Beiträge von Maylin85

    Ich finde die Idee überhaupt nicht gut, denn ehrlich gesagt hat man die beweglichen Ferientage in anderen Phasen des Schuljahres nötiger. Die freien Tage um Karneval sind meine lifeline im Februar :(

    Außerdem zerschießt das unseren Klausurplan und ich hoffe inständig, dass die für den Montag angesetze Klausur jetzt nicht allzu weit nach vorne gezogen wird.

    Wir haben jetzt die ersten 2 Fälle, bei denen die Eltern die Schule einfach mal gar nicht über die Infektion informiert, sondern das Kind einfach nur normal krankgemeldet haben. Auch nett. Das Gesundheitsamt hat es erst 8 Tage verspätet geschafft, die Schule zu informieren.

    Ach so, ja klar. Eigentlich sind die Zahlen einen Faktor 100 höher. So wird es sein.


    Kommt euch das nicht allmählich selbst ein bisschen verschwörungstheoretisch vor?

    JA, tut es!!! Weißt du, das Schlimme ist, dass ich eigentlich Lichtjahre entfernt bin von irgendwelchem Verschwörungs- und Schwurbelkram und nicht ansatzweise auf dieser Welle funke. Aber was ich seit Wochen sehe und erlebe, Tag für Tag, ist leider, dass offensichtlich in den Schulen (zumindest bei uns, es scheint ja durchaus regionale Unterschiede zu geben) in geradezu absurder Weise völlig konträr verfahren wird zu dem, was für den Rest der Gesellschaft gilt. Das gleiche Gesundheitsamt, das bei uns im schulischen Bereich trotz direkter Kontakte mit Positivfällen quasi alles laufen lässt, steckt außerhalb der Schule Leute in Quarantäne, die lediglich über x Ecken indirekte Kontakte hatten. Und es ist nunmal Fakt, dass bei den Schülern kaum Tests vorgenommen werden. Tut mir leid, aber ich kann leider zu keinem anderen Schluss mehr kommen, als dass hier ganz gezielt mit zweierlei Maß gemessen wird, weil man sich sonst eingestehen müsste, dass es eben doch nicht ganz so toll funktioniert wie überall verkündet wird. Wo man nicht testet, findet man auch nichts. Wo man niemanden mehr in Quaratäne schickt, muss man auch nicht erklären, wieso der Schulbetrieb nicht funktioniert.

    Natürlich liest sich die Statistik nicht beunruhigend. Dafür wird ja auch aktiv gesorgt. Wir hatten heute einen Fall, bei dem das Gesundheitsamt "keinen weiteren Handlungsbedarf" sieht, sprich es geht niemand in Quarantäne, auch nicht der direkte Sitznachbar. Das war vor ein paar Wochen noch anders, aber bei der atuellen Entwicklung der Zahlen scheint man großzüger zu werden und dafür zu sorgen, dass die Lage an den Schulen in der Statistik weiterhin ganz prima aussieht.

    Ich werde mich definitiv impfen lassen. Ich habe auch keinerlei Bedenken, dass eine zugelassene Impfung ein übermäßig großes Nebenwirkungsrisiko beinhalten könnte und die Vorbehalte gegen mRNA Impfstoffe teile ich ebenfalls nicht - vielleicht ist es sogar langfristig gut, dass Corona hier als Beschleuniger wirkt und die Technologie schneller zu etablieren hilft.

    Nee, den pädagogische Tag als Fortbildungstag gibt es extra. Die Konferenzen dienen wirklich nur dazu, über die Klassen in Bezug auf alles zu sprechen, was nicht rein leistungsbezogen ist.

    Über problematische Entwicklungen bei Kindern sprechen. Schüler A hat eine Essstörung, Schüler B bekommt jetzt ADHS Medikamente, Schüler C sollten wir wegen der Trennung der Eltern im Blick behalten, Schüler D fällt neuerdings durch häufiges Stören auf - woran könnte das liegen?, Schüler E hat häufig Konflikte mit Schüler F - bitte im Auge behalten etc. pp. ... oder wenn irgendwo nichts anliegt "wie ist denn die Atmosphäre in der Klasse so?"


    Also wirklich die größte Zeitverschwendung unter der Sonne und überwiegend nichts, was nicht auch kurz auf dem kurzen Weg oder in einer kurzen DB geklärt werden könnte. Zeitfester 45 Minuten pro Klasse.

    Bei uns finden zumindest diese elendigen, überflüssigen pädagogischen Konferenzen wie geplant statt.


