Das Pfoblem entsteht nur dann, wenn man versucht, sich mit Stundenpauschalen und dergleichen wegzumogeln, statt - wie gesetzlich vorgesehen - ganz schnöde einfach die Zeit für tatsächlich geleistete Arbeit zu erfassen.
Beiträge von Maylin85
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Es geht um Planstellen, nicht um an TV-L angelehnte Angestelltenverträge.
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Das Instrument dafür gibt es ebenfalls bereits und nennt sich Überlastungsanzeige.
Wobei das ja auch zweifelhaft wirkungsvoll ist. Ich kenne einen Fall, wo die Überlastungsanzeige im Herbst letzten Jahres gestellt wurde und bis heute keine Reaktion erfolgt ist. In der Zwischenzeit wurde in der Konsequenz die Rückgabe der A15 Stelle beantragt (weiß nicht, ob man das "beantragt", aber ihr wisst, was gemeint ist). Auch darauf gab es noch immer keine Reaktion. Aussitzen ist natürlich auch eine Strategie...
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Weitere Hinweise in einem Google-doc, dass nichtmal von ohne Anmeldung und Genehmigung sichtbar ist? Macht es euch doch nicht so schwer.
Das riecht auf jeden Fall nach viel zu wenig Bezahlung.
In dem Dokument gibt es ebenfalls keine weiteren Informationen.
Ich hab die passende Fachkombi und war mal neugierig, aber das ist wirklich eine sehr merkwürdige Art der Personalwerbung.
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Also ich komme gerne zackig vorwärts. Classroom Management usw. finde ich nicht "interessant", sondern ist notwendiges Übel, um Hindernisse beim Vorwärtskommen zu überwinden.
Aber ja, ich muss irgendwie einen anderen Zugang zu meinem Job finden, der jetzt halt ein anderer ist. Gelingt noch nicht immer so recht.
Langweilig? Müsst ihr euren Schülern nicht helfen? Ich bin die ganze Zeit im Klassenzimmer unterwegs.

Doch, schon, aber genau das IST doch sterbenslangweilig 🙈 Man erklärt 5x sie gleichen popeligen Sachen, die man eigentlich bereits im Plenum erklärt hatte, und dann ggf. noch 3x und noch 3x. Und überwiegend nur deswegen, weil einfach nicht richtig (oder gar nicht) zugehört wird. Außerdem muss man noch 8x daran erinnern, überhaupt mal mit der Arbeit anzufangen, und zwischendurch nochmal 7 Leute antitschen, die mittendrin einfach aufgehört haben und selbst nicht so ganz wissen, wieso eigentlich...
Meine Nerven können sowas leider sehr sehr schlecht.
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Auf welche Grenze beziehst du dich da?
Es klingt nach PKV/GKV-Rückkehr-Grenze und nicht nach "Wiederverbeamtung" (sonst wäre ich gerade sowas von weg..)https://lehrernrw.de/wp-content/upl…chulen-2022.pdf
S. 31, unten links. Dort wird beim Wechsel von Privatschulen in den Landesdienst 55 als Altersgrenze angegeben. Ich stelle allerdings gerade fest, dass es diese Verordnung inzwischen nicht mehr so gibt und die Info möglicherweise veraltet ist.
Ich bin trotzdem ziemlich sicher, in den letzten Jahren von Wechseln zwischen Ersatzschuldienst und Landesdienst jenseits der 42 zu wissen. Kann es aber nicht an Paragraphen festmachen.
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Ich finde seit dem Schulformwechsel das Unterrichten teilweise einfach nur todeslangweilig. Manche Klassen sind soooo krass langsam, brauchen zigtausend Wiederholungen, man kommt inhaltlich überhaupt nicht vorwärts, weil jede Phase 3-4x länger dauert, als antizipiert... mich strengt das Aushalten dieser Langeweile so an, dass ich an Tagen mit vielen Stunden in solchen Klassen erstmal 2-3 Stunden schlafe. So richtig sinnvoll mit Alternativtätigkeiten füllen lässt sich die Zeit im Unterricht ja auch nicht.
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Wieso möchtest du im laufenden Schuljahr raus? Ein sauberer Wechsel zum neuen Schuljahr wäre natürlich die schönere Variante. Ansonsten hilft nur, Entlassungsantrag zum Tag x stellen und abwarten, ob man dich mittendrin gehen lässt. Hier könnte ich mir vorstellen, dass das Land aber ggf. nicht mitspielt.
