Beiträge von Maylin85

    In meiner Generation trugen viele junge Männer lange Haare. Fanden auch nicht alle Lehrer schick.

    Och, schick finde ich das häufig schon. Aus heutiger Sicht verstehe ich aber schon ein wenig, dass man diesen "Gegenkulturlern" nicht viel abgewinnen konnte. Die 68er & Nachfolger haben die Gesellschaft nun auch nicht gerade nur nachhaltig positiv geprägt.


    So "veraltet" sind meine Vorstellungen eigentlich auch gar nicht, solange man nicht gerade halbnackt oder im Trainingsanzug erscheint 😊 Ein paar Leitplanken könnte man schon setzen. US Schulen haben das z.B. besser im Griff. Bzw. ich frage mich gerade generell, ob es überhaupt noch ein anderes Land gibt, wo Schüler ähnlich gammelig oder unangezogen zur Schule erscheinen, wie in Deutschland...

    Und wie war es früher? Klappe halten, heiraten, Mann bedienen. Er, der große Geldverdiener und lässt sich die Schlappen bringen. Sonntags in die Kirche und dann machen, was man will. Hauptsache nach außen hui, nix anmerken lassen. Alles unter den Teppich gekehrt. Wenn es ganz schlimm war, sich in der Beichte erneuern lassen.

    Ja, das ist nicht sonderlich schön (außer vielleicht Klappe halten, das wünsche ich mir durchaus mehrfach am Tag mal), ich sehe den Zusammenhang zum Thema allerdings nicht.


    Kleidung spiegelt Haltung, egal wie sehr man versucht, sich das Geschlünze schön oder legitim zu reden 😊

    Ich denke, wenn ein krankgeschriebener Beamter zum Sport, in Restaurants oder ins Konzert geht, wird daran niemand Anstoß nehmen, solange er dabei nicht überdreht-quietschfidel durch die Gegend hüpft. Auf die Bühne stellen würde ich mich aber wiederum nicht.

    Machst du auch die Unterscheidung bei den Angestellten der freien Wirtschaft, die Krankengeld bekommen?
    Also: "nur", weil ein Beamter Krankengeld bekommen, darf er keiner Freizeitaktivität nachgehen, die der Genesung förderlich ist bzw. nicht entgegen steht?

    Ja. Ich denke, gegen Freizeitaktivitäten in "normalem Ausmaß" hat niemand was, TV Auftritte sind aber eben eine andere Dimension. Sowas lässt jedes Fingerspitzengefühl und Gespür für Anstand und Maß vermissen.

    Vermutlich kommen Angestellte aber sowieso seltener als solche Ideen.

    Ich finde die Unterscheidung verständlich. Im Ruhestand ist man raus, keinem Arbeitsplatz mehr formal zugeschrieben und verpflichtet, bekommt deutlich weniger Bezüge und soll halt machen, was geht und gut tut.

    Bei einer Krankschreibung, während der man noch gut bezahlt wird und wo die Dienststelle noch gewisse Erwartungen an eine möglichst baldige Rückkehr hat, sind TV Auftritte und Konzertaktivitäten einfach komplett unangemessen. Im Zweifel ist die medizinische Bewertung hier auch egal, es geht einfach auch um katastrophale Außenwirkung und damit mindestens einen Imageschaden für den Arbeitgeber. Geht einfach nicht.

    Meine neue Schule ist ja ebenfalls eher Brennpunkt und ich erlebe es tatsächlich auch zum ersten Mal, dass Eltern ihre Kinder ständig anrufen. Und die Jugendlichen halten "das ist meine Mutter/mein Vater" wiederum für einen adäquaten Grund, um erstmal fröhlich weiterzutelefonieren.

    Normal tickende Etern kommen vermutlich überhaupt nicht auf die Idee, dass es irgendwie angemessen sein könne, während der Unterrichtszeit anzurufen.

    Ich glaube, Rosenbeet geht es darum, die 3 ausgesuchten Audiodateien mit Audacity prüfungskonform zusammenzuschneiden.

    Ich hab das bisher einmal gemacht, ist aber auch schon wieder fast 1 Jahr her und da sah das Programm noch so aus, wie in der Anleitung. Dauerte aber auch ziemlich lange und war ein ziemliches Gefrickel, bis alles passte. Hab mich auch sehr aufgeregt, was das jetzt wieder für ein Sch... ist 🙄

    Man muss lernen, früh deutliche Grenzen zu ziehen, sich nicht auf Diskussionen einzulassen und sich vor allem davon frei zu machen, wie Eltern die eigene Kompetenz bewerten. Das muss dich nicht interessieren 😊 Schreibe einen Zweizeiler zurück, dass du dir bei der Entscheidung etwas gedacht hast und es in der Natur der Sache liegt, dass nicht alle zufrieden sind. MfG, tschö, auf weiteres Nachhaken keine Antworten mehr.

    Auch hilft es, auf Mails immer erst mit mindestens 3 Tagen Versatz zu antworten, dann sind viele Themen nämlich bereits gar nicht mehr so wichtig.

    Ihr seid echt langweilig. Mir würden einige Personen einfallen, die jederzeit bei mir klingeln können und rein kommen dürfen.