    Ich würde den Erlass ja so lesen, dass nur absolut notwendige Dinge stattfinden dürfen/müssen (also in erster Linien Zeugniskonferenzen und evtl. Ordnungsausschusssitzungen oder dergleichen), aber das sieht man bei uns halt anders.

    Selbst auf die Gefahr hin, mir Ärger einzuhandeln:

    Wer ein Abitur geschafft hat und dann bei einer Ausbildung als Grundschullehrer an der Mathematik scheitert, hat sein Abi irgendwie geschenkt bekommen oder ist einfach zu dumm.

    GS soll doch Grundschule bedeuten? Und wenn es Gesamtschule sein soll, wiederhole ich es genauso.


    Und ja, ich habe hohe Achtung vor Grundschullehrern. Sie haben unter den heutigen Bedingungen einen Knochenjob, bei viel zu geringer Bezahlung.

    Also ich habe Mathe mit 3 Punkten durchs Abi gezogen und wäre am Grundlagenstudium Mathe unter Garantie gescheitert. Deswegen fand ich es auch sinnvoller, 2 Fächer zu studieren, in denen ich immer sehr gut war^^ (obwohl ich im Statistikanteil in Geo auch nur sehr haarscharf durchgeschlittert bin)


    Wie der Matheteil im Grundschullehramt aussieht, kann ich nicht beurteilen. Es schien aber halt doch ein wenig mehr gewesen zu sein als ein bissi Addition, Division & Co. Genug jedenfalls, dass die beiden das Handtuch geschmissen haben. Ob das repräsentativ für die Motive einer nennenswerten Zahl der Abbrecher ist, weiß ich natürlich nicht.

    Wollsocken

    Ich kann und will das nicht beurteilen, solange ich selbst nicht so arbeiten musste. Rein von außen betrachtet würde ich erstmal alles befürworten, was dem Infektionsschutz zuträglich ist, auch wenn es mit Unannehmlichkeiten verbunden ist.


    Ich frage mich gerade, ob dieser Zusatzschutz nicht auch evtl. zu dem geringen Infektionsgeschenen an euren Schulen beitragen könnte, von dem du berichtest.

    Interessant wäre doch, was diese Plexiglasverkleidungen in Bezug auf die Aerosolausbreitung bewirken. Ob es dahinter müffelt oder spiegelt, würde ich ehrlich gesagt eher nachranging finden, wenn es den Effekt hätte, dass die Aerosole sich weniger frei im ganzen Raum verteilen können. Gibt es dazu Simulationen?

    Ich nehme an, dass das zwar grundsätzlich gilt, dass es aber ausgehebelt ist, wenn man bereits Kontakt mit dem Gesundheitsamt hatte und einem gesagt wird, man möge bitte weiter arbeiten gehen, weil das Risiko in diesem spezifischen Kontext offiziell als gering eingestuft werde.


    Ich bin bei dem Thema auch nicht rechtssicher, aber letztlich entscheidet hier doch immer das Gesundheitsamt über die Notwendigkeit einer Quarantäne/Isolation - oder nicht?

    Im Unterricht klappt es überwiegend. Die Schüler reagieren auf direkte Ansprache und verweigern sich nicht - es ist nur null nachhaltig und man ermahnt ständig die gleichen Kandidaten, was mich wahnsinnig ärgert. Ich sehe die 5-Minuten-Pausen zwischen den Stunden, in denen keine Lehrkraft da ist, als das größte Problem. Die Schüler haben die Masken entweder komplett ab oder unterm Kinn hängen, sitzen sich gegenseitig auf dem Schoß, die Fenster sind zu, besuchen sich in den Nachbarklassen oder hängen zusammengegluckt auf den Fluren rum etc., immer mit Alibi-Brot oder Wasserflasche in der Hand (weil die Masken zum Essen/Trinken ja abgenommen werden dürfen). Meines Erachtens nach geht das so nicht und müsste anders geregelt werden. Ich werde das auch weiterhin ansprechen, aber die Mehrheit ist in dem Punkt eben sehr viel gelassener als ich.

    ...und genau diese Verfahrensweisen kann man ausschließlich damit erklären, dass der Betrieb auf Teufel komm raus weiterlaufen soll/muss.


    Absolut unverantwortlich, aber so läuft es bei uns auch. Schön wäre ja, wenn man selbst wenigstens zeitnah informiert werden würde, damit man sich auch maximal risikominimierend verhalten kann. Ich nutze z.B. derzeit noch das Lehrerzimmer, würde mich aber rausziehen und maximale Abstände zu den Kollegen halten, wenn ich von einer derartigen Risikobegegnung wüsste.

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