Bei der anderen Frage denke ich, so lange Mangel besteht, wird ein Wechsel vermutlich immer möglich sein. Jedenfalls, solange du nicht an der Altersgrenze (ich meine 55 bei Wechseln?) kratzt.
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Der Punkt bei der ganzen Fragerei ist doch aufzuzeigen, dass Inklusion und gesellschaftliches Miteinander abseits von zwangsverordneten Kontexten meist nichtmals von denjenigen gelebt werden, die sie befürworten. Im echten Leben findet das alles kaum statt.
Man könnte ja auch mal fragen, warum wir keine Kollegen mit Down Syndrom oder geistigen Behinderungen oder unterdurchschnittlichem IQ in den Schulen haben - wäre als Alltagshelfer oder Klassenassistenz oder pädagogische Unterstützung oder dergleichen doch durchaus vorstellbar und es würde das ganze Inklusionsunterfangen deutlich glaubwürdiger machen, wenn wenigstens ein staatlicher Arbeitgeber auch Anschlussperspektiven sichtbar vorleben würde. Passiert aber nicht, ebenso wenig wie (abseits von speziell bezuschussten Projekten) in der freien Wirtschaft. Also wo genau ist diese vielbeschworene gesellschaftliche Teilhabe denn außerhalb des Bildungswesens zu finden?
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Ja, ist mir klar und bekannt.
Aber dann nimmt doch die Schule denjenigen mit der richtigen Schulform (und wenn sie Auswahl haben, jemanden, der ein bisschen was Affines hat) und mutet nicht dem Schulformwechsler noch einen ZK parallel zu. Sondern vielleicht irgendwann.Jein. Ich hab zuletzt Sek I Ausschreibungen gesehen, die für lehramtsfremde Bewerber geöffnet waren und gleichzeitig den Zertifikatskurs mit drin hatten. Aktuell z.B. die Ausschreibungen ES-R-21211 und 3-R-4301.
edit: ok, ob das so gemeint ist, dass auch beides in Kombination geht, hab ich vielleicht reininterpretiert und geht aus den Ausschreibungen nicht zwingend hervor.
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Teilweise werden doch auch Stellen mit Einstellungsvoraussetzung Bereitschaft zur Teilnahme an einem Zertifikatskurs ausgeschrieben. Gerade für Informatik Sek I ist mir das durchaus schon öfters begegnet.
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Die Hattie-Studie zeigt, dass alle Kinder, im Sinne von Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf, in inklusiven Settings mindestens genau so gut lernen, wie unter der Bedingung der Seperation von Menschen mit Behinderungen.
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bedarf aber natürlich Ressourcen, die an den meisten Schulen leider so erstmal nicht gegeben sind.
Verkürzen wir doch mal aufs Wesentliche 😊
Dass die Hattie-Studie immer noch vermeintlicher Beleg für allen möglichen Kram herangezogen wird, der sich in der realen Unterrichtspraxis hierzulande ganz anders darstellt, ist auch spannend.
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Überlege dir gut, ob du wirklich Spaß an ausschließlich Sek I hättest. In Geographie habe ich die Oberstufe sehr gerne gemacht, dort finden sich auch interessante Themen im Lehrplan. Speziell die erste Hälfte der Sek I ist aber extreeem zäh und inhaltlich schnarchlangweilig (daher wenig überraschend, dass Schüler das Fach meist nicht so dolle finden). Ich war immer dankbar, wenn ich erst ab Klasse 9 eingesetzt war. An Gesamtschulen gibts Erdkunde meist auch gar nicht als eigenständiges Fach, sondern es wird in Kombination mit Geschichte als Gesellschaftslehre unterrichtet.
Ich würde wohl eher ein gesuchteres Drittfach dazu nehmen, als auf Sek I zu wechseln.
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Mich hält ausschließlich das Gehalt vom Jobwechsel ab. Ich habe keine Qualifikationen, mit denen ich anderswo ähnlich verdienen würde, und wäre auch kein guter Selbstständiger. Wäre das anders, wäre ich längst weg.
Dabei mache ich das Kerngeschäft unter den richtigen Rahmenbedingungen durchaus gerne, die gibts aber eben nur in sehr kleinen Nischen des Bildungssystems.
