Beiträge von Maylin85

    Ich sage nicht, dass es keine Probleme gibt, ich sage, dass präventiv mehr gemacht werden muss und ansonsten alle Mittel zur Verfügung stehen, Straftäter zu bestrafen. Dass die Justiz mehr Personal braucht etc. geschenkt, aber die AfD wird das natürlich nicht richten.

    Was ist denn alles "gesellschaftsschädliches Verhalten"? Meines Erachtens gehört dazu als allererstes das Wählen von Rechtsextremist*innen, die nicht nur schädigend für die Gesellschaft sind, sondern ganz grundsätzlich am Grundgerüst unseres Staates rütteln.

    Denn: wir leben glücklicherweise noch in einem Rechtsstaat. Wenn eine Frau von ihrem Mann geschlagen wird, kann sie ins Frauenhaus gehen und ihren Mann anzeigen, aber nicht erwarten, dass ihr Mann ausgewiesen wird. Wo gibt's denn sowas? Ich lebe gerne in Deutschland WEIL die Menschenrechte hier geachtet werden. Wir müssen unbedingt mehr für den Schutz von Frauen tun ohne die Grundrechte anderer zu beschneiden.

    Oder konkret: ich verstehe nicht, nach welchen Regeln du Menschen wohin schicken willst. Jeden, der Straftaten begeht in das Land seiner Geburt? Oder das Land, in dem seine Eltern geboren wurden? Und welche Handlungen genau, bei Gewalt, Diebstahl, Ordnungwidrigkeiten? Viele geflüchtete Familien haben mehrere Stationen hinter sich, da ist jedes Kind in einem anderen Staat geboren worden. Soll der 18-Jährige dann in den Irak, auch wenn der Rest der Familie in Syrien und Deutschland lebt? Und soll auch der 15-Jährige mit deutschem Pass ausgewiesen werden, wenn er Mädchen beleidigt hat? Aber nur, wenn seine Eltern Syrer sind oder auch, wenn sie Türken oder Deutsche sind? Ich glaube dir deinen Frust, ich verstehe trotzdem nicht, was du dir für eine Lösung vorstellst.

    Was soll denn noch alles gemacht werden und wer soll das alles finanzieren? Wie genau soll Prävention aussehen? Meine Schwester hat in der stationären Jugendhilfe gearbeitet und hatte zuletzt auch viel mit unbegleiteten (Papier-)Minderjährigen zu tun. Plätze in Wohngruppen sind irre teuer, die Jugendlichen werden pädagogisch eng begleitet, bekommen Therapien und trotzdem gibt es mit einem Teil von Anfang an massive Probleme und sprunghaft mehr und sehr viel heftigere und gefährlichere Gewaltausbrüche, als sie es bis dato kannte. Die Personalabwanderung aus diesen Bereichen hat Gründe.

    Unter Präventivmaßnahmen verstehe ich auch sowas wie Projekte zur Demokratiebildung und Extremismusvorbeugung. Wir hatten dieses Jahr Demokratietage mit tollen Workshops und externen Referenten zu genau den Themen, bei denen unsere Schülerklintel meines Erachtens erhebliche Abweichungen von unseren Grundwerten und dem Grundgesetz aufweist. Ergebnis, aus allen 4 Parallelklassen tauchte eine Handvoll Schüler auf, der Rest hat sich krankgemeldet und entzogen. Die sicher nicht geringen finanziellen Mittel, die in diese Tage geflossen sind, sind völlig effektlos verbrannt.

    Will sagen: wir haben Angebote zur Integrationsförderung, zur Vermittlung unserer gesellschaftlichen Grundwerte und wir haben Anlaufstellen für problematische Lebenssituationen. Wir haben aber absolut keinerlei Verfahren, wie damit umgegangen wird, wenn all das einfach boykottiert oder nicht wirklich ernst genommen wird.

    Und letztlich ist mehr Personal immer wünschenswert, wenn nicht ausreichend Menschen in diesen Bereichen arbeiten möchten, dann ist aber nunmal keins da und man muss sich den umsetzbaren Realitäten anpassen.