    Das trauen sich nichtmals meine Eltern, ich mag das wirklich überhaupt nicht. Und dann morgens um 9, was damals (mit noch vernünftig schlafenden Hunden) so ca. 2 Stunden vor meiner normalen Aufstehzeit am Wochenende lag 😤


    Kommt darauf an. Keift einer "na das sollte meins sein!" Wie in der 70er Jahren oder hilft er durch einen besonnenen Kommentar? Der sollte dann wohl überlegt sein.

    Manchmal hilft auch ein klarer Anschiss 😊

    Ich hab mal einen tollen Mann gedated und klargestellt, dass ich keinen unangekündigten Besuch wünsche. Am folgenden Samstag klingelte er morgens um 9 mit Brötchentüte in der Hand und wunderte sich, dass er erstens nicht reingelassen und wurde es zweitens auch kein nächstes Date gab.

    Ernsthaft, sowas macht man nicht 🙄

    Ob ein Schulleiter selbst unterrichtet, ist mir völlig egal. Eine Schulleitung muss ihre Schule gut managen, nach außen vertreten und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass eine angenehme Arbeitsatmosphäre herrscht und sie ihr Team bei Laune hält. Alles andere ist meines Erachtens absolut sekundär und ich glaube gerne, dass das Vollzeitpensum damit auch bereits gut ausgeschöpft ist.

    Was wäre denn deine Wunschliste?

    Unangekündigter Besuch ist ein großes No Go.

    Telefonieren statt schriftlicher Kommunikation ebenfalls. Ich gehe grundsätzlich nie ans Telefon.

    Geschlechtertrennung ist in manchen Settings vorteilhaft (Mädchengymnasium fand ich z.B. super)

    Gegen öffentliche Zurechtweisung von Kindern durch Fremde spricht auch nichts, wenn Eltern ihren Job unzureichend ausführen

    ...und Hutziehen finde ich tatsächlich auch charmant 😄

    Hier eine Liste von Dingen, die früher mal als Anstand empfunden wurden:

    • Der Handkuss als respektvolle Begrüßung für Frauen
    • Strenge Besuchszeiten (unangekündigter Besuch galt als unhöflich – heute ist es eher umgekehrt)
    • Formelles Siezen innerhalb der Familie (z. B. Eltern oder Großeltern)
    • Öffentliches Hutziehen als Zeichen von Respekt
    • Knicks und Verbeugung im Alltagskontakt
    • Tanzkarten bei Bällen, in die man sich eintragen musste
    • Arrangierte Ehen als gesellschaftliche Norm
    • Mitgift als Voraussetzung für eine Heirat
    • Strikte Geschlechtertrennung in vielen Lebensbereichen
    • Unverheiratete Paare galten als Skandal
    • Öffentliche Moralaufsicht (Nachbarn meldeten „unsittliches Verhalten“)
    • Lehrjahre mit Wohnpflicht beim Meister
    • Lebenslange Betriebszugehörigkeit als Ideal
    • Strenges Rangdenken (Titel wurden immer genannt)
    • Unterwürfige Anredeformen gegenüber Vorgesetzten
    • Pflichtkirchgang mit sozialer Kontrolle
    • Kirchenstrafen (z. B. öffentliches Büßen)
    • Fastenregeln, die wirklich eingehalten wurden
    • Aberglauben als Alltagsnorm (Unglückstage, Zeichen lesen)
    • Briefzwang statt Telefon für formelle Angelegenheiten
    • Steife Höflichkeitsfloskeln im Alltag
    • Öffentliche Zurechtweisung von Kindern durch Fremde
    • Tabuisierung von Gefühlen, besonders bei Männern

    Manches davon würde ich durchaus weiterhin befürworten 😊

    Ich hab keine Ahnung, ich bin ja noch recht frisch da und nehme diverse Dinge im Organistorischen einfach mal erfreut und unhinterfragt zur Kenntnis. Vielleicht ticken BKs aber auch grundsätzlich ganz anders, als Gymnasien (und vielleicht sind die abzudeckenden Kernzeiten auch andere?).

    Ich hab den Eindruck, dass die Mitbetreuung bei uns grundsätzlich an Kollegen geht, die auch in der Klasse eingesetzt sind und sie kennen. Kehrseite ist, dass die mitbetreute Klasse dann auch mal 3 Etagen entfernt ist, aber mehr als Anwesenheit festellen und Bescheid geben, wo man als Ansprechpartner im Notfall zu finden ist, ist an "Betreuung" auch nicht zwingend gefordert. Beeinträchtigt also nicht den parallel laufenden eigenen Unterricht. Bei Stundenverlegungen (in meine Freistunden) wurden meine Tage an anderen Tagen dafür dann kürzer, also auch keine Einwände.

    10-15 Stunden habe ich in meinem gesamten Leben noch nie abgerechnet, das ist wirklich krass 😳 Und auch Vertretung "5 Stunden nach Unterrichtsschluss" kenne ich nicht, es traf immer nur unmittelbar angrenzende Stunden. Das liest sich herausragend sch...

    Ich bin sehr froh, dass bei uns das Allermeiste über Mitbetreuung oder Stundenverlegung gelöst wird. Eine richtige Vertretungsstunde in dem Sinne, dass man in eine fremde Klasse geht und da irgendwie beschäftigen soll, hatte ich im gesamten Halbjahr nicht ein einziges Mal.

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