Beiträge von Maylin85

    Ein Crash ist dann ungünstig, wenn er mit dem Zeitpunkt zusammenfällt, zu dem man das Geld braucht und/oder wenn man zu einseitig investiert ist. Ansonsten fehlt mir die Phantasie, wie man in klassischen World ETF seine Altersvorsorge verjubeln sollte.

    Ich arbeite dort zum Glück schon einige Jahre nicht mehr. Der Lehrerrat ist bei der SL derart aufgelaufen und teils auch sehr persönlich abgewatscht worden, dass er schließlich geschlossen zurückgetreten ist. Eskaliert ist es am Thema Teilzeitkonzept. Parallel lief ein Generationenwechsel an der Schule und mit einem sehr jungen, stiefelleckenden Kollegium ist es schwierig, noch berechtigte Interessen des Rests durchzusetzen. Wenn ich ehemalige Kollegen treffe, höre ich nur, es sei alles noch so viel schlimmer und mehr geworden (und ich fands damals schon unmöglich).

    Wenn Eltern es aber nunmal nicht machen, haben Kinder gerade bei diesem Thema massiv die Arschkarte gezogen. Ich finde schon, dass Altersvorsorge in der Schule thematisiert gehört und mache das auch, wenn es thematisch passt.

    Ob das Altersvorsorgedepot der große Wurf ist, weiß ich nicht, aber es kann für junge Menschen meines Erachtens zumindest ein niederschwelliger Einstieg in den Kapitalmarkt sein. Ich stelle mir vor, wenn schonmal ein Depot vorhanden ist und man Schüler mal durchrechnen lässt, wie es sich auswirkt, wenn man 40 Jahre lang 10€ oder 50€ oder 200€ einzahlt, dass sie dann selbst vielleicht auch eher den Impuls entwickeln, ein bissi Geld anzulegen.

    Unsere 11. Klassen im BG sind allerdings m. E. mit bis zu 28/29 SuS teilweise zu groß; ebenso einige FOS-Klassen (da hatten wir in der FOS 11 Wirtschaft viele Jahre nur eine Klasse mit um die 30 SuS).

    Ich hab momentan auch zwei 11er in der Größenordnung. Mit denen kann man aber arbeiten, es macht niemand Tiergeräusche oder rastet aus dem Nichts aus - fantastisch.

    Das primäre Problem in unseren BFS-Klassen ist (neben großen Verhaltensauffälligkeiten bei vielen Schülern) meines Erachtens, dass 80% der Schüler sprachlich einfach komplett abgehangen und überfordert sind. Mit den existierenden Schulbüchern kann nicht gearbeitet werden, weil kein einziger Text verstanden wird. Schon allein dadurch sinkt das Niveau und natürlich bekommen Betriebe nicht das, was sie hinter dem Abschluss erwarten. Ich denke, ein Großteil unserer Schüler scheitert bei der Ausbildungsplatzsuche an den Einstellungstests, weil sie einfach wirklich katastrophal gruselig schreiben, Aufgabenstellungen nicht verstehen und dergleichen.

    Dann kannst du extrem froh sein über die Schule. Bei uns sind Extra-Elternsprechtage (zusätzlich zu den bereits vorhandenen!!!) eingeführt worden, zusätzliche pädagogische Konferenzen für eine weitere Klassenstufe (erstes Jahr Oberstufe muss nun auch bekakelt werden), der Tag der offenen Tür findet samstags ohne Ausgleich statt und ist verpflichtend, es gibt verpflichtende Treffen mit Grundschullehrerinnen wenn man eine 5. Klasse hat, es wurde eine komplette neue Klassenfahrt in einer Klassenstufe ins Leben gerufen und ich könnte die Liste unentwegt fortsetzen, was noch alles neu dazu gekommen ist. Aber dann bekomme ich wieder so schlechte Laune und Kopfschmerzen.