    Zur Frage der Ausweisung: wer einen deutschen Pass hat, kann natürlich nicht ausgewiesen werden. Wer eine ausländische Staatsangehörigkeit hat schon. Eigentlich gar nicht so kompliziert. Bei Tatbeständen wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung, schwerer Körperverletzung, bewaffnetem Raub etc. sehe ich keine Grund, wieso nicht sofort abgeschoben werden sollte. Und auch bei anderen Delikten sollte es meines Erachtens immer dann eine Option sein, wenn die Häufung der aktenkundigen Vorfälle drauf hinweist, dass keine Kompatibilität mit unseren gesellschaftlichen Normen und Gesetzen zu erkennen ist.

    Und gerade weil wir ein Rechtsstaat sind, finde ich es auch skandalös, dass wir Bedrohungen, Gewalt gegen Frauen und letztlich ja auch Femizide nicht wirkungsvoll unterbinden. Der Mann aus dem Beispiel ist nachweislich bedrohlich genug, dass er ein Annäherungsverbot bekommen hat (das ihn nicht wirklich interessiert hat). Die Polizei ist zeitweise jeden Tag wegen dieses Mannes ausgerückt. Mit welchem Recht darf sich jemand hier so verhalten und Ressourcen beanspruchen? Warum muss diese Frau sich terrorisieren lassen? Wer selbst die Rechte anderer nicht respektiert, kann sich meines Erachtens nicht diffus auf "Menschenrechte" berufen, sondern muss zum Schutz der Bevölkerung des Landes verwiesen werden. Das ist ohnehin ein Punkt, dem größeres Gewicht eingeräumt werden sollte in Anbetracht der Tatsache, dass die allermeisten Kapitalverbrecher sich völlig überraschenderweise "polizeibekannt" herausstellen.


    Bei gesellschaftsschädlichem Verhalten hatte ich jetzt weniger an Dauerkostenposten gedacht, wie von kleiner gruener frosch zitiert, aber ja, letztlich gehören solche Fälle natürlich auch dazu. Dass Einwanderung in Sozialsysteme und fehlende Erziehungskooperation gesellschaftliche Belastungsfaktoren sind, kann man ja nunmal nicht wegreden.

    Tatsächlich dachte ich aber eher an extremistische religiöse Positionen, Antisemtismus, Homo- und Queerfeindlichkeit, das Negieren von Gleichberechtigung und das Infragestellen der Demokratie als Staatsform, die wir hier leben und erhalten möchten. Ich habe in diesem Jahr erstmals und wiederholt erlebt, dass entsprechende Äußerungen in Klassen nicht nur unwidersprochen bleiben, sondern erschreckenderweise weitgehend konsensfähig zu sein scheinen. Das passiert (und kann wahrscheinlich auch nur passieren), wenn Menschen mit entsprechender religiöser und kultureller Prägung in Gruppen nicht eine Minderheit darstellen, sondern die klare Mehrheit bzw. fast homogene Klassen bilden. Das ist hier Realität und macht mir Sorgen, insbesondere mit Blick auf die Demographie und die zukünftige Verschiebung der Bevölkerungszusammensetzung. Es mag sein, dass man in anderen Gegenden nichts davon merkt, je höher der Migrationsanteil, desto klarer sieht man aber eben auch Fehlentwicklungen und Gefahren für die Grundfesten dieser Gesellschaft.

    Ich glaube aber gerne, dass vieles davon auch im rechten Spektrum Thema ist und in gleicher Weise Alarmglocken schrillen lässt, insbesondere in Ostdeutschland. Das sind ja keine Realitäten, die sich gegenseitig ausschließen. Gerade deswegen sollte man meines Erachtens an beiden Fronten sehr gut aufpassen, nicht noch mehr Erosion der Mitte zuzulassen.

    Trotzdem mischt Maylin85 gerade alles bunt durcheinander. Türken in dritter Generation, Messergewalt unter Vietnamesen und ihre persönliche Genervtheit von arabischsprechenden Familien.

    Du raffst einfach nichts. Let me guess: du sitzt in irgendeinem nicht nennenswert migrationsbetroffenen Ossikaff und fabulierst aus der Ferne über Sachverhalte, mit denen du wenig Berührungspunkte hast.