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Öhm ja, nee.
Grund 3 ist lustig... je jünger die Schüler, mit denen ich arbeiten muss, desto älter fühle ich mich. Nie wird mir bewusster als am Arbeitsplatz, wie unendlich weit ich bereits von Generation TikTon und wallah weg bin.
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Wenn du das 2. Staatexamen für Gym/Ge abgelegt hast, kannst du dich auf für Gym/Ge-Bewerber geöffnete Sek I Stellen bewerben. Der normale Weg ist meines Wissens, dass man dann zunächst im Angestelltenverhältnis eingestellt wird und berufbegleitend die Lehramtsbefähigung für Sek I erwerben kann. Liegen die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen dann vor, erfolgt auch eine Übernahme ins Beamtenverhältnis.
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Das ist ist jedem Büro völlig normal 🙂
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Um deine Vereinfachung aufzugreifen: Der Schwererziehbare stört an der Oberschule genauso
Eben. Deswegen braucht es eigentlich dringend Schulen mit Förderschwerpunkt Verhalten. Da dieses Problem mittlerweile in jeder Schulform und fast jeder Klasse auftritt, gehören die in jede einzelne Kommune und es müsste eine niederschwellige Überweisung ohne großes Elternvetorecht möglich sein. Eventuell erschließt sich Eltern dann auch mal wieder der Mehrwert von Erziehung. Wunschdenken, ja... aber es ist nunmal so, dass diese Kinder das Hauptproblem im Schulsystem sind und auch Schüler selbst Unterrichtsstörungen als die größte Belastung beim Lernen benennen.
Den Autisten brauchst du nicht nochmal erwähnen, nachdem ich mehrfach (!!!!) geschrieben habe, dass der nicht das Problem ist, solange sein Verhalten händelbar ist. Ich hatte selbst Autisten, die komplett unproblematisch waren (mit und ohne Schulbegleitung). Ich hatte aber auch eine Autistin, die eine glatte Zumutung für ihre Klasse war und die trotzdem erduldet werden musste. Hier muss es doch möglich sein, zu differenzieren und auch mal Interessen der 25 anderen Personen im Raum zu berücksichtigen.
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Ich verstehe den Grundgedanken schon. Inklusion führt Menschen mit Unterschieden zusammen. Im Bereich GE liegen diese Unterschiede in den kognitiven Fähigkeiten, im Bereich ESE im Verhalten, im Bereich LE (jedenfalls so beobachtet an meiner Schule damals) und auch bei Verhaltensauffälligkeiten ohne Förderbedarf ggf. im Herkunftsmilieu. Man kann Schüler in der Schule aus ideologischen Gründen zwangsvergesellschaften, dass daraus aber auch private Kontakte entstehen, ist doch eher selten. Bei unseren GE/LE Schülern gab es in Klasse 5 noch Verabredungen und Einladungen zum Geburtstag, das endete aber schnell und war damals auch Anlass für Elterngespräche (weil Eltern von I-Kindern das als Ausschluss und Mobbing werteten).
Neben der sozialen Teilhabe, muss man sich aber vor allem auch beim Blick aufs Berufsleben ehrlich machen - spätestens an der Schwelle zum 1. Arbeitsmarkt ist oft Endstation und bisher ist nicht feststellbar, dass inklusive Beschulung dazu führt, spürbar mehr Schüler mit Förderbedarfen in den 1. Arbeitsmarkt zu überführen.
Daher muss die Frage erlaubt sein, ob dem hohen Preis der Inklusion (und auch dem Mitziehen von unerzogenen oder schwererziehbaren Schülern) überhaupt ein nennenswerter Nutzen gegenüber steht, der die Verschlechterung der Lernbedingungen für alle anderen rechtfertigt. Ich bezweifel das.
Und zur Sicherheit nochmal: das betrifft explizit nicht den zielgleich beschulten Autisten, der vom Verhalten her tragbar ist, sondern all jene, die masive Störungen verursachen oder zieldifferent mitgezogen werden.
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Eben. Das müsste dann anders werden und die Verantwortlichen müssten sich überlegen, wie Schule so umzugestalten ist, dass die Arbeitsbelastung gleichmäßiger verteilt wird. Ich bin sehr gespannt und übe mich in freudiger Erwartung auf das Ergebnis 😊
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