    Exakt so lief es bei uns am Gymnasium. 1:1 die gleiche Liste... oben drauf kam zum Tag der offenen Tür zuletzt noch ein digitaler Tag der offenen Tür, für den Material erstellt und Videos gedreht werden mussten und solche Späßchen. Die Unterstufenklassenlehrer hatten neben einem zusätzlichen Klassenlehrersprechtag (zu den normalen Sprechtagen) noch einen Kennenlernnachmittag und eine verbindliche nachmittagliche Karnevalsparty an Altweiber (wo man als normaler Rheinländer eigentlich selbst feiern geht 🙄) an der Backe. Und jedes Jahr kam noch irgendein anderer Schwachsinn dazu; abgeschafft wurde nie irgendwas.


    Ich weiß nicht, ob man den Irrsinn an Kinderschulen nachfühlen kann, wenn man ihn nicht selbst mitmachen musste. BK tickt in der Hinsicht schon sehr anders.

    Maylin85 : Den Unterschied zwischen "Alles ist super" (Wer hat das hier denn so geschrieben? - sehe ich nirgends...) und "mind. die Hälfte der SuS in der Berufsvorbereitung und in den BFS sind nicht beschulbar und nicht ausbildungsreif" - wie Lego-Held es schrieb - erkennst du hoffentlich selbst?!

    Sicher. Vermutlich liegt die Wahrheit im Durchschnitt irgendwo dazwischen. Bei dir scheinen mir die Rahmenbedingungen in diesen Bildungsgängen extrem gut (schon allein die Klassengrößen sind fantastisch), bei Lego-Held klingt es nach ressourcenknapper Brennpunktrealität.

    Ich habe mich in meinem früheren Berufsleben im Rahmen von Nachhaltigkeit mal mit Lebenszyklusanalysen beschäftigt, und das war alles andere als Blabla. Schon alleine der Begriff "Nachhaltigkeit" und seine inflationäre Verwendung könnte tiefgreifend diskutiert werden.

    [...]

    Man kann zu jedem Thema zweifellos sehr spannende Vertiefungen mit erhöhter Komplexität machen. Wir reden hier bei diesem konkret rausgepickten Beispiel aber von Berufsfachschulklassen und einem vorgegebenen Zeitrahmen gemäß didaktischer Jahresplanung von 8-10 Unterrichtsstunden pro Thema, da bleibt nicht wahnsinnig viel Raum für Tiefe. Für das grundsätzlich sehr wichtige und interessante Thema Soziale Gerechtigkeit und Sozialstaat habe ich ganze 6 Stunden. Dieser ganze Bildungsgang ist scheinbar darauf ausgelegt, oberflächlich durch Themen zu rauschen, damit Schüler zumindest grob mal was davon gehört haben (nehme ich an). Ist okay und kann man sicherlich Argumente für finden, führt aber halt dazu, dass das, was die KI ausspuckt, durchaus im Wesentlichen die Erwartungen abdeckt (und unkomplex genug ist, dass Schüler das Ganze auch frei wiedergeben können). Ob nun selbst erarbeitet oder nur nachgeplappert, ist für mich dann halt schwer feststellbar.

    Aber vielleicht liegt das Problem auch bei mir und mir sollte einfach egal sein, wie eine Leistung zustande kommt und ob bei einer Aktivität nachhaltig gelernt wird oder nicht. Man kann sich ja durchaus auch mit einem hübschen Layout, halbwegs fehlerfreiem Ablesen und der Beantwortung von 3 0815-Ablibirückfragen zufrieden geben und sich in die Tasche lügen, dass die Schüler hier gerade irgendwas nennenswert lernen und Kompetenzen aufbauen 😊


    Zitat

    Im Sprachunterricht geht es doch gerade um einen sprachlich souverände Vortrag. Den macht die KI nicht

    Naja doch, die KI hat ihn halt geschrieben. Brauchbar zu bewerten sind eigentlich nur noch Hot Seat Präsentationen. Das hassen die Schüler allerdings und ich selbst fand es an der Uni auch extrem unangenehm, also mache ich das eigentlich wirklich ungern. Außerdem hat man inzwischen in jedem Kurs 7 Verweigerer und kriegt nachmittags 5 Mails mit Aufklärung darüber, dass angeblich irgendeine Sozialphobie oder partieller Mutismus oder sonstwas vorliegt, weswegen der Schüler leider nicht in der Lage war mitzumachen.