    Es ist völlig egal, warum eine Gruppierung überproportional auffällig wird. Trauma, alleinreisend, Sozialisierung, Unterbringung, soziökonomische Faktoren - alles komplett uninteressant. Unterm Strich ist diese Gruppierung überproportional problematisch und alle paar Tage wird irgendwer weggemessert oder erleidet sonstige Migrations-Kollateralschäden. Freut mich, dass dir das gefällt oder du es quantitativ in der Irrelevanz verortest - diese Art aktiv gelebten Desinteresses tut dem Gemüt sicherlich gut 😊


    Ich hatte früher übrigens eine völlig andere Haltung. Ich habe 2015 (damals noch im Münsterland) ehrenamtlich im Flüchtlingsheim mitgearbeitet, mich 2 Jahre später (inzwischen im gut betuchten Düsseldorfer Norden wohnend) über den Widerstand gegen eine Aufnahmeeinrichtung im Stadtteil empört, habe mich über das Thema Flüchtlinge nachhaltig mit einer bis dato sehr guten Freundin überworfen, deren aggressiv-ablehnende Haltung mich fassungslos gemacht hat ob der Menschenfeindlichkeit, die ich darin gelesen habe, und hatte rückblickend das sehr naive Weltbild, dass das schon alles gut klappen wird.Ein Jahrzehnt später sieht Realität halt anders aus. Es braucht eine radikale Wende. Dringend.

    BKA - Polizeiliche Kriminalstatistik

    Wenn wir hier einmal nachlesen, dann liegt laut dieser Statistik die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen 2,6mal höher.

    In absoluten Zahlen bedeutet das, dass natürlich die meisten Verbrechen von Deutschen begangen werden. In relativen Zahlen begehen augenscheinlich gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung mehr Ausländer Verbrechen.

    Das erklärt vermutlich die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Positionierungen hier im Forum.

    Noch deutlicher wird es, wenn man gezielt bestimmte Teilbereiche des öffentlichen Raumes in den Blick nimmt, z.B. hier: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1148930 Die Überrepräsentation finde ich schon massiv.

    Bei den deutsche Staatsangehörigen wäre noch durchaus interessant, wie hoch der Anteil an Doppelstaatlern oder Neubürgern ist.

    Schmidt

    Sowas kann nur ein Mann schreiben, zu dessen Lebenswirklichkeit das alles 0 gehört. Und mehr ist dazu auch eigentlich gar nicht zu sagen. Dur fehlt die Erfahrungswelt von Mädchen und Frauen in Großstadtregionen.


    Das ist ein ganz schön großer Sonderfall mit 16 Millionen Bürgern. Aber wahrscheinlich sind die auch alle eine homogene Masse in deiner Wahrnehmung.

    Letztlich habe ich verstanden, dass du dich in deiner Wohngegend unwohl fühlst und das tut mir leid, man sollte entspannt durchs Wohnviertel laufen können. Ich bin trotzdem sicher, dass du dich verrennst mit deinen Ausweisungsfantasien. Du kannst nicht alle arabisch aussehenden Menschen ausweisen und danach klingt es leider, wenn dich die Großfamilie im Krankenhaus stört und das Belästigen im Schwimmbad zum Staatsakt wird und nicht zum leider normalen Vorfall im Leben junger Frauen, der halt angezeigt gehört.

    Das habe ich nirgends gefordert und sowas verbitte ich mir auch. Ich erwarte aber, dass Straftäter und offensichtlich mit unseren Grundwerten inkompatible Menschen nicht geduldet werden. Dazu gehört der (sehr gut integrierte, welch Ironie) Messermörder-Psycho a la Trier (brandaktuell, aber möglicherweise gibts auch bereits ein frischeres Beispiel) ebenso, wie in Notaufnahmen randalierende Clans, sexuell belästigende Männergruppen und Menschen, die sich offen dazu bekennen, irgendwelche religiösen Regeln über unser Grundgesetz zu stellen. Meine afghanische Schülerin hat nicht verstanden, warum ihr afghanischer Mann sie hier tagtäglich mit dem Tod bedrohen darf und nicht des Landes verwiesen wird. Ich verstehe das leider auch nicht. Ganz sicher habe ich keine "Ausweisungsphantasien arabisch aussehender Menschen", aber ich halte es auch für falsch, sich weiter in die Tasche zu lügen, dass hier alles toll läuft und keine Notwendigkeit besteht, Menschen mit gesellschaftsschädlichem Verhalten konsequent auszuweisen.

    Und ja, der Osten ist aus meiner Sicht ein Sonderfall. Schon allein deswegen, weil die Ost-AfD sehr viel aggressiver und völkisch-nationalistischer auftritt, was offensichtlich dort auf sehr fruchtbaren Boden fällt. Im Westen sehe ich als primäres Motiv von AfD Wählern eher massiven Frust darüber, dass ihre Regionen in untragbaren Zuständen versinken (die es im Osten meinem Eindruck nach ganz überwiegend gar nicht so gibt?).

