunden inklusive Mittagspausen würde ich als normal ansehen. Hatte ich letztes Jahr mit VZ.
Oh wow, das ist echt übel. Ganztag macht den Job noch unattraktiver, als er eh schon ist.
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Das heißt, mit 25,5 Stunden die Woche (VZ Gym NRW) kann ich einen Stundenplan von 27 Stundenslots haben (24 Unterrichts plus 3 Lernzeiten haben), plus 2-4 Freistunden plus 3-4 Vertretungsbereitschaften außerhalb dieser Freistunden. (plus Hofaufsichten vor / zwischen / nach dem Unterricht)
Verstehe ich das richtig, ihr habt Vollzeitpläne mit 5-8 Leerslots? 😳
Eine Ex-Kollegin erzählte neulich von 7 (bei 67-Minuten-Modell) + teilweise Mittagspausen, die man absitzen muss, und ich hatte das ja intuitiv als vermutlich absolute Ausnahme eingestuft. Das ist stundentechnisch ein normaler Vollzeitarbeitstag in anderen Berufen, den man in Präsenz an die Schule gebunden ist - stelle ich mir schwer auszuhalten vor, wenn es regelmäßig vorkommt.
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Ich hab tatsächlich (fast) nichts davon gehört. Ausnahme: einmal wurde wegen eines Klassenarbeitstermins am Tag nach einem Deutschland WM-Spiel gemeckert, Klasse 6.
Entweder hatte ich es bisher mit pflegeleichten Eltern zu tun oder ich bin ein pflegeleichter Lehrer 😄
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Wenn der Entwurf die Tabellenentgelte anhebt, ist er unterm Strich trotzdem eine Verbesserung gegenüber den jetzigen Besoldungen. Die 6000 (oder 20.000) € sind ja auch kein Wert, der meinem Grundgehalt direkt "abgezogen" wird, sondern Berechnungsgrundlage für die Festsetzung von Grundgehalt und Zuschlägen. Ja, ohne fiktives Partnereinkommen wäre beides vermutlich etwas höher (wobei meines Wissens auch nicht klar ist, was stärker davon eingeschränkt wird - Grundbesoldung oder Zuschläge), aber in der Sache ist es doch richtig und entspricht der Realität, dass Partner in der Regel eigenes Einkommen haben. Dass man Privilegien ungern aufgibt, ist klar, aber dieses hier ist rational auch wirklich nicht mehr zu rechtfertigen.
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Ach so, okay.
Kurz vergessen.
😄
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Es ist aber doch ein absolut richtiges Signal, die Grundbesoldungen zu erhöhen und die Zuschläge den Einkommensrealitäten der Gegenwart anzupassen. Wo Partner berufstätig sind, gibt es keinen Grund für hohe Zuschläge.
Ich sehe den Kritikpunkt nicht.. oder übersehe ich was?
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