    Zitat

    Allgemeinwissen sollte mMn in der Sek I aufgebaut und verknüpft werden, von daher finde ich da nichts schlechtes dran.

    Auch wenn von außerhalb der Schule Kenntnisse vorhanden sind, sind die vermutlich sehr unterschiedlich, lückenhaft und unstrukturiert.

    Nein, daran ist nichts schlecht und es ist völlig normal. Es ging aber doch im Ursprung darum, wie man eigenes Arbeiten noch von KI unterscheiden kann bzw. fehlende Eigenleistung stichhaltig nachweisen kann und da ist es eben schwierig, wenn Nachfragen auch mit Alltagswissen (wenn auch lückenhaft) beantwortet werden können. Dass das für Kris24 in einer Naturwissenschaft funktioniert, so dass Schüler noch zu eigenem Lernen gezwungen sind, um kein Defizit zu riskieren, verstehe ich (und neide ich). In anderen Fächern funktioniert das aber eben leider nicht so einfach.

    Bist du denn selbst Lehrerin oder unterrichtest du im Quereinstieg? Du weißt nicht, was du vermitteln sollst, du weißt nicht, was du bewerten kannst und deine Äußerung, dass SuS vor allem zuhören, reden und lesen können sollten machst du hier auch schon wieder zunichte, wenn du schreibst, dass die KI die Lese- und Schreibarbeit erledige und freies Sprechen keine Kunst sei.

    Man kann doch nicht Klassen 5-10 unterrichten und fest davon ausgehen, dass es dort nichts zu Vermitteln gibt.

    Nichts für ungut, aber ich zweifel langsam erheblich an deiner Lesekompetenz und deshalb beantworte ich das nicht 😊

    Die These, dass Absolventen gewisser Bildungsgänge für den Arbeitsmarkt häufig ziemlich unbrauchbar sind, finde ich schwer zu entkräften. Es hat ja Gründe, warum die meisten Ausbildungsbetriebe mittlerweile auch für Berufsbilder ein Abitur fordern, in denen es eigentlich nicht nötig wäre. Die Absolventen unserer Berufsfachschulen, die mit erstem oder mittleren Schulabschluss in eine Ausbildung übergehen möchten, haben meinem Eindruck nach jedenfalls große Probleme bei der Ausbildungsplatzsuche.

    Dein subjektives Erleben ist halt nur subjektiv, bedenke das.

    Wie umgekehrt halt auch.

    Ich teile den geschilderten Eindruck. Die Rückmeldungen aus Wirtschaft und Universitäten zu den Absolventen stützen eher die Abwärtsthese. Lernstandserhebungen sowieso. Aber mich freut, wie beharrlich einige Kollegen am "alles ist super"-Narrativ festhalten und gönne jedem eine sozialverträgliche Schülerschaft 😊

    Aber man wird ja nicht mit Allgemeinwissen geboren, das muss ja auch irgendwo her kommen, erlernt und verknüpft werden sowie die Fähigkeit, sich selbst etwas anzueignen und es in Zusammenhänge zu bringen.

    Ein bisschen was ist ab einem gewissen Alter aber doch immer schon da - Kinder und jugendliche gehen ja nicht blind durch die Welt.

    Nachhaltiges Lernen, Verknüpfen, in Zusammenhänge bringen passiert aber eben nur bei aktiver Auseinandersetzung und gerade die findet meiner Wahrnehmung nach zunehmend weniger statt. Es macht einen Unterschied, Informationen selbst zusammenzutragen, zu selektieren und daraus eine Präsentation zu basteln oder einen Prompt in eine KI zu schreiben. Das Ergebnis kann dabei inhaltlich durchaus ähnlich sein. Das, was im Gehirn passiert und nach 2 Wochen noch abrufbar ist, dürfte grundlegend anders aussehen.

    Fällt dir dazu ein konkretes Beispiel ein? Ich hätte nämlich behauptet, dass gerade in der Sek I das Gegenteil der Fall ist, nämlich dass es hier gut möglich ist, konkretes Fachwissen abzufragen.