    Na dann ist ja alles super und Narrative dürften gar nicht erst auf fruchtbaren Boden fallen, wenn sie doch so vollkommen aus der Luft gegriffen sind und so gar nicht dem entsprechen, was Menschen vor ihrer Haustür real vorfinden 😊 Oder ist halt doch ein bissi anders...

    Interessanter ist die regionale Ebene. Natürlich wählt in gut situierten Gegenden niemand AfD. Dort, wo die von dieser Partei adressierten Themen in der unmittelbaren Nachbarschaft unter den Nägeln brennen, sieht es eben anders aus.

    Der Osten ist sicherlich sowieso ein Sonderfall, deswegen schrieb ich eplizit vom Westen.

    Die AfD hat soviel Zulauf, weil viele Menschen auf den populistischen Mist reinfallen, der kommuniziert wird. Du ja auch. Angst und "wir gegen die" funktioniert super, weil es weniger komplex ist, als die Realität.

    Vielleicht sollte man langsam mal aufhören, Leute ständig als verblödet und manipuliert darzustellen. Wenn dein Wohnstandort der Norden einer Ruhrgebietsstadt ist, ist es nicht eingeflüsterter "populistischer Mist", sondern die tagtägliche Lebenswirklichkeit, die Haltungen und Wahlentscheidungen prägt.

    Und ich sage es gerne nochmal, ich sehe hier sowohl am Arbeitsplatz als auch in Bahnhof und Supermarkt jeden einzelnen Tag den Fallout verfehlter Migrationspolitik, fehlender Integration und kultureller Inkompatibilität. Kann ich leider nicht als Bereicherung empfinden.

    Das Benennen von Tatsachen ist keine Stimmungsmache. Es sind ständige Relativierung und Schönfärberei, die dazu führen, dass eben verstärkt rechtsaußen gewählt wird, wenn in der Mitte keine aufrichtige Debatte möglich und erlaubt ist. Damit schadet man der unauffälligen Mehrheit letztlich noch mehr und diejenigen, die das am klarsten und unverblümtesten aussprechen, sind oftmals selbst Zuwanderer.

    Es ist kein Zufall, dass die AfD im Westen überall dort Zulauf hat, wo Migration immer problematischere Milieus ausbildet.

    Maylin - auf konkrete Situation zu verweisen, ist ja okay. So zu pauschalisieren und aus Vorfällen ein generelles Ausländer-Problem zu machen wird zum Glück der Realität nicht gerecht und ist leider Rassismus.

    Genau das ärgert mich, denn nein, ist es nicht. Die statistische Überrepräsentation in diversen Statistiken ist kein Rassismus, sondern ganz schnöde Tatsache. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass die Mehrheit natürlich immer noch völlig unauffällig ist, das Problem besteht trotzdem.

    Man kann die Zustände noch so sehr zum reinen Wahrnehmungsproblem schönreden wollen, es wird der Realität leider nicht gerecht.

    Aber nehmen wir doch einfach irgendeinen anderen Bereich, z.B. Bahn(hofs)kriminalität - auch ein Wahrnehmungsproblem?

    Natürlich ist jeder Fall einer zuviel. Das ist aber nicht der Punkt. Maylin tut so, als könne eine Frau in NRW nicht mehr aus dem Haus, geschweige denn ins Schwimmbad gehen, weil sie dort fast sicher von einem fiesen Araber angegriffen und belästigt wird. Das ist aber ganz offensichtlich nicht so.

    Wenn das dein Eindruck ist, lies bitte nochmal genauer. Nein, natürlich ist das nicht so, dennoch vergeht kein Sommerwochenende ohne Meldungen. Fällt für dich quantitativ aber ja unter irrelevant, wie wir nachlesen, können, also egal. Und was nicht in der Presse landet, sondern nur als persönliche Erfahrung durch lokale soziale Netzwerke geistert, interessiert gleich schonmal gar nicht. Fakt ist aber, dass es im ganz realen Leben genug Thema ist, dass Leute ihr Verhalten anpassen und Orte gemieden werden. Bezieht sich übrigens auch auf andere Bereiche.


    Die ersten Zeitungsartikel, die ich speziell zum Bäder-Thema überhaupt finde, sind übrigens von 2016. Keine Ahnung, wie ausgeprägt das Problem vorher war, denn ja, belästigende Männer gab es natürlich schon immer. Wenn man aber mal die 65% Täter/Tatverdächtigen mit ausländischer Staatsbürgerschaft aus dem Bericht Sommer 20205 zu Grunde legt, würde ich vermuten, die Dinge haben sich im Vergleich zu vor 20 Jahren quantitativ nicht so arg positiv entwickelt.

    Bei den beiden SKiD Dunkelfeldstudien des BKA von 2020 und 2024 kam heraus, dass die Quote angezeigter Fälle von körperlicher sexueller Belästigung bei beeindruckenden 2,2% bzw. 2,6% lag. Sollte man bitte berücksichtigen.

    Wenn irgendwo im Wasser irgendein ggf. nichtmals klar identifizierbarer Mensch grabscht, wie viele Kinder und Jugendliche suchen einfach verschreckt oder peinlich berührt das Weite und wie viele melden es tatsächlich? Hier wurden vor ein paar Wochen an einem Wochenende 3 Fälle bekannt, bei denen sich die Kinder zwisxhen 11 und 14 jeweils den Eltern anvertraut haben, die dann alles Weitere veranlasst haben. Hätten sie die Meldung auch an einen Bademeister gemacht, wenn sie alleine mit Gleichaltrigen unterwegs gewesen wären? Man weiß es nicht. Aber man bekommt mit, was im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis etc. von den Kindern zu Hause erzählt wird und welche Konsequenzen gezogen werden, nämlich dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr gehen lassen.

    Es gibt in NRW 360 Hallenbäder. 2024 wurden 251 Vorfälle in Hallenbädern erfasst. Das ist ein halber Vorfall pro Hallenbad im Jahr. Es gibt in NRW ca. 300 Freibäder, in denen 2024 47 Vorfälle erfasst wurden. Das ist ca. 1/6 Fall pro Freibad im Jahr. Das sind sogar nur erfasste Vorfälle; ob davon jeder auch tatsächlich eine Straftat war, who knows. Sorry, aber wo genau ist der Skandal?

    Stimmt. Wir wissen natürlich nicht, wie viele vermeintliche Taten hysterische Frauen einfach erfunden haben und wie viel davon "nix gewesen" ist - sollen sich halt nicht so anstellen. Sind ja auch eh nur 300 Fälle, wo ist der Skandal? Und da wundert man sich, wieso vieles gar nicht gemeldet wird.

    Ohne Worte.

    Wessen Fehler ist das? Wenn diese Leute Konsequenzen z.B. in Form von Polizei, die sie aus dem Schwimmbad schmeißt erfahren, hat sich das Problem schnell erledigt.

    Merkwürdigerweise kann man als Frau sogar in Offenbach und Kassel problemlos ins Freibad gehen. Das muss bei euch in der Ecke ein besonderes Problem sein.

    Hier ist es zumindest ein Problem. Die meisten Bäder haben zusätzliches Sicherheitspersonal und Ausweiskontrollen, dennoch gibt es immer wieder frische Meldungen über Vorfälle. Mal ein paar Zahlen vom letzten Jahr: https://www1.wdr.de/nrw/debatte-freibad-uebergriffe-100.html

    Und die offiziell erfassten Vorfälle berücksichtigen lange nicht jedes Antatschen, das oftmals ja gar nicht gemeldet wird.

    Und wäre es möglich, ganz ohne Verständnis bei Straftaten Anzeige zu erstatten? Wieso kriegen die Typen im Schwimmbad kein Hausverbot?

    Und anzukreiden, "sich offen feindlich über Gruppierungen zu äußern" ist halt schon ein bisschen bigott aus deinem Mund. Du trennst ja gerade nicht Kriminalität von Religion und Herkunft.

    Die Korrelation ist ja nunmal auch gegeben. Ist man direkt ausländerfeindlich, wenn man diese Tatsache offen ausspricht? Ich habe überhaupt gar nichts gegen Leute, die sich hier normal verhalten und einfach ihr Leben leben. Glücklicherweise ist das ja auch immer noch die große Mehrheit. Der Anteil derer, die es nicht tun, ist inzwischen aber ausreichend hoch, dass die Missstände tagtäglich unmittelbar erlebbar sind und bei mir insofern ein politisches Umdenken auslösen, als dass ich eine deutlich restriktivere Migrationspolitik und eine Antwort auf die Frage nach Möglichkeiten der zügigen Ausweisung von Straftätern, Sozialbetrügern und abgelehnten Aslbewerbern erwarte.