    Ich hatte letztes Jahr z.B. in der Berufsfachschule (das ist vom Niveau her ja Sek I) in Gesellschaft/Politik Präsentationen zum Thema Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit, das ist letztlich alles zu 100% nur Alltagsblabla. Vor ein paar Wochen hat jemand ein Referat über demografischen Wandel gehalten, auch da steckt wenig Hochkomplexes drin. In Englisch sollten Schüler eine Marketingkampagne für ein Produkt entwerfen. Das kann die KI von der Zielgruppenanalyse über den Werbeslogan bis zum Werbevideo inkl. Erläuterung der darin verwendeten cinematischen Gestaltungselemente alles sehr vorzüglich alleine generieren, man muss es lediglich souverän vortragen und mir fehlt die Phantasie, was genau sich da jetzt noch groß fachlich vertiefen ließe.

    Am Gymnasium war "meine" Gesellschaftswissenschaft Erdkunde und fachlich interessant wird es da erst in der Sek II. Die gesamte Sek I ist Allgemeinwissen. Geschichte und Urban II mögen anders gestrickt sein, das kann ich nicht beurteilen.

    Im Grunde geht es aber schon um die Frage, ob u.a. in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Fachwissen und -methodik abgefragt und bewertet werden oder es bereits genügt, munter aus dem Alltag zu plaudern. Letzteres können Schüler (m/w/d) im Zweifelsfall auch ohne die Schule, bei ersterem ist aber die Schule gefragt, sowohl in der Vermittlung etwaiger Inhalte als auch in der anschließenden Überprüfung des erworbenen Lernstandes.

    Gerade Sek I Themen sind aber doch oft noch mehr oder weniger Alltagsgeplauder, weil die gesamte Sek I letztlich Vermittlung von Allgemeinwissen ist.

    An anderer Stelle schreibst du selbst, dass Gesellschaftswissenschaften so schwammig seien und du nicht wüsstest, wie man das bewerten solle- das wäre dann in der Tat ein Problem. Wer kriteriengeleitete Bewertungsraster erstellt, weiß aber doch eigentlich, was er vermitteln will.

    Hui, stop. Das habe ich nicht geschrieben. Man stößt aber an Grenzen, wenn man nach der Präsentation eines digitalen Lernprodukts herausfinden möchte, ob die Schüler wirklich sattelfest im Thema sind oder nicht, weil die Themen nunmal häufig nicht sonderlich komplex sind und Alltagswissen + das, was die KI gemacht hat (sofern man das wenigstens kurz überflogen hat), oft ausreichen, um "ein bisschen was" zum Thema sagen zu können. Und damit lässt sich eine Note, die unterhalb von ausreichend liegt, meines Erachtens eben meist schwer stichhaltig begründen. Vielen reicht das. Unterm Strich ist der Lernerfolg gegenüber den Jahrgängen von vor 5 oder 10 Jahren aber deutlich rückläufig, was sich in den Noten allerdings nicht spiegelt.

    Ich hätte am liebsten wieder einen internetfreien Unterrichtsraum, in dem ich den Zugriff auf Onlinetools bewusst und zielgerichtet steuern kann. Kann ich aber nicht und es macht einfach vieles kaputt. Ich habe im LK Leute sitzen, die grundsätzlich jeden Text fotografieren und von KI zusammenfassen lassen, weil "ich lese doch keine zwei Seiten"... ich weiß langsam nicht mehr, wie man mit dieser an der KI klebenden Schülergeneration sinnvoll arbeiten kann. Mehr als appellieren und Geräte zuklappen lassen kann ich nicht, sie nutzen die aber trotzdem ständig irgendwie und außerdem dürfen sie iPads als Heftersatz verwenden, also lässt sich die Gerätenutzung sowieso nur bedingt eingrenzen. In meinen Kursen hat die KI Nutzung seit letztem Jahr Dimensionen angenommen, die bei vielen einfach nur in ultimativer Vollverblödung endet. Ich hatte noch nie so "denkunfähige" Kurse, wie seit Einzug der KI. Aber ja, sie präsentieren sehr selbstbewusst und mit hübschen Canva-Layouts.

    Ich glaube, es gibt noch viele Berufe, wo das gebraucht wird...

    Autoverkauf, Klamotten, Handwerker, Politiker...

    Steve Jobs, Elon Musk, Obama... Menschen allesamt, die zu überzeugen wissen.

    Einverstanden für den Bereich Sales. Aber auch nur dort, wo face to face verkauft wird und solange Investitionsentscheidungen noch maßgeblich von Menschen getroffen werden (könnte mir vorstellen, dass das in vielen Firmen zunehmend an Relevanz verliert).

    Ja, sicher. Aber 4 reicht ja.

    Ich habe Präsentationen überwiegend im Unterricht im Computerraum erstellen lassen, wenn wir mal welche gemacht haben. Nie zu Hause. Mein Unterricht war aber auch generell nicht übermäßig auf das ständige Erstellen digitaler Produkte ausgerichtet (schon deswegen, weil meine Schüler keine eigenen mobilen Endgeräte hatten). Dann gab es eine Übergangszeit, wo es cool und besonders war, MAL eine Filmszene oder Reportage zu drehen oder ein Padlet zu erstellen oder dergleichen. Auch das haben wir in der Unterrichtszeit gemacht und funktionierte auf Basis vorausgegangener analoger Erarbeitung von Inhalten.

    In den letzten 2-3 Jahren überspringen (zumindest meine) Schüler, ausgestattet mit uneingeschränkt nutzbaren Tablets und daueronline, den Schritt zunehmend und verlassen sich komplett auf KI. Optisch ist zweifellos alles sehr sehr viel hübscher geworden, Lernen findet allerdings kaum mehr statt. ich finde die Entwicklung wirklich gruselig.

    Kris24

    In deinen Fächern ist Nichtwissen auch schnell ziemlich zweifelsfrei entlarvt, würde ich meinen. In Sprachen und Gesellschaftswissenschaften sind die meisten Schüler in der Lage, zumindest so viel zusammenzulabern, dass es noch irgendwie "nicht nichts" ist. Insbesondere außerhalb der gymnasialen Oberstufe, wo die Inhalte meist doch sehr trivial sind.

    Aber sie zu präsentieren (ist irgendwas zu präsentieren) bleibt doch weiter wichtig...

    Es geht doch bei der ppp nicht um die ppp an sich (den Inhalt griffig zusammenzufassen, ja, das übernimmt wohl die ki), sich aber hinzustellen und in flüssigen Sätzen das vortragen, was da steht, das bleibt.

    Und das soll ja auch damit geübt werden.

    Wozu braucht es noch einen Menschen, um einen (inzwischen meist) mit KI zusammengestellten Inhalt, der in einer KI-generierten PPP aufbereitet ist, runterzuplappern? Ernst gemeinte Frage. Die Präsentation kann die KI eigentlich auch direkt selbst halten.

    Mich stört beim Fokus auf Kompetenzen wie Präsentationen, Filme etc., dass Schüler zwar zunehmend hübsche Verpackungen herstellen können, das inhaltliche Fachwissen aber immer miserabler wird. Mir erschließt sich der Wert nicht.

    Absurd: Es gibt nur wenige Berufe, die man jetzt ergreifen kann, von denen absehbar ist, dass sie in 5 Jahren noch so existieren und dazu zählt das Lehramt. Studiere Latein auf Gym und du hast zukunftsträchtig für dich bis zur Pension abgesichert. Was deine 15-Jährigen SuS brauchen ist egal, Hauptsache, sie bereichern den Mikrokosmos der Lateinlehrerin.

    Was brauchen sie denn? Du beschreibst sehr richtig, dass man vor Kurzem noch dachte, Präsentationen und Informtionsaufbereitung seien wichtig. Beides wird gerade zunehmend überflüssig.

    Die Lateinlehrerin fühlt ihren Mikrokosmos vermutlich bereichert durch Basisfähigkeiten wie sinnerfassendes Lesen, verständliches Schreiben, die Fähigkeit zuzuhören und erfolgreich zu denken, kultiviertes Miteinander - ich persönlich finde das alles universell nach wie vor sehr brauchbar. Gerade in einer sich wandelnden Berufswelt, die flexible Reaktion auf inhaltliche Veränderungen erfordert.

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