    Zur Schwimmbadfrage: passiert ja, verhindert aber nicht, dass es ständig passiert. Weil es eben keine Einzelfälle sind.

    Punkt.

    Da waren wir nämlich auch schon öfter, Gewalt und Kriminalität gehen zu 80-95% von Männern aus. Ich möchte deswegen trotzdem nicht an einer Mädchenschule unterrichten und auch in Vietnam wird gemordet.

    Nee, eben nicht Punkt. Es sind eben nicht per se "Männer", die sich über alle Herkunftsgruppen hinweg in gauß'scher Normalverteilung in den Kriminalitätsstatistiken wiederfinden. Es gehört meines Erachtens zu einer ehrlichen Migrationsdebatte, statistisch einwandfrei erfasste Überrrepräsentationen nicht ständig schönzureden oder zu negieren. Und es ist auch egal, ob hier neben Herkunft auch Merkmale wie sozioökonomischer Hintergrund und Bildung mit reinspielen -> unterm Strich haben wir in Folge von Migration Probleme, das sich zunehmend im öffentlichen Raum niederschlagen. Das fängt auch schon weit vor Straftat-Niveau an, siehe z.B. (um mal nur einen einzigen Mikrobereich rauszupicken) was in Krankenhäusern los ist, wenn dort Mitglieder arabischer Großfamilien behandelt werden. Dass der öffentliche Raum sich im letzten Jahrzehnt negativ verändert hat, kann man doch nicht ernsthaft negieren. Und in den Schulen schlägt es sich ebenso nieder, oder was glaubt man, warum man für gewisse Standorte kein Personal findet.


    ...in Sachen Messerdelikte stecken wir Vietnam übrigens sowas von in die Tasche...

    Worüber genau reden wir hier? Ich kann nachvollziehen, dass viele Migranten sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Ich kann aber ganz sicher kein "Verständnis" dafür aufbringen, wenn sich das in (verbaler oder physischer) Gewalt, religiösem Extremismus oder sonstigen nicht akzeptablen Verhaltensweisen niederschlägt.

    Ich weiß nicht, in welcher Realität ihr alle so lebt, aber in meiner ist das nunnal ein Thema. Ich hatte letztes Jahr 2 Schülerinnen, die massiv von ihren Ehemännern bedroht, eingesperrt, geschlagen wurden, dieses Jahr eine bedrohte Kollegin, durch Syrer bedrohte und attackierte türkische Schüler, vor ein paar Wochen einen Schüler, der nach dem Besuch der lokalen Kirmes mit 3 Messerstichen in der Seite im Krankenhaus gelandet ist. Letzteres ist schon gar keine Nachricht mehr wert, weil ja schon quasi an der Tagesordnung. Die Nachbarn lassen ihre Töchter nicht mehr ins Freibad, nachdem es zuletzt gehäuft Meldungen über sexuelle Belästigung junger Mädels gab. Phänomene wie Scharia-Polizei an Schulen lassen sich auch nicht mehr unter den Teppich kehren - in der gemäßigteren Variante muss man wohl damit leben, dass Schüler sich offen dazu bekennen, ihre Religion über unsere Gesetze stellen und sich offen feindlich gegenüber Gruppierungen äußern, die nicht ihrem Weltbild entsprechen.

    Nein, ich habe kein Verständnis.

    Kris24 Ich möchte bitte kein Verständnis haben müssen für Männer, die sich unangemessen oder kriminell verhalten, nur weil sie alleine gekommen sind. Integration ist in erster Linie mal eine Bringschuld. Ich kenne zahlreiche Beispiele, die das ganz wunderbar hinbekommen haben. Wo es nicht funktioniert und Leute auffällig werden, ist nicht per se die Mehrheitsgesellschaft verantwortlich, sondern primär die Menschen selbst, die sich nicht angemessen im Griff haben.

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

    Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

    Ich unterrichte jetzt seit 32 Jahren, zuerst an einer Schule mit vielen Russlanddeutschen, dann an einer ländlichen Schule mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund und jetzt seit fast 20 Jahren hier. Hier geht es eindeutig am freundlichsten zu

    Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wir uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

    Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

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